Warum fühlt sich das alles noch nicht richtig an?

Warum fühlt sich das alles noch nicht richtig an?

Du weißt mehr über dich als die meisten Menschen in deinem Umfeld. Und trotzdem fühlt es sich noch nicht richtig an. Weil Wissen nicht dasselbe ist wie Erinnern.

Über Schubladen, Seelenweg und das was niemand dir sagt.

Du hast alles gemacht. Die Charts, die Profile, die Retreats. Vielleicht sogar Schattenarbeit — ein bisschen zumindest. Du weißt inzwischen mehr über dich als die meisten Menschen in deinem Umfeld über sich selbst.

Und trotzdem.

Irgendwas stimmt nicht. Und du kannst es niemandem erklären, weil von außen alles gut aussieht.

→ Du wusstest es schon immer. Warum konntest du noch nicht danach leben?

Die Schublade, die nie deine war

Ich glaube, das große Problem an der Bubble ist, dass man versucht neue Schubladen zu bauen.

Ich erinnere mich noch an die Zeit, als ich darin gefangen war. Ich sollte mich positionieren. Mal spitz, mal breit und mich auf ein Thema fokussieren. Das hat mich so überfordert, weil ich das einfach nicht war. Ich wollte nichts von meinem Bauchladen aufgeben und was andere gesagt haben fühlte sich für mich so falsch an.

Dennoch habe ich den Fehler bei mir gesucht.

Und bei dir ist es gerade genauso

Du hast auch das Gefühl, dass es bei allen anderen wuppt und nur du kommst einfach nicht weiter.

Und weißt du was — ich gratuliere dir dazu.

Denn das bedeutet, dass dir deine eigene Identität und deine tiefe Wahrheit wichtiger ist als das, was die anderen Lemminge von sich geben.

Dieses ganze Wissen, das du angesammelt hast, ist das Wissen, die Erfahrung anderer. Nicht deins.

Aber wenn du anfängst das fremde Wissen loszulassen und zu hinterfragen, ob das überhaupt zu dir und deiner Veranlagung passt — wirst du spüren, dass sich in dir etwas anfängt zu bewegen. Du wirst immer öfter wahrnehmen, dass dein Körper reagiert.

Ganz ehrlich — willst du überhaupt noch in Schubladen passen?

Ich glaube nicht.

Sie sind stickig, eng und überfüllt mit Dingen aus der Vergangenheit, die mit deiner Gegenwart doch gar nichts mehr zu tun haben. Und guck mal, was sich da noch alles tummelt. Alles, was du dir je versucht hast anzueignen — legt sich immer wieder über dich. Das drückt dich runter. Das macht es so schwer.

Easy peasy. Ja klar.

So zu leben, wie und wer du wirklich bist, ist ein Prozess.

Du kannst dich jeden Tag neu entscheiden, wie du dich fühlen möchtest — und dann offen sein für die Themen, die sich zeigen, weil sie bereit sind losgelassen zu werden.

Die Bubble sagt: „du musst dich nur dazu entscheiden und dann ist alles easy peasy.“

Ja klar. Damit lässt sich Geld verdienen.

Wer will schon Schattenarbeit freiwillig machen?

→ Schubladendenken überwinden: Warum Sinnsuche kein Luxus ist

Antwort: „ich habe mich dazu entschieden ;-)“

Und das war ein langer Ritt — und er hat sich gelohnt.

Meine ganze Timeline habe ich in meinen Blogbeiträgen und YouTube dokumentiert. So kannst du für dich auch forschen, was vielleicht bei dir ähnlich war oder sich ähnlich angefühlt hat.

Was wirklich passiert wenn du loslässt

Loslassen klingt immer einfach und harmlos.

Aber eigentlich ist es auch immer ein bisschen wie, wenn etwas stirbt. Etwas, das sowieso nie zu dir gehört hat.

Fühlt sich das immer gleich toll an?

Nicht immer. Denn wir sind ja Gewohnheitstierchen. Manchmal fühlt es sich ungewohnt an — aber nie wie Verlust. Nie wie ach herrje, wie kriege ich das jetzt wieder zurück.

Die meisten haben nur die Tapete gewechselt

Ich glaube, dass niemand sagt wie der Weg wirklich ist, weil die meisten ihn nicht gegangen sind.

Meine Erfahrung ist, dass viele davon sprechen — aber einfach nur die Räume renoviert haben. Neu dekoriert, neue Fototapete. Die tiefe innere Arbeit wurde nicht getan.

Es ist ok. Das darf jeder für sich entscheiden.

Ich habe nicht den Anspruch, dass meine Wahrheit für dich oder sonstwen auch passen muss. Deshalb sage ich dir auch nicht, was du tun sollst — sondern erinnere dich wer du wirklich bist.

Du selbst wirst es spüren, weil du dich in mir spiegelst.

Ich kann mir nichts schöneres vorstellen als mit dir diesen Moment zu erleben, wo du deine blinden Flecken durchlässig werden lässt und dich mit meinen Augen siehst.

→ Schubladen öffnen: über Verbindung, Beziehung und einen leisen Perspektivenwechsel

Und wenn du gerade denkst — genau das will ich —

dann ruf mich an. Oder schreib mir. Wir spazieren zusammen, trinken Kaffee oder telefonieren einfach.

Es wird gelacht. Versprochen.

Impulsgespräch

Carola Baum Aufgeben ist keine Option
Wann nimmst du dein inneres Kind endlich in den Arm?

Wann nimmst du dein inneres Kind endlich in den Arm?

Vielleicht erinnerst du dich an einen Film oder Song der dich tief berührt hat und du hast gar nicht verstanden warum. Das liegt nicht daran dass es fremd ist. Dein Körper erinnert sich.

Vielleicht erinnerst du dich an einen Film, einen Song oder etwas das dich tief berührt hat und wo du deine Tränen einfach nicht zurückhalten konntest. Du hast gar nicht verstanden was gerade passiert und warum dich dieser Moment so mitnimmt. Und obwohl es dich gerade noch ein bisschen mit Fragezeichen zurücklässt, kommt es dir dennoch vertraut vor.

So vertraut, dass du deinen Körper spürst während du schaust oder hörst. Vielleicht macht es dich unsicher — und das liegt nicht daran dass es fremd ist. Das liegt daran dass sich dein Körper erinnert. Du erinnerst dich an die Zeit als du diese Anteile noch in dir hattest, noch bevor du beschlossen hast dass es für dich sicherer ist mit dem Strom zu schwimmen und in der Masse unterzugehen.

Aber dafür bist du nicht hier. Nicht auf diesem Planeten. Deine Seele wird sich freuen dass du jetzt für dich einstehst und bereit bist.

Der Satz der mich umgehauen hat

Mir ist das neulich passiert — und zwar so unerwartet dass ich es einfach teilen musste.

Ich habe Rocketman geschaut — nicht zum ersten Mal — aber diesmal hat er mich anders getroffen.

Elton John sitzt seinem inneren Kind gegenüber. Und das Kind fragt ihn:

„Wann nimmst du mich denn endlich in den Arm?“

Ich saß da und die Tränen liefen einfach. Nicht weil es traurig war. Sondern weil ich diesen Satz kannte. Von innen.

Und ich weiß — du kennst ihn auch.

Du hast dich vielleicht zu lange geschämt dafür

Dafür dass du nicht dazugehört hast. Dass du zu viel gefühlt hast. Dass du einfach nicht die Erwartungen anderer erfüllt hast.

Auch ich habe es viel zu lange abgelehnt. Mich auch geschämt anders zu sein und in keine Schublade zu passen.

Heute bin ich dankbar dafür. Und ja, es war ein langer Weg von der Scham zur Dankbarkeit. Wir kommen aber nur dahin wenn wir bereit sind wirklich hinzuschauen. Alle Teile zu finden und anzunehmen die wir irgendwann weggesperrt haben.

Schäm dich nicht für deine Tränen

Vielleicht schämst du dich sogar noch für deine Tränen. Das erlebe ich in meiner Arbeit mit Soulis immer wieder. Sie entschuldigen sich dafür dass die Tränen kommen und laufen.

Bitte schäm dich nicht dafür. Denn das was gerade passiert ist Heilung. Ganz tief in dir ist etwas berührt worden und ist endlich bereit gesehen zu werden.

Tränen sind der Beweis dass du dir selbst wichtig genug bist dich anzuerkennen. Niemals ein Versagen oder Schwäche. Ich feiere dich dafür.

Vergebung — nicht nur für den anderen. Für dich.

Ich glaube dass Vergebung immer so runtergespielt wird als wäre es mit einer Formel getan. Aber das ist es nicht.

Vielleicht kennst du den Film „Die Hütte“ — da wird sehr ausführlich über Vergebung gesprochen. Das bedeutet nicht dass das was passiert ist okay war. Das bedeutet dass du es nicht mehr dein Leben bestimmen lässt.

Auch das ist ein Prozess der halt seine Zeit dauert. Erlaube dir selbst dein Leben zurückzuerobern.

Du musst deinem inneren Kind keine 30 Liebesbriefe schreiben

Ich liebe mein inneres Kind — aber auch alle anderen Versionen meines Selbst.

Es genügt wenn du dich an es erinnerst, es in den Arm nimmst und sagst:

„Hey Kleines. Ich hab dich so lieb. Du bist einfach wundervoll.“

Das ist die Art Heilung und Zuwendung die es braucht. Meine Mini-Me-Version hat ein paar Anläufe gebraucht bis sie mir vertraut hat — also sei nicht ungeduldig mit dir wenn die Kleine noch nicht in den Arm genommen werden will.


Wenn du spürst dass da gerade etwas in dir wartet — → hier bin ich

Und wenn du tiefer einsteigen möchtest: Rocketman – Wie tiefe Gefühle unsere Sicht auf das Leben verändern

Carola

Du wusstest es schon immer. Warum konntest du noch nicht danach leben?

Du wusstest es schon immer. Warum konntest du noch nicht danach leben?

Du hast es schon immer gewusst. Nur noch nicht gewusst, was du damit anfangen sollst. Das ist kein blinder Fleck. Das ist ein Reifeprozess. Und du bist mittendrin.

Kennst du das Gefühl, dass du etwas eigentlich schon längst weißt — aber noch nicht weißt was du damit anfangen sollst?

Dass da etwas in dir ist, das sich schon immer so angefühlt hat wie Wahrheit. Nur eben ohne Worte. Ohne Erklärung. Ohne Plan.

Und weil du es nicht erklären konntest, hast du angefangen zu suchen. Kurse. Bücher. Methoden. Menschen.

Und irgendwann — vielleicht sogar mitten in einem Workshop oder beim Lesen eines Textes — kam dieses leise Gefühl: Das kenne ich doch schon. Das ist ja langweilig.

Nicht weil du überheblich bist. Sondern weil du dich erinnerst.

Ich habe mich neulich fast selbst umgehauen

Ich bin über Aufzeichnungen von mir gestolpert. Sieben Jahre alt.

Und da stand es. Alles. Mein Weg. Meine Seelenmission. Glasklar.

Ich habe das gelesen und gedacht: Ich wusste es schon damals. Und trotzdem habe ich danach jahrelang so getan als würde ich suchen.

Nicht weil ich blind war. Sondern weil ich versucht habe, etwas zu erklären, das noch gar nicht stattgefunden hatte.

Das ist der Punkt, an dem wir uns selbst im Weg stehen. Nicht aus Dummheit. Sondern weil wir etwas in Schubladen pressen wollen, die einfach nicht unsere sind.

Wissen und Leben-Können sind zwei verschiedene Dinge

Das ist kein blinder Fleck. Das ist ein Reifeprozess.

Du kannst etwas tief in dir kennen — und trotzdem noch nicht frei genug sein, um danach zu leben. Das macht dich nicht inkonsistent. Das macht dich zu jemandem, der schon viel weiter ist als er denkt.

Selbst wenn du schon ein Bewusstsein für etwas hast — bedeutet das noch lange nicht, dass du es wahrnimmst, beschreiben kannst oder danach handeln kannst.

Das ist so normal wie es ungesehen ist.

Warum funktioniert bei dir nichts von dem was bei anderen klappt?

Vielleicht weißt du schon lange: die Standardsachen sind nicht für dich.

Die Kurse, die Methoden, die schönen 5-Schritte-Pläne — du hörst dir das an und denkst ja, okay und gleichzeitig spürst du: das trifft es nicht wirklich.

Nicht weil du schwierig bist. Sondern weil du auf einer anderen Schiene unterwegs bist.

Weil das was du weißt, nicht aus dem Kopf kommt. Weil deine Impulse keine Struktur brauchen um wahr zu sein. Weil du nicht lernst — du erinnerst dich.

Und das lässt sich nicht in ein Programm packen.

Du hast es vielleicht schon als Kind vergessen

Es war so selbstverständlich für dich, dass du gar nicht gemerkt hast, dass andere das nicht haben.

Vielleicht wurdest du komisch angeschaut. Vielleicht hast du irgendwann aufgehört darüber zu reden. Nicht weil es weg war — sondern weil du gelernt hast, dass Schweigen sicherer ist.

Und dann hast du angefangen, dich anzupassen. Den Perfektionismus anderer zu übernehmen. Dich in Schubladen zu pressen, die sich nie wirklich nach dir angefühlt haben.

Stell dir nur mal vor: Du müsstest nichts mehr erklären. Einfach machen. Einfach sein.

Wie würdest du dich fühlen?

Du bist nicht falsch. Du bist mittendrin.

Vielleicht stehst du gerade in dem Raum zwischen dem Alten und dem Neuen. Wo das Alte nicht mehr stimmt — aber das Neue noch keinen Namen hat.

Das ist unbequem. Und es ist genau der Raum, in dem die eigentliche Transformation passiert.

Wenn du wissen willst wo du gerade wirklich stehst — hier habe ich das genauer beschrieben: 3D, 4D, 5D

Und wenn du spürst, dass da in dir etwas ist das du nicht mehr kleinreden willst — schau dir zuerst das Video an, aus dem dieser Blog entstanden ist

Und dann vielleicht das: Warum du nicht sagst was du wirklich spürst — und was das mit deiner Superkraft zu tun hat

Wenn du spürst, dass es Zeit ist

Du musst nichts erklären. Du musst nichts perfekt machen. Du brauchst mir keine Geschichte schicken.

Ein Satz reicht. Was gerade drückt, zieht, oder einfach nicht loslässt.

Ich channele von Seele zu Seele. Nicht als Methode. Ich habe es schon immer getan.

Wenn du spürst, dass es Zeit ist — → hier findest du wie das aussehen kann

Carola

Hochsensibel? Das goldene Cape macht dich nicht stark, es hält dich klein.

Hochsensibel? Das goldene Cape macht dich nicht stark, es hält dich klein.

Ein gestrandeter Wal. Hunderte gut gemeinte Energien im Sekundentakt. Und viele, die das taten, schützen sich selbst täglich vor genau sowas. Den Widerspruch denken die wenigsten zu Ende. Und genau da fängt das Thema an.

Als der Wal in der Ostsee strandete, bauten Menschen Schreine. Schickten Zeichnungen. Kommunizierten täglich stundenlang mit ihm — damit er den Weg ins offene Meer findet.

Gut gemeint. Hunderte davon.

Ich hab mich gefragt, wie das für dieses hochsensible Tier sein muss. Tausende Energien im Sekundentakt, alle voll Mitgefühl.

Und viele, die das taten, schützen sich selbst täglich vor genau sowas.

Der Hype und was er hinterlassen hat

Ich erinnere mich noch gut, als plötzlich alle hochsensibel waren. Für jeden war was drin. Wer sich damit identifizieren wollte, hatte einen Rahmen. Wer Ausreden brauchte, hatte eine. Und wer Kunden langfristig binden wollte, hatte ein Geschäftsmodell.

Was dabei auf der Strecke geblieben ist: die Frage, was Feinfühligkeit eigentlich braucht, um sich zu entwickeln.

Das Gleiche passiert gerade in neuem Gewand. Menschen, die „aufwachen“, sollen sanft begleitet werden. Sanft aufgefangen. Schritt für Schritt eingeführt.

Ganz ehrlich: Schattenarbeit ist nicht sanft. Sich selbst wirklich zu begegnen braucht Mut. Und es passiert nicht in fünf Wochen, nicht im Programm — sondern dann, wenn du soweit bist.

Schutz oder Vermeidung — das ist nicht dasselbe

Es geht nicht darum, sich zu überfordern oder Grenzen permanent zu überschreiten.

Aber was ich beobachte — bei Menschen und genauso bei sensiblen Hunden — ist, dass aus Schutz irgendwann Vermeidung wird. Trigger werden nicht mehr wahrgenommen und eingeordnet, sie werden umgangen. Das fühlt sich nach Fürsorge an. Ist es aber nicht.

Wer sich abschottet, bekommt keine Reibung. Ohne Reibung keine Entwicklung. Die Feinfühligkeit bleibt eingepackt, untrainiert, abhängig von Hilfsmitteln.

Ich liebe Heilsteine. Ich weiß, was sie in extremen Phasen leisten können. Aber sie haben mir die Arbeit nicht abgenommen. Das wollten sie auch nicht.

Der Türkis

Nachdem ich wirklich große Schritte gemacht hatte, wollte ich testen, ob noch Reste meiner Themen da waren. Zwei Tage bin ich ungeschützt in die Situationen gegangen. Es war anstrengend.

Dann fiel mir mein Türkis in die Hand. Einen starken Stein. Den hab ich mir eingesteckt — nicht als Schutz, sondern als Unterstützung — und bin weiter durch die Prüfungen gegangen.

An dem Nachmittag, als ich durch war, ist der Stein zerbrochen.

Er hat mir geholfen zu bestehen. Aber die Arbeit hatte ich vorher gemacht.

Schutz oder Ausweichen — wie ist das bei dir?

Versuch dich mal selbst zu beobachten. Wie gehst du mit Triggern um? Traust du dich raus, ohne vorher diverse Schutzmaßnahmen zu praktizieren? Bist du mutig genug, es auch mal unbequem werden zu lassen?

Das ist wirklich ein mutiger Schritt, wenn wir uns selbst begegnen wollen und bereit sind weiterzugehen. Manchmal braucht es dafür jemanden, der die wackelnde Brücke im Blick behält — dich aber nicht zurückhält, sondern unterstützt.

Was wirklich hilft

Lass die Feinfühligkeit atmen. Nicht ausliefern — aber dehnen.

Wenn du anfängst, dir selbst näher zu kommen, entwickeln sich die Sinne fast von alleine. Nicht weil du ein Programm gemacht hast, sondern weil du aufgehört hast, dich einzupacken.

Der Wunsch, an der inneren Arbeit vorbeizukommen, ist menschlich. Genau deshalb funktionieren diese Angebote so gut. Und genau deshalb bleiben so viele stecken.

Das Cape schützt dich nicht. Es hält dich nur da, wo du gerade bist.


Du möchtest das Video dazu sehen? → Hier geht’s zum Video

Wie ist das bei dir? Hast du das auch erlebt — diesen Moment, wo aus Schutz Vermeidung wurde? Oder den Punkt, wo du gemerkt hast, dass ein Hilfsmittel seine Aufgabe getan hat? Ich lese gerne deine Erfahrung in den Kommentaren.

Du brauchst mich nicht. Aber wenn du spürst, dass es schneller geht — ich bleibe dran, wenn es ungemütlich wird. → SOUL2SOUL

Loslassen oder Vermeidung — kennst du den Unterschied?

Loslassen oder Vermeidung — kennst du den Unterschied?

„Du musst nur loslassen.“ Klingt einfach. Ist es nicht. Und wurde dir dabei auch erklärt, wie es sich wirklich anfühlt?

Es ist so unendlich anstrengend und die Müdigkeit macht dich fertig. Nicht, weil du müde bist aus Schlafmangel, sondern weil du immer wieder gehört hast: „du musst nur loslassen.“

Und du hast es versucht. Immer wieder. Neue Techniken ausprobiert, neue Tools angeeignet und ja, manches hat sich auch zunächst gut gefühlt.

Aber was ist wirklich passiert?

Dir wurde Loslassen erklärt. Aber wurde dir dabei auch gesagt, wie es sich wirklich anfühlt? Wie es ist, wenn du wirklich loslässt? Oder hat man dir nur erklärt, wie du besser vermeidest — aber es so natürlich nicht genannt?

Jetzt liest du das hier und bist verzweifelt, weil du dich fragst, warum es bei dir nicht klappt.

Ich war an der gleichen Stelle. Auf dieser Brücke. Und ich weiß, was da wirklich passiert.

Lies weiter.

Was Loslassen wirklich ist und was nicht

Loslassen ist eines der wichtigsten und gleichzeitig verkannten Themen überhaupt.

Und ich glaube, dass die meisten Menschen, die glauben sie lassen los, gerade vermeiden.

Nicht absichtlich. Aus Angst. Aus der ganz realen Angst, dass sich wirklich etwas verändern könnte.

Was ja paradox ist. Denn wir wollen doch Veränderung. Sonst würden sich nicht so viele Menschen verloren fühlen.

Aber das was wir haben ist bekannt. Und bekanntes fühlt sich sicher an — auch wenn es uns kaputt macht.

Stell dir mal vor, diese eine Sache, die du wirklich nicht mehr in deinem Leben haben willst, wäre wirklich weg. Nicht verdrängt. Nicht umbenannt. Wirklich weg.

Was würde sich dadurch alles verändern?

Am Symptom arbeiten oder an der Wurzel

Ich frage mich, ob das bewusste Thema, an dem wir arbeiten, oft nur das Symptom ist. Und was dahinter steckt, ist noch ein blinder Fleck.

Wir arbeiten uns ab an dem, was wir sehen. Aber der Ursprung wartet tiefer.

Alte Glaubenssätze, Muster, Gewohnheiten, traumatische Erlebnisse — die haben wir alle. Das Loslassen davon, und damit auch das Befreien dessen was dadurch verloren gegangen ist, passiert nicht über Nacht.

Es passiert in Schichten.

Du entfernst eine und es fühlt sich an wie eine riesige Last, die von dir gefallen ist. Aber darunter geht es weiter. Solange, bis du den Ursprung erreichst.

Und das funktioniert nicht nach Zeitplan. Sondern dann, wenn du wirklich bereit bist hinzugehen.

Der Morgen an dem ich verstanden habe, was Loslassen ist

Ich war mal bei einem Morgenspaziergang mit Rosi. Dichter Nebel, man konnte kaum drei Meter sehen. Irgendwo dahinter wollte die Sonne durch, aber noch nicht.

Die ganze Zeit dieser eine Glaubenssatz. Er ließ mich nicht los. Alles was er mir angetan hatte, was er aus mir gemacht hatte. Es tat weh. Auch körperlich. Ich heulte.

Aber es gab kein Zurück. Weil jetzt der richtige Moment war.

Ich kam an einem Bachlauf an. Fließendes Wasser. In solchen Momenten immer eine Unterstützung.

Und als ich bereit war — kam die Sonne durch.

Klingt kitschig. War aber so.

Danach konnte ich es nicht mal mehr benennen, was losgelassen hatte. Es hatte keinen Namen mehr. Keine Energie mehr. Es war einfach weg.

Das ist echter Abschied.

Wie erkenne ich den Unterschied

Vermeidung fühlt sich kurzfristig auch wie Erleichterung an. Du redest drüber, du analysierst es, du gibst ihm einen Namen, vielleicht sogar einen Ursprung. Du sagst „ich hab das losgelassen“ — und meinst damit, du denkst gerade nicht dran.

Aber es kommt wieder. In einer anderen Verpackung. Mit einem anderen Gesicht. Beim nächsten Partner, beim nächsten Job, beim nächsten Konflikt.

Weil du am Symptom gearbeitet hast, nicht am Ursprung.

Vermeidung hat viele Gesichter.

Manchmal sieht sie aus wie Entwicklung. Du passt dich an. Du gibst nach. Du wirst gefälliger, netter, zugänglicher. Du denkst, das gehört dazu.

Aber irgendwann merkst du: du bist jedes Mal aufs Schnäuzchen gefallen. Nicht weil du es falsch gemacht hast. Sondern weil du versucht hast jemand zu sein, der du nicht bist.

Das ist auch Vermeidung. Nur mit einem freundlichen Gesicht.

Der Unterschied ist spürbar — aber nicht erklärbar. Du weißt es erst danach. Wenn es keinen Namen mehr hat. Wenn du nicht mal mehr stolz darauf bist, dass du es losgelassen hast. Wenn es einfach kein Thema mehr ist.

Du bist nicht kaputt

Wenn du das hier liest und denkst: „ich bin noch nicht so weit“ — dann ist das kein Zeichen, dass du versagt hast.

Es ist ein Zeichen, dass du ehrlich bist.

Und Ehrlichkeit ist der einzige echte Anfang.

Du musst nicht weiter sein als du bist. Du musst nur aufhören, dir einzureden, du wärst schon wo du noch nicht bist.

Die Brücke wackelt. Das ist normal. Das bedeutet nicht, dass sie bricht.

Und bis dahin

Rausgehen. Auch wenn es nebelig ist. Auch wenn du nicht weißt wohin. Auch wenn es wehtut.

Loslassen passiert nicht auf dem Sofa.

Wenn du spürst, dass da mehr ist

Wenn du das hier gelesen hast und spürst, dass da etwas in dir sagt: ja, genau das

dann schreib mir. Ein Satz reicht.

→ Schreib mir

Carola Baum Aufgeben ist keine Option