Bewusst entscheiden – auch wenn es sich nach „nicht meins“ anfühlt

Bewusst entscheiden – auch wenn es sich nach „nicht meins“ anfühlt

Es gibt einen Moment, wo du weißt: Das hier bin eigentlich nicht ich.

Und du machst es trotzdem. Nicht weil du musst. Sondern weil du dich dafür entschieden hast.

Genau da fängt echte Freiheit an.

Die Gitarre, die ich nie gelernt habe zu spielen

Es gab Zeiten in meinem Leben, da hatte ich extreme Angst vor Sichtbarkeit. Das ist natürlich richtig blöd, wenn man selbstständig ist. Irgendwann wollte ich einfach meine Ketten sprengen und kaufte mir eine Gitarre. Spoiler: ich kann bis heute nicht spielen.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl — du stehst kurz davor, etwas zu tun, und weißt gleichzeitig, dass es nicht perfekt wird. Dass du dich blamieren könntest. Dass es sich irgendwie falsch anfühlt. Und trotzdem zieht dich was dahin.

Es hat so einen Spaß gemacht mich auszuprobieren — und was habe ich gemacht? Handykamera an und auf Facebook hochgeladen. Ich musste so lachen, wie bescheuert das war. Aber genau diese Leichtigkeit und der Mut haben mir so einen Schub gegeben, dass danach alles möglich war.

Falls du sehen willst, wie das wirklich aussah: → Hier bin ich. Unperfekt. Echt.

Darum geht es heute. Nicht um Perfektion. Nicht um deine Natur. Sondern um das, was passiert, wenn du dich bewusst dafür entscheidest, etwas zu tun — auch wenn es sich nach „eigentlich nicht meins“ anfühlt.

Komfortzone oder Selbstvertrauen — was wächst da wirklich?

Wenn wir immer nur das tun, was wir besonders gut können, pushen wir unseren Selbstwert künstlich. Wir nisten uns tiefer in der Komfortzone ein. Echtes Selbstvertrauen entsteht nicht dort. Es entsteht, wenn du dich ausprobierst. Nicht weil du es irgendwann perfekt kannst — sondern weil du es tust.

Zwei Arten von Müde — kennst du den Unterschied?

Kennst du dieses Müde, wo du weißt, du hast was getan? Das ist ein anderes Müde als das, wo du einfach funktioniert hast. Wenn du funktionierst — vielleicht sogar aus einer Not heraus — kommt diese erschöpfte Dauermüdigkeit, nachts nicht schlafen können, Frustration. Wenn du dich aber bewusst auf etwas einlässt, das dich herausfordert, bist du danach auch müde. Aber du kannst schlafen. Du fühlst dich erholt. Du hast nicht gekämpft. Du hast entschieden.

Wenn du spürst, dass da noch was dahinter steckt, warum du nicht sagst was du wirklich fühlst: → Warum du nicht sagst, was du wirklich spürst

Was passiert, wenn du aufhörst zu bewerten

Letztendlich geht es immer darum, ob du noch bewertest. Wenn du anfängst neutral hinzusehen — nicht gleichgültig, sondern im Frieden — ist das, was du gegen deine eigentliche Natur tust, kein Drama mehr. Ich z.B. brauche die Extreme. In meiner Welt ist alles still und friedlich. Aber in der anderen Welt kann ich genau so sein wie ich bin, obwohl ich ein komplett anderes Umfeld habe. Keine Masken mehr. Das war ein langer Weg — ich habe ihn nicht immer genossen, dafür jetzt umso mehr.

Sensibel sein ist keine Entschuldigung

Du weißt vielleicht, dass du sensibler bist als andere. Und vielleicht wirst du dafür gehänselt. Aber weißt du, dass es deine Superkraft ist, wenn du gelernt hast sie anzuwenden? Ich habe auch eine Zeitlang entschieden, lieber nichts mehr zu fühlen als so viel. Ich war überfordert und hatte niemanden zum Austauschen. Was hat es mir gebracht? Schmerzen. Körperlich und seelisch. Die Depression. Erst als ich mich zu 100% darauf eingelassen habe, mich selbst kennenzulernen und diese Fähigkeit anzunehmen — konnte auch die Depression gehen.

Das Cape schützt dich nicht. Es hält dich nur da, wo du gerade bist. → Hochsensibel? Das goldene Cape macht dich nicht stark

Das ist meine Geschichte. Meine Entscheidungen, mein Weg, meine Erfahrungen — nichts davon ist eine Anleitung und schon gar kein Versprechen. Wenn du gerade mittendrin bist und professionelle Unterstützung brauchst, hol sie dir. Beides schließt sich nicht aus.

Innere Freiheit gehört dir — nicht deiner Komfortzone

Was du eigentlich suchst, bist du selbst. Dafür ist es nötig, alle deine Teile zu akzeptieren. Du triffst die Entscheidungen, wie sich was in dir entwickelt — und so kommst du zu deiner eigenen Wahrheit, die keine Konditionierungen mehr enthält. Niemand kann dir sagen, was deine Wahrheit ist. Die ist individuell. Du wirst sie spüren.

Innere Freiheit ist das, wo niemand dich beeinflusst, wenn du es nicht willst. Der Moment, wo du dich immer für dich entscheidest. Dein Leben gehört dir. Nur du kannst den Weg für dich wählen.

Und falls du merkst, dass du noch nicht weißt, wer du ohne deine Geschichten bist: → Du bist nicht für Spezialisten gemacht

Erinnere dich – du hast es schon immer gewusst

Erinnere dich – du hast es schon immer gewusst

Warum ist das, was du so lange gesucht hast, so verdammt nah und trotzdem unsichtbar?

Warum kannst du Schwächen annehmen, aber nicht deine Stärken?

Und was, wenn du gar nichts entdecken musst, weil du es schon bist?

Kürbisse auf den Augen

„Das kann nicht sein. Das ist so einfach.“ — Ja, ist es.

Was, wenn das, was du so lange gesucht hast, einfach dein Normal war und du es deshalb nie gesehen hast?

Alles, was ich damals mit meinen Engeln auf Pfötchen lernen wollte, vor allem die Tierkommunikation, die ich traditionell immer noch nicht kann, und alles, was mit Energiearbeit zu tun hatte, kam mir immer so umständlich vor.

Nicht, weil ich es besser konnte, sondern weil es mein Normal war. Ich wusste es nur noch nicht.

Unsere ureigenen Talente zu entdecken und anzuerkennen ist eine unserer schwersten Aufgaben, weil wir dafür blinde Flecken haben.

Statt Tomaten haben wir ganze Kürbisse auf den Augen und sehen das Offensichtliche nicht.

Erinnere dich, wer du wirklich bist
Verborgene Talente – du kannst es schon, du weißt es nur nicht
Blinde Flecke – Gedanken die nicht deine sind

Stärken zeigen und dafür vorgeführt werden sollen

Und dann ist da noch diese andere Seite — die Stärken, die wir nie zeigen durften.

Ich glaube, wir werden so erzogen. Wir machen uns selbst lieber klein als selbstbewusst zu dem zu stehen, was wir gut können.

Wenn wir rumlaufen und unsere Talente stolz präsentieren würden, kämen doch gleich Sprüche wie „eingebildet, arrogant, abgehoben…“ und viele mehr.

Oder wir werden in Situationen gebracht, wo wir dann vorgeführt werden sollen, wie dressierte Affen. Das ist extrem anstrengend.

Ich erinnere, dass ich vor vielen Jahren mal einen Beitrag gesehen habe, wo eine Tierkommunikatorin eingeladen wurde und dann spontan und ohne vorherige Absprachen ein Tiergespräch „vorführen“ sollte.

Sie hat es abgelehnt, weil es nicht angemessen war. Weder die Situation hat gestimmt, noch das Umfeld. Sie wurde daraufhin als Scharlatanin abgestempelt und die Interviewer hatten wieder mal Recht behalten, dass das ganze Spiri Gedöns nur Humbug ist.

Dabei hat sie das einzig richtige gewählt. Sie hat sich nicht überfordert in der Situation und auch das Tier nicht missbraucht. So eine tiefe Arbeit braucht einen intimen Raum und nicht die große Halle, es sei denn man hat sich für die Bühne und Show entschieden. Aber ob das dann alles auch echt ist… darf jeder selbst fühlen.

Warum du einer Karte mehr vertraust als einem Gefühl

Energiearbeit glauben, wenn man sie nicht anfassen kann, das ist für viele der erste Stolperstein. Und irgendwie verständlich.

Wir Menschen sind so gestrickt, dass wir anderen mehr vertrauen, wenn sie etwas Greifbares anbieten. Etwas, das man anfassen und sehen kann. Das gibt uns eine vermeintliche Sicherheit. Wir glauben nur das, was wir sehen und ehrlich, Energiearbeit ist immer noch nicht greifbar für viele.

So oft habe ich mit Menschen gearbeitet, die nicht an sowas geglaubt haben und hinterher mehr als überrascht waren, was es an die Oberfläche geholt hat. Nach einer Weile schienen sie es aber wieder vergessen zu haben und ihren Erfolg auf etwas geschoben, das sie dann doch auf Rezept bekamen.

Früher hat mich das sehr getroffen, weil ich die Veränderung sofort gesehen habe und ihr Feedback hat es ja auch bestätigt. Ich habe mich immer wieder gefragt, warum das so ist und warum Menschen sich dann doch wieder umentscheiden und die herkömmlichen Wege einschlagen.

Viele haben sich schlicht nicht getraut darüber zu sprechen. Wenn sie auf ihre Veränderung angesprochen wurden, wussten sie nicht, was sie antworten sollten. Also haben sie wieder etwas mit einem Etikett aus der Schublade genommen und konnten dem Ganzen einen Namen geben.

You name it – warum Energiearbeit keinen Namen braucht

Kannst du es annehmen, wenn jemand sagt: du kannst das?

Ja, denn warum sollte ich es anzweifeln. Zum einen steht mir das gar nicht zu, zum anderen ist es nicht meine Aufgabe zu urteilen. ABER, die Frage ist auf welcher Ebene. Es gibt so viele Stufen und die meisten bleiben an der Oberfläche und glauben alles schon zu wissen. Und ja, das ging mir damals nicht anders. Aber meist ist das noch auf der 3D Ebene.

3D, 4D, 5D – persönliche Entwicklung verstehen

Weil ich mich so entschieden habe

Irgendwann kommt die Frage: Wann hörst du auf zu suchen?

Ich wurde ständig gefragt, wie ich es geschafft habe und hatte lange keine Antwort. Ich erwartete etwas Spektakuläres. Dabei war es so einfach: Ich habe mich so entschieden. Nicht weil ich plötzlich alles wusste. Sondern weil ich aufgehört habe, das, was ich schon war, nicht zu glauben.

Du weißt es schon. Du hast dich nur noch nicht getraut, es wirklich anzunehmen.

Wie ich es geschafft habe — gar nicht, ich habe mich entschieden

Der heilige Gral ist eine Erinnerung

Was, wenn du gar nichts entdecken musst, weil du es schon bist?

Letztendlich ist es eine Erinnerung an deine eigene Wahrheit, deine Version, die du im Grunde schon immer warst. Nicht die, zu der du gemacht wurdest.

Erinnere dich – wenn der Seelenweg dich nicht loslässt

Wenn du spürst, dass da etwas in dir antwortet, dann weißt du es schon.

Impulsgespräch anfragen

Loslassen oder Annehmen und warum das nicht dasselbe ist

Loslassen oder Annehmen und warum das nicht dasselbe ist

Du hast es versucht. Mehr als einmal. Und trotzdem bist du hier.

Das ist kein Zufall.

Vielleicht weil Loslassen nie wirklich dein Thema war.

Du bist schon einen weiten Weg gegangen. Hast immer wieder versucht, den Themen deiner Vergangenheit zu entkommen. Und warst vielleicht enttäuscht, dass es bei dir scheinbar nicht klappt wie bei anderen.

Heute habe ich etwas gelesen, das mich nicht losgelassen hat. Nicht weil es alte Wunden aufgerissen hat — die sind geheilt. Aber ich habe mich erinnert.

Es ging um Loslassen. Und darum, dass viele Menschen dabei vergessen was war — und dadurch in die Falle tappen, denselben Fehler wieder zu machen.

Ich sehe was gemeint ist. Aber für mich bedeutet Loslassen oder Annehmen etwas grundlegend anderes.

Loslassen oder Annehmen — das ist nicht dasselbe

Für mich bedeutet Loslassen, dass es keine Macht mehr über mich hat. Wenn es das nicht mehr hat, wird es seltener in meiner Erinnerung sein. Und dann verschwindet es.

Solange du aber versuchst loszulassen, willst du kontrollieren. Und Kontrolle gibt dem, was du loswerden willst, nur mehr Futter.

Was ich dir stattdessen empfehle: Annehmen. Wenn du es annehmen kannst — nicht gut finden, nicht feiern, einfach annehmen — dann hat es keine Macht mehr über dich. Deine Gedanken werden wieder frei. Für schöneres.

Wenn dich das Thema Vermeidung interessiert — ich habe hier bereits darüber geschrieben, was wirklich passiert wenn wir glauben wir lassen los 

Der Morgen, an dem ich es verstanden habe

Ich war mal bei einem Morgenspaziergang mit Rosi. Dichter Nebel, man konnte kaum drei Meter sehen. Irgendwo dahinter wollte die Sonne durch, aber noch nicht.

Die ganze Zeit dieser eine Glaubenssatz. Er ließ mich nicht los. Alles was er mir angetan hatte, was er aus mir gemacht hatte. Es tat weh. Auch körperlich. Ich heulte.

Aber es gab kein Zurück. Weil jetzt der richtige Moment war.

Ich kam an einem Bachlauf an. Fließendes Wasser. In solchen Momenten immer eine Unterstützung.

Und als ich bereit war — kam die Sonne durch.

Klingt kitschig. War aber so.

Danach konnte ich es nicht mal mehr benennen, was losgelassen hatte. Es hatte keinen Namen mehr. Keine Energie mehr. Es war einfach weg.

Es ENTwickelt sich, was irgendwann mal VERwickelt wurde

Nicht nach Zeitplan. Nicht auf Kommando. Ist es nicht so, dass wir versuchen alles zu kontrollieren? Sogar die Ergebnisse? Aber so funktioniert Energiearbeit nicht. Du bekommst das, wofür du jetzt bereit bist.

Bei mir war es immer so, dass ich vorher nicht weiß, was passieren wird. Ich kann ja immer nur nachträglich Rückschlüsse ziehen. Es ist ja auch nicht so, dass ich mich hinsetze und sage: so, jetzt machen wir mal den Glaubenssatz weg.

Es ist ein Prozess. Der entwickelt sich einfach, wenn du bereit bist anzunehmen, was gerade da ist.

Du bist ein Fühlwesen

Weißt du was mich wirklich auf den Keks geht?

Dieses ganze Coaching und Spiri Bubble Gequatsche. Jeder macht es in 5 Schritten und verrät Geheimnisse, die nur die engsten 2000 Menschen kennen.

Du bist ein Fühlwesen. Du weißt das doch schon längst aber warum zweifelst du noch an dir? Das hast du gar nicht nötig. Also fang an dich in das zu fühlen, was gesagt wird.

Was klingt für dich echt? Fühlst du, wenn jemand die Erfahrung gemacht hat — oder wenn er dir was verkaufen will und sein Wissen auch nur erworben ist?

Weißt du, nur weil es im Buch steht muss es nicht stimmen. Nur weil es jemand anders so erlebt hat, muss es für dich nicht genauso sein. Du bist ein Individuum. Erinnerst du dich noch daran? Was ist deine Wahrheit? Atme, schließ deine Augen. Atme, was fühlst du?

Und wenn du magst — hier findest du weitere blinde Flecke, die du vielleicht noch nicht gesehen hast.

Ich weiß, dass du nicht mehr suchst. Dennoch hat dich etwas hierher geführt.

Nein, ich sage dir nicht wie du funktionierst und auch nicht wie es sich für dich anfühlen wird. Aber ich kann dir sagen, was ich spüre und wie ich dich ohne deine Geschichten wahrnehme.

Dich dabei zu unterstützen, dass du dich an deine eigene Wahrheit erinnerst — das ist meine Seelenaufgabe.

Schreib mir — ich freue mich auf dich.

Carola Baum Aufgeben ist keine Option

Lies hier gerne weiter und hinterlass gerne einen Kommentar. Vielen Dank für dein Interesse.

Ungeduld auf dem Seelenweg – Warum dein Prozess kein Treibhaus ist

Ungeduld auf dem Seelenweg – Warum dein Prozess kein Treibhaus ist

Dein Seelenweg ist kein Treibhaus. Aber die Bubble verkauft ihn gerne so.

Was wirklich wächst und warum Ungeduld dein größter Feind ist.

Stell dir vor, dein Jahr würde wie ein Garten funktionieren. Es gibt Phasen, wo du etwas sähst, es gibt Phasen des Wachstums, Phasen der Stille und des Ausruhens und des Vorbereitens. Je nachdem, was du für dich erschaffen willst.

Was dabei ganz wichtig ist: den natürlichen Zyklus zu berücksichtigen.

Die Bubble und der Treibhauseffekt

Die Coaching-Bubble nutzt oft einen Treibhauseffekt. Alles muss schnell gehen, wird manipuliert und du wunderst dich vielleicht, warum es sich nicht rund anfühlt. Das liegt daran, dass etwas auf der Strecke bleibt.

Erinnere dich an den Geschmack frisch geernteter Erdbeeren aus dem Garten. Oder frischgezapfter Tomaten vom Strauch. Ich hatte mal einen Garten — und kann dir sagen, die Jahre danach konnte ich kein Obst und Gemüse aus dem Supermarkt essen.

Das ist auch in deinen Prozessen so. Jede Phase braucht gewisse Zutaten, besondere Pflege und die Zeit, die sie braucht um zu reifen.

Die Tücken der Ungeduld zeigen sich übrigens nicht nur auf dem Seelenweg — sie beeinflussen deinen ganzen Alltag.

Wie das mit der Selbsttäuschung zusammenhängt, die dabei entsteht — das habe ich hier beschrieben.

50 Pflänzchen in einem Schuhkarton

Ich erinnere mich, als ich kleine Pflänzchen gekauft hatte für eine Blumeninsel, die in bestimmter Reihenfolge angelegt ein wunderschönes Bild ergeben sollten. Ich bestellte also für — keine Ahnung wieviel Quadratmeter — und bereitete das Feld entsprechend vor.

Dann kamen sie. Ein Karton, noch einer, hä? noch einer… Gefühlt nahm das kein Ende und letztendlich waren ca. 50 Pflänzchen in einem Schuhkarton. Was war ich enttäuscht.

Also Pflänzchen ab in den Rucksack, aufs Fahrrad geschwungen und ab in den Garten. Ich saß fast täglich davor und versuchte zu beobachten, wie sie sich entwickelten. Das ging mir natürlich zu langsam — und ich dachte, vielleicht ist es der falsche Platz. Also mussten die ersten bereits nach ein paar Tagen umziehen.

Du kennst den Spruch: „Nur die Harten kommen in den Garten.“ Er geht noch weiter: „und die ganz Harten überleben bei Carola.“

Viele Köche verderben den Brei

So ist das auch bei dir, wenn du mit diversen unterschiedlichen Methoden, Techniken und Tools arbeitest. Woher willst du wissen, was nun wirklich geholfen hat? War es der letzte Workshop — oder ist der einfach auf den vorbereiteten Boden getroffen, sodass er jetzt wachsen kann?

Oder machst du so viel unterschiedliche Dinge, die sich gegenseitig negativ beeinflussen? Viele Köche verderben den Brei. Auch den Spruch kennst du.

Und falls du dich fragst, ob Spezialisten da wirklich weiterhelfen — das habe ich hier mal genauer angeschaut.

Warum manche Dinge auch nach dem Workshop nicht loslassen — das erkläre ich hier.

Ungeduld aushalten — das Schwerste überhaupt

Wie leicht fällt es dir, dir die Zeit zu geben, die du gerade benötigst?

Wenn du auf dein Leben zurückblickst, wirst du erkennen, wann du festgesteckt hast. Und jetzt bist du hier und fragst dich vielleicht, warum du die eine oder andere Lektion wiederholen musstest. Vielleicht lag es gar nicht daran, dass du noch etwas lernen solltest — sondern einfach daran, dass du zu schnell sein wolltest.

Weißt du eigentlich wie schön es ist, die einzelnen Prozesse und Phasen bewusst zu erleben? Viele erlauben sich gar nicht hinzusehen — sich dafür wertzuschätzen, was sie da eigentlich gemeistert haben. Auch das gehört unbedingt zum Bewusstseinsprozess dazu.

Vielleicht gibt es diese Momente, wo du von einer MasterClass zur nächsten gehst oder ein Seminar nach dem anderen abarbeitest. Du bist so beschäftigt, dass du gar nicht mitbekommen kannst, ob da jetzt was passiert oder nicht.

Ist es nicht so, dass dir von außen sogar noch zusätzlich Druck gemacht wird? Vielleicht fühlst du dich noch nicht gut genug, nicht weit genug — und weißt du was? Das ist der größte Killer überhaupt.

Du bist soweit, wie du halt bist. Punkt.

Was würde passieren, wenn du einfach sagst: „Stopp. Ich will das nicht mehr.“

Ich sag es dir: Es kehrt Ruhe ein. Tiefe Ruhe. Und dann entscheidest du, was du wirklich willst — weil du anfängst, dich und deine Bedürfnisse zu spüren.

Was Ungeduld mit deinem Körper macht — und warum er oft der erste ist, der Stopp sagt — das habe ich hier beschrieben.

Wie das mit einer echten Entscheidung zusammenhängt — das habe ich hier geschrieben.

Die Phasen — wie sie sich bei mir gezeigt haben

Ich weiß, wie es sich anfühlt. Wie Stillstand. Oder sogar wie Rückschritte. Der Zwang weiterzumachen wird fast unerträglich. Beim Sport würdest du es den inneren Schweinehund nennen, der dich zum Stillstand zwingt und dir beim nächsten Einkauf eine Tüte Chips in den Einkaufswagen schmeißt. Ohne dass du es mitbekommst.

Der Drang sportlich zu werden war bei mir nie so groß, dass ich mich dagegen hätte wehren müssen. In meinen persönlichen Prozessen musste ich mich zur Ruhe anfangs zwingen. Dann habe ich erkannt, dass diese Phasen wichtig sind.

Diese Phasen haben sich bei mir so gezeigt:

— suchen, ausprobieren, verändern — transformieren — verkörpern — synchronisieren — reanimieren — integrieren

Besonders das Verkörpern — Ungeduld, Wurzeln und die Kunst wirklich zu verkörpern — ist eine eigene Geschichte wert.

Deine eigene Wahrheit — sie wartet nicht auf den nächsten Workshop

Vielleicht weißt du gar nicht, warum du dich eigentlich so hetzen lässt. Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt, an dem du entscheidest, dich auf deine eigene Wahrheit einzulassen.

Denn ist es nicht so, dass du einfach noch nicht weißt, wer du wirklich bist? Deine eigene Wahrheit zu entdecken gibt dir das, was du vielleicht auch suchst: Freiheit. Und die ist in dir — wenn du dich entdeckst. Nicht wenn du andere danach fragst, wer du bist.

Mach die Augen auf — nicht für die Welt da draußen. Für dich.

Wenn du spürst, dass du bereit bist, deinen eigenen Weg zu navigieren — ohne den nächsten Workshop, ohne fremde Landkarten — dann schau dir den Seelenkompass an. Der zeigt dir, wo du wirklich stehst.

Und wenn du lieber erst im Gespräch spürst, was jetzt dran ist — dann ist ein Impulsgespräch der richtige nächste Schritt.

Wie sind deine Erfahrungen? Schreib es gerne in die Kommentare.

💌 Soul to Soul — Carola

Selbsttäuschung – Eine Anleitung in vier Schritten

Selbsttäuschung – Eine Anleitung in vier Schritten

Selbsttäuschung ist kein Fehler. Sie ist ein Angebot. Und die meisten nehmen es gerne an.

Hier kommt die Anleitung — damit du garantiert auf dem neuesten Stand bleibst.

Du willst das wirklich wissen? Gut. Dann machen wir das richtig.

Du scrollst täglich an Bildern vorbei, die nicht echt sind. Du liest Versprechen, die sich gut anfühlen aber nichts verändern. Und irgendwo weißt du das. Trotzdem machst du weiter. Ich auch — ich habe mir KI-Bilder erstellen lassen und „Wie lange lässt du dich noch verarschen?“ drübergeschrieben. Die Kommentare waren begeistert. Über die Bilder.

Willkommen in der Selbsttäuschung.

Schritt 1: Schau nur hin. Lies nie.

Neulich habe ich ein Experiment gemacht. Ich habe mir KI-Bilder erstellen lassen — schlank, perfekt ausgeleuchtet, toller Blazer. Und fett drübergeschrieben: Wie lange lässt du dich noch verarschen?

Die Kommentare? Wunderschön. Strahlend. Toll siehst du aus.

Niemand hat den Text gelesen.

Ich habe in den Kommentaren geschrieben, dass das nicht echt ist. Dass ich nicht mal in jungen Jahren so aussah. Es hat nichts geändert. Die Bilder wurden trotzdem verteidigt. Weil sie so schön sind.

Das ist nicht mehr Selbsttäuschung. Das ist eine Entscheidung.

Und wenn du wissen willst, wie sich das anfühlt wenn man aufhört, sich selbst zu belügen — das habe ich hier geschrieben.

Selbsttäuschung funktioniert am besten, wenn man gar nicht erst nachschaut. Das spart Zeit und unbequeme Fragen.

Authentisch oder Fake
Dein Hund als Wegweiser und Spiegel deiner Seele

Schritt 2: Mal alles an.

Jemand findet einen Kieselstein. Schön, glatt, echt. Aber reicht ja nicht. Also Farbe drauf, ein bisschen Glitzer — und schwups, sieht aus wie ein Edelstein.

Alle sind begeistert.

Der Kieselstein ist verwirrt.

Du kannst das auch mit dir machen. Filter, Formeln, Masterclasses. Pssst — streng geheim, nur 1.000 andere wissen das auch. Das Gefängnis sieht danach viel hübscher aus. Verändert hat sich innen nichts, aber es glitzert.

Ich habe das selbst ausprobiert — und in diesem Blog geschrieben, warum es sich trotzdem falsch angefühlt hat.

Schritt 3: Bleib beschäftigt. Immer.

Mit 30 oder 40: Kinder. Job. Keine Zeit. Vielleicht später.

Mit 50: Yoga. Klangschalen. Trommeln. Ich mache so viel für mich. Ja. Stimmt. Nur nicht tief.

Mit 60: Lohnt sich das noch? Und wenn ich mich verändere und mein Mann macht nicht mit?

Mit 70 oder 80 sitzt du dann da. Alleine vielleicht. Und weißt nicht, wer du bist. Weil du dein Leben lang für alle anderen da warst.

Aber du warst schön beschäftigt. Das zählt.

Was dabei wirklich passiert, habe ich in diesem Video erzählt. Schau rein, wenn du magst.

Und falls du gerade merkst, dass du Veränderung willst aber immer wieder Ausreden findest — dann lies das hier.

Schritt 4: Wähle immer das Glitzernde.

Das Echte ist oft unspektakulär. Verwuschelte Haare. Hundeschnauze im Gesicht. Lachen das weh tut und trotzdem rauskommt.

Das Glitzernde verspricht mehr. Fühlt sich besser an. Und solange du das Glitzernde wählst, musst du nie wirklich hinschauen. Nie wirklich fühlen. Nie wirklich du sein.

Blinde Flecken halten dich genau da — im Komfortablen. Das ist keine Schwäche. Das ist menschlich.

Aber irgendwann reicht Glitzern nicht mehr.

Wenn du merkst, dass du aufgehört hast, dich selbst zu täuschen — oder gerade mittendrin bist — dann weißt du, warum du das hier liest.

Du wirst es nicht sehen. Aber du wirst es fühlen.

Vielleicht ist jetzt der Moment für ein Impulsgespräch. Oder du schaust erst noch mal, was Spezialisten übersehen.

Du entscheidest. Jeden Tag neu.

💌 Soul to Soul — Carola

Carola Baum Aufgeben ist keine Option