Wandersteine, warum sie faszinierend sind
Jeder Stein ist individuell und schön wie er ist. Und trotzdem greifen wir zur Farbe.
Ein Wanderstein entsteht.
Ein Gedanke, der nicht bei den Steinen aufhört.
Wandersteine, warum wir alles verschönern wollen
Seit einigen Tagen beobachte ich verstärkt, wie begehrt Wandersteine sind. Ich bewundere sie schon viele Jahre und habe selbst schon oft welche gefunden.
Dann kam natürlich der Gedanke auf, dass ich das ja auch mal machen könnte. Findlinge habe ich Kisten voll, das sollte also nicht am fehlenden Material liegen. Auch Farben sind reichlich vorhanden.
Alles klar.
Alles klar. Oder doch nicht?
Dann spüre ich den ersten, den zweiten, den dritten Stein in meiner Hand. Ich sehe ihn an und frage mich, was ich daran verschönern könnte.
Der erste Gedanke war, dass ich nicht kreativ genug sei.
Und dann wurde mir klar: die Steine können dann nicht mehr atmen. Aber was noch schlimmer in mir bohrte, war die Frage: warum sollte ich etwas natürlich Schönes aufmotzen?
Jeder Stein ist individuell
Jeder Stein ist individuell und schön auf seine Art.
Dieser Gedanke ließ mich nicht los. Und ganz ehrlich: schleppen wir uns nicht auch mit diesem Thema durchs Leben?
Und ist es nicht genau das, was ihre Faszination ausmacht?
Vielleicht sehenen wir uns alle danach roher und echter zu sein. Keine Masken mehr zu tragen und vielleicht, haben wir sogar mehr mit Steinen gemein, als uns lieb ist.
Die Haare zu platt, die Figur zu klein
Die Haare zu platt, zu kraus, zu wenig, zu sonst was. Die Figur zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein.
Und was da nicht alles hochkommt, oder?
Statt zufrieden zu sein, perfekt unperfekt, aber glücklich, vergleichen wir uns permanent.
Steine, Blumen, Tiere machen das nicht. Sie sind einfach und gut.
Sollten wir uns nicht daran ein Beispiel nehmen? Das Streben nach Perfektionismus, der perfekten Inszenierung, dem Aufbau von Masken – irgendwann stellen wir hoffentlich fest, dass wir gar nicht mehr da sind.
Wie die Wandersteine. Wunderschön, aber verwandelt in etwas anderes.
Geht es dir nicht auch so? Bist du die Person, die du tief in dir wahrnimmst? Oder vermisst du dich?
Wir fragen andere nach dem Weg
Als ich meinen letzten Post zu Edelsteinen und Wahrnehmung geschrieben habe, kam mir ein Impuls: statt dem Hungrigen einen Fisch zu geben, zeig ihm besser, wie er angelt.
Also ist es nicht nur die Erziehung, die Schule, was uns verwickelt. Auch die Suche nach uns selbst ist ein weiterer Grund.
Statt zu lernen, auf unsere innere Stimme und Weisheit zu hören, fragen wir andere nach dem Weg. Vielleicht kennst du das auch – aus der immer gleichen Schublade.
Wir packen letztendlich immer mehr Fremdmaterial drauf, statt wegzulassen.
Wenn die Fassade fällt
Die Steine sind schön, haben eine Ausstrahlung und Energie. Aber werden sie zugekleistert, verlieren sie genau die.
Eine Fototapete vom Strand ist nett. Aber was wir ersehnen, bekommen wir nicht, nur eine moderne Sehnsucht nach dem Original.
Genauso ist es mit unseren Fassaden, Masken, dem Make-up und allem, was wir irgendwann einfach so von anderen angenommen haben. Wenn das fällt, bleibt genau das: unsere innere Schönheit. Perfekt unperfekt. Du musst nichts davon neu entdecken – du bist es schon.
Was vermisst du wirklich?
Wonach sehnst du dich?
Die Frage, die du dir auch stellen darfst: Suchst du das, was du willst? Oder das, was du wirklich vermisst?
Genau das habe ich für dich entwickelt. Nicht ich sage dir wer du bist, sondern erinnere dich bei:
Schreib mir einfach was dich am meisten anspricht und los gehts. Auf dem Weg zu dir.
Ih freue mich von dir zu lesen oder zu hören.
SOUL2SOUL – Carola

