Gefühle beobachten statt verhaften

Gefühle beobachten statt verhaften

Die Gefühlspolizei in deinem Kopf will jedes ungebetene Gefühl gleich abführen.

Was wäre, wenn du es stattdessen einfach klopfen lässt?

Vielleicht hast du dir diese Fragen selbst noch nie gestellt.

Vielleicht, weil es dir absurd vorkommt oder, weil du einfach nicht daran dachtest, dass es überhaupt wichtig sein könnte.

Gefühle beobachten, statt sie gleich zu verhaften, genau darum soll es hier gehen.

Die Gefühlspolizei in deinem Kopf

Ist es nicht so, dass wir versuchen Gefühle, sobald sie auftauchen gleich zu bewerten, einzutüten und durch vermeintlich passendere zu ersetzen?

Vor allem, wenn es sogenannte negative Gefühle sind, sind wir doch schnell dabei oder? Sei ehrlich.

Was, wenn der erste wichtige Schritt wäre, Gefühle gar nicht mehr in Schubladen zu stecken, sondern sie als Freunde zu betrachten, die gerade ein Geschenk mitbringen.

Abführen und verhaften

Lach nicht. Stell es dir vor. Da klopft so ein Gefühl an deinem Herzen, Bauch oder Kopf an.

Du linst durch ein Schlüsselloch und gleich kommt die Gefühlspolizei „och nö, das will ich aber nicht.“ Abführen und verhaften.

Was meinst du? Was passiert mit dir? Mit dem Gefühl? Mit deinem Körper?

Und danach?

Vielleicht hast du in der Vergangenheit immer wieder mal beobachtet, dass du aufkommende Gefühle gleich im Keim erstickt hast.

Ging es dir danach wirklich besser oder hat sich vielleicht nachträglich etwas gezeigt, bemerkbar gemacht oder ist etwas passiert, das du dir nicht erklären konntest?

Wenn du jetzt in diese Situation nochmal eintauchst, was hätte sich verändert, wenn du dir erlaubt hättest zu fühlen, was gerade gesehen werden wollte. Was es mich selbst gekostet hat, das nicht zu tun, erzähle ich hier.

Das ist eine schöne Übung, deine Phantasie anzuregen…

Raus aus der Komfortzone aber bitte ohne Muskelkater am ersten Tag

Ist es nicht auch so, dass wir überall hören, dass wir uns schützen sollen. Die Komfortzone bloß nicht verlassen. Sie heißt schließlich so, weil sie uns Komfort bietet.

Ja, das stimmt, aber sie bietet auch keine Chance zu wachsen oder sogar über uns hinauszuwachsen. Stattdessen hält sie uns gefangen.

Ein goldener Käfig, eine Fototapete oder auch etwas, das uns vorgaukelt, es sei alles ok. Dabei weißt du, dass das nicht stimmt. Entwicklung findet außerhalb der Komfortzone statt.

Das bedeutet aber nicht, dass du sie täglich bis an den Anschlag stretchen musst. Am Anfang genügt sanftes Dehnen.

Arnold Schwarzenegger und die ersten 20 Kilo

Stell dir vor, du gehst zum ersten Mal ins Fitness Studio. So etwas kennst du bisher nur aus der Werbung.

Dein Training bestand bisher aus einem sanften Fußwippen zu fetziger Musik und dem Gang in die Küche, um den Kaffee nachzufüllen.

Jetzt stehst du da, vor den ganzen Geräten, bekommst eine Einweisung von Arnold Schwarzenegger persönlich oder einem vergleichbaren Exemplar mit Oberarmuskeln, wie dein Bauchumfang.

Oha, jetzt geht es los und die ersten 20 Kg fühlen sich an, als würdest du einen Lastwagen wegrollen wollen.

Wie mutig kannst du heute sein?

Stell dir das vor, wenn du anfängst, deine Komfortzone zu bearbeiten, deine innere Welt zu ordnen, dich mit deinen verbuddelten Gefühlen zu verabreden oder sogar deine Masken abzulegen.

Wann war das letzte Mal, dass du an deine Grenze gegangen bist?

Erinnerst du dich noch daran?

Wie mutig kannst du heute sein, dich zu stellen, statt den Krebsgang einzulegen?

Der Nachbar am Zaun und das, was wirklich klopft

Jetzt nimm dir einen Moment und sei ehrlich mit dir. Was nervt dich gerade wirklich oder immer wieder?

Es können durchaus wiederkehrende Gefühle sein, weil wir schon dabei sind.

Versuch sie mal nicht wegzudrücken, sondern beobachte einfach, was passiert.

Vielleicht sind sie gar nicht so gefährlich und sie winken dir zu. Hey, hallo. Danke, dass du dir mal Zeit nimmst, uns anzusehen.

Nur die Spitze des Eisbergs

Ein Plausch mit Nachbarn am Zaun. Du hast so deine Ideen, was sie wohl von dir wollen, und sie haben lange drauf gewartet, gesehen zu werden.

Jetzt passiert was echt Interessantes, denn das, was du wahrnimmst, ist nur die Spitze des berühmten Eisbergs.

Es ist nicht das, was für dich offensichtlich ist, denn das ist nur der obere bewusste Mantel, quasi wie ein Symptom, nur das, was dir schon bekannt ist.

Um die Ecke denken

Das eigentliche Bedürfnis steckt viel tiefer, im Unterbewusstsein, und da kommen die blinden Flecken her.

Das ist das, was uns so verdammt lange aufhält, herauszufinden, weil wir so verkopft und lösungsorientiert sind.

Ab hier gilt es aber, um die Ecke zu denken, denn mit Köpfchen kommen wir hier nicht weiter.

Wenn das alte Kleid nicht mehr passt

Ok, gehen wir weiter. Du bist sowas von reif und gehst weiter. Schicht für Schicht arbeitest du an deiner ENTwicklung, die schon sehr früh eine VERwicklung wurde.

Du schraubst an deinen falschen Überzeugungen, die nie deine waren, arbeitest an Glaubenssätzen, bei denen du auch immer mehr spürst, dass sie eigentlich gar nichts mit dir und deiner inneren Einstellung zu tun haben.

Die Kleidergröße 36, obwohl du eine 40 hast

Vielleicht kommt der Punkt, wo du dich fragst, wer du eigentlich bist. Weil, wenn alles, was bisher deine sichtbare Welt ausgemacht hat, gar nicht mehr zu dir passt.

Es fühlt sich an wie ein viel zu enges Kleid.

Obwohl du eine runde 40 hast, versuchst du dich in eine 36 zu quetschen. Es passt hinten und vorne nicht, und das Einzige ist, ein neues Outfit muss her.

In deiner Größe, Farbe, Form, die dir wirklich gefällt. Bis man so ein Teilchen gefunden hat, das wirklich alle Wünsche erfüllt, muss man manchmal ganz schön suchen, und wenn man es dann endlich hat, stellt man fest, ok, die Cowboystiefel dazu sind auch nicht mehr stimmig.

Aber es fühlt sich so viel stimmiger an. Dein Geschmack, deine Gefühle, deine Wahrheit. Das, was dich wirklich ausmacht.

Eine Frau, die ich nie vergessen habe

Ich erinnere mich gerade an eine Frau, die immer von ihren Männern abhängig war.

Als ihr Mann starb, blühte sie regelrecht auf. Oh doch, sie liebte ihren Mann, und doch stellte sie fest, dass sie nie ihr eigenes Leben gelebt hatte.

Sie beschloss, alles nachzuholen. Sie richtete sich ihre neue Wohnung nach ihrem Stil ein, der komplett das Gegenteil von bisher war. Sie reiste und ernährte sich anders.

Genau so ist es auch mit unserer inneren Welt. Wenn wir uns aufmachen, tiefer blicken, hinterfragen und uns dabei näherkommen, wachsen wir. Das ist jede Anstrengung wert.

Was Rosi mir über das Beobachten beigebracht hat

Vielleicht leidest du auch, wie ich früher, unter Schuldgefühlen. Du ziehst dir jede fremde Jacke an, sogar, wenn sie gar nichts an dir verloren hat.

Schuldgefühle sind ein echter Klassiker, und ehrlich, wären wir alle so schuldig, wie es uns eingeredet wird, oh man…

Manche Gefühle, schau sie dir an und lass sie einfach weiterziehen und dir nicht mehr den Tag damit versauen.

Der schlanke Buddha im Hundefell

Gefühle einfach nur zu beobachten, habe ich von der Besten gelernt. Meiner Hündin Rosi.

Sie war die absolute Meisterin, sich aus allem rauszuhalten und Abstand zu wahren. Sie machte den Eindruck, als sei sie ein schlanker Buddha im Hundefell. Was habe ich sie für ihr Talent beneidet.

Mein absolutes Vorbild, und ja, ich habe es mir vorgenommen, so viel wie möglich von ihr zu lernen. Heute wäre sie stolz.

Damals hat sie sich die Pfötchen auf die wunderschönen Augen gelegt, und ich konnte ihre Sprechblasen lesen…

Was mir auch meine anderen Engel auf Pfötchen über Fühlen statt Funktionieren beigebracht haben, liest du hier.

Wer ist dein großes Vorbild? Schreib es gerne in die Kommentare.

Kein Einhornstaub, aber ein starkes Fundament

Vielleicht kennst du diese Sprüche „nur 5 Schritte zur inneren Freiheit“ oder „in 3 Wochen zu deinem neuen Leben“ oder „flauschig weich und mit Einhornstaub zu mehr Wohlbefinden“.

Diese Versprechen kennen wir alle, und ja, manchmal kann es sogar sein, dass sich etwas in deinem Leben dadurch wirklich verändert. Aber das ist nur die Oberfläche.

Mir ist durchaus bewusst, dass nicht jeder tief tauchen will, und das ist völlig ok.

Wer bereit ist, kommt nicht drumherum

Aber die, die bereit sind und wirklich was für sich verändern wollen, denen ist schon klar, dass das nur bedingt funktionieren kann.

Wer bereit ist, kommt an tiefer Arbeit nicht vorbei. Masken abnehmen, Schatten auflösen, Emotionen befreien… das geht nicht nebenbei.

Aber ich will dir auf keinen Fall Angst machen, ganz im Gegenteil. Und es ist auch nicht so, dass du täglich tief tauchst, aber du bist vorbereitet, wenn es an die Oberfläche kommt.

Am Gras ziehen bringt nichts

Resilienz aufzubauen, ein starkes Fundament anschaffen, ist das Wichtigste überhaupt.

Du kennst den Spruch „du kannst nicht am Gras ziehen, damit es schneller wächst“. Und so ist es auch mit innerer Arbeit.

Es zeigt sich, wenn du bereit bist. Nicht früher und nicht später. Kannst du dennoch was machen?

Und ob – dranbleiben. Und manchmal dir auch bewusst kleine Pausen schaffen.

Was jetzt bleibt

Gerade für Menschen wie dich habe ich meine Programme aufgebaut. Ob du dich begleiten lassen möchtest oder alleine gehst, es ist völlig ok.

Wenn du dich erinnern oder mit jemandem verschnaufen möchtest, der dir den Rücken freihält, alles ist ok, solange du die Entscheidungen und Konsequenzen für deine Entscheidungen übernimmst.

Wer bist du, wenn niemand zuschaut?

Etwas Fantastisches wird passieren, und das ist, dir selbst zu vertrauen. Du brauchst keine Bestätigung mehr von außen, deine innere Weisheit wird dir den Weg zeigen, und du wirst nichts mehr hinterfragen, wenn du die Impulse bekommst.

Einfach zu wissen, was gerade wichtig und richtig ist, für den Moment, ist die eine Sache, aber mutig zu sein, auch irgendwann getroffene Entscheidungen zu hinterfragen und ggf. anzupassen, ist ebenfalls eine Fähigkeit, die dein Normal wird.

Du wirst spüren, was für dich soweit ist und was du einfach laufen lassen kannst.

Die eine Frage, die du dir heute, jetzt stellen darfst: wer möchte ich künftig sein? Mach dir ein Bild von dir, das du malst, und nicht eins, wie andere dich haben wollen. Das hast du schließlich schon.

Ich hoffe, du hattest Spaß beim Lesen und Ausprobieren. Wer tief taucht, braucht auch den Humor zur Balance.

Wenn du dich erinnern lassen möchtest, weißt du, wo du mich findest und wenn du dein Fundament bauen möchtest, findest du das im Retreat, oder, wenn du lieber allein weiterarbeitest, im Seelenkompass.

Fallen die Tomaten von selbst von den Augen, wunderbar. Alles richtig gemacht.

Carola Baum - SOUL2SOUL
Schuldgefühle loslassen – wenn das Programm einfach läuft

Schuldgefühle loslassen – wenn das Programm einfach läuft

Du entschuldigst dich. Noch bevor du weißt, wofür. Schuldgefühle brauchen keinen Anlass und sie gehen nicht mit einer Loslassübung.

Was wirklich hilft und warum meine Hündin Lucy meine beste Lehrerin war.

Du entschuldigst dich. Noch bevor du weißt, wofür.

Ich habe damit schon lange nichts mehr zu tun, aber ich merke, dass ich es schnell annehme. Prophylaktisch, sozusagen. Ohne nachzudenken.

Heute weiß ich, wann es sich lohnt, meinen Senf dazuzugeben. Und wann es die Energie nicht wert ist.

Früher habe ich einfach ja und amen gesagt, um Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Ich glaube, dass viele Menschen damit zu tun haben.

Beim nächsten Mal probier das

Der Moment ist da und dein Programm läuft ab. Du spürst schon, dass es gar nichts mehr mit dir zu tun hat und trotzdem hast du das so verinnerlicht, dass es ganz einfach abgespult wird. Oh man, ich kenne das so genau.

Halt einfach einen Moment die Luft an. Ganz sanft und weiter atmen. Langsam ein, halten und lange wieder aus.

Spürst du deinen Körper? Spürst du was da passiert? Und jetzt fühl nach ob es sich anfühlt wie echte Schuld, weil du wirklich etwas verursacht hast oder ob es etwas ist, dass dir das Leben schwer macht, weil es gar nicht deins ist, sondern du es irgendwann aufgebürdet bekommen hast.

Spürst du es? Atme. Alles ist gut.

Das fing nicht mit dir an

Meine Mutter hat mir an allem die Schuld zugewiesen. Alles Elend der Welt und ihr eigenes hat sie auf mich abgewälzt. Geheilt ist das wie gesagt schon lange.

Du denkst, das bist du. Dabei ist es gar nicht deins.

Vor ein paar Jahren, ich war noch in der Depression, wollte ich mit meiner Cecilia mal raus und musste noch etwas einkaufen. Anschließend, auf dem Weg vom Parkplatz, rammte mich ein VW Bus.

Die Polizei kam und ich fing gleich an zu heulen. „Ich habe ihn nicht gesehen. Es tut mir so leid. Ich weiß gar nicht wie das passieren konnte.“

Ich habe mich selbst belastet, obwohl der Polizist mir sagte, dass es eine Gang sei, die sich auf solche „Opfer“ spezialisiert hätten. Das hörte ich gar nicht und erfand tatsächlich weitere Geschichten, weshalb ich abgelenkt gewesen sein könnte.

Dein Körper weiß es schon

In dem Moment weißt du nicht, ob das echte Schuld ist oder nicht. Das Programm läuft einfach ab.

Aber dein Körper reagiert — und das ist ein Zeichen.

Hinterher wirst du vermutlich darüber nachdenken, was das gerade wieder gewesen ist. Und du wirst dich ärgern. Das ist ein gutes Zeichen — auch wenn es sich nicht so anfühlt. Denn immer, wenn uns etwas triggert, wissen wir, dass da noch Heilungspotential liegt.

👉 Warum du dich schuldig fühlst, wenn du Nein sagst

Bibedi babedi bu — und du bist geheilt?

Genau das ist ja auch, was in der Bubble erzählt wird. Du machst deine Glaubenssatz-Loslassübung und bibedi babedi bu, du bist geheilt. Aber das stimmt so nicht.

Manchmal ist der Kern so tief vergraben, dass er noch Jahre später brodelt und bei der nächsten Gelegenheit wieder aufploppt.

Einhornstaub hilft hier nicht

Du wirst in Watte gepackt. Innere Heilung passiert aber nicht, indem wir uns schonen und mit Einhornstaub hantieren, sondern wenn wir uns erlauben, wirklich tief zu tauchen und lernen loszulassen, was nicht mehr zu uns gehört. Alles andere ist nur langfristige Kundenbindung.

Es funktioniert auch nicht in einem 10-Schritte-System oder einem vorgegebenen Zeitplan. Wenn du bereit bist, wird sich dein Thema auch auflösen. Aber das geht halt nur, wenn wir den Weg auch gehen. Den kann uns niemand abnehmen.

Der Ursprung liegt tiefer

Das größte Problem ist, dass wir so auf Symptombehandlung ausgelegt sind. Aber das, was uns bewusst ist, ist ja gar nicht das eigentliche Problem. Erst wenn wir uns erlauben, tiefer einzusteigen, können wir die Schichten erreichen, wo der Ursprung ist. Und das geht halt nicht von jetzt auf gleich.

👉 Mein Weg aus der Dunkelheit der Schuldgefühle und Depressionen

Was mir eine sensible Seele beigebracht hat

Am Anfang habe ich mir trotzdem die Schuldgefühle anhängen lassen, auch wenn ich mich schon gar nicht mehr verantwortlich gefühlt habe. Weil ich Auseinandersetzungen vermeiden wollte.

Alles schief. Und trotzdem richtig.

Lucy und ich hatten keinen guten Start. Ich hatte wenig Selbstvertrauen, sie war mein erster Stadthund und ich ehrgeizig genug, alles richtig machen zu wollen.

Was ich damals nicht wusste: dass auf den Hundeplätzen nicht unbedingt Fachpersonal zu finden war und dass es hochsensible Hunde gibt. Vom ersten Tag an ging also alles schief, obwohl ich spürte, dass das so für uns nicht stimmte. Das war auch der Grund, warum ich dann selbst ganzheitliche Hundeerziehungs- und Verhaltensberaterin wurde.

Was an diesem Tag wirklich passierte

Wir wollten uns auf eine Prüfung vorbereiten. Ich hatte zu der Zeit noch extreme Prüfungsangst und fragte auf benachbarten Hundeplätzen nach, ob ich mal kurz auf den Platz dürfte, nicht für Anweisungen oder Trainingstipps, sondern nur um in fremder Umgebung mit meinem Hund „Prüfung spielen“ zu können.

Irgendwann stand ich in einem Vereinsheim und fragte, ob es ok sei. Der Leiter des Vereins hatte eine kleine Kampfmaschine, die unter dem Barhocker saß und meine Lucy wirklich aggressiv angreifen wollte. Und ja, auch kleine Hunde können aua machen.

Lucy hatte inzwischen so viel Vertrauen zu mir, dass sie dem kleinen Kläffer den Rücken zudrehte und es vorzog, sich nicht provozieren zu lassen und stattdessen die Natur durch die geöffnete Tür zu genießen.

Der Vereinschef fing an, sich über meinen Hund lustig zu machen. „Das ist Meideverhalten. Du bist ja wie dein Hund.“

Ich vermied eine Diskussion und bedankte mich für seine Zeit.

In dem Moment war ich so stolz und glücklich, dass Lucy und ich in die Stadt fuhren und wir ein Eis teilten.

Der Perspektivenwechsel

Sie hat mir durch ihr Verhalten geholfen, mich selbst zu entdecken, nicht mehr auf andere, sondern auf mein Bauchgefühl zu hören.

Es geht nicht um den Stolz. Es geht darum, was passiert, wenn man einen Perspektivenwechsel macht und sich selbst dadurch immer näher kommt. Unsere Engel auf Pfötchen sind oft unsere besseren Coaches und Lehrer als die, die schnelle Lösungen versprechen, statt ehrlich zu sagen, dass wir Prozesse zu bewältigen haben. Lucy war mein Einstieg auf dem Weg, mich selbst zu finden.

👉 Der Perspektivenwechsel in der Mensch-Hund-Beziehung

Vielleicht macht dein Hund gerade dasselbe für dich.


Beobachten. Mehr nicht.

Es hat sich alles natürlich entwickeln dürfen. Es gab nicht den einen Moment.

Inzwischen ist da so gut wie keine Reaktion mehr. Ich merke im Nachhinein, dass ich über das Thema noch mal reflektiere und entscheide dann, ob ich es ansprechen sollte oder ob es das wert ist.

Auf meinem Weg gab es eine Phase, in der ich mehr Beobachter war als wirklich Betroffene. Ich hatte schon viel Schattenarbeit gemacht und wurde immer besser im Beobachten des Momentes. Ich hörte auf, gleich zu reagieren, und nahm mir Zeit. Für mich fühlte es sich an wie eine kleine Ewigkeit, aber es waren nur wenige Sekunden.

Einfach nur beobachten. Mehr nicht. Immer wieder. Beobachten, wie sich der Moment anfühlt. Was der Körper sagt, welche Gedanken kommen. Atmen.

Wenn du an dem Punkt bist, wirst du wissen, was es wert ist zu kommentieren, oder ob du es einfach da stehen lässt. Du bewertest nichts mehr. Das ist der Prozess.

👉 Wann nimmst du dein inneres Kind endlich in den Arm?

Wenn du merkst dass du alleine feststeckst und deine blinden Flecken endlich sehen willst, dann bin ich gerne für dich da.

Carola

👉 Seelenkompass

👉 Impulsgespräch

Carola Baum Aufgeben ist keine Option

Ich mache energetische Arbeit und Energie ist kein Wunschkonzert. Ich heile nicht, sondern bin Kanal für das, was für dich jetzt bereit ist. Die Verantwortung trägst du für dein Leben und deine Entscheidungen. Bei mentalen und psychischen Erkrankungen ist immer erst eine ärztliche Untersuchung der erste Weg. Bitte geh diesen Weg, du bist es wert.