0160 2812883

„Schön, dass wir vernetzt sind … freue mich, dir eine besondere Mitteilung zu machen.“ Kennst du den Anfang?

Ich kenne inzwischen die ganze Bauanleitung, bis hin zum „Willst du mit mir gehen? Ja | Nein | vielleicht.“

Früher hat mich das genervt, heute bin ich eher amüsiert. Hier erfährst du heute, was hat das alles mit Begegnungen auf Augenhöhe zu tun?

Augenhöhe auf Facebook & Co: die Schein-Verbindung

Wenn ich mir Facebook & Co angucke, sehe ich da tolle Beiträge wie: Wir sehnen uns doch alle nach Gemeinschaft, wir wünschen uns doch alle einen Austausch auf Augenhöhe und so weiter.

Dann bekommt man selbst von wundervollen Menschen ganz tolle Kommentare, Einladungen und Beglückwünschungen zu dem eigenen Mut, den man aufgebracht hat. Hinter diesen Kommentaren scheinen automatische Funnelsysteme zu stecken.

Verräterische Worte und Sätze

Das hat mich wirklich erschreckt, als ich das gemerkt habe. Vieles hört sich wirklich echt und mitfühlend an. Es gibt aber diese verräterischen Worte und Sätze, die einem die Augen öffnen und erst mal zusammenzucken lassen.

Ich frage mich warum es nicht mehreren Menschen auffällt. Vertrauen wir unserem Gefühl noch? Woran erkenne ich, was von echten Menschen kommt und was „aufbereitet“ ist?

Wir wollen doch alle eine echte Gemeinschaft

Wir wollen doch alle eine echte Gemeinschaft, wir wollen doch alle in einer Gemeinschaft zusammen uns austauschen auf Augenhöhe. Wer wünscht sich das denn nicht?

Und genau von diesen Menschen kommen dann solche vorgefertigten Benachrichtigungen oder E-Mails. Ich habe kürzlich auf einen Kommentar bei Facebook geantwortet und als Antwort kam eine halbe Seite KI-unterstützte Rechtfertigung.

Es wurde entweder gar nicht auf mich eingegangen oder jedes Wort nachgeplappert. Das ist weder eine echte Verbindung auf Augenhöhe, noch ein liebevolles Kollektiv. Das ist die nächste Scheinwelt.

Die Masche und die Schuld-Falle

Es gibt bestimmte gleiche Maschen, der gleiche Einstieg und es folgt einem bestimmten Ablauf. Vorgefertigte Antworten, je nachdem, wie du antwortest. Ganz nach dem Motto „willst du mit mir gehen? Ja | Nein | vielleicht“.

Eine einfache Bauanleitung: Schön, dass wir vernetzt sind… freue mich dir eine besondere Mitteilung zu machen… Natürlich kommt auch gleich ein Zoom-Link mitgeliefert, weil man mir unbedingt helfen will…

Etwas kess nach einer Absage

Einige werden etwas kess nach einer Absage und behaupten ‚Du bist das Projekt‘. Ein anderer kommt mit 200-Euro-Kräuterelixieren und Frequenz-Pflastern. Noch eine anderer lädt zum digitalen Lagerfeuer ein.

Ich erinnere mich an einen Anruf und habe gesagt: Nein danke, ich habe kein Interesse. Mir wurde gleich vorgeworfen: „Ja, du willst dich ja auch gar nicht überzeugen lassen!“ Warum sollte ich mich von irgendwas überzeugen lassen, was gar nicht mein Interesse ist?

Alleine schon diese Hartnäckigkeit und dieses Nachbohren, mir irgendwas aufdrängen zu wollen. Oder mir ein Video zu schicken und 20 Mal nachzufragen, ob ich es gesehen habe.

Wenn ich sage, ich bin da nicht dazu gekommen, heißt es: Das ist nur 4 Minuten, die wirst du ja wohl haben. Vier Minuten von meiner Lebenszeit sind kostbar!

Austausch auf Augenhöhe 

Bleibst du standhaft und bei deinem Nein, heißt es: „Du bist halt noch nicht so weit, oder du bist es dir selbst nicht wert.“ Schade eigentlich 😉

Früher haben mich solche Austausche auf Augenhöhe (räusper) wirklich genervt, heute bin ich eher amüsiert und trainiere meine feinen Antennen. Nach dem Motto „oh, jemand hat wieder Claude dressiert“ oder ChatGPT völlig neu umgestrickt und durchschaut.

Ach Schätzelchen. Du wurdest durchschaut. Und weißt du was, die Menschen, die sich wirklich auf den Weg gemacht haben und ihre Feinfühligkeit und Hochsensibilität nicht unter irgendwelchen Capes vergraben, sondern gelernt haben auf ihre Empfindungen zu hören, die fallen darauf nicht mehr rein.

Stille und Erschöpfung sind keine Schwäche

Die Stille, die du in dir spürst, kommt nicht, weil du schwach bist oder weil dir nichts einfällt. Deine Stille ist diese Erschöpfung dahinter, das ist einfach das Aussteigen aus dem Hamsterrad, weil du erkannt hast, dass das, was da draußen vorgegaukelt wird, überhaupt nichts Echtes ist.

Ja, es ist sehr anstrengend und ja, als ich da durchgegangen bin, habe ich stundenlang geweint und war erst mal zutiefst enttäuscht. Dann habe ich festgestellt: Nein, ich weine um die Menschheit.

Ich weine darum, wie es dir geht, weil du dich genauso nach diesem Echten sehnst. Nach einem tiefen echten Gespräch auf Augenhöhe und Verbundenheit.

Wo sind diese Menschen, die dauernd aufwachen?

Seit wie vielen Jahren heißt es jetzt: Die Menschheit wacht auf, so viele kommen in ihre Kraft, schwimmen in ihrer Hühnerbrühe oder weiß der Geier was. Wo sind diese Menschen, die dauernd aufwachen? Was bedeutet das überhaupt?

Was ist denn echte Verbindung? Ja sagen, dem anderen fröhlich zunicken, immer schön lächeln und winken wie die Pinguine aus Madagascar? Nein, das ist es nicht! Das ist keine Verbindung, das ist ein Spiegel der Gesellschaft.

Nach 44 Minuten wurde die Kamera ausgeschaltet

Ich erinnere mich an ein Interview, zu dem ich eingeladen wurde. Ein tolles Thema, sehr tief und wäre ein echtes Geschenk für Menschen auf dem Seelenweg gewesen. Nach 44 Minuten, ohne Vorwarnung wurde die Kamera ausgeschaltet.

Ich fühlte mich komplett überrumpelt und fragte, was das sollte. „Ich habe genug Material und wollte ja nur üben, wie ich vor der Kamera wirke.“ Solche Erlebnisse haben mich damals aufgeweckt.

Manche wollen weiterhin Fototapete, aber nicht tief tauchen. Innerhalb der Komfortzone ist es kuschelig und warm. Warum das aufgeben? Perfekte Schablonen drauf und gut.

Umsatz, Ausreden und Schablonen

Was ist eigentlich mit denen, die ihr Business aus dem Herzen heraus machen? Denen gar nicht wichtig ist, dass der Laden ohne sie läuft? Denen, die es wirklich wegen der Verbindung wichtig ist, nicht automatisiert durchgetaktet zu sein.

Wo sind deine Follower?

Wenn ich mir überlege, wie viele Gespräche ich hatte, wo gesagt wurde: Ja, du bist nicht so weit, dein Kontostand ist noch nicht auf dem Level, wo sind deine Follower, wo ist deine Reichweite? Aber keiner hat mich mal gefragt, was meine Intention ist, ob ich glücklich bin.

Mir wurde jahrelang erzählt, dass das, was ich mache, falsch ist. Dabei hatte ich einen festen Kundenstamm, mit denen ich die tollste Zeit meines Lebens verbracht habe.

Wir sind zusammen in den Urlaub gefahren, haben gegrillt, Ausflüge gemacht. Die brauchten mich schon lange nicht mehr, sondern sie haben mich gewählt, weil sie sich gesehen und für voll genommen gefühlt haben. Aber die Coaching-Bubble hat nur auf Reichweite geschaut.

Wie ich diese Bubble sehe

Wie ich diese Bubble sehe? Sie haben einfach ihr Gefängnis getauscht, indem sie Fototapete drüber geklebt haben und denken, sie sind auf Bali.

Ich will nicht von meinem SLUL-Business getrennt sein, ich will nichts automatisieren, was mich ersetzt. Ich bin Soul2Soul und ich bin Infinity und habe mich selbst befreit.

Übrigens, nicht jeder, der seinen Seelenweg geht, muss auch zwingend ein Business gründen. Vielen wird unterlassene Hilfeleistung eingeredet, wenn das nicht gemacht wird. Aber lass dir das nicht mehr einreden. Du bist niemandem etwas schuldig.

Dein Seelenweg ohne fremde Schablonen

Diese Fünf-Schritte-Pläne funktionieren für dich nicht mehr, weil du da raus gewachsen bist, du es gar nicht mehr nötig hast dich zu verstellen, du hast deine Aufgaben gemacht.

Du warst mutig genug dich deinen Schatten zu stellen und jetzt geht es nur noch darum: Was sagt deine Seele dazu? Wen anders musst du gar nicht mehr befragen.

Natürlich sind da manchmal noch blinde Flecken, die man alleine lange Zeit nicht sieht. Um den Weg abzukürzen, kann es Sinn machen, von außen reinfühlen zu lassen. Jemand, der dich sieht, wer du wirklich bist.

Sei mutig und geh den Weg deiner eigenen Wahrheit und inneren Weisheit. Wir wollen alle individuell sein. Aber wer traut sich wirklich gegen den Strom zu schwimmen? Wir kommen nur dahin, wenn wir uns trauen, wir selbst zu sein und unseren Weg authentisch zu gehen.

Jeder hat eine andere Wahrnehmung, eine eigene Frequenz und fühlt anders. Du bist hier, um deine Learnings zu absolvieren, mehr nicht. Und dafür brauchst du keine Schablonen.

Nicht für wen, sondern mit wem. Mit wem will ich gehen? Und wer will mit mir gehen?

Wer mich als Projekt sieht: Tut mir leid, das ist meine Aufgabe und nicht die anderer. Ich bin kein Projekt für andere, ich bin mein eigenes. Ich bin Forscherin.

Du bist kein Projekt. Du bist die Forscherin deines eigenen Lebens. Dafür solltest du dich feiern. Ich tu es.