Ist dein Hund genauso überfordert wie du?

Vielleicht ist er dein Spiegel und zeigt dir mehr, als du denkst.

Mein Hund war gestresst, weil ich es war.

Für sie habe ich gelernt NEIN zu sagen und Grenzen zu setzen und noch so viel mehr…

Vielleicht stehst du gerade an einem Punkt in deinem Leben, wo du dich komplett überfordert fühlst.

Dein Körper spielt verrückt und du hast das Gefühl vergessen zu haben, was deine wahren Talente und Fähigkeiten sind, weil du irgendwie nur noch funktionierst.

Du erfüllst Tag für Tag Erwartungen, die andere an dich haben.

Dann kommt der Moment, wo du da sitzt und anfängst zu weinen, weil du erkennst, dass es gerade nichts gibt, dass dir Kraft gibt.

Der Druck im Außen, das Gefühl der Überforderung in der Familie oder im Job oder Freunde, die über dich wie selbstverständlich bestimmen, weil du nie NEIN gesagt hast.

Was hat dir mal Spaß gemacht?

Jetzt bist du hier und fragst dich, was hat dir eigentlich zum letzten Mal wirklich Spaß gemacht?

Wann hast du deine Leidenschaft gespürt oder fragst du dich gerade, was ist Leidenschaft überhaupt?

Klingt so banal aber genau das herauszufinden könnte die Lösung für viele deiner Robleme sein.

Stopp! Du brauchst dafür weder tief zu tauchen, noch sonst welche Fähigkeiten oder Talente haben.

Vielleicht ist jetzt der Tag gekommen, an dem du einfach mal zurückruderst, in die Stille gehst und einfach fühlst.

Vielleicht gehörst du zu denen, die sich als Powerfrau outen, nicht still sitzen können und für die Ruhe ein weiteres Fremdwort ist.

Meine Hundekunden

Ich erinnere mich an so viele erste Kontakte damals als ich noch ganzheitliche Hundeerziehungs- und Verhaltensberaterin war.

Die Menschen kamen mit ihrem Hund, beide mega gestresst, der Hund komplett überdreht (lässt sich auch wunderbar auf Kinder übertragen) und unzählige Trainer davor haben immer wieder behauptet, das Tier sei nicht richtig ausgelastet.

Die Wahrheit sah aber ganz anders aus.

Die Überforderung lag auf beiden Seiten der Leine.

Eigentlich wollten die Hundehalter einen entspannten Begleiter.

Einen, der im Alltag integriert ist, maximal positiv auffällt und einfach da ist.

Ganz nebenbei wollte man sich selbst vielleicht durch Bewegung mit seinem 4Beiner wieder fit machen und die Natur genießen.

Nicht selten hörte ich auch, das es eine vage Hoffnung gab, sich in der Natur und durch den Hund wieder selbst zu finden.

Tja, das hätte auch gut geklappt, davon bin ich überzeugt, wenn man auf das weise Tierchen gehört hätte.

Der Trainer-Marathon

Statt dessen ging der Trainer Marathon los und jeder erzählte etwas anders.

Zurück blieben erschöpfte, verzweifelte Hundehalter, die einen kleinen „Chaoten“ an der Leine hatten, der ebenfalls erschöpft und verzweifelt war, weil er versuchte seinem Menschen drauf aufmerksam zu machen, dass er doch er selbst sein sollte.

Die Suche nach dem eigenen Kern wurde überlagert, weil die Suche nach dem richtigen Guru wichtiger wurde.

Statt die Zeit mit dem Hund zu genießen, wurde es ein Kampf, wie denn das sture Tier endlich mal sein unerwünschtes Verhalten sein lassen würde.

Das du eigentlich deine echten Talente und besondere Fähigkeiten wiederfinden wolltest hast du ganz vergessen.

Statt dessen suchst du abgelegene Wege und hoffst auf jeder Gassi Runde niemanden zu begegnen, weil du ja Ruhe brauchst.

Vielleicht empfindest du das sogar so, aber ist es wirklich Ruhe, oder ist es Vermeidung?

Genau das hab ich selbst mit meiner Lucy durchlebt meine ganze Geschichte dazu erzähl ich hier.

Weniger ist mehr

Die Leichtigkeit und Entspannung die du dir wünscht findest du in dir, nicht im Außen und dein Hund könnte dir dabei eine echte Hilfe sein, wenn du deiner inneren Stimme wieder mehr vertrauen würdest.

Wenn du noch tiefer eintauchen willst: In Tiere als Spiegel unserer Themen erzähl ich noch mehr Geschichten aus meiner Praxis dazu.

Weniger ist mehr. Das ist die Devise. Der Schlüssel zur Harmonie, die wir so vermissen.

Stell dir vor, du brauchst keine weiteren Werkzeuge mehr.

Kein was musst du noch alles lernen, sondern ein was kann ich weglassen…

Vielleicht darfst du dich einfach daran erinnern, was dir früher Spaß gemacht hat.

Dafür braucht es Ruhe, vor allem im Kopf.

Wenn du mal reinspürst, fühlst du einen Widerstand oder kommt sofort ein „ja aber“.

Der Schäfer und der Ball

Als ich damals anfing Meditationen für Menschen mit Hund anzubieten lachte man mich nicht nur aus, nein viele meiner Kunden, die zum ersten Mal da waren, waren überzeugt, dass es mit ihrem Hund nicht gehen würde.

Er muss ausgepowert werden!

Ist ein Workaholic!

Ein Hütehund (der Klassiker) oder sonst ein Schwachsinn, den sie anderen geglaubt hatten.

Schließlich haben sie ein Buch gelesen, das genau dieses Problem beschrieben hat und jetzt mussten sie unbedingt einen Schäfer finden, damit ihr Hund seinen angeborenen Trieb ausleben konnte.

Gut, Schäfer sind selten geworden und nicht jeder der verbliebenen, will, dass seine Schafe gejagt werden, von Hunden, die einfach von unerfahrene Haltern drauf losgelassen werden.

Also Alternativen finden. Treibball ist gut. Ein Ball statt eines Schafes.

Die Idee ist gut aber, wenn man seinen Hund nicht mal lesen kann, wird das schnell zu etwas, das man nicht haben will.

Ich wundere mich auch heute noch darüber, was eigentlich in Hundeschulen vermittelt wird…

Die Parallelen

Aber du erkennst die Parallelen oder?

Du suchst eigentlich deine eigenen Talente, Fähigkeiten, suchst Ruhe und Entspannung, bekommst den Hund, der dir genau das spiegelt und du erkennst es nicht…

Diese Erkenntnis kann sich verdammt schwer anfühle.

Es ist verständlich, dass du das Gefühl hast überfordert zu sein aber weißt du was?

Tritt heute einfach auf die Bremse.

Mehr zu diesem Perspektivenwechsel in der Mensch-Hund-Beziehung findest du hier, falls du tiefer eintauchen willst.

Talente als Fundamente

Das, was in dir angelegt ist, verkümmert nicht, es ist nicht weg, nur weil du es lange nicht genutzt hast.

Deine echten Talente sind keine Muskeln, die nach ein paar Wochen Pause einfach schrumpfen und aufgelöst werden.

Sie sind eher wie Fundamente:

  • Fähigkeiten verändern ihre Form, sie verschwinden nicht: Wenn du jahrelang Dinge nicht aktiv im Außen ausleben oder trainieren konntest, sind sie nicht weg, sie sind überdeckt. Überdeckt von Alltag, von Funktionieren, von Anpassung und von Situationen, die dich komplett in Beschlag genommen haben.
  • Das Gefühl von „Nichts mehr haben“: Wenn der eigene Akku durch Überforderung, Unklarheiten im Job oder ständiges Zurückstecken leer ist, hat man schlicht keinen Zugriff auf das, was tief drinnen liegt. Wenn der Kopf voll ist und brummt, fühlt sich die eigene Substanz hohl an. Das ist aber eine Frage der Sichtweite, nicht des tatsächlichen Vorhandenseins.
  • Der Vergleich mit anderen: Zu sehen, wie andere „vorbeischießen“, einen echten Vorzeigehund haben, macht den Blick nur noch enger. Was früher bei dir vielleicht leicht ging und heute alltäglich wirkt, ist nicht wertlos geworden. Du schaust gerade durch die Brille von Erschöpfung und Frust auf dich selbst.

Deine Talente und dein Kern sind nicht gelöscht. Sie warten nur darauf, dass wieder Raum entsteht, in dem sie atmen können.

Manchmal braucht es dafür nur etwas mehr Ruhe in dir, im Retreat „Es darf leicht sein“ schaffst du dir genau diesen Raum. Nicht nur du profitierst davon. Dein Hund spürt es als Erster.

Was ist es genau, das du früher so selbstverständlich aus dem Ärmel geschüttelt hast und das dir heute so weit weg vorkommt?

Erinnerst du dich?

Wenn nicht, unterstütze ich dich gerne.