Warum du dich abschottest, wenn Menschen dich enttäuschen
Hast du dich nach Enttäuschungen unbemerkt verschlossen?
Deine Schutzmauer hat dich beschützt, aber auch von dir selbst entfernt.
Was darfst du daraus lernen, wenn Rückzug keine Option mehr ist?
Wenn sie dich enttäuschen, ist es deine Chance dich Ent-täuschen zu lassen.
Du kennst das.
Du lernst Menschen kennen und findest sie so nett, sympathisch und du entschließt dich Menschen doch wieder in dein Leben zu lassen.
Kennst du diese Sprüche: „Der Hund bleibt dir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“ davon gibt es unzählige und ja, ich glaube sie, aus Erfahrung.
Meine Tiere haben mich nie enttäuscht oder hintergangen.
Sie haben mich nie verraten, na ja, wenn jemand mit einem Würstchen oder Stück Käse gewedelt hat, wurde es schwierig.
Da hätte ich, für den Moment, echt verloren.
Spaß beiseite, sie sind loyal und haben mich nie enttäuscht.
Aber ist es nicht so, dass du dich hast täuschen lassen, weil du vielleicht eine Erwartungshaltung hattest?
Lass uns mal ein bisschen auf Forschungsreise ins Innere gehen.
Die Enttäuschung, wenn`s auffliegt
Wenn die Fassade der Freundlichkeit bröckelt, ist der Frust groß.
Schon wieder hast du dich geöffnet und schon wieder wurdest du benutzt oder hast schnell gemerkt, dass du absolut keine Rolle spielst, sobald jemand anderes dazukommt.
Was macht das mit dir?
Kratzt die Enttäuschung immer noch an deinem Selbstwert?
Muss es nicht, denn das hat nichts mit dir zu tun.
Der einzige Mensch, dem du zu 100% vertrauen kannst, bist du selbst.
Kannst du das?
Vielleicht ist genau das dein PROblem.
Ein PROblem ist es, weil es FÜR dich ist.
Es erinnert dich, was noch in dir zu heilen ist, etwas, dass vor langer Zeit verletzt wurde und dieses Selbstvertrauen, zerstört hat.
Deine Schutzmauer
Neulich hatte ich ein Impulsgespräch und mein Gegenüber behauptete von sich, dass sie sehr selbstbewusst sei, immer ihre Meinung sagen und ihre Grenzen klar stecken würde.
Sie war wirklich davon überzeugt aber ihre Augen, die Art, wie sie atmete und sich ihre Stimme veränderte (nur Nuancen) verrieten, dass diese vermeintliche Selbstsicherheit nur eine Schauspielerische Leistung war.
Eine Schutzwand,um nicht mehr so schnell verletzt zu werden.
Hast du dir auch eine Schutzmauer erbaut?
In vielen Impulsgesprächen haben sich Soulis erinnert, wann sie aus Frust und Enttäuschung dicht gemacht haben.
Die Devise lieber nichts mehr zu fühlen als zu viel und dann auch wieder aufs Schnäuzchen zu fallen, war ein Selbstschutz.
Dieser Selbstschutz ist vollkommen nachvollziehbar und kenne ich auch nur zu gut.
Aber er sollte kein Dauerzustand bleiben und genau das habe ich auch getan.
Wenn der Körper spricht
Was dadurch entsteht sind nicht selten Krankheiten, körperliche und seelische Symptome zeigen sich und wollen uns erinnern, was da schief läuft.
Ganz wichtig, bevor wir weitergehen: Das hier ersetzt keinen Arztbesuch. Körperliche und seelische Symptome gehören immer auch medizinisch abgeklärt – das eine schließt das andere nicht aus, im Gegenteil.
Was du dir daraus mitnimmst und wie du damit umgehst, bleibt am Ende deine eigene Verantwortung.
Was aber macht der normal sterblich Homosapiens?
Er rennt zum Arzt und lässt sich diagnostizieren und identifiziert sich mit SEINER Krankheit, Medikamente hinzugefügt, die alles erträglicher machen und gut.
So geht es Jahr um Jahr und die Symptome vermehren sich.
Würde man anfangen das ganze zu hinterfragen und die Perspektiven wechseln, würde man bestimmt schneller zum Ursprung finden.
Menschen funktionieren aber leider nicht so.
Sie suchen die ganze Zeit nach jemanden, dass ihnen ein gutes Gefühl verschafft und machen sich damit abhängig.
Das verursacht zwangsläufig neue Enttäuschungen, sobald das Gegenüber nicht so reagiert, wie man es erwartet.
Und du weißt ja schon, dass das gar nichts mit deinem Gegenüber und deiner Erwartungshaltung zu tun hat, sondern mit dir, nicht als Vorwurf, sondern als Einladung, genauer hinzuschauen.
Wer bist du wirklich?
Die unbequeme Wahrheit ist: Du kannst nur bei dir selbst anfangen…
Erinnere dich wer du wirklich bist.
Kleine Fangfrage: Wer bist du ohne deine Vergangenheit?
Ehrlich, diese Frage hat mich lange beschäftigt und ich habe sie anfangs nicht wirklich verstanden.
Wir werden erzogen, die Schule gibt ihren Senf dazu, die Gesellschaft und alle, mit denen wir jemals Kontakt hatten.
Dann herauszufinden, wer du bist ohne diese ganzen Erfahrungen und Erlebnisse, diese ganzen Enttäuschungen…
Das scheint eine unlösbare Aufgabe und haben sie uns nicht zu dem Menschen gemacht, der wir heute sind?
Die Antwort ist einfach: JA!
Aber bist du wirklich rundum glücklich und zufrieden mit dem, wer du bist und du jeden Morgen im Spiegel begrüßt?
Vielleicht kannst du das sogar bestätigen, vielleicht kommt eher ein im Großen und Ganzen schon aber vielleicht ein zaghaftes „es könnte besser sein“.
Alles Gut.
Du wärst nicht hier und würdest einen Beitrag zum Thema ENTtäuschungen lesen, wenn alles Schicki wäre oder?
Ein Raum für dich
Vielleicht brauchst du nur mal einen Raum, an dem du in Ruhe aussprechen kannst, was wirklich in dir vorgeht, ohne Angst vor BE- oder VERurteilung haben zu müsse.
Vielleicht einfach jemanden, der dich spürt, wer du hinter der Schutzmauer bist, wenn du sie ein kleines bisschen öffnest.
Die Befreiung
Das erinnert mich an ein spontanes Reading.
Eine Kundin gab etwas zu einem bestimmten Thema in Auftrag.
Ich setzte mich hin, war verbunden und bekam auch Bilder und nicht sehr viel Informationen ehrlich gesagt.
Wir waren anschließend zu einem Follow up verabredet, weil sie schon wusste, dass manche Botschaften verschlüsselt ankommen.
Also sagte ich ihr was ich wahrgenommen hatte und sie lachte musste aus ihrer Verzweiflung heraus Erstmal lachen.
Aber das Lachen veränderte sich in eine Befreiung, denn das war die Lösung.
Sie wollte sich nicht mehr verletzen lassen und machte dicht.
Kein Gefühl, kein Schmerz?
Wer keine echten Gefühle zulässt, kann auch nicht mehr verletzt werden oder?
Hmmm, stimmt das wirklich?
Nicht ganz, denn dadurch grenzt man sich auch von sich selbst ab und das ist das Dilemma, das nicht mit einfachen Tools und Techniken allein schönzufärben ist.
Es tut weh, wenn man wieder mal feststellen muss, dass Außenansicht und Innenleben bei vielen Menschen meilenweit auseinanderklappen.
Hol dir noch heute deinen Zugang zu dir selbst Stück für Stück zurück, übernimm die Verantwortung für dich selbst.
Du bist es dir wert, dich an dich selbst zu erinnern.


