Hochsensibel und in Trauer
Hochsensibel in der Trauer.
Du spürst sowieso schon viel und vielleicht hast du nie gelernt damit umzugehen .
Und jetzt, weißt du nicht mehr was wirklich dein Schmerz ist.
Kennst du das?
Schicksalsschläge halten sich nicht an Zeitpläne und Öffnungszeiten.
Sie kommen meist überraschend und werfen uns und unser bisheriges Leben vollkommen aus der Bahn.
Besonders wenn du hochsensibel bist und in Trauer, dann nimmst du noch mehr auf als du ahnst.
Mitleid von allen Seiten. Gut gemeint, ja, aber ist der Schmerz, den du spürst wirklich deiner?
Du bist hochsensibel und in Trauer
Du nimmst auf wie ein Schwamm.
Wie sollst du wissen, was wirklich deine Gefühle und Emotionen sind und was du von anderen aufgenommen hast?
Diese Erfahrung durfte ich machen. Nicht nur einmal. Früher habe ich nur Schmerz gefühlt, Trauer und Einsamkeit. Aber die Geschenke wie Dankbarkeit, bedingungslose Liebe, das Erfüllt sein für die gemeinsame Zeit, die konnte ich nicht spüren.
Heute glaube ich nicht, dass es daran lag, dass ich noch nicht soweit war, wie man in der Bubble immer wieder hört. Sondern dass ich zu viele fremde Energien aufgenommen hatte und viele meiner eigenen Emotionen waren eingeschlossen.
Kennst du das?
Wie das aussieht wenn fremde Emotionen die eigenen überlagern — hier.
Rosi hat mich vorbereitet
Die Trauerbegleitung ist nicht neu. Manche Kunden und ihre Tiere begleite ich vom ersten bis zum letzten Tag und darüber hinaus. Andere kommen in Umbrüchen, weil sie überfordert sind oder wenn das Leben sich verändert und der alte Weg nicht mehr passt.
Vor einigen Jahren habe ich eine Trauercoach Ausbildung gemacht. Aber ich konnte es nicht so anbieten. Was mir fehlte, das hat mir Rosi gezeigt.
Als Rosi sich und mich auf ihren Abschied vorbereitete, gab sie mir den Auftrag meine Community mitzunehmen.
Kein Mitleid – echte Anteilnahme
Sie gab mir den Impuls für einen Post, in dem ich klar mitteilte, wie es ihr ging und was zu erwarten wäre. Aber auch, das ich klar sagen sollte, das wir weder Opfer der Umstände sind, noch Mitleid brauchten. Und was zurückkam war echte Anteilnahme und Mitgefühl.
Natürlich habe ich mich seit den Verabschiedungen meiner vorherigen Begleiter verändert. In den letzten Jahren tiefe Schattenarbeit gemacht. Eingeschlossene Emotionen befreit, sodass die Puzzleteile da andocken konnten wo sie zuvor Lücken hinterlassen hatten.
Deshalb war dieser Abschied so ganz anders. Ich glaube du weißt es, der Zeitpunkt kommt immer zu früh.
Die Wunde darf heilen. In ihrem Tempo.
Wen auch immer du nicht mehr an deiner Seite hast, dieser Verlust hat eine Wunde in dir hinterlassen. Die darf heilen. In ihrem Tempo.
Trauer ist Trauer. Seele ist Seele. Der Verlust eines Menschen, eines Tieres, einer Beziehung, einer Lebensphase, er hinterlässt dieselbe Wunde.
Manche tiefer, manche verknüpfen sich mit anderen Schmerzpunkten aus der Vergangenheit und berühren andere Narben.
Jeder hat eine andere Art mit Trauer umzugehen. Das ist gut so. Es gibt kein richtig oder falsch.
Was wirklich Schmerz verursacht und festhält
Meine Erfahrung ist auch: Wir stecken unnötig lange im Leid fest. Nicht weil wir falsch trauern.
Sondern weil wir die Erwartungen anderer erfüllen. Weil gutgemeintes Mitleid klebt, im Energiefeld, in unserer Aura. Weil es uns in einer Rolle hält die wir vielleicht schon verlassen haben.
Wir werden immer wieder getriggert und das reizt die alten Wunden und deshalb können sie heilen.
Jetzt spürst du so viel und weißt gar nicht mehr was wirklich deins ist, deshalb ist es so wichtig dich auf dich zu besinnen.
Was mir in den Trauerphasen geholfen hat war nicht das Wissen darum wie das ganze wissenschaftlich funktioniert.
Was heilt wohl gesünder?
Ein Ort an dem sich alles um den Verlust und den Schmerz dreht? An dem immer wieder tief gegraben und das Mitleid aufgekocht wird? Oder ein Ort an dem das sein darf was sich zeigt?
Loslassen bedeutet nicht, dass man nichts mehr fühlt oder das die Liebe aufhört. Es bedeutet auch nicht, dass wir nicht mehr in Erinnerungen schwelgen dürfen.
Es heilt weil die schönen Momente, die lustigen Geschichten, die Dankbarkeit, die Lücken füllen dürfen, die entstanden sind.
Ohne im Energiefeld zu verkleben. Alles darf fließen. Auch die Tränen. Auch das Lachen. Beides gleichzeitig.
Verkleben sieht anders aus. Da wird still gemacht und unterdrückt, was eigentlich atmen will.
So nehme ich meine aktuelle Trauer wahr.
Sie ist tiefer aber die Phasen kommen und gehen. Weine ich in diesem Moment, ist der nächste schon da und ich sehe sie vor mir in einer Situation, die mich zum Lachen bringt.
Genau deshalb ist der Raum den ich zur Verfügung stelle so wertvoll. Niemand erwartet etwas. Alles darf sein.
Die Beziehung zu den eigenen Gefühlen darf sich entfalten und erwachen. Es ist wie es ist.
Und wenn an gemeinsame lustige Geschichten gedacht wird, darf und sollte das gewürdigt werden.
Loslassen und heilen ist an keine Zeit zu messen. Und hat rein gar nichts damit zu tun, dass man nicht vermisst oder weniger liebt.
Die kleinen Lücken mit Liebe füllen
Wir müssen lernen unseren Alltag neu zu gestalten. Nichts ist mehr wie zuvor.
Wenn ich den Kühlschrank aufmache, sehe ich Rosi im Flur stehen, wie sie mich daran erinnert dass sie Käse wirklich gerne mochte und sogar dafür aufgestanden ist.
Der Joghurtbecher in dem ich immer etwas für sie drin gelassen habe. Diese ganzen kleinen Gewohnheiten und Abläufe sind plötzlich weg.
Der Alltag darf neuen Inhalt bekommen. Aber es muss nicht im Schmerz passieren.
Die Erwartungen anderer
Immer wieder erlebe ich es, dass ich angesprochen werde und die Menschen erwarten, dass ich sofort ins Leiden falle.
Das hätten meine ENGEL AUF PFÖTCHEN nicht gewollt. Und durch die tiefe innere Arbeit an mir ist das auch gar nicht mehr nötig.
In der Trauerbegleitung darf sein was gefühlt werden will. Es darf geteilt werden oder geschwiegen, was auch immer sich in dem Moment richtig anfühlt.
Zu erkennen welche Emotionen wirklich die eigenen sind, ist ein wichtiger Prozess auf dem eigenen Weg und dem der Heilung.
Den Weg zu sich und den eigenen Gefühlen finden
Das Gefühl für sich selbst zu entwickeln ist ein wunderschönes Geschenk, dass wir erhalten, denn zurück bleibt die pure Dankbarkeit und tiefe Liebe.
Du bist genau richtig hier, wenn du fühlst dass dir das gefehlt hat. Denn neue Wege gehen, auch in Trauer und in anderen herausfordernden Zeiten, dafür bin ich für dich da.
Rosi hat mir gezeigt was im System fehlt. Einen Raum für Menschen die etwas so Kostbares verloren haben und in dem Moment niemand da ist, der mit einem fühlt. Einen Raum der nicht wartet. Genau dafür ist das Trauer Retreat entstanden.
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