Loslassen oder Vermeidung — kennst du den Unterschied?

Loslassen oder Vermeidung — kennst du den Unterschied?

„Du musst nur loslassen.“ Klingt einfach. Ist es nicht. Und wurde dir dabei auch erklärt, wie es sich wirklich anfühlt?

Es ist so unendlich anstrengend und die Müdigkeit macht dich fertig. Nicht, weil du müde bist aus Schlafmangel, sondern weil du immer wieder gehört hast: „du musst nur loslassen.“

Und du hast es versucht. Immer wieder. Neue Techniken ausprobiert, neue Tools angeeignet und ja, manches hat sich auch zunächst gut gefühlt.

Aber was ist wirklich passiert?

Dir wurde Loslassen erklärt. Aber wurde dir dabei auch gesagt, wie es sich wirklich anfühlt? Wie es ist, wenn du wirklich loslässt? Oder hat man dir nur erklärt, wie du besser vermeidest — aber es so natürlich nicht genannt?

Jetzt liest du das hier und bist verzweifelt, weil du dich fragst, warum es bei dir nicht klappt.

Ich war an der gleichen Stelle. Auf dieser Brücke. Und ich weiß, was da wirklich passiert.

Lies weiter.

Was Loslassen wirklich ist und was nicht

Loslassen ist eines der wichtigsten und gleichzeitig verkannten Themen überhaupt.

Und ich glaube, dass die meisten Menschen, die glauben sie lassen los, gerade vermeiden.

Nicht absichtlich. Aus Angst. Aus der ganz realen Angst, dass sich wirklich etwas verändern könnte.

Was ja paradox ist. Denn wir wollen doch Veränderung. Sonst würden sich nicht so viele Menschen verloren fühlen.

Aber das was wir haben ist bekannt. Und bekanntes fühlt sich sicher an — auch wenn es uns kaputt macht.

Stell dir mal vor, diese eine Sache, die du wirklich nicht mehr in deinem Leben haben willst, wäre wirklich weg. Nicht verdrängt. Nicht umbenannt. Wirklich weg.

Was würde sich dadurch alles verändern?

Am Symptom arbeiten oder an der Wurzel

Ich frage mich, ob das bewusste Thema, an dem wir arbeiten, oft nur das Symptom ist. Und was dahinter steckt, ist noch ein blinder Fleck.

Wir arbeiten uns ab an dem, was wir sehen. Aber der Ursprung wartet tiefer.

Alte Glaubenssätze, Muster, Gewohnheiten, traumatische Erlebnisse — die haben wir alle. Das Loslassen davon, und damit auch das Befreien dessen was dadurch verloren gegangen ist, passiert nicht über Nacht.

Es passiert in Schichten.

Du entfernst eine und es fühlt sich an wie eine riesige Last, die von dir gefallen ist. Aber darunter geht es weiter. Solange, bis du den Ursprung erreichst.

Und das funktioniert nicht nach Zeitplan. Sondern dann, wenn du wirklich bereit bist hinzugehen.

Der Morgen an dem ich verstanden habe, was Loslassen ist

Ich war mal bei einem Morgenspaziergang mit Rosi. Dichter Nebel, man konnte kaum drei Meter sehen. Irgendwo dahinter wollte die Sonne durch, aber noch nicht.

Die ganze Zeit dieser eine Glaubenssatz. Er ließ mich nicht los. Alles was er mir angetan hatte, was er aus mir gemacht hatte. Es tat weh. Auch körperlich. Ich heulte.

Aber es gab kein Zurück. Weil jetzt der richtige Moment war.

Ich kam an einem Bachlauf an. Fließendes Wasser. In solchen Momenten immer eine Unterstützung.

Und als ich bereit war — kam die Sonne durch.

Klingt kitschig. War aber so.

Danach konnte ich es nicht mal mehr benennen, was losgelassen hatte. Es hatte keinen Namen mehr. Keine Energie mehr. Es war einfach weg.

Das ist echter Abschied.

Wie erkenne ich den Unterschied

Vermeidung fühlt sich kurzfristig auch wie Erleichterung an. Du redest drüber, du analysierst es, du gibst ihm einen Namen, vielleicht sogar einen Ursprung. Du sagst „ich hab das losgelassen“ — und meinst damit, du denkst gerade nicht dran.

Aber es kommt wieder. In einer anderen Verpackung. Mit einem anderen Gesicht. Beim nächsten Partner, beim nächsten Job, beim nächsten Konflikt.

Weil du am Symptom gearbeitet hast, nicht am Ursprung.

Vermeidung hat viele Gesichter.

Manchmal sieht sie aus wie Entwicklung. Du passt dich an. Du gibst nach. Du wirst gefälliger, netter, zugänglicher. Du denkst, das gehört dazu.

Aber irgendwann merkst du: du bist jedes Mal aufs Schnäuzchen gefallen. Nicht weil du es falsch gemacht hast. Sondern weil du versucht hast jemand zu sein, der du nicht bist.

Das ist auch Vermeidung. Nur mit einem freundlichen Gesicht.

Der Unterschied ist spürbar — aber nicht erklärbar. Du weißt es erst danach. Wenn es keinen Namen mehr hat. Wenn du nicht mal mehr stolz darauf bist, dass du es losgelassen hast. Wenn es einfach kein Thema mehr ist.

Du bist nicht kaputt

Wenn du das hier liest und denkst: „ich bin noch nicht so weit“ — dann ist das kein Zeichen, dass du versagt hast.

Es ist ein Zeichen, dass du ehrlich bist.

Und Ehrlichkeit ist der einzige echte Anfang.

Du musst nicht weiter sein als du bist. Du musst nur aufhören, dir einzureden, du wärst schon wo du noch nicht bist.

Die Brücke wackelt. Das ist normal. Das bedeutet nicht, dass sie bricht.

Und bis dahin

Rausgehen. Auch wenn es nebelig ist. Auch wenn du nicht weißt wohin. Auch wenn es wehtut.

Loslassen passiert nicht auf dem Sofa.

Wenn du spürst, dass da mehr ist

Wenn du das hier gelesen hast und spürst, dass da etwas in dir sagt: ja, genau das

dann schreib mir. Ein Satz reicht.

→ Schreib mir

Carola Baum Aufgeben ist keine Option
Autopilot oder Vertrauen, was dich wirklich Kraft kostet

Autopilot oder Vertrauen, was dich wirklich Kraft kostet

Autopilot ist nicht das Gegenteil von Vertrauen. Es ist Kontrolle, die sich als Leben verkleidet. Was es mich gekostet hat, das zu verstehen und was mich heute morgen sprachlos gemacht hat.

Kannst du wirklich glauben, dass du dein Leben selbst gewählt hast?

Ich habe jahrelang gedacht, ich tue das. Ich habe gearbeitet, geheilt, Schicht für Schicht abgetragen. Und irgendwann merkte ich: das meiste davon war kein Wählen. Das war Reagieren auf Konditionierungen die ich nie hinterfragt hatte. Auf Erwartungen die nicht mal meine waren.

Der echte Wendepunkt kam nicht als ich endlich die richtige Entscheidung traf.

Er kam als ich aufhörte zu kontrollieren.

Als ich anfing zu antworten auf das was sich zeigt — statt zu planen, zu optimieren, zu wollen. Ich wollte an die Ostsee. Gelandet bin ich an der Nordsee. Und rückblickend war kein einziger „Umweg“ ein Fehler.

Das ist kein Kontrollverlust. Das ist der Unterschied zwischen Autopilot und Vertrauen.

Wo stehst du gerade — noch im Wählen oder schon im Antworten?

Die falschen Entscheidungen, die keine waren

Früher hatte ich das Gefühl, immer die falschen Entscheidungen getroffen zu haben. Heute weiß ich, dass alles einen tiefen Sinn hatte. Es war wichtig auf meinem Weg alles auf tiefster Ebene zu integrieren und zu erfahren. Solange ich noch kontrollieren wollte, musste ich die Lektionen weiter lernen.

Als ich anfing zu vertrauen, wurde es deutlich leichter. Nur verstand ich es oft noch nicht. Die Zweifel waren immer noch da. Dieses WARUM, schon wieder. Aber die Abstände zum Erkennen wurden kürzer. Irgendwann war kein Widerstand mehr da — sondern ein Annehmen dessen was ist.

Und dann war auf einmal diese innere Klarheit da: Ich darf einfach nur noch vertrauen. Egal wie das Außen gerade ist.

Autopilot — das Unsichtbare das dich aufhält

Früher fühlte sich der Autopilot nicht mal falsch an. Das waren einfach Gewohnheiten. Weil ich es immer so gemacht hatte. Weil ich mit dem Strom schwimmen wollte. Vielleicht auch ein bisschen Angst davor, anders zu sein.

Ich war anders. Konnte es aber nicht annehmen.

Das war ein Prozess der nebenbei ablief. Durch meine Engel auf Pfötchen habe ich erst lernen dürfen zu mir zu stehen — für sie. Für mich hätte ich wahrscheinlich noch viel länger gebraucht.

Fang schon mal an zu packen

Ich wusste schon 2022 dass ich umziehen sollte, damit sich mein nächster Schritt entwickeln konnte. Dennoch entschied ich mich zu bleiben. Heute weiß ich: Es war wichtig für meine eigene Stabilität. Um das, was mich jetzt erwartet, ein entsprechendes Fundament zu haben.

Anfang 2025 kam der Impuls: „Fang schon mal an zu packen und trenn dich von allem, was nicht mehr zu dir gehört.“

Das tat ich ohne zu fragen wieso, weshalb, warum und wohin.

Ich saß ein halbes Jahr auf Kisten und Kartons. Ließ alles los, was sich nicht mehr stimmig anfühlte. Das war gar nicht leicht. Seine Vergangenheit gnadenlos hinter sich zu lassen, ohne zu wissen wohin die Reise geht — das ist Vertrauen. Das hat nichts mehr mit Autopilot zu tun.

Dann kam der nächste Impuls: Schau dich um. Aber wo? Egal.

Ich schaute auf Immobilienportalen. Vielleicht der Harz, dachte ich. Die Wohnungen hätten gepasst aber an den Orten sah ich mich nicht. Meine Seele kicherte.

Dann kam eine E-Mail. Eine Einladung zur Wohnungsbesichtigung. Ich hatte aber gar nichts Konkretes gesucht oder eingegeben. Ich rief an. „Morgen um 10 Uhr?“ Im Dienstplan stand frei. Also fuhr ich um 5 Uhr morgens los.

Nach Wilhelmshaven.

Äh, Moment. Ich wollte doch an die Ostsee.

Mein Seelchen hatte Spaß: „Vergiss es. Vor 3 Jahren hätte es noch gepasst. Jetzt ist sie zu soft. Du brauchst was mit Wumms.“

Alles klar.

Mehr dazu wie sich dieser Portalwechsel angefühlt hat, findest du hier.

Die Prophezeiungen — gemalt bevor ich es wusste

Als ich Heiligabend in WHV landete, fielen mir in den Wochen danach meine Bilder in die Hände. Gemalt 2016/2017, noch in der Depression.

Ich traute meinen Augen nicht.

Eine ganze Reihe Prophezeiungen. Die Bilder zeigten meine aktuelle Situation. Wilhelmshaven. Den Leuchtturm. Den Landeplatz. Alles schon da — Jahre bevor ich es wusste.

Und heute morgen. Ich finde ein Foto das ich vor ein paar Wochen gemacht hatte. Einfach so, bei einem Spaziergang mit Rosi. Die Masten, das Wasser, das Licht das durchbricht.

Dasselbe Bild. Zehn Jahre später. Fotografiert ohne zu wissen warum.

(Das Bild und das Foto — siehst du es?)

Ich habe es nicht gesucht. Ich war einfach da.

Wilhelmshaven und mein Seelenweg
Prophezeiung auf meinem Seelenweg. Wilhelmshaven
Wilhelmshaven Landeplatz

Was Autopilot wirklich kostet

Autopilot ist kontrollieren wollen, was nicht kontrollierbar ist. Es kostet Kraft. Unendlich Energie.

Vertrauen ist annehmen was ist — egal wie, egal was — und beobachten was sich entwickelt. Es gibt Kraft zurück. Es fühlt sich an wie Surfen. Ich war noch nie surfen. Aber dieses Sich-dem-Fluss-Hingeben, das kenne ich. Aus luziden Träumen. Aus Wellenbädern. Und aus jedem Moment, in dem ich aufgehört habe zu fragen warum — und einfach mitgegangen bin.

Das gilt nicht nur für mich

Vielleicht steckst du gerade in einer Übergangsphase die dich zum Wanken bringt. Vielleicht weißt du längst dass der nächste Schritt wartet — aber du weißt noch nicht wohin.

Vielleicht packst du schon innerlich auf Kisten, ohne es so zu nennen.

Das ist kein Kontrollverlust. Das ist der Anfang von Vertrauen.

Wenn du spürst dass da was ist — lies hier weiter: Mach die Augen auf 

Dann wählst du.

Nicht weil du Hilfe brauchst. Sondern weil du weißt dass es schneller geht wenn jemand neben dir steht der dich fühlt bevor du den Mund aufmachst.

→ Zu den Impulsgesprächen

Wie halte ich meine Energie hoch?

Wie halte ich meine Energie hoch?

Diese Frage hast du dir vielleicht auch schon oft gestellt. In verschiedenen Variationen. Mit verschiedenen Antworten. Keine hat wirklich geholfen oder nur Ansatzweise.

Weil es die falsche Frage war…

Was dein Spiegel dir schon längst sagt

Wir alle haben einen Spiegel. Manche haben einen Hund. Manche einen Partner. Manche einen Körper der nicht mehr mitmacht. Manche ein Business das nicht fließt.

Der Spiegel wechselt. Die Botschaft bleibt dieselbe.

Er zeigt dir was du verdrängt hast. Was du noch trägst. Was du noch nicht losgelassen hast.

Ich habe das mit Lucy gelernt. Meine Schäferhündin hat nicht auf meine Worte reagiert. Auf meine inneren Zustände. Meine Unsicherheit. Meine Verstellung. Sobald ich aufgehört habe mich zu verstellen, hat sie sich entspannt.

Sind wir gehetzt zeigen sie es uns. Sind wir angespannt auch. Erst wenn wir selbst innehalten kann auch der Spiegel zur Ruhe kommen.

Das ist kein Training. Das ist Bewusstsein.

Weniger ist mehr. Wirklich.

Es geht nicht darum was du tust. Sondern wie du mit dir im Einklang bist.

Weniger Kämpfen. Weniger Pushen. Weniger Energie hochhalten. Mehr echte Verbindung, mit dir selbst.

Wenn dein Spiegel dir gerade zeigt dass etwas nicht stimmt, dann frag dich nicht was er braucht. Frag dich wie du drauf bist. Was du mit dir trägst. Was du noch nicht losgelassen hast.

Er zeigt es dir. Immer.

Die Frage hinter der Frage

Wenn du dich fragst wie du deine Energie hochhältst, dann frag dich auch: warum ist sie unten?

Was zeigt dir dein Spiegel gerade? Was siehst du noch nicht?

Ich war über 20 Jahre in der Arbeit mit Menschen und ihren Tieren. Und was ich immer wieder gesehen habe: Das Tier hat nicht das Problem. Das Tier zeigt das Problem.

Und wenn kein Tier da ist, zeigt es der Körper. Die Erschöpfung. Die Beziehung. Das was nicht fließt.

Solange wir kämpfen gegen die Erschöpfung — pushen, affirmieren, Energie hochhalten — solange kämpfen wir gegen den Spiegel.

Irgendwann habe ich aufgehört zu kämpfen.

Nicht weil ich aufgegeben habe. Sondern weil ich angekommen bin.

In dem Moment brauchte ich keine Energie mehr hochzuhalten. Sie war einfach da.

Was das mit Loslassen zu tun hat

Genau das ist der Punkt wo Loslassen und Energie zusammenkommen.

Solange du kämpfst, gegen deine Themen, gegen deine Erschöpfung, gegen deinen Spiegel, kostet alles Kraft.

Wenn du loslässt — nicht als Trick, nicht als Formel, sondern wirklich — dann hört der Kampf auf. Dann fließt Energie statt zu versickern.

Das härteste Loslassen war nicht die Website. Nicht der Job. Nicht das Auto.

Es war die Depression.

Ich habe oft gesagt: meine Depression. Obwohl ich gefühlt habe dass ich sie gar nicht mehr brauchte, konnte sie nicht gehen. Weil ich sie dadurch an mich gebunden hatte.

Besitzanzeigend. Als wäre sie ein Teil von mir.

Erst als ich aufgehört habe sie zu besitzen, durfte sie gehen.

Und ich glaube das ist für die meisten Menschen die größte Herausforderung überhaupt. Nicht das Thema loszulassen. Sondern die Identität die damit gewachsen ist.

Meine Krankheit. Meine Angst. Mein Trauma. Mein Problem.

Solange es deins ist, bleibt es.

Rosi braucht heute keinen Spiegel mehr. Sie ist einfach da. Wir genießen.

Das ist kein Konzept. Das ist gelebter Zustand.

Und wenn du noch kämpfst?

Dann bist du genau richtig.

Nicht weil mit dir etwas nicht stimmt. Sondern weil dein Spiegel dich schon längst eingeladen hat hinzuschauen.

Ein Satz von dir reicht. Was gerade drückt.

Schreib mir

Loslassen ist kein Zauberspruch

Loslassen ist kein Zauberspruch

Loslassen, warum es kein Trick ist und wie es wirklich funktioniert

Fünf Tage. Fünfzehn Stunden täglich. Eine neue Webseite. Und am sechsten Tag saß ich da und habe geheult.
Nicht weil ich versagt hatte. Sondern weil ich endlich bereit war.
Loslassen ist kein Spruch. Kein Kurs. Kein Trick.
Es ist ein Sterben. Und niemand redet darüber.

Loslassen ist kein Zauberspruch. Es ist ein Sterben.

Ich sage dir mal, was mir diese Woche passiert ist.

Fünf Tage. Fünfzehn Stunden pro Tag. Eine neue Webseite.

Die Texte waren schön. Das Design war schön. Alles war schön. Und trotzdem stimmte irgendwas nicht. Diese perfekte Oberfläche hat genau das geschluckt, wofür ich stehe, diese Herzverbindung, diese Seele, dieses Ich.

Am sechsten Tag saß ich da und habe geheult.

Nicht weil ich versagt hatte. Sondern weil ich endlich bereit war.

Was Loslassen wirklich ist und was es nicht ist

In der Coaching-Bubble hört man das ja ständig: Lass los. Manifestiere. Affirmiere. Als wäre Loslassen so ein schnelles Aufräumen in der inneren Schublade.

Das ist kompletter Unsinn.

Loslassen ist kein Trick. Es ist kein 8-Wochen-Kurs. Es ist kein Spruch, den du dir morgens vor dem Spiegel sagst.

Loslassen ist ein Prozess. Und er dauert so lange, wie er dauert.

Und das Härteste daran? Du musst wirklich bereit sein, die Konsequenz zu tragen. Nicht theoretisch bereit. Sondern wirklich. Bis auf die Knochen.

An dem Abend, an dem ich sagte: Okay. Dann schmeiße ich alles hin. Dann gehe ich zurück zum Alten. Dann ist das eben so, in diesem Moment, wo mir wirklich alles egal war, wo ich keine Energie mehr hatte, irgendetwas festzuhalten, da hat es geklickt.

Nicht vorher. Danach.

Das Vakuum, das entsteht

Es gibt diesen Moment im echten Loslassen, den kenne ich inzwischen. Er fühlt sich an wie ein Vakuum.

Keine Gefühle für das Alte. Keine Gefühle für das Neue. Einfach – Stille.

Und in dieser Stille ist Platz. Platz für das, was wirklich sein soll.

Die Webseite? Ich habe danach nur noch die Farben justiert. Die Schriften angeglichen. Und auf einmal, leuchtete sie. Dieselben Texte wie vorher. Plötzlich ganz anders.

Nicht weil ich etwas Neues erschaffen hatte. Sondern weil ich endlich ich war.

Es sind mehrere Tode – nicht einer

Was ich dir sagen will, weil es niemand sagt:

Das ist kein einmaliges Ereignis. Kein großer Knall und dann ist alles anders.

Es sind Schichten. Eine nach der anderen. Wie eine Zwiebel, die sich schält.

Die alte Version von mir, sie ist nicht in einem Moment gestorben. Das waren Prozesse. Phasen. Kleine Abschiede und große. Und ja, manchmal habe ich auch getrauert um das, was geht. Das darf sein. Das gehört dazu.

Die Fledermaus als Krafttierbotschaft hat es heute Morgen nochmal auf den Punkt gebracht:

Altes darf gehen. Neues entsteht. Vertraue dem Wandel.

Und die Frage, die ich dir mitgeben möchte:

Gibt es etwas in deinem Leben, das du loslassen möchtest, aber vielleicht noch brauchst? Wofür brauchst du es noch?

Das ist die eigentliche Frage. Nicht was du loslassen willst. Sondern warum es noch da ist.

Die heimliche Funktion deiner alten Themen

Das ist der Teil, über den wirklich niemand spricht.

Manchmal halten wir an unseren schwierigsten Themen fest – nicht weil wir sie lieben. Sondern weil sie uns dienen.

Als Ausrede. Als Schutzwall. Als Gesprächsstoff. Als Beweis, dass wir nicht können, nicht wollen, nicht müssen.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Wie ich noch lange nach der Depression Ausreden aus dieser Zeit genutzt habe, die längst nicht mehr stimmten. Weil mir das Selbstvertrauen fehlte, einfach Nein zu sagen. Einfach ich zu sein, ohne Begründung.

Wenn du anfängst, diese versteckte Funktion deiner Themen zu sehen, verändert sich etwas. Du brauchst sie nicht mehr. Und dann – erst dann – kannst du sie wirklich gehen lassen.

Und weißt du, was dann passiert?

Du brauchst keine Ausreden mehr. Nein ist ein ganzer Satz. Grenzen brauchen keine Erklärung. Und andere werden das nicht in Frage stellen, weil deine Klarheit keinen Raum mehr lässt.

Der Seelenweg ist nicht sanft

Ich sage das mit aller Liebe: Der Seelenweg ist nicht sanft.

Und all diese Angebote, die dir versprechen, dich sanft zu begleiten, sanft aufzuwecken, das ist eine neue Abhängigkeit. Eine andere Verpackung, aber dieselbe Struktur.

Echte innere Freiheit entsteht nicht im geschützten Rahmen eines Kurses. Sie entsteht, wenn du bereit bist, wirklich hinzuschauen. Wenn du bereit bist, in diesem Vakuum zu sitzen. Wenn du aufhörst, auf Rettung zu warten.

Das kann erschrecken, wenn du es nicht weißt. Aber wenn du es weißt, wenn du erkennst, dass das Teil des Weges ist, dann kannst du es annehmen. Und darin ist so viel Kraft.

Für dich heute

Ich lade dich ein, heute mal ehrlich hinzuschauen:

  • Was möchtest du loslassen?
  • Wofür brauchst du es noch – ganz ehrlich?
  • Bist du bereit, die Konsequenz zu tragen?

Nicht als Aufgabe. Nicht mit Zeitplan. Sondern als Einladung.

Du weißt, wann du bereit bist. Dein Inneres weiß es immer.

Soul to soul. Carola


Wenn du gerade spürst, dass da was ist und gleichzeitig nicht weißt, ob du schon bereit bist:

Du musst nicht bereit sein.

Du musst nur schreiben.

Ein Satz reicht. Was gerade drückt, zieht, nicht loslässt. Mehr brauche ich nicht.

Die Energie fließt in jedem Kontakt. Nicht weil ich sie steuere, sondern weil sie schon auf dem Weg zu dir ist.

Und ja, wir werden vielleicht weinen. Herzlich gerne. Denn das ist keine Schwäche. Das ist Reinigung.

Schreib mir · oder ruf an: 0160 281 28 83

Hier findest du das Video zum Blog

Was es mich gekostet hat nicht zu fühlen und was ich dafür bekommen habe

Was es mich gekostet hat nicht zu fühlen und was ich dafür bekommen habe

Ich habe jahrelang nicht gespürt was Liebe ist. Nicht weil sie nicht da war. Sondern weil ich den Weg dahin nicht gehen konnte. Bis ich es durfte.

Es gibt einen Moment den ich nie vergessen werde.

Ich war ein Kind. Vor mir eine Pferdebox. Darin ein Pferd das niemanden mehr an sich ließ. Gefährlich, sagten die Erwachsenen. Nicht anfassen. Nicht rein. Abstand halten.

Ich hielt keinen Abstand.

Ich stand einfach da. Stunde um Stunde. Nicht weil ich mutig war. Sondern weil ich seine Einsamkeit spürte. Seine Trauer. Diese Hoffnungslosigkeit niemals wieder Freude finden zu können.

Ich kannte das Gefühl.

Körnchen

Irgendwann streckte er mir seinen Kopf entgegen.

Ich fragte ihn innerlich ob etwas davon stimmte was man über ihn erzählte.

Er sagte: „Manches schon.“

Er war so traurig. Und ich weinte mit ihm.

Ohne es zu merken hatte ich mich an ihn geschmiegt. Er drückte sanft seine Nase an meinen Körper. Als ich es bemerkte fragte ich ihn ob ich zu ihm in die Box kommen dürfte.

„So gerne.“

Wir saßen nur da. Stirn an Stirn. Meine Hände an seinem Hals. Ich erinnere mich noch genau wie seine Haut zitterte und sein Puls schlug.

Niemand außer den Tieren hat damals gesehen wer ich war.

Was es mich gekostet hat

Ich habe diesen Moment jahrzehntelang in mir getragen. Aber ich konnte ihn nicht fühlen. Nicht wirklich. Das Fühlen war irgendwann einfach weggegangen, nicht weil ich es wollte, sondern weil es das Einzige war was funktioniert hat um zu überleben.

Depression ist nicht Schwäche. Depression ist oft die einzige Antwort eines Systems das zu viel gespürt hat ohne jemanden der es hält.

Das hat mich mein ganzes Leben gekostet. Nicht der Schmerz. Sondern das Nicht-Fühlen.

Ich habe alles versucht. Klopfen. Affirmieren. Seminare. Glaubenssätze lösen. Und immer wieder das gleiche, kurz was. Dann wieder nichts.

Weil ich nicht an den Ort ran kam wo das alles wirklich lag.

Warum du zugemacht hast

Irgendwann hat jemand gesagt: Stell dich nicht so an.

Oder: Sei nicht so empfindlich. Nimm nicht alles so persönlich. Reiß dich zusammen.

Und du hast das geglaubt. Nicht weil es stimmte. Sondern weil du keine andere Wahl hattest. Weil dicht machen das Einzige war was funktioniert hat wenn niemand da war der dich hält.

Ich weiß wie sich das anfühlt.

Und dann kam noch was obendrauf. Dieser ganze Hype mit Energievampiren. Schutz aufbauen. Grenzen setzen gegen alles was dir Energie zieht. Als wäre das Fühlen selbst das Problem.

Dabei war das Fühlen nie das Problem.

Es war deine Superkraft. Nur hat dir das nie jemand gesagt. Niemand hat dir gezeigt wie du damit lebst ohne daran kaputtzugehen. Also hast du sie weggesperrt. Irgendwann wusstest du gar nicht mehr wo der Schlüssel ist.

Und weißt du was das Traurige daran ist?

Mit der Superkraft hast du alles andere auch weggesperrt. Die Freude. Die Leichtigkeit. Die Liebe.

Die war die ganze Zeit da. Auf der anderen Seite.

Was auf der anderen Seite wartet

Meine Emotionen habe ich befreit und durfte noch einmal zurück zu Körnchen.

Nicht wirklich. Aber auf eine Art die echter war als alles was ich mit Techniken je erreicht habe.

Ich spürte was ich damals hätte fühlen können wenn ich es damals schon gedurft hätte. Diese Stirn an meiner. Dieser Puls. Diese Stille zwischen zwei einsamen Seelen die sich gefunden haben.

Und was kam war nicht Schmerz.

Es war Liebe.

Pure Liebe. Voll. Ganz. Ohne Bedingung.

Das ist es was hinter allem gewartet hat. Nicht als Belohnung. Sondern weil es die ganze Zeit da war. Auf der anderen Seite vom Schmerz.

Was das wirklich bedeutet

Heilung ist nicht linear. Sie ist kein Programm. Kein fünf-Schritte-Plan.

Sie ist der Moment wo du aufhörst die Wellen festhalten zu wollen. Wo du aufhörst zu fragen ob das jetzt richtig oder falsch ist. Wo du einfach da bist. Mit dem was kommt.

Und dann – irgendwann – kommt der Seelenstein.

Der letzte. Der tiefste. Der der wartet bis du bereit bist ihn anzunehmen.

Bei mir war es Liebe. Die ich nicht kannte. Die ich nie gespürt hatte. Die mich mein ganzes Leben lang gesucht hat während ich dachte ich suche sie.

Körnchen wusste es damals schon.

Das ist es was dich erwartet.

Auf der anderen Seite vom Schmerz.


Wenn du spürst dass da mehr ist und du nicht mehr weißt wie du rankommst:

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