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Nichts fühlen oder plötzlich wütend?

Nichts fühlen oder plötzlich wütend?

Du sagst „Alles gut, ist schon okay“ und kannst eigentlich gar nichts fühlen?

Oder du fährst wegen einer offenen Zahnpastatube aus der Haut und weißt selbst nicht, wo das herkommt?

Erkennst du dich in der äußeren Wut? Oder eher nicht, weil du sie gar nicht spüren kannst?

In diesem Blog zeige ich dir beide Versionen und eine hat scheinbar gar nichts damit zu tun… scheinbar…

Nichts fühlen oder plötzlich wütend? Ich doch nicht, oder?

Wie jetzt? Ich bin weder plötzlich wütend noch zornig und aggressiv schon mal gar nicht.

Stimmt das wirklich? Vielleicht bist du auch eher ein Harmonie-Mensch. Aber ist das die ganze Wahrheit?

Lass uns mal die beiden Extreme beleuchten:

Von jetzt auf gleich hast du das Gefühl, dein Verstand macht Pause. Du reagierst unangemessen und aus heiterem Himmel und fragst dich, wie es dazu kommen konnte. Du liebst es harmonisch, leise und dann…

Gab es einen großen Auslöser, der dich provoziert hat? Hmmm, wahrscheinlich nicht, aber es hat gereicht, um das unsichtbare Fass zum Überlaufen zu bringen.

Immer stark sein, immer funktionieren

Du schleppst alles mit dir rum, es scheint auch niemanden wirklich zu interessieren, wie es dir tatsächlich geht. Für andere bist du die Lösung und natürlich stehst du immer zur Verfügung, wenn jemand sich auskotzen will.

Das ist dein Normal und du hinterfragst es auch nicht, weil du es nicht anders kennst, oder? Du spürst die leisen Zeichen auch gar nicht, die diesen Gefühlsausbruch ankündigen. Dieser kleine Moment, an dem der Punkt erreicht ist, kommt scheinbar aus dem Nichts.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl, immer stark sein zu müssen, funktionieren zu müssen, weil du gelernt hast, dass niemand dir wirklich zuhören will. Du hast gedacht, du musst deine Emotionen einschließen, um niemandem zur Last zu fallen.

Du glaubst, dass Gefühle wie Wut oder Ärger im Alltag keinen Platz haben und weggepackt werden müssen. Aber weißt du was? Genau deshalb sind sie tickende Zeitbomben und die bringen einiges an Symptomen mit sich.

„Alles gut, ist schon okay“

Als ich anfing, mich mit meinen Schattenanteilen zu beschäftigen, hatten die unterdrückten Gefühle und Emotionen keinen Grund mehr, im Hintergrund ihre Entladungen auszuleben.

Die Gefühle selbst sind weder gut noch schlecht, sondern sind durch Konditionierungen entstanden und durch das, was uns zur Verfügung stand, damit umzugehen oder auch nicht.

Weil niemand sich wirklich für deine Bedürfnisse und Gefühle interessiert, hast du gelernt, dich runterzuschlucken.

Du lächelst lieber und antwortest auf halbherzige Fragen mit: „Alles gut, ist schon okay“. Nur du weißt, dass das eine Lüge ist, drehst dich um, damit niemand den Schmerz in deinen Augen sieht.

Vielleicht versuchst du dich mit irgendetwas abzulenken, lebst deine Hobbys exzessiv aus und ja, Perfektion ist da unerlässlich. Soll ja schließlich niemand hinter deine Masken schauen können.

Unter der Oberfläche brodelt es

Du funktionierst, machst scheinbar dein Ding und innen drin brodelt es, ohne dass du es merkst. Wie denn auch?

Du hast dich von dir selbst und deinen Emotionen so weit entfernt, dass es schon richtig krachen muss. Aber dann ist deine Reaktion auch entsprechend und nein, nicht, weil du eine Wahl hast, sondern weil du den Vulkanausbruch wie eine Naturgewalt erlebst, die dich überrollt.

Das macht das Ganze weder für dich noch für die, die damit konfrontiert werden, besser, sondern gibt dir nur einen Ansatz, wo du anfangen könntest, dich wirklich wahrzunehmen und dich selbst zu fühlen.

Meine ersten Spiegel hatten vier Pfoten

Bei mir hat sich das nicht in Aggression gezeigt, sondern in depressiven Phasen, die ich seit meiner Kindheit mit mir rumgeschleppt habe. Niemand hat mich und die Symptome ernst genommen und so machte ich mich auf die Suche, was mit mir nicht stimmen könnte.

Aber wo ansetzen, wenn man gar nicht weiß, wie sich Gefühle anfühlen?

Meine ersten Spiegel waren dann meine Hunde und durch sie habe ich angefangen, die Perspektiven zu wechseln. Ich musste nichts beweisen, nichts sein, sondern wurde angenommen, wie sie mich wahrgenommen haben, ohne Erwartungen.

Viele Jahre und vier Hunde später hatte ich dann endlich mal eine Ärztin gefunden, die erkannt hatte: „Ups, da stimmt was nicht…“

Also ging ich erst mal in die Tagesklinik, um einen sicheren Raum zu haben, und ich wusste, ich muss mich selbst kennenlernen, meinen Ursprung freilegen und sehen, wer ich eigentlich ohne den ganzen Müll bin, den ich mir hab einreden lassen.

Endlich hatte das Konstrukt einen Namen und ich konnte mich meinen Schatten annehmen.

Ich hatte das Glück, eine Therapeutin zu haben, die sich auf mich und meinen Weg eingelassen hat. Vielleicht auch, weil sie kurz vor der Rente stand. Aber das ist auch egal, sie hat mitgespielt, auch wenn sie sich, wie sie sagte, überflüssig vorkam.

Nichts fühlen: Null Wut, und dann kam alles hoch

Psychologische Tests haben ergeben, dass ich null Aggressionen und Wut zeigte – nichts – tot.

Aber je mehr ich meine Schatten aushob, desto mehr konnte an die Oberfläche kommen. Alles, was verschüttet war, alle nie gefühlten Emotionen und Gefühle zeigten sich und oh man, jede Menge Wut, Ärger, Zorn, Verbitterung und weiß der Geier was noch alles kamen hoch.

Nein, nicht als plötzliche Entladung, sondern als die Geschichten, die sie unterdrückt, erdrückt, erstickt hatten. Die Geschichten waren dann gar nicht mehr so wichtig, sondern das Annehmen der unterdrückten Emotionen. Nach und nach wurde die Depression stiller und irgendwann war sie ganz weg.

Gefühle selbst sind weder gut noch schlecht. Sie sind das, was wir damit erlebt haben und welche Strategien wir dadurch entwickelt haben. Sie sind also nicht mal ein Teil von uns selbst. Das zu erkennen ist ein Geschenk. Was meinst du?

Wenn das Fass überläuft

Vielleicht sagst du wochenlang zu allem Ja und Amen, hältst den vermeintlichen Frieden zusammen, bis eine harmlose Bemerkung das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen bringt und du völlig unverhältnismäßig aus der Haut fährst.

Vielleicht richtest du deine angestaute Wut sogar gegen dich…

An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis:

Bitte geh zum Arzt oder Therapeuten, wenn du dich gerade wiedererkennst. Ich teile meine Erfahrungen. Meine eigenen und die, die ich im Laufe meines Lebens durch andere gesammelt habe. Meine Arbeit ist unterstützend, ergänzend und nicht Ersatz!

Kleinigkeiten, die das Fass zum Überlaufen bringen können

Kommen dir diese Momente im Alltag bekannt vor? Du räumst seit Wochen schweigend hinter allen anderen her, sagst jedes Mal „macht doch nichts“ und rastest dann aus, weil jemand die Zahnpastatube nicht zugeschraubt hat.

Oder du bist im Büro, bekommst eine Zusatzaufgabe nach der anderen und natürlich wirst du es weglächeln, bis ein kleiner Rechnerabsturz am Nachmittag reicht, um dann laut Dampf abzulassen und den Stift in die Ecke zu pfeffern.

Oder du erträgst ein vermeintlich harmloses Familienessen mit stoischer Ruhe, nickst freundlich zu jedem blöden Spruch und kriegst dann daheim im Flur den Wutanfall, weil der Hausschlüssel kurz klemmt.

Natürlich wirst du nicht jedes dieser Beispiele kennen. Du kennst dich besser… äh, Moment. Das sollte so sein, aber ist es nicht, weil ja deine eingekapselten Emotionen gar nicht zulassen, dass du dich selbst kennenlernst.

Zulassen ist hier das besondere Wort. Zu lassen, was eigentlich gesehen und gefühlt werden will. Erkennst du es? Was ist dein blinder Fleck? Blöde Frage, oder? Er heißt nicht umsonst blinder Fleck, wenn du ihn kennen würdest, könntest du es ändern.

In welchen Beispielen hast du dich erkannt?

An welcher Stelle im Alltag fängst du an, Dinge herunterzuschlucken, anstatt sie direkt anzusprechen?

Was passiert in dir, wenn du Wut nicht länger wegsperrst, sondern einfach erst mal durchfließen lässt?

Welche kleine Kleinigkeit bringt bei dir regelmäßig das Fass zum Überlaufen?

Schreib es gerne in die Kommentare, wenn du dich erkannt hast.

Vielleicht dient dir das Runterschlucken als Strategie, die sich entwickelt hat, um niemandem zur Last zu fallen.

Vielleicht ist das sprunghafte Überlaufen eine direkte Folge von angestautem Druck. Was meinst du?

Falls du der einen oder anderen Frage nicht allein auf den Grund gehen möchtest möchtest, deine Schatten nicht alleine gegegnen willst: Dafür gibt es bei SOUL2SOUL das Impulsgespräch.

Schreib mir einfach über das Kontaktformular eine Nachricht, was dein Thema ist und wir finden zeitnah einen Termin.

Helfersyndrom: Warum du alles alleine trägst

Helfersyndrom: Warum du alles alleine trägst

Du machst alles, trägst alles und zurück bleibt die Leere?

Beim Helfersyndrom fühlt sich Verantwortung an wie Pflicht.

Was steckt wirklich dahinter, wenn du immer der oder die bist, die alles übernimmt?

Helfersyndrom: Warum du die Last der Welt alleine trägst

Also deine Rolle möchte keiner freiwillig übernehmen. Aber einer muss es ja tun. Das Helfersyndrom lässt grüßen.

Vielleicht hast du schon von klein auf gelernt, dass du stärker sein musst als alle anderen und hast dir das Label verpasst, dass du die Last der Welt auf deinen Schultern tragen musst.

Weißt du was, die Welt dreht sich weiter, auch wenn du nicht alles alleine machst. Auch wenn gerade alles den Bach runter geht, bist du nicht verantwortlich dafür.

Schuldgefühle aus der Kindheit

Diese Schuldgefühle wurden dir vielleicht schon als Kind eingeredet. Bei mir war es so. Alles was schief ging im Leben einer bestimmten Person, hat sie mir als Schuld zugesprochen.

Ich Dummerchen habe es viel zu viele Jahre geglaubt und diese Schuldannahme wurde regelrecht zu einem Reflex. Die Schuld auf mich zu nehmen wurde so normal, dass ich gar nicht darüber nachdachte.

Ich erinnere mich an einen Vorfall, wo ich jemandem ins Auto gefahren bin. Die Polizei kam und ich suchte verzweifelt nach Gründen, warum mir das passiert ist. Obwohl die Polizisten sich alle Mühe der Welt gaben mir zu erklären, dass es ein beabsichtigter Crash war und nahezu täglich vorkommt, weil es sich um eine Abzocker Bande handelte, habe ich das gar nicht wahrgenommen.

Wer in so einer Schuldschleife steckt, steckt nicht im Gefängnis, sondern in einem tiefen Kerker.

Alles alleine machen und trotzdem erschöpft

Du hast deine Kräfte trainiert und weißt genau, wie viel Schwung du brauchst um schon mal voran zu gehen und die Probleme der Welt aus dem Weg zu schaffen.

Jeden Tag gibst du dein Bestes und dennoch bleiben Zweifel und innere Leere und der Blick auf den Tag fühlt sich sogar traurig an, weil du gar nicht siehst, was du getan hast. Nicht, weil du nichts bewegt hast, sondern weil du den Müll anderer versucht hast zu entsorgen, mit Eifer, Tatendrang und Lautstärke hast du versucht die Probleme anderer zu überrollen.

Aber wirklich, dieser Problemklau macht die Probleme nicht kleiner und entlastet dich auch nicht von den Schuldgefühlen, die sich türmen. Alles allein mitnehmen wollen, ist anstrengend und anstatt auch nur einen Funken Überforderung zuzugeben, versuchst du am nächsten Tag noch mehr herauszuholen.

Helfersyndrom: Warum du nie Pause machst

Jo Attacke. Der nächste Morgen und wieder rennst du mit Vollgas voraus. Obwohl du es schon gar nicht mehr willst, ist es ein innerer Zwang und wieder packst du alles auf deine eigenen Schultern und wunderst dich dann, warum du am Ende des Tages wieder erschöpft im Chaos stehst und der eigentliche Knoten gar nicht gelöst wurde.

Was meinst du? Steckt dahinter die leise Befürchtung, wertlos zu sein, wenn du einfach mal die Probleme bei denen lässt, die damit wirklich lernen müssen umzugehen? Stell dir nur mal vor, jeder dürfte aus seinen eigenen Fehlern lernen. Es gibt keine Opfer – Täter – Helden Rolle mehr, sondern nur Menschen, die täglich ihr Bestes geben.

Ich kann mir vorstellen, dass es schwer ist, wenn man so sehr mit seinem Helfersyndrom zu tun hat und daran glaubt, dass es so sein muss. Andere beschützen und dabei auch zu viel zu übernehmen. Stell dir vor, wie es für die andere Seite aussieht…

Burnout durch Überverantwortung

Ein riesiger Anlauf ist nötig, um die Lage im Alleingang zu retten. Dass dabei vor lauter Eifer Porzellan zerschlagen wird und man am Ende verdutzt in den Scherben steht, ist nicht verwunderlich, oder? Und während die anderen nur den Kopf schütteln, versuchst du weiterhin, gegen Windmühlen zu kämpfen.

Ein Klassiker: Ein Partner macht alles. Er übernimmt im Laufe der Partnerschaft immer mehr Aufgaben und hat ordentlich mit Burnout-Symptomen zu kämpfen. Der andere Teil der Lebensgemeinschaft denkt nicht im Traum daran zu helfen, weil es zur Gewohnheit geworden ist, dass alles abgenommen wird, und gefühlt alles durcheinandergerät, sobald er sich einbringt.

Der erste Partner spricht unbewusst sogar von einem zusätzlichen Kind, und gemeint ist der Partner. Letztendlich hat der eine den anderen dazu erzogen, sich so zu verhalten, und keiner von beiden hat es gemerkt.

Dieses Beispiel kommt in der Realität erschreckend oft vor.

Helfersyndrom erkennen im Alltag

Vielleicht kommt dir das bekannt vor: Du hilfst bei einem Umzug und natürlich stemmst du drei Kartons auf einmal, nur um zu zeigen, dass es geht. Dass du dir dabei fast den Rücken verdrehst, anstatt einfach zweimal zu gehen, ist für dich gar nicht verhandelbar.

Wozu gibt es die freundliche Apotheke in der Nachbarschaft, die für alles ein Mittelchen hat. Aber weniger machen? Kommt nicht in diese Tüte.

Stell dir vor jemand in einer Runde macht einen Aufruf und bringt eine Idee in die Welt. Bist du derjenige oder diejenige, der sofort die Organisation für alle übernimmt, ungefragt alle Aufgaben an sich reißt und sich abends beschwert, dass „wieder alles an einem hängen bleibt“.

Upsi, ich weiß, dass es so vermittelt nicht gerade nach Applaus klingt. Aber ich kenne zu viele Menschen und finde es muss mal deutlich ausgesprochen werden, damit die blinden Flecken, der Schuldgefühle sich überhaupt mal angesprochen fühlen.

Stell dir vor, jemand erzählt von einem Problem und sofort kommst du mit einer fertigen Ansage und drei Lösungsschritten um die Ecke, anstatt einfach nur fünf Minuten zuzuhören. Stell dir nur mal vor, dass diese Person alleine durch das Reden auf die eigene Lösung kommt. Verflixt.

Vielleicht ist genau das das Problem. Dieses Gefühl wertlos zu sein, ist so schmerzvoll und ja, ich kenne es und habe lange gebraucht, um es annehmen zu können.

Wer bin ich, wenn ich nichts retten muss?

  • Wer bin ich eigentlich noch, wenn ich gerade mal nichts retten oder reparieren muss?
  • Wo lade ich mir freiwillig Gepäck auf, nur damit meine Hände beschäftigt sind?
  • Was passiert, wenn ich den schweren Brocken einfach liegen lasse und weitergehe?

Was ist dein blinder Fleck?

Du möchtest nicht weiter alleine im Nebel stochern? Dann ist vielleicht ein Impulsgespräch für dich genau das Richtige. Lass uns hinter deine Geschichten schauen und entdecken, wer du wirklich bist.

Kontrolle abgeben – warum fällt das so schwer?

Kontrolle abgeben – warum fällt das so schwer?

Du fragst dich wahrscheinlich: „Wann zum Geier ist das denn passiert?“

Du fühlst dich nicht wichtig und auch wie ein Ersatzteil, und obwohl du schon vieles vermeintlich verändert hast, hast du immer noch das Gefühl, alles kontrollieren zu müssen.

Kontrolle abgeben? Eher nicht.

Kontrolle abgeben und dann verliere ich alles?

Und weißt du was? Bei mir war genau das der Punkt: Solange ich alles kontrollieren wollte, habe ich mir selbst nichts zugetraut.

Wahrscheinlich rollst du jetzt mit den Augen und denkst: „Waaas? Kontrolle ist das Einzige, was ich beeinflussen kann, und wenn ich das aufgebe, verliere ich alles.“

Oh ja, dieses Gefühl kenne ich nur zu gut. Und ja, ich habe vor großen Transformationsprozessen vieles verloren. Aber das war auch wichtig, weil es mich aufgehalten hat.

Erst zuschlagen, dann fragen

Vielleicht hast du dich auch von anderen entfernt und irgendwann entschieden, lieber niemanden an dich heranzulassen, aus Selbstschutz. Das kann ich gut verstehen, denn gerade das Ego der Menschen ist größer als der kleine Planet, auf dem sie wirklich zuhause sind.

Vielleicht hast du auch gelernt, erst zuzuschlagen (im übertragenen Sinne natürlich) und dann zu fragen. Vielleicht entspricht diese Strategie dir gar nicht und ist nur ein Schutzmechanismus.

Du denkst vielleicht, dass dich sowieso niemand wirklich versteht, geschweige denn mag. Also ist es dir im Laufe deines Lebens auch egal geworden, was andere von dir halten.

Zehn Meter höher

Jetzt stell dir mal vor, du stehst neben dir. Nein, Stopp, nicht neben dir, das machst du ja schon 😉 Stell dir vor, du stehst über dir. 5 Meter, 10 Meter, und du blickst hinunter.

Kannst du diese ganzen Schutzschilde um dich herum sehen? Diese ganzen Panzer, die nichts und niemanden mehr an dich heranlassen, nicht mal dich selbst?

Wer bist du unter diesen Schichten?

Du hast dir perfekte Masken zugelegt, weil niemand sehen soll, wie du wirklich bist. Und ganz ehrlich: Weißt du, wer du unter diesen Schichten bist?

Vielleicht hast du Angst davor, dass andere eine Schwäche an dir feststellen könnten. Aber so what? Was wäre daran wirklich so falsch? Stell dir nur mal vor, du würdest im Reinen sein mit deinen vermeintlichen Defiziten.

Stattdessen hast du möglicherweise gelernt, deine Unsicherheiten zu überspielen, indem du dich selbst inszenierst, für große Auftritte sorgst und so viel schauspielerisches Talent entwickelt hast, nur damit niemand erkennt, wie es in dir aussieht.

Oh ja, das macht einsam, oder? Diese Einsamkeit kenne ich auch, allerdings aus anderen Gründen. Aber das Gefühl ist das gleiche.

Immer wieder beweisen, wie unabhängig du bist

Kennst du das, dass du immer wieder beweisen willst, wie unabhängig du bist? Das zieht sich wie eine Spirale durch dein Leben. Aber sie führt dich nicht weiter in die Richtung, in die du eigentlich willst, sondern lässt dich im Kreis drehen, und du stehst wieder alleine da.

Eigentlich wünschst du dir doch ein Feld, in dem Zugehörigkeit und Vertrauen normal sind, oder? Und dann fängst du wieder an, die Kontrolle zu übernehmen, und verscheuchst damit alle, die dich eigentlich interessant finden könnten.

Vielleicht steckt Angst vor Ablehnung dahinter. Dann sabotiert man lieber selbst, als andere wählen zu lassen.

Wo erkennst du dich wieder?

Vielleicht betreffen dich nicht alle aufgezählten Punkte, aber dennoch gibt es ein paar Berührungspunkte. Was ist es bei dir? Wo erkennst du dich selbst wieder?

Woran im Alltag erkennst du, dass du gerade wieder eine Rolle spielst, dass du auf Beifall hoffst und dann schnell die Reißleine ziehst?

Welche Sabotagemuster hast du erkannt? Wann versuchst du mit Humor eine tote Kuh zu retten, obwohl der Zug schon abgefahren ist?

Wenn dich eine dieser Fragen nicht loslässt: Im Seelenkompass warten zehn weitere, die mit dir wachsen. Und wenn du nicht allein hinschauen magst, gibt es das Impulsgespräch, am liebsten am Telefon, weil die Stimme keine Maske trägt.

Was dein System nach der Transformation wirklich braucht

Was dein System nach der Transformation wirklich braucht

Immer wieder werde ich gefragt, was ich für Rituale habe.

Ich soll doch mal meine Geheimnisse verraten.

Und ehrlich gesagt kann ich das nicht, nicht weil ich nicht will, sondern weil es gar keine Rituale gibt.

Was dein System nach der Transformation braucht ist ein DNA Upgrade. 

Es gibt trotzdem ein paar Dinge, die ich tue, aber nicht als Ritual, sondern weil sie notwendig sind. Ganz aktuell zum Beispiel ein DNA Upgrade.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl. Du bist gerade wieder durch tiefe Phasen gegangen. Du steckst vielleicht gerade drin, deine Schatten zu bearbeiten, und ja, das ist kein Picknick.

Nach dieser Phase fühlt es sich erst mal fremd an, und genau da empfehle ich ein DNA Upgrade.

Warum ich es so wichtig empfinde? Weil du dich von deinem alten Ich getrennt hast und jetzt müssen Körper, Geist und Seele sich wieder in Einklang bringen.

Nach Transformation – Neustart im System

An welcher Stufe deiner Bewusstseinsentwicklung du stehst, spielt keine große Rolle. Es geht nicht um weiter oder nicht, sondern nur um die Prozesse dahinter. Ich bin überzeugt, dass jede Seele ihre eigenen Aufgaben mitbringt und genau deshalb ist es so wichtig, dass jeder genau das bekommt, was er braucht, und das ist kein vorgefertigter 5-10-Schritte-Plan, der aus einer Schablone geformt wurde.

Auch wenn dir die Fragen, die du dir stellst, bekannt vorkommen, die Antworten sind es nicht. Stell dir deine ENTwicklung vor wie eine Spirale, das ist der Grund, warum es sich so anfühlt. Du steckst nicht fest, du fragst aus einer anderen Stufe deines Seins.

Auf deinem Weg wirst du irgendwann feststellen, dass du sehr feine Antennen entwickelt hast für das, was echt ist und was nicht. Du wirst auch merken, dass du niemanden mehr fragen kannst, weil die Antworten in dir sind. Was du brauchst, ist jemand, der den Raum hält, Kanal ist, damit du die Impulse deiner Seele empfangen kannst.

Das Ende der Masken

Du selbst hast vielleicht schon deine Masken abgelegt. Du kannst nicht mehr gegen dich arbeiten, weil sich alles in dir sträubt. Sicher fühlst du dich vielleicht noch nicht. Das liegt nicht an dir, sondern daran, dass es nicht so viele gibt, die dich deinen Weg finden lassen.

Da draußen wird immer noch in Schubladen gedacht, gecoacht und die Psychobrille angesetzt, bei jedem Wort, das du sagst. Aber wünschst du dir nicht, einfach sprechen zu können und angehört zu werden?

Die Matrix, dieses Gerüst aus alten Mustern und Glaubenssätzen, tritt dabei immer weiter in den Hintergrund.

Ich kann dir sagen: Als ich die gesprengt habe, hat sich das angefühlt, als wäre ich mit 180 Sachen an die Wand gekracht. Danach bin ich wieder in dieser Orientierungslosigkeit gelandet.

Das kenne ich nach extremen Phasen schon. Mir hätte es bestimmt mehr Sicherheit gegeben, wenn ich gewusst hätte, dass es andere gibt, die auch so empfinden.

Noch etwas passiert, wenn deine feinen Antennen aktiv sind: Du durchschaust schneller, wer nicht ehrlich und echt ist. Dir kann man nichts mehr vormachen. Die Zeiten der Masken sind vorbei – endgültig.

Dein Körper läuft einen Marathon nach dem anderen

Nach solchen Phasen zeigt mein Körper mir ganz deutlich, dass ich Ruhe brauche. Es ist extrem anstrengend, sich neu auszurichten, seine neue Identität zu entwickeln und sich wieder kennenzulernen.

Du fühlst dich wie ein frischgeborenes Baby, das gar nicht weiß, wo es in der Welt langgeht. Ich teile mit dir meine Erfahrungen.

Was die ENTwicklungsschritte und die Schattenarbeit angeht, habe ich auch noch einen Tipp für dich. Hör auf, dagegen anzukämpfen und es weghaben zu wollen.

Es wird viel leichter, wenn du deine Schatten annimmst und dir selbst vergibst. Das klingt tatsächlich ein bisschen esoterisch, aber mir fällt gerade keine andere Erklärung ein. Alles, was wir bekämpfen, wird stärker, weil wir es füttern, durch unangemessen viel Zuwendung.

Spür in dich rein. Macht das für dich Sinn? Jeder ist anders drauf und ich kann dich nur unterstützen, dich an dein inneres ATLANTIS zu erinnern, deine ureigenste innere Welt.

Auch ich hinterfrage immer noch, ich bin ja Forscherin für meinen Seelenweg.

Dein inneres ATLANTIS

Als ich in diese Bewusstseinsebene eingetreten bin, habe ich ein Bild empfangen: ein Kratzbild. Du kennst diese Bilder, mehrere Schichten liegen übereinander, und man rubbelt sie nach und nach frei. So fühlen sich für mich Transformationsprozesse an.

Wenn das Bild frei liegt, kommt Atlantis zum Vorschein, diese wunderschöne verborgene innere Welt. Das sind wir in unserem inneren Ursprung, ohne die ganzen Themen aus der Vergangenheit und Konditionierungen, die wir uns angeeignet haben oder die uns mitgegeben wurden.

Die Axt im Holzklotz

Stell dir vor, du haust mit einer Axt in ein Stück Holz. Das hinterlässt eine Wunde. Wenn du die nicht ausspachtelst oder ausregulierst, bleibt sie ein Stolperstein.

Bei uns ist das genauso. Wenn wir nach einer Transformation nicht nachziehen und immer wieder in alte Muster stolpern, schleppen wir unnötig Ballast mit, der die nächste Transformationsphase erschwert und in die Länge zieht.

Was ich dafür mache: das DNA Upgrade

Das DNA Upgrade ist eine tiefe Meditation, in der alles neu ausgerichtet und eingestellt wird. Du kannst dir das vorstellen, als würdest du deinen PC defragmentieren. Dadurch werden freigewordene Stellen zusammengefügt, die durch gelöschte Datensätze entstanden sind, das sind die aufgearbeiteten Schattenanteile, Glaubenssätze und so weiter. Für mich fühlt es sich so an, als würde sich mein System dadurch schneller regenerieren und an die neue Realität gewöhnen.

In meiner Erfahrung wird das DNA Upgrade noch intensiver, wenn ich uns vorher schon mit der Atlantis Energie und Delfin Reiki verbunden habe, ein Booster sozusagen.

Da ich selbst gerade wieder einen extremen Durchbruch hatte, bin ich auf die Idee gekommen, es wieder mal als Angebot anzubieten.

Das DNA Upgrade gibt es normalerweise für 66 € bei Buchung eines Impulsgespräches. Bis zum Jahresende 2026 biete ich es auch ohne Impulsgespräch für 99 € an. Das wird es in der Form wahrscheinlich nicht wieder geben.

Was fühlst du? Bist du bereit, diesen Schritt zu gehen, um dich neu zu kalibrieren?

Was ich anbiete, ist Energiearbeit und ersetzt keine ärztliche Hilfe. Wenn du dich gerade körperlich oder mental nicht gut fühlst, such bitte zuerst einen Arzt auf. Bist du aber sicher, dass es durch deine inneren Prozesse ausgelöst ist, lade ich dich ein, dich energetisch zu unterstützen.

Augenhöhe auf Facebook & Co

Augenhöhe auf Facebook & Co

„Schön, dass wir vernetzt sind … freue mich, dir eine besondere Mitteilung zu machen.“ Kennst du den Anfang?

Ich kenne inzwischen die ganze Bauanleitung, bis hin zum „Willst du mit mir gehen? Ja | Nein | vielleicht.“

Früher hat mich das genervt, heute bin ich eher amüsiert. Hier erfährst du heute, was hat das alles mit Begegnungen auf Augenhöhe zu tun?

Augenhöhe auf Facebook & Co: die Schein-Verbindung

Wenn ich mir Facebook & Co angucke, sehe ich da tolle Beiträge wie: Wir sehnen uns doch alle nach Gemeinschaft, wir wünschen uns doch alle einen Austausch auf Augenhöhe und so weiter.

Dann bekommt man selbst von wundervollen Menschen ganz tolle Kommentare, Einladungen und Beglückwünschungen zu dem eigenen Mut, den man aufgebracht hat. Hinter diesen Kommentaren scheinen automatische Funnelsysteme zu stecken.

Verräterische Worte und Sätze

Das hat mich wirklich erschreckt, als ich das gemerkt habe. Vieles hört sich wirklich echt und mitfühlend an. Es gibt aber diese verräterischen Worte und Sätze, die einem die Augen öffnen und erst mal zusammenzucken lassen.

Ich frage mich warum es nicht mehreren Menschen auffällt. Vertrauen wir unserem Gefühl noch? Woran erkenne ich, was von echten Menschen kommt und was „aufbereitet“ ist?

Wir wollen doch alle eine echte Gemeinschaft

Wir wollen doch alle eine echte Gemeinschaft, wir wollen doch alle in einer Gemeinschaft zusammen uns austauschen auf Augenhöhe. Wer wünscht sich das denn nicht?

Und genau von diesen Menschen kommen dann solche vorgefertigten Benachrichtigungen oder E-Mails. Ich habe kürzlich auf einen Kommentar bei Facebook geantwortet und als Antwort kam eine halbe Seite KI-unterstützte Rechtfertigung.

Es wurde entweder gar nicht auf mich eingegangen oder jedes Wort nachgeplappert. Das ist weder eine echte Verbindung auf Augenhöhe, noch ein liebevolles Kollektiv. Das ist die nächste Scheinwelt.

Die Masche und die Schuld-Falle

Es gibt bestimmte gleiche Maschen, der gleiche Einstieg und es folgt einem bestimmten Ablauf. Vorgefertigte Antworten, je nachdem, wie du antwortest. Ganz nach dem Motto „willst du mit mir gehen? Ja | Nein | vielleicht“.

Eine einfache Bauanleitung: Schön, dass wir vernetzt sind… freue mich dir eine besondere Mitteilung zu machen… Natürlich kommt auch gleich ein Zoom-Link mitgeliefert, weil man mir unbedingt helfen will…

Etwas kess nach einer Absage

Einige werden etwas kess nach einer Absage und behaupten ‚Du bist das Projekt‘. Ein anderer kommt mit 200-Euro-Kräuterelixieren und Frequenz-Pflastern. Noch eine anderer lädt zum digitalen Lagerfeuer ein.

Ich erinnere mich an einen Anruf und habe gesagt: Nein danke, ich habe kein Interesse. Mir wurde gleich vorgeworfen: „Ja, du willst dich ja auch gar nicht überzeugen lassen!“ Warum sollte ich mich von irgendwas überzeugen lassen, was gar nicht mein Interesse ist?

Alleine schon diese Hartnäckigkeit und dieses Nachbohren, mir irgendwas aufdrängen zu wollen. Oder mir ein Video zu schicken und 20 Mal nachzufragen, ob ich es gesehen habe.

Wenn ich sage, ich bin da nicht dazu gekommen, heißt es: Das ist nur 4 Minuten, die wirst du ja wohl haben. Vier Minuten von meiner Lebenszeit sind kostbar!

Austausch auf Augenhöhe 

Bleibst du standhaft und bei deinem Nein, heißt es: „Du bist halt noch nicht so weit, oder du bist es dir selbst nicht wert.“ Schade eigentlich 😉

Früher haben mich solche Austausche auf Augenhöhe (räusper) wirklich genervt, heute bin ich eher amüsiert und trainiere meine feinen Antennen. Nach dem Motto „oh, jemand hat wieder Claude dressiert“ oder ChatGPT völlig neu umgestrickt und durchschaut.

Ach Schätzelchen. Du wurdest durchschaut. Und weißt du was, die Menschen, die sich wirklich auf den Weg gemacht haben und ihre Feinfühligkeit und Hochsensibilität nicht unter irgendwelchen Capes vergraben, sondern gelernt haben auf ihre Empfindungen zu hören, die fallen darauf nicht mehr rein.

Stille und Erschöpfung sind keine Schwäche

Die Stille, die du in dir spürst, kommt nicht, weil du schwach bist oder weil dir nichts einfällt. Deine Stille ist diese Erschöpfung dahinter, das ist einfach das Aussteigen aus dem Hamsterrad, weil du erkannt hast, dass das, was da draußen vorgegaukelt wird, überhaupt nichts Echtes ist.

Ja, es ist sehr anstrengend und ja, als ich da durchgegangen bin, habe ich stundenlang geweint und war erst mal zutiefst enttäuscht. Dann habe ich festgestellt: Nein, ich weine um die Menschheit.

Ich weine darum, wie es dir geht, weil du dich genauso nach diesem Echten sehnst. Nach einem tiefen echten Gespräch auf Augenhöhe und Verbundenheit.

Wo sind diese Menschen, die dauernd aufwachen?

Seit wie vielen Jahren heißt es jetzt: Die Menschheit wacht auf, so viele kommen in ihre Kraft, schwimmen in ihrer Hühnerbrühe oder weiß der Geier was. Wo sind diese Menschen, die dauernd aufwachen? Was bedeutet das überhaupt?

Was ist denn echte Verbindung? Ja sagen, dem anderen fröhlich zunicken, immer schön lächeln und winken wie die Pinguine aus Madagascar? Nein, das ist es nicht! Das ist keine Verbindung, das ist ein Spiegel der Gesellschaft.

Nach 44 Minuten wurde die Kamera ausgeschaltet

Ich erinnere mich an ein Interview, zu dem ich eingeladen wurde. Ein tolles Thema, sehr tief und wäre ein echtes Geschenk für Menschen auf dem Seelenweg gewesen. Nach 44 Minuten, ohne Vorwarnung wurde die Kamera ausgeschaltet.

Ich fühlte mich komplett überrumpelt und fragte, was das sollte. „Ich habe genug Material und wollte ja nur üben, wie ich vor der Kamera wirke.“ Solche Erlebnisse haben mich damals aufgeweckt.

Manche wollen weiterhin Fototapete, aber nicht tief tauchen. Innerhalb der Komfortzone ist es kuschelig und warm. Warum das aufgeben? Perfekte Schablonen drauf und gut.

Umsatz, Ausreden und Schablonen

Was ist eigentlich mit denen, die ihr Business aus dem Herzen heraus machen? Denen gar nicht wichtig ist, dass der Laden ohne sie läuft? Denen, die es wirklich wegen der Verbindung wichtig ist, nicht automatisiert durchgetaktet zu sein.

Wo sind deine Follower?

Wenn ich mir überlege, wie viele Gespräche ich hatte, wo gesagt wurde: Ja, du bist nicht so weit, dein Kontostand ist noch nicht auf dem Level, wo sind deine Follower, wo ist deine Reichweite? Aber keiner hat mich mal gefragt, was meine Intention ist, ob ich glücklich bin.

Mir wurde jahrelang erzählt, dass das, was ich mache, falsch ist. Dabei hatte ich einen festen Kundenstamm, mit denen ich die tollste Zeit meines Lebens verbracht habe.

Wir sind zusammen in den Urlaub gefahren, haben gegrillt, Ausflüge gemacht. Die brauchten mich schon lange nicht mehr, sondern sie haben mich gewählt, weil sie sich gesehen und für voll genommen gefühlt haben. Aber die Coaching-Bubble hat nur auf Reichweite geschaut.

Wie ich diese Bubble sehe

Wie ich diese Bubble sehe? Sie haben einfach ihr Gefängnis getauscht, indem sie Fototapete drüber geklebt haben und denken, sie sind auf Bali.

Ich will nicht von meinem SLUL-Business getrennt sein, ich will nichts automatisieren, was mich ersetzt. Ich bin Soul2Soul und ich bin Infinity und habe mich selbst befreit.

Übrigens, nicht jeder, der seinen Seelenweg geht, muss auch zwingend ein Business gründen. Vielen wird unterlassene Hilfeleistung eingeredet, wenn das nicht gemacht wird. Aber lass dir das nicht mehr einreden. Du bist niemandem etwas schuldig.

Dein Seelenweg ohne fremde Schablonen

Diese Fünf-Schritte-Pläne funktionieren für dich nicht mehr, weil du da raus gewachsen bist, du es gar nicht mehr nötig hast dich zu verstellen, du hast deine Aufgaben gemacht.

Du warst mutig genug dich deinen Schatten zu stellen und jetzt geht es nur noch darum: Was sagt deine Seele dazu? Wen anders musst du gar nicht mehr befragen.

Natürlich sind da manchmal noch blinde Flecken, die man alleine lange Zeit nicht sieht. Um den Weg abzukürzen, kann es Sinn machen, von außen reinfühlen zu lassen. Jemand, der dich sieht, wer du wirklich bist.

Sei mutig und geh den Weg deiner eigenen Wahrheit und inneren Weisheit. Wir wollen alle individuell sein. Aber wer traut sich wirklich gegen den Strom zu schwimmen? Wir kommen nur dahin, wenn wir uns trauen, wir selbst zu sein und unseren Weg authentisch zu gehen.

Jeder hat eine andere Wahrnehmung, eine eigene Frequenz und fühlt anders. Du bist hier, um deine Learnings zu absolvieren, mehr nicht. Und dafür brauchst du keine Schablonen.

Nicht für wen, sondern mit wem. Mit wem will ich gehen? Und wer will mit mir gehen?

Wer mich als Projekt sieht: Tut mir leid, das ist meine Aufgabe und nicht die anderer. Ich bin kein Projekt für andere, ich bin mein eigenes. Ich bin Forscherin.

Du bist kein Projekt. Du bist die Forscherin deines eigenen Lebens. Dafür solltest du dich feiern. Ich tu es.

Spirituelle Sprüche: Was die Bubble sagt und was ich erlebt habe

Spirituelle Sprüche: Was die Bubble sagt und was ich erlebt habe

Spirituelle Sprüche klingen nach Befreiung. Bunt, mit Sonnenuntergang dahinter.

Ich habe lange gedacht, ich mache alles falsch.

Heute weiß ich: Wenn ich im Vertrauen bin und die Kontrolle abgebe, muss ich mich gar nicht mit solchen Sprüchen abgeben.

In diesem Blog zeige ich dir, was sie mit mir gemacht haben und was auf meinem Seelenweg stattdessen passiert ist.

Alles nur Sprüche? Was die Bubble sagt und was es mit mir gemacht hat

Spirituelle Sprüche, Kalendersprüche und Co. gibt es auf bunten Bildern zuhauf. Für viele sind sie nett. Für mich waren sie das nicht. Mein Unterbewusstsein hat sie anders verarbeitet, und ich habe „das Dahinter” als Manifestation erlebt.

Mir wurde immer wieder eingeredet, ich sei noch nicht so weit. Heute weiß ich: Das hat rein gar nichts damit zu tun, wie weit man ist. Ich bin davon überzeugt, dass jede Seele mit einem Köfferchen in ihren geliehenen Körper einzieht und nach und nach ihre To-do-Liste abarbeitet.

Ich zeige dir, was gesagt wird, was dahintersteckt und was ich erlebt habe. Es geht nicht darum, was wahr ist, sondern um Wahrnehmung auf deinem persönlichen Weg.

Für mich ist es ein Unterschied, ob jemand einem Seelenweg folgt oder ein bisschen Selbstoptimierung betreibt. Weder das Universum noch das Schicksal bestimmen dein Leben. Du tust es.

Der Weg liegt vielleicht schon da, aber gehen musst du ihn selbst.

Sei einfach positiv.

Damals hatte ich noch mit Depressionen zu tun. Affirmationen und Co. wurden meine Begleiter. Ich habe versucht, mir die Dunkelheit etwas heller zu gestalten und alles positiv zu beschreiben. Ja, ich konnte mir alles wunderschön zurechtreden, und das ging eine gewisse Zeit auch gut. Ich habe es als Werkzeug benutzt, um überhaupt aus den Gedankenschleifen zu kommen.

Der Dampfkochtopf

Aber nur dabei zu bleiben und die innere Arbeit nicht zu machen, verläuft im Sande. Trauer, Wut und Erschöpfung sollen weg, also versteckt man sie. Stell dir einen Dampfkochtopf vor. Was passiert, wenn der nicht entlüftet wird?

Und wenn das System im Inneren hört „Verarsch dich weiter selbst“, fällt das Kartenhaus irgendwann in sich zusammen.

Was die Bubble dazu sagt

Die Bubble vermittelt, dass sogenannte dunkle Gefühle unerwünscht sind. Du bist noch nicht so weit, wenn du nicht die ganze Zeit High Vibes versprühst und dich permanent zum Löffel machst. Nur so bist du immer gut drauf und dir ist es egal, was andere von dir denken.

Eins vorweg: Eine positive Grundeinstellung ist natürlich immer ein wichtiger Baustein für das Gelingen. Aber diese Emotionen werden eingekapselt und permanent unterdrückt. Dann kommt zum Schmerz noch das Gefühl dazu, man fühlt das Falsche und unterdrückt immer mehr.

Annehmen und Beobachterrolle

Ich selbst habe früh gelernt: Echte Emotionen sind unerwünscht. Geholfen hat mir das Annehmen und der Wechsel in die Beobachterrolle. Mich ein Stück rausnehmen, neben mich stellen und sagen: „Okay, lass uns mal gemeinsam draufgucken, was da jetzt wirklich los ist.“ Ich musste nichts positiv einfärben, sondern konnte es einfach lassen, wie es war. Den Fokus und die Perspektive zu wechseln hat mich aus diesem Schmerz geholt.

Du musst nur loslassen, dann kommt das Richtige zu dir.

Loslassen wird wie eine Technik hingestellt, und es wirkt, als müsste man etwas aktiv tun. Was aber, wenn dahinter noch weitere Learnings stecken und es deshalb noch gar nicht an der Zeit ist loszulassen? Was dann passiert? Wenn das Richtige nicht kommt, bleibt der Gedanke: Dann habe ich wohl wieder etwas nicht richtig gemacht. Es geht einem noch schlechter. Wir fühlen uns als Versager. Dabei bist du NUR auf deinem Weg und der ist ein Prozess.

Annehmen statt Loslassen

Ja, wie soll ich denn loslassen? „Lass los“, na klar. Für mich war damals das Annehmen viel wichtiger, vor allem in den Phasen der Schattenarbeit. Es ging nie ums Loslassen, sondern um die Auseinandersetzung mit dem, was wahr ist, und darum, damit in Frieden zu gehen.

Ich habe die Situationen so genommen, wie sie waren, und nicht mehr bewertet. Nicht verdrehen, nicht hochspulen. Angucken, bedanken, sagen: „Ich nehme dich wahr. Du kannst bleiben, wenn du willst, aber wenn nicht, dann geh halt.“ Ich halte nicht daran fest, ich lasse es fließen. Das ist für mich der erste Schritt ins Hier und Jetzt.

Sei einfach im Hier und Jetzt.

Als wäre es ein Schalter, den man einfach umlegt. Auch hier kommt es darauf an, auf welcher Ebene du dich befindest. Denke dran: Es geht nicht darum, weiter zu sein als andere, sondern darum, welchen Weg du eingeschlagen hast.

Wer noch Sorgen um Miete oder Zukunft hat, hört: Deine Sorgen sind falsch. Du musst nur richtig manifestieren und die Vergangenheit loslassen. Du schaffst es nicht, also fühlst du dich wieder falsch.

Für mich fühlt es sich so an, diese spirituelle Maschinerie doch nur darauf ausgelegt, dich lang genug unsicher zu halten oder? Sobald du diesen Braten nicht nur gerochen hast, sondern dein eigenes Rezept kennst, sind diese Sprüche schlicht unnötig, weil du keine Kontrolle mehr brauchst, wenn du im Vertrauen bist. 

Ein Archiv, in das man mal reinguckt

Im Hier und Jetzt zu sein ist ein Prozess. Wenn die Vergangenheit nur noch eine Erinnerung ist und keinen Schmerz mehr verursacht, ist es normal. Das Leben findet jetzt statt. Aber auch dazu muss man die Stufen vorher genommen haben. Ohne Schattenarbeit wird das schwer, denn die Vergangenheit triggert und will gesehen werden.

Ich nehme das so wahr, dass das die Learnings sind, die unser Seelchen im Gepäck hat. Wenn wir durch die Schatten durch sind, ist die Vergangenheit einfach eine Erinnerung. Ein Archiv, in das man mal reinguckt.

Alles passiert genau zum richtigen Zeitpunkt.

Meist ist es ein Trostpflaster, wenn jemand am Boden liegt. Wenn es dir gerade schlecht geht, nimmt der Satz den Schmerz nicht ernst. Er klingt wie: Stell dich nicht so an.

Wenn die Zahnräder ineinandergreifen

Der Satz stimmt tatsächlich irgendwann wieder, für Menschen, die auf dem Seelenweg sind und die Schattenarbeit gemacht haben. Aber ich spreche hier nur aus meiner Erfahrung.

Ich habe mein ganzes Leben reflektiert, die Bausteine aneinandergereiht und die Puzzleteile an die richtigen Stellen eingefügt. Wenn ich zurückschaue und sehe, wie die Zahnräder ineinandergegriffen haben, ist es keine Floskel mehr.

Spirale und Welle

Es fühlt sich an, als würden wir feststecken und nicht weiterkommen. Aber eine Lernkurve ist keine Linie, sondern folgt dem Gesetz einer Spirale. Je weiter du in deinen ENTwicklungsstufen kommst, desto mehr gleichen diese dann einer Welle.

Diesen Spruch kennst du: „Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber lernen zu surfen.“ Die Fragen sehen gleich aus, aber die Antworten fallen unterschiedlich aus, weil wir sie auf einer anderen Ebene wahrnehmen.

Verlasse deine Komfortzone.

Du musst dich ständig überfordern, sonst passiert nichts. Man kommt nie an. Man hat das Gefühl, immer zu wenig getan zu haben, vor allem, wenn die sichtbaren Erfolge im Außen noch nicht angekommen sind. Einfach mal einen Gang zurückschalten und beobachten ist verpönt.

Nicht den Planeten sprengen

Ich finde den Ansatz wirklich gut, aber die Komfortzone sollte am Anfang sanft gestretcht werden. Wenn man sich immer nur darin wohlfühlt, passiert auch nichts. Die Bereitschaft, Grenzen zu überschreiten und Neues auszuprobieren, ist ganz wichtig.

Nur nicht nach dem Motto „Ich sprenge jetzt mal den Planeten und gucke, wo ich lande“.

Hier das Tempo für echtes Wachstum zu entwickeln ist eine kleine Herausforderung, weil es in unterschiedlichen Phasen auch unterschiedlich stark werden darf.

Und unter uns… ich habe so einige Grenzen gesprengt, die ich mir nie zugetraut hätte. Allerdings hatte ich auch für ein starkes Fundament gesort und es zuvor aufgebaut. Ich liebte es und kann nur davor warnen: Es könnte süchtig machen 😉 

Spirituelle Sprüche oder Seelenweg: Wo ist der Unterschied?

Viele Wege führen nach Rom. Der Spruch ist so alt, aber auf dem Seelenweg ist er der Wahrhaftigste überhaupt. Bei mir waren so viele Wege schon vorgegeben, dass ich strampeln konnte, wie ich wollte. Wenn ich meinem Seelenweg nicht folgte, driftete ich tiefer rein und bekam so lange Lektionen, bis ich es gelernt hatte.

Viele Menschen setzen sich unter Druck, weil sie denken, sie machen alles falsch. Ich nehme mich, beziehungsweise meine früheren Versionen, da nicht aus. 

Ich bin so müde von dem ganzen Druck, der einem eingeredet wird. Deshalb dieser Blog.

Welcher dieser Sätze hat dich schon mal müde gemacht? Schreib es gerne in die Kommentare. Ich freue mich von dir zu lesen.

Am Ende der Sinnsuche: Nicht noch mehr Zertifikate

Am Ende der Sinnsuche: Nicht noch mehr Zertifikate

Du suchst dir nen Wolf. Rennst von einem Seminar zum nächsten und trotzdem fühlt es sich an, an würdest du deiner Sinnsuche immer noch nicht näher kommen. 

In diesem Beitrag erkennst du vielleicht, dass du nur den hungrigen Wolf fütterst, statt da anzukommen, wo du eigentlich hin willst.

Die endlose Sinnsuche

Oh man, mein Weg war lang, sehr lang. Grob geschätzt war ich ein dreiviertel meines Lebens auf der Suche. Wonach? Gute Frage und lange hatte ich wirklich keine Antwort darauf.

Ich rannte von einem Seminar zum nächsten, in der Hoffnung meine Antworten zu bekommen. Ich machte Ausbildungen ohne Ende, um Worte für das zu finden, was ich eigentlich tat.

Bekommen habe ich immer mehr Fragen. War es der berühmte Sinn des Lebens den ich suchte? Macht all das überhaupt einen Sinn? Wann hört diese verflixte Sinnsuche endlich auf?

Kleine Ergänzung: Es geht nicht darum, dass das, was wir auf unserer Sinnsuche ausprobieren in die Tonne kloppen und denken, das ist alles umsonst gewesen. Ist es nicht aber dazu später mehr.

Wo bin ich eigentlich in diesem Theater?

Tja, da war ich nun. Suchte immer noch verzweifelt, fasste kurz Hoffnung und war wieder enttäuscht. Immer wieder, denn was ich eigentlich suchte war ich. Aber woher zum Kuckuck sollte ich das denn wissen.

Man redete mir ein, wer ich sein sollte, wie ich zu sein habe, wie ich angepasst reagiere, damit man mich akzeptieren würde. Aber wurde ich akzeptiert? Natürlich nicht. Stattdessen, wurde ich immer mehr geschliffen und verarbeitet und verlor mich immer mehr.

Aber weißt du was? Wenn du ganz ehrlich bist, ist es nicht viel schöner mit Ecken und Kanten, mit kleinen und größeren Macken glücklich und erfüllt zu sein als etwas, das erschaffen wurde aus Erwartungen und keinen Sinn im Leben sieht?

Was ist der Sinn von Fehlersuche und Bewertungen?

Gucken wir uns also mal an, was da so passiert ist. Da gehen wir fröhlich und voller Erwartung auf den ersten langersehnten Schultag zu. Endlich. Viele Kinder freuen sich doch schon lange bevor es losgeht oder?

Dann ist es endlich soweit und dann… böse Falle. Erinnerst du dich daran, wie du zum ersten Mal ausgelacht wurdest, weil du etwas falsch ausgesprochen hast?

Wie du etwas nicht verstanden hast und dich nicht trautest nachzufragen, weil dich alle für dumm hielten.

Dass jeder noch so kleine Makel mit rotem Stift quittiert wurde? Erinnerst du dich, wie du es nicht erwarten konntest, dass dieser Alptraum endlich zu Ende gehen würde…

Dieses ständige Vergleichen. Es hat so müde gemacht. Weißt du was? Vielleicht hast du dich nur nicht dafür interessiert, weil es für dich keinen Sinn ergeben hat. 

Als ich mein Leben reflektiert habe und in jede noch so kleine Ecke geschaut habe, hatte ich das erkannt. Ich hatte schon ein gewisses Interesse aber schnell habe ich festgestellt, dass das gar nicht sinnvoll erschien. 

Wie war das für dich? Erkennst du dich? Schreib es gerne in die Kommentare.

Auf zur großen Sinnsuche: oh, ein Seminar

…und noch eins, ein Workshop, eine von zig weiteren Ausbildungen und unzähligen Zertifikaten. Hurra! Irgendwo muss es doch etwas geben das der Sinnsuche ein Ende bereitet.

Statt Tapete hängen die ganzen Auszeichnungen an den Wänden. Und der Wolf im Bauch knurrt trotzdem weiter. Kann man machen aber woran erinnern die uns letztendlich wirklich? Doch nur daran, dass wir uns als Versager fühlen, weil wir nicht so ticken wie andere oder? 

Tja und jetzt? Aufgeben? Nein, das ist einfach keine Option. Dafür war der Weg einfach zu lang. Ein zurück gibt es nicht mehr. Du bist so weit gekommen, wen willst du jetzt noch fragen? Alle da draußen haben dir die große Erleuchtung versprochen. 

Du sitzt in deinem Kämmerlein und vergießt die eine oder andere Träne und dann spürst du es. Ganz leise ist da diese sanfte Stimme die dich anschreit: „ERINNERE DICH!„

Du erschrickst vielleicht, weil man dir gesagt hat, dass dieser ganze Spiri-Kram so soft und weichgespült ist. Und jetzt sitzt du da und dein Seelchen grinst breit: „Hey, schön dass du mich endlch gehört hast. Die, die sich nen Wolf sucht, kann jetzt Feierabend machen.“

 

Ab jetzt übernehme ich!

So, jetzt ist es also soweit. Deine Sinnsuche wird von deiner inneren Weisheit geführt. Hi hi, der ist gut oder?

Du sitzt da, weißt, dass andere dir nicht mehr sagen können wer du bist… Spoiler, hast du dir das denn nicht gewünscht? Schließlich wurdest du doch dein ganzes Leben lang in Formen und Schubladen gestopft. Jetzt kannst du da raus und was ist? Du traust dir nicht.

Verflixt. Irgendwas ist ja immer oder? Die Sinnsuche ist also immer noch nicht beendet, hat aber eine andere Qualität bekommen. Du fängst an dir selbst öfter zuzuhören. Dein Körper ist ein Barometer geworden und Bäm… Vorsicht Falle.

Denn, hat man dir in den diversen Ausbildungen nicht gesagt, dass du dich vor Triggern in Acht nehmen sollst? Dass du immer drauf achten sollst, dass es sich cosy anfühlt, wenn es für dich bestimmt ist?

Ha, falsch gedacht Schätzelchen. Was, wenn genau diese Trigger dich aufmerksam machen wollen? 

Überall unterdrückte Emotionen und wenn die frei gelassen werden…

Mein ganzes Leben besteht quasi aus forschen, reflektieren, hinterfragen und alles auf den Kopf stellen. Nichts, was von der Stange war, schien für mich zu funktionieren. Nicht weil ich besonders war, sondern weil ich mich nicht zufrieden gegeben habe. Nur wusste ich es damals noch nicht.

Dann fing ich bewusst an den kleinen Rebellen in mir rauszulassen. Und ganz ehrlich, das fühlte sich nicht wie ein Befreiungsschlag an, denn diese kleine Caroli wurde von klein auf eingestampft.

Eine eigene Meinung? Dinge aus einer anderen Brille betrachten? Ach, jetzt wollen wir auch noch aufmüpfig werden? Ab in die Ecke…

Dann hat sich gezeigt, dass ich voller unterdrückter Wut steckte. Ich habe sie nie gespürt aber sie war da und jetzt wollte die raus. Jahre in Depressionen, die von Angst, Einsamkeit und tiefer Traurigkeit geprägt waren, haben Spuren hinterlassen und waren eigentlich Wächter, dieser unterdrückten Wut.

Wer hätte das gedacht? Also ich habe mich selbst überrascht. Noch ein Spoiler: nicht zum letzten Mal.

Welche Gefühle hast du unterdrückt? Was hat dich auf deiner Sinnsuche überrascht?

Rebellen an die Front

Jo, jetzt ist es raus. Du bist ein Rebell. Willkommen. Aber du weißt noch gar nicht, was du damit anstellen sollst. Also erstmal alles blöd finden.

Und andere finden, du bist ganz schön zickig geworden. Aber was, wenn das endlich mal ein Fleißbienchen für dich ist und überhaupt vielleicht sogar eine kleine Tapferkeitsmedaille.

Die anderen stellen doch lediglich fest, dass du dich verändert hast. Klar, du hast sogar gelernt NEIN zu sagen und das auch so zu meinen. Du hast gelernt Grenzen zu setzen und dich ernst zu nehmen. Findest du dich zickig?

Aus der, die sich nen Wolf sucht, ist eine Persönlichkeit geworden. Du solltest stolz auf dich sein.

Auf der anderen Seite, könnte es sein, dass sich einige von dir entfernen. Du bist schließlich eine Gefahr geworden. Jemand, der sich auflehnt? Geht ja gar nicht.

Aber weißt du was wirklich dahinter steckt? Du erinnerst sie. Du zeigst ihnen, was sie sich unbewusst wünschen aber sich nicht trauen.

Na klar fühlt sich das zunächst an als würde man ausgestoßen. Aber das kennst du doch. Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, dich allein auszuhalten. Du musst dich ja auch erst mal kennenlernen. Das ist keine Einsamkeit. Dieser Rückzug, kann deine Heilung werden. 

Darf ich vorstellen: Der kleine Arschengel

Wer hätte das gedacht. Du bist ein Aussteiger. Hast die Suche nicht aufgegeben aber jagst ihr auch im Außen nicht mehr nach. Du kommst gut mit dir alleine klar und magst dich sogar.

Wat für Meilensteine oder? 

Und dann kommt der kleine Arschengel um die Ecke und fängt an zu stänkern. „Hey, guck mal, die anderen sind viel weiter, schöner, cleverer als du. Irgendwas machst du falsch. Du bist einfach nicht gut genug. GIB AUF!“

Aber das machst du natürlich nicht. Erinnere dich: Aufgeben ist immer noch keine Option. Jetzt erst recht nicht. Was jetzt wichtig ist. NICHT KÄMPFEN!!! Lass doch den Arschengel reden. Hör zu oder nicht und lass den Giftzwerg sein Ding machen. Ist halt sein Job. Der hungrige Wolf sitzt derweil daneben und kaut auf seinem letzten Zertifikat rum.

Du hast doch inzwischen ganz andere Stärken oder? Du weißt doch längst, dass du auf dem Weg zu deinem eigenen Ursprung bist. Da kann der randalieren wie er will. Gönn dir eine Pause. Ich geb einen aus. Das muss schließlich gefeiert werden.

 

Das Ende der Sinnsuche: Wenn Stille langweilig wird

Klingt komisch oder? Als ich an diesem Punkt angekommen war, dachte ich wieder mal, ich sei irgendwie kaputt gegangen. Ich hatte es mir irgendwie spektakulärer vorgestellt. Die Engel spielen auf der Posaune, ein himmlischer Chor, mein Seelchen mit Pon-Pons oder so. Konfetti vielleicht. Nüscht. Der Wolf liegt satt auf der Couch und gähnt. Satt geworden ist er, als du bei dir angekommen bist.

Wieder meldet sich der kleine Arschengel: „Boah, das ist so langweilig hier. Wollen wir was unternehmen? Zurück in alte Muster? Die alten Kumpels anrufen? Ein bisschen Schattenarbeit?“

Du stellst fest, dass er zwar bemüht ist aber die Luft ist raus. Klar musst du dich an dieses Gefühl erstmal gewöhnen. Lass dir Zeit und möglicherweise kannst du es sogar schon genießen. 

Solltest du noch den einen oder anderen blinden Fleck bemerken, melde dich gerne. Gemeinsam durchleuchten wir die hintersten Ecken, wo sich noch kleine Arschengel eingenistet haben. 

Die Sinnsuche ist vorbei. Deine Vergangenheit eine Erinnerung. Genieße dein neues Leben. Ich freue mich für dich und bin stolz auf dich.

Du müsstest dich mit meinen Augen sehen…

Du müsstest dich mit meinen Augen sehen…

Ich glaube, du bist sensibler, als dir bewusst ist und irgendwann hast du gelernt, dich  hinter Masken zu verstecken.

Was, wenn du anfängst, deine Masken abzulegen? Bist du bereit dir selbst zu begegnen?

Ich glaube das ist einer der Sprüche, die ich im Laufe der Zeit am meisten verwendet habe, wenn ich mit Menschen Impuls-Gespräche geführt habe.

Immer dann, wenn ich merkte, dass jemand seine Masken ablegen möchte, aber nicht weiß, wo er anfangen soll.

Wie alles begann: meine Engel auf Pfötchen

Als ich mit meiner Berufung anfing, waren es meine eigenen ENGEL AUF PFÖTCHEN, die mir geholfen haben hinter die Masken zu blicken.

Meine Schäferhündin Lucy, die mich beschützen wollte, weil ich diesen Job noch nicht übernehmen konnte. Meine Unsicherheiten zeigte sie durch vermeintlich aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen.

Sie half mir durch meine Ängste und so erkannte ich, was wirklich hinter ihrem Verhalten steckte.

Nach und nach wurde ich selbstsicherer und konnte sie befreien. Sie zu beschützen war meine Aufgabe und sie lernte mir zu vertrauen.

Später, als ich immer mehr mit den Hundehaltern arbeitete, erkannte ich genau ihre Themen, die ihr Hund spiegelte.

Der o.g. Spruch „du müsstest dich mit meinen Augen sehen“, war fast schon wie ein Mantra, dass in mir immer lauter wurde. Die Hunde spürten schnell, dass ich sie sah, nicht ihr Verhalten.

Die Menschen, die sich darauf eingelassen hatten, wurden zu souveränen Leitfiguren für ihr Hunde, ohne sich verbiegen zu müssen.

Nach einigen Jahren war es nicht mehr nötig die Hunde zu sehen.

Ich fing an zu forschen, an mir selbst. Welche Masken trug ich im Laufe meines Lebens?

Und genau daraus entstand SOUL2SOUL, ohne das es mir bewusst war.

Wenn Rollen zur Identität werden

Wir alle haben unterschiedliche Herausforderungen im Leben und das hat uns geprägt. Na klar. Wir wurden erzogen, gingen zur Schule, hatten ein soziales Umfeld und das alles macht was mit uns.

Sogar die Befindlichkeit anderer Menschen hat Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Die Hintergründe warum etwas ist, wie es ist, sind dabei gar nicht von Bedeutung. Die Frage ist lediglich, bin ich wirklich ich selbst, oder spiele ich immer noch Rollen?

Das, was wir ein Leben lang mit uns herumschleppen, ist zu einer Identität geworden.

Aber Hand aufs Herz. Bist du wirklich glücklich als der Mensch, den du im Spiegel siehst?

Oder gibt es etwas, wo du das Gefühl hast jemand anderes schaut dich an?

Viele von uns teilen ganz typische Grundmuster:

Schwächen und Makel:

Es geht gar nicht darum perfekt zu werden. Wir sind es. In unserem inneren Universum. Bemalte Steine können nicht mehr atmen genau wie wir, sobald wir uns glattschleifen, um zu gefallen. Wir kämpfen mit alltäglichen Problemen wie Geldsorgen, Beziehungsproblemen, Zweifel oder Identitätskrisen.

Manche erlebten ein prägendes Trauma oder Verlust:

Bei vielen ist etwas geschehen, sehr oft ein Verlust oder ein anderes Schicksal, das einen erst mal die Beine weggerissen hat. Das hinterlässt Narben auf der Seele und diese Wunden heilen sehr langsam.

Verantwortungsgefühl:

Hier zeigt es sich nicht selten als Helfersyndrom oder jemand, der versucht anderen die Probleme anzunehmen. Sich selbst stellt man immer weiter in den Hintergrund. Irgendwann ist man selbst gar nicht mehr da. Vielleicht kennst du den Spruch: „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.“ Aber wer macht eigentlich dich glücklich, wenn du permanent für alle anderen sorgst?

Wenn du dich darin wiedererkennst, gibt es gute Nachrichten. Es gibt einen Weg zu sich selbst und ich habe nicht selten erlebt, dass die Kunden sagten: „Aber ich kenne es nicht anders. Ich bin halt so.“

Wenn es so ist, alles OK. Wenn du aber sagst: „ich fühle, dass da irgendwas in mir ist, das gesehen werden will und ich komme nicht dran.“ Dann ist es vielleicht etwas, dass du übernommen hast.

Zeit, deine Masken abzulegen

Ich erinnere mich an die Faschingszeit in der Schule. Alle waren aus dem Häuschen, ich fand es nur gruselig und wusste nicht, warum. Meine Lehrerin sagte damals: „Das ist doch toll, du kannst sein, wer du willst.“ Beruhigt hat mich das nicht. Bei mir blieben nur Fragezeichen. Warum sollte ich mich verkleiden, um jemand zu sein, der ich sein möchte?

Genau da liegt der Unterschied zwischen einer Maske, die man sich aufsetzt, und dem, wer man wirklich ist. Manche spüren diesen Unterschied schon als Kind, bevor sie ein Wort dafür haben. Bei mir war es genau dieses Fühlen, das mich schon damals anders gemacht hat.

Ich lehne mich mal ein bisschen aus dem Fenster und glaube, dass du sehr sensibel bist. Ob du das Sensibilität nennst, Hochsensibilität oder sonst wie, ich will das hier nicht in Schubladen packen. Du spürst einfach mehr als andere und das ist deine Superkraft, wenn du dich nicht mehr hinter deinen Masken versteckst.

Die Schattenseiten der Hochsensibilität

Und damit sind wir bei dem, was diese Sensibilität im Alltag mit dir macht:

Die Schattenseite der Hochsensibilität:

Diese Fähigkeiten sind oft Fluch und Segen zugleich. Sie isolieren dich noch von „normalen“ Menschen, weil sie dich nicht verstehen oder du dich nicht verstanden fühlst. Für andere bist du zu sensibel und nimmst alles persönlich. Du kennst diese Vorwürfe. Du fühlst dich oft allein, weil du es leid bist, dich erklären zu müssen.

Doppelleben:

Du hast gelernt dich in verschiedenen Welten zu balancieren. Du spielst die Rollen perfekt. Du funktionierst, wie man es von dir gewohnt ist und bist angepasst. Irgendwann weißt du selbst nicht mehr, was davon du bist und was du nur übernommen hast. Wenn du alleine bist, probierst du dich vielleicht aus, stellst dir vor, wie es wäre einfach mal NEIN zu sagen, Grenzen zu setzen und stolz darauf zu sein, dass du ruhig und bestimmt, dich selbst ernst nimmst.

Ein gemeinsames Universum:

Wenn du dich gerade ertappt hast, vielleicht ein körperliches Signal wahrnimmst oder sanft nickst, existieren wir im selben Universum. Wir begegnen uns nicht zufällig. Heute ist es mehr denn je wichtig, nicht mehr wegen unterschiedlicher Weltanschauungen aneinander zu geraten.

Dein nächster Schritt

Im Laufe der letzten 2 Jahrzehnte habe ich viel Erfahrungen gesammelt, ausprobiert, hinterfragt, geforscht, alles auf den Kopf gestellt und alles überflüssige rausgeschmissen.

Eigene Identitäten haben sich mehr als einmal gewandelt, habe verschiedene ENTwicklungsstufen durchlaufen und bin meinem inneren Universum immer näher gekommen.

Daraus entstanden ist meine Philosophie, die ich in meinen Blog-Beiträgen geteilt habe und in den YouTube Videos sind sie auch festgehalten.

Meine Aufgabe ist es jetzt, dich darin zu unterstützen, deine blinden Flecke zur Seite zu schieben, damit du Klarheit gewinnst für das, wer du wirklich bist.

Ob du den sanften Weg wählst oder irgendwann sagst, du möchtest tiefer gehen, es ist immer deine Entscheidung.

Es zeigt sich immer das in unseren Impuls-Gesprächen, was JETZT für dich bestimmt ist. Lass uns den Stein ins Rollen bringen.

Warum Loslassen funktioniert oder eben doch nur ein Pflaster ist

Warum Loslassen funktioniert oder eben doch nur ein Pflaster ist

Überall heißt es „du musst loslassen“.

Was, wenn genau das dich in Bewegung hält, dich beschäftigt, nur ein weiteres Pflaster ist, statt dich ans Ziel zu bringen?

Schicht für Schicht erkennen, was wirklich dahinter steckt.

Loslassen: Schicht für Schicht

Stell dir eine Ausgrabung vor. Ein Dinosaurier liegt da, schon lange.

Aber niemand hackt einfach drauflos und versucht das Fossil mal schnell von dem ganzen Ballast zu befreien.

Ganz vorsichtig müssen die Schichten drumherum abgetragen werden, bis sichtbar wird, was wirklich darunter liegt.

Archäologie: Schicht für Schicht zum Kern

Genauso ist es auch mit der Persönlichkeitsentwicklung, mit deinem Seelenweg oder wie auch immer du das nennen magst.

Im Lauf unseres Lebens wissen wir ja gar nicht, was zu einem Trauma wird.

Irgendwann stellen wir einfach fest: wir sind dicht bis oben hin und können gar nicht mehr atmen, weil so viel Müll passiert ist im Laufe unseres Lebens.

Genau das müssen wir dann Schicht für Schicht abtragen.

Aber Stopp, darin liegt oft eine Falle. 

Wie oft wird empfohlen „mach langsam“, „sei achtsam und liebevoll mit dir“.

Die Falle sind nicht die Empfehlungen, sondern das Umsetzen. 

Denn oft genug nutzen wir es als Freibrief nicht tief genug zu tauchen aber genau da müssen wir ankommen. 

Natürlich bedeutet es nicht mit der Brechstange, die Schichten freizulegen oder das schon loszulassen, was noch gar nicht erreichbar ist. 

Wenn wir rückwärts gehen und abarbeiten, legen wir frei, wer wir wirklich sind, unser inneres Atlantis, so wie ich das nenne.

Du erkennst nur, was du weißt

Wir wissen nur, was uns bereits bewusst ist, aber oft ist das dieses berühmte Dino Foto, von dem wir glauben zu wissen, dass es unter den Schichten liegen müsste.

Lass los. Hmmm, leider funktioniert das nur, wenn wir schon können aber was ist, wenn da noch eine Sicherheitsleine dranhängt?

Ein doppelter Boden und wir unbewusst deshalb noch daran festhalten, was uns eigentlich stört und wir „weghaben“ wollen.?

Das wäre, als würden wir den Ast absägen, auf dem wir sitzen oder?

Die Schichten fließen ineinander und liegen übereinander.

Es ist ja nicht so, dass wir nur diese eine Verletzung, Trauma oder Ängste mit uns herumschleppen.

Sie vermehren sich im Laufe unseres Lebens und das, was wir eigentlich nicht mehr wollen, ist das Symptom davon.

Vieles, das wir so gerne loslassen wollen, ist aber verankert oder steckt in Hohlräumen, von denen wir keine Ahnung haben.

Würden wir nur daran arbeiten, wäre es unfassbar mühsam und langatmig.

Und glaub mir, ich weiß genau wovon ich spreche.

Was schon im Bewusstsein ist, ist nicht zwingend das, was Arbeit braucht. Das, was darunter liegt und die Entstehung mit beeinflusst hat, kommt uns oft gar nicht in den Sinn, weil es uns so normal vorkommt.

Das Pflaster-Problem

Meistens packt man irgendwas Weiches drauf. Ein Pflaster, einen Verband. Bloß nicht tief gehen, dass die Wunde nicht wieder aufreißt.

Aber wenn’s darunter modert und sich entzündet, muss die Wunde, die Verletzung an die Luft und Atmen.

Hier setzen die Warnhinweise an: bloß nicht triggern lassen. Aber wenn wir dem aus dem Weg gehen, wie sollen wir dann an die Ursache kommen? Finde den Fehler…

Und hier kommt der Satz, für den ich mir grad selbst auf die Füße trete: „du musst loslassen“ und „du musst dich schützen“ sind auch nur Pflaster. Ich sag nicht, dass sie falsch sind.

Aber schau mal genauer hin: könnte es sein, dass sie dich in Bewegung und beschäftigt halten, deine Geduld testen?

Du machst weiter, weil dahinter in dir Hoffnung geschürt werden. Hoffnung ist schön. Aber Hoffnung ist noch keine Lösung.

Was ich jahrelang nicht erklären konnte

Betriebsblind für mich selbst

Ich hab lange genug für mich einen Weg gesucht und mich drauf eingelassen, hinterfragt und verworfen. Gehofft. Weitergesucht. Gezweifelt, vor allem an mir selbst.

Gleichzeitig bin ich zur Forscherin geworden.

Für meine Kunden (und ihren Hunden) war es glasklar, wie ich sie einfach von hier nach da bringe.

Um die Ecke zu denken und neue Perspektiven schaffen, waren selbstverständlich.

Für mich selbst war ich betriebsblind. Man kann eben auch mit offenen Augen an sich vorbeischauen.

Man könnte fast behaupten, das ich die blinden Flecken gepachtet hätte.

Loslassen hat funktioniert. Fast.

Irgendwann hat’s dann geklickt: Loslassen. Und ja, es hat teilweise funktioniert. War aber unglaublich anstrengend und hat ewig gedauert.

Was ich mit meinen Kunden, meinen Soulis machte, war für mich so selbstverständlich, dass ich es nicht erklären konnte.

Nicht weil ich nicht wusste, was ich tat, sondern weil es so einfach war, dass ich keine Worte dafür fand.

Also hab ich weiter im Außen gesucht. Und weiterhin nicht das passende für mich gefunden.

Wie Schuppen aus den Haaren

Dann bin ich auf Schattenarbeit gestoßen. Bin da durchgegangen, klar. Aber das Wie blieb ein Geheimnis. Jahrelang.

Bis es mir wie Schuppen aus den Haaren fiel: das Geheimnis war gelüftet. Es war nicht Loslassen.

Das war’s. So einfach. 

Dann ging alles rasend schnell. Meine eigene Entwicklung genauso.

Blinde Flecken zeigten sich. Bähm.

3D, 4D, 5D und dann die eigene Wahrheit

Was hatte ich für Vorstellungen im Kopf, nur weil andere davon erzählt hatten. Wie es wohl in der neuen Welt sein würde…

Was so alles anders ist, wenn wir in 5D unterwegs sind und wow – Schlaraffenland.

Dann, als ich selbst durch diese Stufen durch war, wurde klar: es ging nie um irgendein System.

Es ging immer nur um die eigene Wahrheit.

Wie fühlt es sich an, wenn die Vergangenheit nur noch eine Erinnerung ist, ohne Einfluss auf die Gegenwart?

In dem Moment war mir auch klar, warum es bei meinen Soulis immer so schnell ging mit dem Augen-öffnen. Sie mussten nichts loslassen. Sie mussten sich nur erinnern und hinter die blinden Flecke blicken.

Wahrnehmen ist schon die Handlung

Die Impulse, die ich in den Gesprächen bekam, öffneten meinen Soulis die Augen und irgendwann mir selbst auch. 

Mehr nicht.

Das haben meine Impulsgespräche mit Rolling Stones gemeinsam.

Sie bringen was ins Rollen.

Das, was bisher verdeckt war, konnte sich zeigen und vieles, woran eigentlich „gearbeitet“ werden sollte, erledigte sich von selbst.

Nicht, weil es auf magische Weise weg war, sondern weil sich die Perspektiven verschoben haben.

Im Laufe der Zeit konnten sie immer mal wieder hinterfragen: Muss ich damit was machen, oder genügt es einfach nur wahrzunehmen?

Bei mir selbst ist es inzwischen so, dass ich es in dem Moment, wo ich’s wahrnehme, auch schon loslassen kann.

Schönen Gruß an die Rolling Stones 😉 

Während ich den Blog schrieb, haben sie mir diese Botschaft geschickt. 

In dem Moment, wo etwas an die Oberfläche gekommen ist, wo es gesehen wurde, war es weder bedrohlich noch machte es mir Angst, es war einfach da.

Irgendwann nur noch eine Erinnerung. Ohne dass ich bewusst dran rumgewerkelt hatte.

Es war einfach in meinem Bewusst SEIN.

Vertrauen ist das Zauberwort

Vor ein paar Wochen, während einer Fahrradtour am Südstrand entlang, hatte ich einen Impuls: ach, da würd ich sogar mal meine Füße reinhalten.

Diesen Impuls hatte ich aber nicht umgesetzt.

Statt dessen hatte ich mich zu einer geführten Wattwanderung angemeldet.

Das Meer wollte mich schon oft haben und deshalb habe ich mir selbst erstmal mit einem Guide ein Fundament geschaffen.

Ja, ich hatte Vertrauen aufgebaut aber die Traumata meiner Vergangenheit hielten mich noch davon ab, diesen Schritt allein zu machen.

Dann war es soweit meinem Endgegner alleine entgegen zu treten.

Alles war da: Vertrauen, Sicherheit, ein dickes Fundament, eine Kiste voll Mut und dann, obwohl nicht bewusst beabsichtigt, stand ich schon Barfuß im Watt. 

So baut sich das über Jahre auf, wie in dieser Geschichte. Und manchmal steht man noch Wochen am Rand und tut’s trotzdem nicht, auch das war mal meine Realität.

Dieselbe Bewegung, andere Bühne

Das Meer war die letzte große Prüfung, genauso wie einige andere Dinge, die ich vorher „loslassen“ musste. 

Manchmal sind vermeintliche Umwege sogar Abkürzungen.

Das direkte Herangehen an Themen die man loswerden will, ist meiner Erfahrung nach ein Umweg, weil’s immer nur das zeigt, was wir schon kennen und nicht das, was dahinterliegt.

Wir müssen uns erlauben auch mal um die Ecke zu denken, zum Beispiel über Fragen statt fertige Antworten, so wie hier.

An welchen Rolling Stone darf ich dich erinnern?

Ebbe und Flut: wenn dein Leben sich wie Gezeiten anfühlt

Ebbe und Flut: wenn dein Leben sich wie Gezeiten anfühlt

Neun Monate an der Nordsee,

ein Umzug der den Ort bis zuletzt ein Geheimnis war,

ein Abschied, der alles verändert hat

und die Erkenntnis, dass Ebbe und Flut mehr mit unserem Leben zu tun haben, als wir denken.

Kennst du das, wenn dein Leben eine Richtung nimmt, die du dir nie ausgesucht hättest?

Ebbe und Flut 

…zwei Worte, die mein Leben der letzten neun Monate treffender beschreiben, als ich am Anfang ahnen konnte.

Neun Monate sind schnell vergangen. Wilhelmshaven hat mich gefunden und ich kann gar nicht beschreiben, wie rasend schnell sich alles in mir sortiert hat.

Ich habe etwas geschrieben und im nächsten Moment, war es schon wieder überholt und gefühlt veraltet.

Gefühlt ist alles neu und dennoch haben sich nur die Puzzleteile an die richtigen Stellen angeordnet. Während ich noch versuchte das ganze in Worte zu fassen, hat sich mein neues Leben komplett verwandelt.

Obwohl ich hier meinen größten Schatz und Anker gehen lassen musste, meine Hündin Rosi, die 11 Jahre an meiner Seite war, durfte ich gleichzeitig erleben, wie stark mein eigenes Fundament auch für mich selbst geworden ist.

Meine innere Kraft und Stärke, die ich sonst nur in meiner Arbeit mit Soulis gespürt habe, durfte ich nun auch bewusst erleben.

Pustekuchen, Wilhelmshaven

Noch vor 2 Jahren, hätte ich mich mit Händen und Füßen gewehrt, an die Nordsee zu ziehen.

Wenn ich schon am Meer bin, sollte es auch da sein, wenn ich es besuchen will.

Als sich dann mein Umzug durch innere Impulse ankündigte, saß ich erstmal ein halbes Jahr auf gepackten Kisten und Koffern, ohne zu wissen wohin. Ich dachte, es geht in den Harz. Dann dachte ich, es geht endlich an die Ostsee, und war guter Hoffnung, dass es nun doch nach Rügen oder den Darß gehen würde.

Pustekuchen.

Wilhelmshaven hatte ich weder gesucht noch gefunden. Ich bekam einfach eine Einladung zu einer Wohnungsbesichtigung, ohne dass ich danach gesucht hätte. Es hat mich gefunden.

Wilhelmshaven, sagte mir gar nichts ABER, mein Vertrauen in meine Intuition war so groß, dass ich mich einfach darauf einließ.

Auch der Umzugstermin für mich wurde mir als der 24.12. ganz deutlich mitgeteilt, obwohl ich schon viel früher hätte mit meinen Utensilien mitziehen können.

Mein Vertrauen ist unerschütterlich, auch wenn ich keine Ahnung hatte, wo ich landen werde.

Das ist nun 9 Monate her und inzwischen liebe ich sogar das Watt.

Obwohl ich mir nie vorstellen konnte an die Nordsee zu ziehen, bin ich inzwischen ein Fan und liebe sogar Ebbe und Flut.

Ebbe und Flut: das Leben selbst besteht aus diesen Gezeiten

Warum ich hier gelandet bin, konnte ich mir bis vor kurzem noch gar nicht beantworten, doch jetzt erkenne ich die tieferen Botschaften dahinter immer deutlicher.

Ist es nicht so, dass das Leben selbst aus diesen Gezeiten besteht?

Das Kommen und Gehen, das Wellenreiten und sich mitnehmen lassen, das Schwimmen gegen oder mit dem Strom, sind doch alte Bekannte nicht wahr?

Das Annehmen und sich auf Veränderungen einlassen und aus allem das zu erkennen, was es ist, einfach das Leben selbst.

Nicht gut, nicht schlecht. Weder richtig, noch falsch.

Selbst aus dem größten Schmerz kann etwas neues entstehen, wenn wir erlauben, dass alles fließt. Transformation auf verschiedenen im Schnelldurchlauf.

Ebbe und Flut hat für mich auch mit meinem Leben zu tun, denn immer wieder habe ich alles vermeintlich verloren und wieder aufgebaut.

In WHV habe ich mich sofort wohl gefühlt und „sich dem Fluß des Lebens hinzugeben“, „mit den Wellen zu reiten“ und „kreativ und spontan auf Situationen zu reagieren“, hat für mich nochmal eine ganz neue Bedeutung und Tiefe bekommen.

Blinde Flecken im Schnelldurchlauf

In den ersten 6 Monaten ist nochmal mein ganzes Leben an mir im Schnelldurchlauf durch mich gerauscht und blinde Flecken wurden sichtbar gemacht, vorhandene Erkenntnisse haben an Tiefe gewonnen und Puzzleteile haben sich nochmal umgesetzt.

Auch wenn sie zuvor schon passten, sind sie noch passender geworden.

Wir erkennen immer erst hinterher, wie das große Bild sich zusammensetzt.

Ich habe mich unbewusst vor sehr langer Zeit entschlossen, meinen Weg aufzuzeichnen und wusste damals nicht warum.

Heute blicke ich darauf zurück und weiß, warum was auf meinem Seelenweg passiert ist und konnte dadurch viel schnell vergeben und annehmen, sodass meine Vergangenheit nur noch eine Erinnerung sein kann, ohne den ganzen Schmerz und Druck, der damals herrschte.

Die Qualität meiner Aufzeichnungen hat sich im Laufe der Jahre natürlich verändert, sowie auch meine Wahrnehmung.

Von der, die es erlebt hat, zu der, die beobachtet

Von der Frau, die es erlebt hat, wurde die, die beobachtet und keine Bewertungen mehr drauf legt.

Eine Frau, die wieder fühlen kann, wo früher alles dunkel und schwer war.

Es darf alles da sein und sogar binnen Sekunden sich wechseln, ohne Schmerz zu verursachen.

Der Weg, der persönlichen Entwicklung, wurde eine Reise der Befreiung. Aus dem Weg der Befreiung erkannte ich, dass mein Seelenweg von klein auf eine Richtung und einen roten Faden hatte.

Heute blicke ich auf diesen Weg mit Dankbarkeit, obwohl er mir viele Verluste eingebracht hat, mit denen ich lange gehadert hatte.

Aber auch das MUSSTE sein für die Erfahrungen auf dem Seelenweg und meinen Überzeugungen, die sich immer stärker herauskristallisiert haben.

Die Aufzeichnungen, die ich hier in WHV gemacht habe und die Beobachtungen dazu, haben nochmal eine ganz neue Qualität entwickelt.

Ich konnte meinen Bewusstseinsstufen Namen geben und sie somit besser beschreiben.

So, wie ich sie erlebt habe.

Vielleicht bist du in der Spiralphase angekommen

Damit möchte ich anderen Menschen auf einer neuen Ebene zeigen, dass sie den Mut nicht verlieren sollten auch, wenn gerade alles andere als Rund läuft und sie das Gefühl haben, alles läuft eher rückwärts oder wiederholt sich permanent.

Vielleicht bist du einfach in der Spiralphase angekommen.

Genau dafür passt mein Seelenkompass – die Fragen wiederholen sich, aber die Antworten sind auf jeder Ebene anders. Diese Veränderungen nehmen wir oft gar nicht wahr und sie fühlen sich oft wie Stillstand an. Vielleicht ist gerade eine der zehn Fragen bei dir dran.

Halte durch, sei achtsam und vertraue.

Meine 6 Infinity-Steine

Das ist meine Übersetzung für das, was ich in den Übergängen selbst beobachtet habe. Jede Phase hat für mich einen eigenen Ton, eine eigene Farbe, ein eigenes Gewicht. Da ich meine Zeichen und Botschaften immer auf unterschiedliche Weise bekomme, hat sich hier Marvel in mein Leben gebracht. Infinity-War war hier Parte. Das ist meine vollständige Übersicht der 6 Infinity-Steine, genau so zusammengefasst, wie ich sie erlebt und zugeordnet habe:

Gedankenstein Die reine 3D-Welt, in der das Suchen und ständige Anpassen linear vollzogen wird. Ausbildungen und Tools als Pflaster und Fototapete, die von anderen übernommen werden, statt der eigenen Intuition und inneren Weisheit zu folgen.

Realitätsstein Stellt sich in Phasen des Übergangs und Durchbruchs ein, wenn Bewusstseinsstufen ineinanderfließen und sich dadurch die eigene Wahrheit verändert. Die Realität wird anders wahrgenommen.

Machtstein Stück für Stück die eigene Macht zurückholen, Grenzen setzen und Nein sagen lernen. Sich selbst als wichtig und wertvoll erlauben, die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen und die Opferhaltung beenden.

Zeitstein Phasen der Synchronisation. Die innere Welt ist längst da, während die 3D-Welt extrem langsam nachzieht, während man selbst immer schneller wird. Das Kämpfen hört auf, das Fließen übernimmt und das Vertrauen in sich und den Seelenweg wird unerschütterlich.

Raumstein Die kritische Reanimationsphase. Der komplette Crash mit Identitätsverlust und luftleerem Raum – kein Ich, kein gar nichts mehr. Danach die unfassbare Ruhe, in der plötzlich alles gleichzeitig da ist: Erkenntnisse, Sinnhaftigkeit, Vertrauen, Dankbarkeit, bedingungslose Liebe und Sein im Hier und Jetzt.

Seelenstein Das, was einfach ist: Dein inneres Atlantis. Das, was übrig bleibt, wenn die Vergangenheit keinen Einfluss mehr hat und nur noch eine Erinnerung ist.

Ist bei dir gerade Ebbe?

Dann sag ich dir das, was ich mir selbst am meisten wünschte, während meine Ebbe kam: es kommt wieder Flut. Nicht weil du es erzwingst, sondern weil es sich sowieso nicht anders verhalten kann.

Vertrau deinem eigenen Rhythmus. Auch wenn du grad noch nicht siehst, wohin er dich trägt.

Vielleicht darf ich dich erinnern, wer du wirklich bist, als Kanal, damit du dich selbst wieder erkennst…