Gefühle loslassen, wenn es aufhört, eine Übung zu sein

Gefühle loslassen, wenn es aufhört, eine Übung zu sein

Gefühle kommen und gehen einfach, beeinflussen deinen Alltag nicht mehr.

Klingt das zu schön um wahr zu sein?

Heute erzähle ich dir, wie aus Wut Mut wurde, was das Pfannkuchen-Bild damit zu tun hat und warum Gefühle loslassen irgendwann aufhört, eine Übung zu sein.

Gefühle kommen und gehen. Sie fließen einfach und beeinflussen deinen Alltag nicht mehr. Klingt das nicht super? Kannst du dir das vorstellen?

Ich war richtig wütend. Eine Emotion, die ich mein Leben lang unterdrückt hatte.

Ganz ehrlich, wenn du dich mal umguckst, wie Kinder erzogen werden oder Hunde – ist es nicht viel anders oder? Sie haben Emotionen, die aus Bedürfnissen entstehen. Meist ist es etwas, das wir so nicht haben wollen. Und statt eine Lösung zu finden um das Bedürfnis zu befriedigen, fangen wir an zu unterdrücken, weg zu kriegen, nehmen das nicht ernst.

Was daraus entsteht, sind VERwickelte Menschen und Tiere, die sich im Laufe ihres Lebens wieder ENTwickeln müssen.

Verhalten ist nie das Problem

Im Bus saß ich neben einer Mutter mit Baby. Das Baby schrie. Sie hat alles probiert, hochnehmen, Schnuller. Nichts hat geholfen. Das Bedürfnis war ein anderes. Es wollte aufrecht sitzen, nicht liegen.

Bei deinem Hund ist es genauso. Zeigt er ein Verhalten – Bellen, Rückzug, was auch immer – ist das nie das Problem selbst. Das ist ein Symptom. Dahinter steckt ein Bedürfnis.

Bei meinen Hunden fragte ich mich das auch immer wieder: was steckt eigentlich dahinter?

Bin ich vielleicht der Auslöser? Oder geht’s ihr gerade einfach nicht gut? Je besser du dein Tier kennst, desto besser kannst du seine Bedürfnisse erkennen und dann auch zusammen mit ihm das Problem lösen, statt dass es da alleine durch muss. Wenn’s ihr nicht gut geht, bleibe ich bei ihr. Muss ich nicht, aber anders würde ich mich nicht wohlfühlen.

Wird das immer wieder unterdrückt, passiert eins von zwei Dingen. Entweder baut sich Druck auf, bis es irgendwann explodiert, aus heiterem Himmel, sagen dann alle. Oder das Tier zieht sich zurück, wird ruhiger und man denkt, super, geht ja schon viel besser. Dabei hat es vielleicht nur aufgehört zu kämpfen.

Bei uns Menschen ist das nicht anders. Und genau das habe ich gestern bei mir selbst gemacht. Nicht weggedrückt. Hingeschaut.

Aus Wut wurde Mut

Ich war gestern richtig wütend. Eine der am tiefsten eingeschlossenen Emotionen, die ich habe – mein Leben lang unterdrückt.

Ich hab mich hingesetzt und beobachtet, was diese Wut eigentlich will.

Und dann kam’s raus: Ich hatte SEO ausgelagert. Vier Menschen dafür bezahlt. Keiner hat’s gemacht.

Unabhängigkeit ist einer meiner größten Werte. Und jedes Mal, wenn ich diese Aufgabe weitergegeben habe, war das ein kleiner Verrat an genau diesem Wert.

Die Wut hat mir das gezeigt. Nicht weil ich gesucht habe – sie war einfach da und hat den Finger drauf gelegt.

Also habe ich die Zähne zusammengebissen und mich selbst rangesetzt. Website aufgebröselt, SEO komplett selbst gemacht. Mitten in der Wut, nicht danach. Und war danach wahnsinnig stolz auf mich.

Die Energie hat sich nicht aufgelöst. Sie hat sich gewandelt. Aus Wut wurde Mut. Aus Mut wurde Handeln. Und am Ende: ein Stück mehr Unabhängigkeit. Ich brauche niemanden mehr zu fragen.

Und dieser Mut hat noch was anderes mit mir gemacht: er hat mich getraut gemacht, mich auf einer anderen Ebene selbst Hand anzulegen, ohne die Angst, etwas kaputt zu machen, vor der ich mich vorher immer gedrückt hatte.

Und genau in diesem Moment kam ein Bild dazu.

Das Pfannkuchen-Bild

Vor ungefähr zwei Jahren habe ich ein Video gemacht. Da habe ich erkannt: Entwicklung verläuft nicht linear. Sie verläuft in Spiralen.

Das war auch der Moment, aus dem der Seelenkompass entstanden ist. Mir ist aufgefallen: die Themen, die Fragen, die bleiben gleich. Aber die Antworten sind andere. Weil du sie auf einer anderen Ebene wahrnimmst.

Gestern habe ich mir erlaubt, wütend zu sein. Und habe beobachtet, was das mit mir macht.

Das war spannend. Denn die Spirale war immer noch da, aber sie sah aus wie ein Pfannkuchen. Es ging nicht mehr in die Tiefe. Es ging in die Breite.

Und das ist der Grund, warum sich alles so friedlich im Innen anfühlt.

Eine Welle braucht Tiefe, um groß zu werden. Ist das Wasser flach, kräuselt sie kurz die Oberfläche und ist wieder weg. Genauso war die Wut gestern. Sie war da. Ich hab sie gesehen. Und dann war’s gut.

Gefühle loslassen – früher und heute

Früher war Gefühle loslassen für mich eine Übung. Eine Entscheidung, die ich jeden Tag neu treffen musste.

Heute passiert es einfach.

Nicht weil ich’s trainiert habe. Sondern weil nichts mehr da ist, wo ein Gefühl hängenbleiben könnte.

Vor ein paar Jahren habe ich geschrieben: „Was wäre, wenn du nur heute beschließt, deinen Zorn durch dich hindurchfließen zu lassen?“ Das war eine Einladung. Eine Übung.

Heute brauch ich diese Einladung nicht mehr. Es ist einfach so.

Die Trigger sind trotzdem noch da. Du kannst immer noch wütend werden. Aber es wirkt sich nicht mehr so aus wie früher. Die Trigger sind dann wirklich nur noch eine Erinnerung.

Wenn du noch mittendrin bist

Vielleicht bist du gerade noch mittendrin. Die Wellen sind noch da, die Gefühle kleben noch, ziehen dich runter.

Das ist nicht falsch. Das ist Spirale – noch mit Tiefe, noch mit Berührungspunkten. Ich kenne das. War selbst lange genug da.

Falls du noch in den Wellen steckst und spürst, dass da was sein darf, das einfach fließt, genau dafür gibt’s das Retreat „Es darf leicht sein“ und den Seelenkompass. Kein Programm, kein Muss. Einfach Raum.

Zum Nachspüren

  • Gibt es gerade ein Gefühl, das da ist, aber dich nicht runterzieht?

  • Was passiert, wenn du einer Welle zusiehst, ohne zu prüfen ob du sie reiten musst?

  • Gibt es etwas, das dich früher aus der Bahn geworfen hätte und heute einfach durchgeht?

  • Was darf einfach durch dich durchgehen, ohne dass du es festhältst?

  • Was wäre, wenn die Ruhe nicht das Ziel ist, sondern das, was übrig bleibt?

In diesem Sinne, ich wünsche dir einen ganz zauberhaften Tag. Macht das Beste draus.

Alles Liebe, Soul2Soul, deine Carola

Warum du nicht loslassen kannst?

Warum du nicht loslassen kannst?

Du versuchst es loszuwerden. Seit Wochen, Monaten, vielleicht Jahren.

Und je mehr du dich damit beschäftigst, desto größer wird es. Loslassen hat nichts mit Versagen zu tun und ist auch kein Zufall.

Deine Aufmerksamkeit ist das Futter. Und solange das Problem im Mittelpunkt steht, bleibt es.

Du willst es loswerden. Genau das hält es fest.

Warum du nicht loslassen kannst und was das mit deinem Fokus zu tun hat

Der Grund warum du immer wieder, vermeintlich oder tatsächlich, stecken bleibst?

Klick jetzt nicht weg, nur weil du denkst du bist im falschen Film. Natürlich willst du dein Ziel erreichen, das ist doch völlig normal, oder?

Die Frage ist nur: was ist eigentlich dein Ziel?

Wenn du sagst „ich will die Angst loswerden“, „ich will die Krankheit loswerden“, „ich will dass mein Hund endlich alltagstauglich ist“, dann ist dein Ziel gar nicht das Ziel. Dein Ziel ist: weg von dem was gerade ist.

Und das bedeutet, dein Fokus liegt immer noch auf dem was du nicht mehr willst. Du siehst was falsch läuft, was dich nervt, was weg soll.

Und das ist Futter für das PROblem. Sieh es mal so, es ist ein PRO-blem, weil es eigentlich FÜR dich ist. Verrückt oder?

Solange es so viel Aufmerksamkeit bekommt, fühlt es sich wichtig. Quasi ein PROblem mit Ego. Und was sich wichtig fühlt, kann gar nicht gehen.

Das ist keine Schwäche. Das ist Physik.

Deine Aufmerksamkeit ist Energie. Energie fließt dahin wo dein Fokus ist.

Solange du auf das schaust was weg soll, bekommt es genau das was es braucht um zu bleiben.

Das klingt frustrierend. Und gleichzeitig ist es die beste Nachricht die du heute bekommen kannst.

Weil es bedeutet: nicht du bist das Problem. Dein Fokus ist es.

Das war auch der Grund, warum sich meine Depression länger bei mir aufgehalten hat als eigentlich notwendig. Wenn ich darüber gesprochen oder geschrieben hab, hab ich sie immer MEINE Depression genannt. Wie soll denn bitte etwas gehen, was ich als MEINS deklariert hab? Ja, wir Menschen stehen uns gerne selbst im Weg. Es könnte so einfach sein.

Das ist nämlich die fiese Falle, die lauert, wenn du dein Problem gelöst hast: du kannst es gar nicht glauben dass es weg ist und suchst danach. Dein Unterbewusstsein sitzt da und würde seinen Kopf schütteln, wenn es einen hätte. Es sieht deine verzweifelte Suche, weil du etwas vermisst — und gibt es dir zurück. Und damit es für dich jetzt einfacher wird, schenkt es dir eine gratis Portion.

Was hier eigentlich fehlt, ist der Unterschied zwischen Loslassen und Annehmen.

Was Loslassen wirklich bedeutet.

Loslassen will noch kontrollieren. Es schaut noch hin, kämpft noch, will steuern wie es geht.

Annehmen entzieht das Futter.

Stell dir Nebel vor. Du kannst ihn anschreien, analysieren, wegwollen mit aller Kraft. Er bleibt. Oder du lässt die Sonne rein.

Der Nebel verschwindet nicht weil du ihn wegwillst. Er verschwindet weil die Sonne scheint.

Übrigens, das was du ablehnst ist oft genau das was du brauchst. Ich kenn jemanden der unbedingt eine ganz bestimmte Katze wollte. Eine die so und so aussieht, so und so ist, auf keinen Fall anders. Beim Aussuchen krabbelte dann genau die Katze auf sie zu, die sie eigentlich nicht wollte. Adoptiert wurde sie trotzdem. Und es war genau richtig.

(Den Unterschied zwischen Loslassen und Annehmen hab ich hier ausführlicher beschrieben. Und warum Loslassen kein Zauberspruch ist — hier.)

Der Perspektivwechsel kündigt sich selten laut an. Er kommt leise.

Als Morgen wo du anders aufwachst. Als Moment in der Natur wo plötzlich etwas klick macht. Als Gespräch das dich noch Tage später beschäftigt.

Er passiert wenn du Raum lässt. Und Raum entsteht wenn du aufhörst zu kämpfen.

Also pack die Boxhandschuhe ein und lass dich auf ein neues Spiel ein.

Sun Tzu wusste das schon: Kennst du deinen Feind und dich selbst, brauchst du den Ausgang hunderter Schlachten nicht zu fürchten. Oder nimm die geheime Zutat aus Kung Fu Panda — ganz egal wofür dein Herz schlägt, letztendlich geht es nur darum, deinen eigenen Weg zu finden und mit dir im Reinen zu sein.

(Was das konkret bedeutet — hier und hier.)

Ich hab das nicht aus einem Buch.

Damals nannte ich meine Arbeit noch Mentaltraining für Hund und Halter. Ich dachte ich helfe Menschen mit ihren Hunden.

Dann kamen die Rückmeldungen. Und ich merkte, die Menschen redeten gar nicht so sehr über ihre Hunde. Sie redeten über sich. Über Dinge die sich verschoben hatten. Über einen Blickwinkel der sich geändert hatte.

Der Hund war die Tür. Was dahinter war, hatte mit dem Hund oft wenig zu tun.

Ihre Testimonials hätten mir eigentlich schon die Augen öffnen können, für das was wirklich dahinter steckte. Aber ich war noch nicht soweit. Ich durfte noch wachsen, lernen, tiefer gehen als ich es mir je hätte erträumen lassen.

Ich verurteile das nicht, ich war ja selbst lange auf der Suche. Bis ich gemerkt hab: es geht nie um Technik, nie darum den Hund „in die Spur“ zu bringen. Es geht um Beziehung. Und Beziehungen verändern sich manchmal so, dass sie sich mit mehr Abstand anfühlen und gleichzeitig viel enger sind. Nicht abhängiger. Sondern freier.

(Mehr dazu hier.)

Aber wie soll man nicht dran denken, wenn es die ganze Zeit nervt?

Gute Frage. Und ich hab da was. Nicht von Ratiopharm, sondern von meinem Seelchen.

Mein Krafttier-Malbuch, der Seelenkompass und das Retreat sind nicht entstanden weil ich sie geplant habe.

Sie sind entstanden weil mein Unterbewusstsein längst verstanden hatte, dass ich nur loslassen kann, wenn ich den Fokus verändere, weg vom Problem, hin zu etwas das mich trägt.

Aus reiner Energie. Für genau diesen Moment.

Egal von welchem Punkt aus du startest.

Egal was du erreichen möchtest. Egal wie tief du zu deiner Wahrheit vordringen willst, oder ob du einfach nur mal den Kopf frei bekommen willst.

Du nimmst etwas mit das sich schwer in Worte fassen lässt. Aber dein Alltag wird es merken.

Wenn du dich an irgendeiner Stelle angesprochen gefühlt hast, bist du reif, die Trilogie für die Sinne in vollen Zügen zu genießen.

→ Mehr zum Retreat „Es darf leicht sein“

Retreat für die Sinne: Farben, Klänge, Natur – wie ich meinen Weg zurück fand

Retreat für die Sinne: Farben, Klänge, Natur – wie ich meinen Weg zurück fand

Heute Morgen ein Foto. Mohnblumen.

Und plötzlich wusste ich wieder, warum dieser Retreat existiert, nicht als Methode, sondern als das, was mich selbst zurückgebracht hat.

Farben, Klänge, Natur – warum dieser Retreat aus meiner dunkelsten Zeit entstanden ist

Heute Morgen entdeckte ich ein Foto. Mohnblumen. Und mit einem Mal war ich wieder da — auf dem Feldweg, mit Rosi, in einer Zeit, in der ich gerade anfing wieder zu spüren, dass Leben auch leicht sein kann.

Das ist der Grund, warum ich diesen Retreat mache. Nicht weil ich eine Methode entwickelt habe. Sondern weil ich weiß, was diese drei Dinge — Farben, Klänge, Natur — in mir bewegt haben. In einer Zeit, in der ich lieber gar nichts mehr fühlen wollte.

Lass mich dir erzählen, wie das alles angefangen hat.

Die Mohnblume, die gesprochen hat

Es ist ein paar Jahre her. Ich versuchte mich gerade von der ganzen Coaching-Bubble abzunabeln und kämpfte noch damit, meinen eigenen Wert anzuerkennen. An diesem Morgen ging ich mit Rosi einen unserer Feldwege entlang. Und dann stand sie einfach da. Eine Mohnblume. Wunderschön, kraftvoll, ließ sich vom Wind schaukeln und ich hätte schwören können, sie sprechen zu hören.

An diesem Morgen ist etwas mit mir passiert.

Das war nicht das einzige Mal, dass mir die Natur etwas gesagt hat, das ich eigentlich schon wusste. Im Wald verlief ich mich einmal so gründlich, dass es dunkel wurde. Ich fotografierte wie ein Weltmeister und war so überwältigt von den gewaltigen Bäumen, dass ich die Zeit vergaß. Irgendwann hörte ich: „du hast die Weisheit auch in dir. Du hast es nur vergessen. Erinnere dich.“

Mein erster Gedanke: ich hab nen Knall.

Mein zweiter: verflixte Kiste, wo bin ich hier überhaupt?

Was ich in der Tagesklinik über Farben gelernt habe

Zum Malen bin ich in der Ergotherapie gekommen. Es ging mir wirklich schlecht. Und da ich noch nie malen konnte, lehnte ich das Angebot komplett ab.

Zum Glück hatte ich einen Therapeuten, der mich nicht unter Druck setzte. Er lümmelte mir gegenüber, die Arme auf dem Tisch, und sah aus, als wollte er ein Nickerchen machen. Dann sagte er: „alles gut. Mal halt nicht. Ich sitze hier auch nur meine Zeit ab.“

Das wars.

Am nächsten Tag nahm ich mir die kleinste Leinwand, die zur Verfügung stand. Ich konnte wirklich nicht malen, das steht außer Frage. Aber die Farben machten etwas mit mir. Ich liebte es einfach, alles bunt zu machen, wo es doch in mir noch dunkel war.

Nach und nach wurde ich kreativer. Und der Umgang mit Farben hat sich auf meine innere Welt ausgewirkt. Ich fing an zu summen beim Malen. Zu singen, leise. Ich hatte Zuschauer und hab es nicht mal gemerkt, weil ich so vertieft war. Nie im Leben hätte ich mich das getraut. Aber beim Malen war ich in einer ganz anderen Welt.

Das Trommeln, das Wände einreißt

In der Tagesklinik gab es Musiktherapie. Jemand saß mir gegenüber, grinste und sagte: „heute wird getrommelt.“

Nachdem ich wieder atmen konnte, sagte ich mit angstvoll aufgerissenen Augen: „träum weiter.“

Bis dahin hatte ich mir immer die kleinsten, leisesten Instrumente gesucht. So sollte es bleiben, dachte ich. Der Plan ging schief.

Was in dieser Einheit passiert ist, weiß ich nicht genau. Als ich zu mir kam, hatte ich keine Frisur mehr und war klatschnass geschwitzt. Alle schauten mich an. Ich nicht mehr, denn es ist etwas passiert. Als wären Wände eingekracht. Unsichtbare Mauern, die ich aufgebaut hatte, damit nichts mehr an mich rankommen sollte. Mauern, die ich brauchte, bis ich sie nicht mehr brauchte.

Ich hatte mich irgendwann entschieden, lieber nichts mehr zu fühlen als so viel. Nicht weil ich es nicht wollte, sondern weil ich nicht wusste, wie ich damit umgehen sollte. Das Trommeln hat das aufgebrochen, was ich alleine nicht öffnen konnte.

Wenn ich das überlebt habe, haut mich nichts mehr um

Nach der Reha hatte ich einen Entschluss: ich verstecke mich nicht mehr. Also traf ich mich mit einer Freundin und wir gingen in den Kletterwald. Trotz Höhenangst. Ich kam bis zur vorletzten Stufe, dann mussten wir abbrechen, weil die schließen wollten. Ich war so stolz. Hätte mir das einer zwei Monate vorher gesagt, dem hätte ich kein Wort geglaubt.

Aber ich wusste: wenn ich das überlebt habe, haut mich nichts mehr um.

Also kam ich auf die Idee, mir eine Gitarre zuzulegen.

Zwei Gitarren. Kann immer noch nicht spielen.

Schon als Kind wollte ich Gitarre spielen. Mein Opa brachte mir irgendwann eine mit. Echtes Talent wollte sich nicht einstellen.

Also gut — die Gitarre war bestellt, bevor der Gedanke fertig war. 2 Griffe später waren meine Übungen bei YouTube. Es war furchtbar. Aber genauso lustig. Inzwischen hatte ich entschieden, dass Keith Urban mein Lehrer sein sollte. Der arme. Zum Glück weiß er nichts davon. Er hätte sie mir übergezogen.

Dann dachte ich, vielleicht liegt es an der Gitarre. Zu groß, falsche Saiten. Eine Westerngitarre zog ein.

Spoiler: daran lag es nicht.

Und trotzdem mache ich weiter. Weil der Spaß daran nichts mit Können zu tun hat. Weil das Ausprobieren selbst schon etwas öffnet.

Was Rosi mich gelehrt hat, ohne es zu wollen

Obwohl ich durch meine Tiere täglich in der Natur war, konnte ich sie nicht sehen. Nicht die Schönheit, das Besondere wahrnehmen. In der Depression hat man die Nase wie ein Bluthund am Boden. Wie soll man so die Schönheit sehen?

Aber nach dem Klinikaufenthalt wandelte sich etwas. Ich fing an, die Farben und Formen in der Natur wahrzunehmen. Düfte. Die Kraft der Bäume. Ich fing an zu fotografieren, weil ich so überwältigt war von dem, was es alles zu betrachten gab. Nie zuvor hatte ich so viele Käfer, Schmetterlinge gesehen. Junge Füchse spielten und ließen sich von mir nicht ablenken. Die Jahreszeiten, die ich zuvor nur aus Büchern kannte, jetzt sah ich sie wirklich.

Die Natur ist ein Wunder. Und wir laufen täglich dran vorbei.

Hör auf zu suchen und lass dich finden

Einmal im Wald suchte ich Fliegenpilze und fand keine. Irgendwann hörte ich: „hör auf zu suchen und lass dich finden.“ Ich hörte auf. Fand immer noch keine. „Du suchst ja immer noch. Nur weil du die Nase vom Boden genommen hast, ist das kein Nicht-Suchen.“

Ich musste lachen. Spielte mit Rosi. Und da waren sie. Einer schöner als der andere.

Warum dieser Retreat aus genau diesen drei Dingen besteht

Nicht weil ich ein Konzept entworfen habe. Sondern weil das die drei Dinge sind, die mir den Weg zurück zu mir geöffnet haben. In einer Zeit, in der ich lieber gar nichts mehr gespürt hätte.

Farben, weil sie etwas in dir aufmachen, ohne dass du weißt wie. Klänge, weil sie Wände einreißen, die du alleine nicht öffnen kannst. Natur, weil sie dich erinnert, dass du nicht alleine bist — und nie warst.

Du musst nicht malen können. Ich kann es immer noch nicht wirklich. Du musst keine Instrumente spielen. Ich hab zwei Gitarren und bring kaum einen Akkord. Du musst die Natur nicht lieben. Ich hab sie jahrelang nicht mal gesehen.

Dieser Retreat ist nicht darauf ausgerichtet, dass du am Ende etwas Produktives geschaffen hast. Er ist dafür da, dass du dich erinnerst, wie es sich anfühlt einfach da zu sein. Alles darf, nichts muss.

Den Anspruch auf Perfektion kannst du draußen lassen.

Und du nimmst etwas mit nach Hause, das sich schwer in Worte fassen lässt — aber dein Alltag wird es merken.

Es darf leicht sein — ein Retreat für die Sinne. Sa + So | je 10–14 Uhr | 99 €

👉 Alle Infos und Anmeldung

Kreative Prozesse können intensive Erfahrungen auslösen. Dieser Retreat kann therapeutische Begleitung ergänzen, ersetzt sie jedoch nicht. Hier ist Eigenverantwortung gefragt.

Seele ist Seele. Egal in welcher Gestalt sie daherkommt.

Seele ist Seele. Egal in welcher Gestalt sie daherkommt.

Lucy kam als Seelenanteil zurück in Cecilia. Rosi trug alle ihre Vorgänger in sich. Körnchen tauchte nach fünfzig Jahren in einem fremden Pferd auf.

Das ist keine Theorie. Das sind meine Erfahrungen.

Und vielleicht erkennst du darin auch etwas, über dein Tier. Über dich. Über die Seelen die gerade in deinem Leben auftauchen.

Es war ein ganz normaler Abend nach dem Training. Ich kam nach Hause. Cecilia lag irgendwo rum und wartete. Einfach da. Und ich wusste sofort, die hat was zu sagen.

„Es ist soweit. Guck mal nach Rosi.“

Ich schluckte. Ich wusste was das bedeutete.

„Ich wollte doch schon immer ein Julchen“, sagte ich noch.

Ihre Antwort, trocken wie immer: „Das mag sein. Aber guck nach Rosi.“

So kam Rosi

Beim Züchter hieß sie noch Pinky. Ich erkannte sie an ihrem rosa Halsbändchen.

Cecilia zog sich immer mehr zurück. Meine Frage wie lange sie noch bleiben würde beantwortete sie präzise: „Wenn Rosi soweit ist, dass sie den Job alleine machen kann.“

Dann war es soweit. Cecilia verabschiedete sich. Wir waren allein.

Na ja. Nicht ganz.

Die erste Zeit war wirklich nicht leicht. Weder für Rosi noch für mich. Und irgendwann fiel mir auf: Rosi trug alle Charaktere ihrer Vorgänger in sich. Sie war trotz Rassehund ein Mischling, auf Seelenebene. Lucy. Charlie. Cecilia. Alle da. Nach und nach verblassten die Seelenanteile. Wie ein Bild das langsam heller wird bis nur noch Rosi übrig bleibt.

Sie selbst.

Vielleicht kennst du das auch. Dein Tier hat etwas das du nicht erklären kannst. Eine Energie die nicht ganz zu ihm zu passen scheint. Oder es erinnert dich an jemanden, ein Tier das vor ihm da war, ein Mensch, ein Gefühl. Vielleicht trägt auch dein Begleiter gerade mehr in sich als du denkst.

Körnchen kommt zurück

Mein erstes Pferd. Den Moment zwischen uns — den habe ich an anderer Stelle schon beschrieben.

Über fünfzig Jahre später tauchte er in einem fremden Pferd auf. Batavio hieß er. Ein Rätsel für alle die es versucht hatten, schreckhaft, unberechenbar, seit Jahren ohne Lösung. Ich durfte ihn energetisch lesen. Und mittendrin war er plötzlich da. Körnchen. Er ging an mir vorbei, grinste und gab mir das Rätsel mit auf den Weg. „Ach nö, du schaffst das schon.“ Und war wieder weg.

Zwei Tage später wachte ich auf und mein Blick fiel auf die Wasserflasche neben meinem Bett. Saskia. Das war der Schlüssel zu Batavios Schreckhaftigkeit.

Körnchen hatte seinen Auftrag erledigt. Ohne großes Aufheben wieder gegangen.

Was wäre wenn auch in deinem Leben gerade jemand auftaucht der eigentlich jemand anderes ist? Ein Tier, ein Mensch, ein Moment der dich an etwas erinnert das längst vorbei sein sollte. Vielleicht ist es das nicht. Vielleicht hat da jemand noch einen Auftrag für dich.

Was Charlie mir geschenkt hat

Als Charlie starb, durfte ich seinen letzten Herzschlag in meiner Hand spüren. Und ich durfte sehen wie seine Seele seinen Körper verließ. Ein Teil davon ging in mich über.

Das ist kein Bild. Das ist was passiert ist.

Und vielleicht ist es genau das: Dass wir als Seele in jeder Inkarnation aus verschiedenen anderen Seelen zusammengefügt werden. Dass wir auf diesem Weg alle unsere Seelenanteile zurückbekommen. Manchmal durch Menschen. Manchmal durch unsere tierischen Begleiter.

Wessen Seelenanteile trägst du gerade in dir? Und wessen Seelenanteile trägt dein Tier?

Das sind keine leichten Fragen. Aber es sind die richtigen.

Der Faden der durch alles läuft

Lucy kam als Seelenanteil zurück in Cecilia — damit mir der Übergang leichter fiel. Cecilia hat mir das selbst erklärt, sieben Jahre nach ihrem Tod. Rosi trug alle in sich bis sie alleine tragen konnte. Körnchen lieh sich einen fremden Körper für ein Rätsel und ein Grinsen.

Keiner von ihnen hat erklärt warum. Keiner hat sich lange verabschiedet. Sie kamen, erledigten ihren Auftrag und gingen.

Ich bin davon überzeugt: Seelen — oder auch ihre Anteile — lassen sich immer mal wieder bei uns blicken. Die Gründe sind sehr individuell. Aber sie haben immer mit unserer eigenen Entwicklung zu tun.

Schau mal hin. Wer ist gerade in deinem Leben, auf zwei Beinen oder vier? Wer hat einen Auftrag für dich den du vielleicht noch nicht erkannt hast?

Seele ist Seele. Egal in welcher Gestalt sie daherkommt.

Das ist seit 2006 meine Arbeit. Ich habe es nur nicht immer so genannt.

Wenn du spürst dass da mehr ist, zwischen dir und deinem Tier, zwischen dir und den Seelen die gerade in deinem Leben auftauchen, dann lass uns darüber sprechen. In einem Seelengespräch schaue ich gemeinsam mit dir hin.

Zeitlinienwechsel: Wenn sich dein Seelenweg plötzlich verschiebt

Zeitlinienwechsel: Wenn sich dein Seelenweg plötzlich verschiebt

Ich saß mit 140 auf der Autobahn, als es passierte. Nicht lustig.

Aber so ist das mit einem Zeitlinienwechsel auf dem Seelenweg, er kündigt sich nicht an.

Mir war schwindelig und das war wirklich unangenehm. Dieser unvorbereitete und überraschende Zeitlinienwechsel passierte und ich war nicht alleine auf der Straße.

Was hätte ich tun können? Es geht so schnell vorbei, wie es kommt, da ist keine Gelegenheit, den nächsten Parkplatz oder Rasthof anzusteuern. Aber diese paar Sekunden können heftig sein.

Wie sich ein Zeitlinienwechsel anfühlt

Für mich fühlt es sich an, als würden verschiedene Ebenen übereinandergeschoben werden. Manchmal, wenn ich in der Natur unterwegs war, konnte ich es sogar sehen.

Manchmal schwankt der Boden so sehr, dass es mir fast die Beine weggehauen hat. Körperlich spürte ich vor allem Schwindel. Von leicht bis Erdbeben. Alles dabei. Planbar war es nie.

Irgendwann hat es sich einfach so ergeben und sie passierten, wie oben beschrieben, plötzlich. In einer meine Ausbildungen haben wir das Zeitsprünge genannt und eine Übung dazu gemacht.

Bei mir ist damals gar nichts passiert. Erst Jahre später wurde es quasi ein Selbstläufer, jedes Mal, wenn ich einen großen Entwicklungsschub hatte, haben sich auch die Zeitlinien verschoben.

Übrigens hatte das nichts mit den Ausbildungen zu tun, sondern damit, dass ich mich für DIESES Leben entschieden habe. 

Was er für mich nicht ist

Er ist kein Sprung auf Kommando. Ich kann mir nicht vornehmen: so, ich hüpfe jetzt mal rüber. Meiner Erfahrung nach muss eine Ebene wirklich abgeschlossen sein, bevor sich die nächste öffnet. Das passiert nicht durch Vorsatz.

Früher habe ich gedacht, es ist wirklich so, dass ich mir mein Ziel nehme, da hinspringe und aus die Maus. Aber so ist es nicht, die Wege müssen trotzdem gegangen werden.

Ich bin aber überzeugt, dass wir sie ankurbeln können, wenn wir bereit sind, die Konsequenzen für unsere Entscheidungen zu tragen.

Arbeit ja — Kontrolle nein

Die Arbeit selbst — an Gedanken, Entscheidungen, Mustern, Schatten — die ist real und notwendig. Das ist nicht das Problem. Das Problem entsteht, wenn aus der Arbeit ein Hebel wird.

Wenn du sagst: ich tue das, damit X passiert. Dann ist es keine Entwicklung mehr, dann ist es Kontrolle mit spirituellem Anstrich.

Der Zeitlinienwechsel passiert nicht durch Ansteuern. Er ist kein Ergebnis von Arbeit, er ist ein Nebeneffekt von Reife.

Er passiert, weil du aufgehört hast, ihn zu wollen.

Manifestieren funktioniert auf dem Seelenweg nicht so

Wenn ich versucht habe, etwas zu manifestieren, saß mein Seelchen mit Zettel und Stift neben mir und hat einen Lehrplan gestrickt.

Daraufhin bekam ich Prüfungen ohne Ende und habe erkannt, dass Manifestieren etwas mit Kontrolle zu tun hat.

Auf dem Seelenweg funktioniert das nicht, weil es um die Erfahrungen auf dem Seelenweg geht und nicht in fünf Schritten zum Traumleben.

Die Spirale dreht sich — nicht die Welle

Du kennst diese Phasen. Es geht hoch und runter und das ist völlig ok, denn so funktionieren Lernkurven nun mal. Dennoch sind wir im Kopf mit Linien und Abschlüssen beschäftigt und enttäuscht, wenn es zu vermeintlichen Rückfällen kommt.

So ist es aber nicht, denn wir sind spiralförmig auf unserem ENTwicklungsweg unterwegs. Statt zu lernen die Wellen zu reiten, rutschen wir auf den Ebenen in Spiralen. Es geht immer noch hoch und runter. Aber halt anders. Tiefer. Weiter.

Und genau deshalb ist die Arbeit auf jeder Ebene dieselbe und doch eine andere. Du arbeitest nicht, um zur nächsten Ebene zu kommen. Du arbeitest, weil du auf dieser Ebene bist. Die nächste öffnet sich, wenn du hier wirklich fertig bist. Nicht früher.

Kein Rückfall. Eine tiefere Ebene.

Und was du vor Jahren schon mal bearbeitet hast, zeigt sich auf einer tieferen Ebene wieder, nicht weil du nicht fertig bist, sondern weil es jetzt eine andere Dimension hat. Es gibt kein „schon weiter“. Jeder ist genau da, wo er sein soll.

Die Spiralen sind vielleicht sogar die Zeitlinien und können sich schneller drehen. Nicht durch mehr Anstrengung, sondern durch weniger Verkrampfen und vor allem dem Loslassen von Kontrolle und Erwartungen.

Dieselbe Spirale — andere Stelle

Vielleicht fühlst du dich deshalb falsch und unverstanden, weil du auf einer anderen Ebene bist. Du hast schon eine lange Reise in Richtung deiner eigenen Wahrheit hinter dir und hast dich immer wieder gefragt, warum andere das nicht sehen, hören, spüren oder wissen, was du wahrnimmst.

Sie sind vielleicht nicht auf deiner Spur. Das ist völlig ok und ist absolut kein Wettbewerb, obwohl es sich in der Bubble oft so anfühlt. Deine Worte haben einfach eine andere Bedeutung, eine andere Tiefe.

So viele Jahre habe ich mich zurückgenommen, weil es mir genau so ging. Mir hat man immer wieder gesagt, ich muss mich zurücknehmen, weil mich keiner versteht und ich habe mich damit selbst in einen Käfig gesperrt, in eine Schublade gesteckt, in die ich gar nicht gehörte.

Wenn dir das bekannt vorkommt: es ist genau der Grund, warum du dich manchmal so alleine fühlst auf dem Weg. Nicht weil du falsch bist. Sondern weil du gerade woanders bist.

Der Weg muss gegangen werden

Du weißt, dass du hochsensibel bist und kennst vielleicht auch das goldene Cape, das dich vor Triggern schützt.

Wenn du aber deinen Seelenweg gehen willst, musst du es ablegen. Du musst bereit sein, dich triggern zu lassen, damit sich deine Schatten zeigen und du dich damit aussöhnen kannst.

Seine Schattenanteile zu integrieren, sie zu akzeptieren und mit ihnen zu leben, ist eines der wichtigsten Dinge auf deiner Heimreise.

So sah mein Seelenweg aus

Zwischen meinen zig Ausbildungen und dem Timeline-Selbstläufer ist mein Leben einfach weitergegangen.

Ich habe die Entscheidungen für mich getroffen und alles durfte sich zeigen, wenn ich bereit dafür war. Nicht nach einem Zeitplan, sondern weil es soweit war.

Manchmal war es fließend, manchmal hat sich etwas nach Jahren noch mal gezeigt, weil Erinnerungen noch im Energiefeld festklebten.

Es ist nicht so, dass eine Sache abgegessen ist und dann: ok, next level.

Bist du bereit für Veränderungen, die dich dir näher bringen? Dann wirst du auch deine Schatten nicht verdrängen, sondern dich ihnen stellen.

Was deine Heimreise beschleunigt

Nicht mehr krampfhaft versuchen, etwas zu erreichen. Im Vertrauen sein, dass alles für dich ist. Die Zeichen wahrnehmen, den Impulsen folgen, dann kommst du auch auf deinem Seelenweg schneller voran.

Warum wir es erst rückwirkend sehen

Wir erkennen erst rückwirkend, wozu die Learnings wichtig waren und genau das ist oft der Struggle, der uns immer wieder zweifeln lässt. Du kennst das: alles läuft und plötzlich — bähm, vermeintlicher Rückfall oder komplett am Ziel vorbei.

Aber irgendwann, wenn du anfängst dein Leben zu reflektieren, erkennst du, wo sich eine Tür geöffnet hat, die du vorher gar nicht gesehen hast.

Solange wir noch suchen, sind wir abgelenkt. Solange wir noch andere fragen, hören wir nicht auf unsere eigene Weisheit und können die Impulse nicht wahrnehmen, die uns erreichen. Bleib im Vertrauen darauf, dass sich deine innere Welt zuerst verändert.

Ein Zeitlinienwechsel passiert, wenn das aufhört.

Was das für dich bedeutet

Die Fragen, die du heute stellst, sind vielleicht dieselben wie vor zwei Jahren. Aber die Worte haben eine andere Bedeutung. Das ist kein Zeichen, dass du nicht weiterkommst, es ist ein Zeichen, dass du tiefer bist.

Und vielleicht ist das der einfachste Satz, den ich dir mitgeben kann: Der Zeitlinienwechsel passiert nicht, weil du ihn ansteuerst. Er passiert, weil du aufgehört hast, ihn zu wollen.

Wenn du noch nicht weißt, wo du gerade auf der Spirale stehst, schau mal in den Seelenkompass. Vielleicht erkennst du dich. Und wenn du spürst, dass sich gerade etwas verschiebt und du damit nicht alleine sein willst — meld dich.