Ich glaube, du bist sensibler, als dir bewusst ist und irgendwann hast du gelernt, dich hinter Masken zu verstecken.
Was, wenn du anfängst, deine Masken abzulegen? Bist du bereit dir selbst zu begegnen?
Ich glaube das ist einer der Sprüche, die ich im Laufe der Zeit am meisten verwendet habe, wenn ich mit Menschen Impuls-Gespräche geführt habe.
Immer dann, wenn ich merkte, dass jemand seine Masken ablegen möchte, aber nicht weiß, wo er anfangen soll.
Wie alles begann: meine Engel auf Pfötchen
Als ich mit meiner Berufung anfing, waren es meine eigenen ENGEL AUF PFÖTCHEN, die mir geholfen haben hinter die Masken zu blicken.
Meine Schäferhündin Lucy, die mich beschützen wollte, weil ich diesen Job noch nicht übernehmen konnte. Meine Unsicherheiten zeigte sie durch vermeintlich aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen.
Sie half mir durch meine Ängste und so erkannte ich, was wirklich hinter ihrem Verhalten steckte.
Nach und nach wurde ich selbstsicherer und konnte sie befreien. Sie zu beschützen war meine Aufgabe und sie lernte mir zu vertrauen.
Später, als ich immer mehr mit den Hundehaltern arbeitete, erkannte ich genau ihre Themen, die ihr Hund spiegelte.
Der o.g. Spruch „du müsstest dich mit meinen Augen sehen“, war fast schon wie ein Mantra, dass in mir immer lauter wurde. Die Hunde spürten schnell, dass ich sie sah, nicht ihr Verhalten.
Die Menschen, die sich darauf eingelassen hatten, wurden zu souveränen Leitfiguren für ihr Hunde, ohne sich verbiegen zu müssen.
Nach einigen Jahren war es nicht mehr nötig die Hunde zu sehen.
Ich fing an zu forschen, an mir selbst. Welche Masken trug ich im Laufe meines Lebens?
Und genau daraus entstand SOUL2SOUL, ohne das es mir bewusst war.
Wenn Rollen zur Identität werden
Wir alle haben unterschiedliche Herausforderungen im Leben und das hat uns geprägt. Na klar. Wir wurden erzogen, gingen zur Schule, hatten ein soziales Umfeld und das alles macht was mit uns.
Sogar die Befindlichkeit anderer Menschen hat Einfluss auf unser Wohlbefinden.
Die Hintergründe warum etwas ist, wie es ist, sind dabei gar nicht von Bedeutung. Die Frage ist lediglich, bin ich wirklich ich selbst, oder spiele ich immer noch Rollen?
Das, was wir ein Leben lang mit uns herumschleppen, ist zu einer Identität geworden.
Aber Hand aufs Herz. Bist du wirklich glücklich als der Mensch, den du im Spiegel siehst?
Oder gibt es etwas, wo du das Gefühl hast jemand anderes schaut dich an?
Viele von uns teilen ganz typische Grundmuster:
Schwächen und Makel:
Es geht gar nicht darum perfekt zu werden. Wir sind es. In unserem inneren Universum. Bemalte Steine können nicht mehr atmen genau wie wir, sobald wir uns glattschleifen, um zu gefallen. Wir kämpfen mit alltäglichen Problemen wie Geldsorgen, Beziehungsproblemen, Zweifel oder Identitätskrisen.
Manche erlebten ein prägendes Trauma oder Verlust:
Bei vielen ist etwas geschehen, sehr oft ein Verlust oder ein anderes Schicksal, das einen erst mal die Beine weggerissen hat. Das hinterlässt Narben auf der Seele und diese Wunden heilen sehr langsam.
Verantwortungsgefühl:
Hier zeigt es sich nicht selten als Helfersyndrom oder jemand, der versucht anderen die Probleme anzunehmen. Sich selbst stellt man immer weiter in den Hintergrund. Irgendwann ist man selbst gar nicht mehr da. Vielleicht kennst du den Spruch: „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.“ Aber wer macht eigentlich dich glücklich, wenn du permanent für alle anderen sorgst?
Wenn du dich darin wiedererkennst, gibt es gute Nachrichten. Es gibt einen Weg zu sich selbst und ich habe nicht selten erlebt, dass die Kunden sagten: „Aber ich kenne es nicht anders. Ich bin halt so.“
Wenn es so ist, alles OK. Wenn du aber sagst: „ich fühle, dass da irgendwas in mir ist, das gesehen werden will und ich komme nicht dran.“ Dann ist es vielleicht etwas, dass du übernommen hast.
Zeit, deine Masken abzulegen
Ich erinnere mich an die Faschingszeit in der Schule. Alle waren aus dem Häuschen, ich fand es nur gruselig und wusste nicht, warum. Meine Lehrerin sagte damals: „Das ist doch toll, du kannst sein, wer du willst.“ Beruhigt hat mich das nicht. Bei mir blieben nur Fragezeichen. Warum sollte ich mich verkleiden, um jemand zu sein, der ich sein möchte?
Genau da liegt der Unterschied zwischen einer Maske, die man sich aufsetzt, und dem, wer man wirklich ist. Manche spüren diesen Unterschied schon als Kind, bevor sie ein Wort dafür haben. Bei mir war es genau dieses Fühlen, das mich schon damals anders gemacht hat.
Ich lehne mich mal ein bisschen aus dem Fenster und glaube, dass du sehr sensibel bist. Ob du das Sensibilität nennst, Hochsensibilität oder sonst wie, ich will das hier nicht in Schubladen packen. Du spürst einfach mehr als andere und das ist deine Superkraft, wenn du dich nicht mehr hinter deinen Masken versteckst.
Die Schattenseiten der Hochsensibilität
Und damit sind wir bei dem, was diese Sensibilität im Alltag mit dir macht:
Die Schattenseite der Hochsensibilität:
Diese Fähigkeiten sind oft Fluch und Segen zugleich. Sie isolieren dich noch von „normalen“ Menschen, weil sie dich nicht verstehen oder du dich nicht verstanden fühlst. Für andere bist du zu sensibel und nimmst alles persönlich. Du kennst diese Vorwürfe. Du fühlst dich oft allein, weil du es leid bist, dich erklären zu müssen.
Doppelleben:
Du hast gelernt dich in verschiedenen Welten zu balancieren. Du spielst die Rollen perfekt. Du funktionierst, wie man es von dir gewohnt ist und bist angepasst. Irgendwann weißt du selbst nicht mehr, was davon du bist und was du nur übernommen hast. Wenn du alleine bist, probierst du dich vielleicht aus, stellst dir vor, wie es wäre einfach mal NEIN zu sagen, Grenzen zu setzen und stolz darauf zu sein, dass du ruhig und bestimmt, dich selbst ernst nimmst.
Ein gemeinsames Universum:
Wenn du dich gerade ertappt hast, vielleicht ein körperliches Signal wahrnimmst oder sanft nickst, existieren wir im selben Universum. Wir begegnen uns nicht zufällig. Heute ist es mehr denn je wichtig, nicht mehr wegen unterschiedlicher Weltanschauungen aneinander zu geraten.
Dein nächster Schritt
Im Laufe der letzten 2 Jahrzehnte habe ich viel Erfahrungen gesammelt, ausprobiert, hinterfragt, geforscht, alles auf den Kopf gestellt und alles überflüssige rausgeschmissen.
Eigene Identitäten haben sich mehr als einmal gewandelt, habe verschiedene ENTwicklungsstufen durchlaufen und bin meinem inneren Universum immer näher gekommen.
Daraus entstanden ist meine Philosophie, die ich in meinen Blog-Beiträgen geteilt habe und in den YouTube Videos sind sie auch festgehalten.
Meine Aufgabe ist es jetzt, dich darin zu unterstützen, deine blinden Flecke zur Seite zu schieben, damit du Klarheit gewinnst für das, wer du wirklich bist.
Ob du den sanften Weg wählst oder irgendwann sagst, du möchtest tiefer gehen, es ist immer deine Entscheidung.
Es zeigt sich immer das in unseren Impuls-Gesprächen, was JETZT für dich bestimmt ist. Lass uns den Stein ins Rollen bringen.