Gegenwind auf drei Gängen

Gegenwind auf drei Gängen

Eigentlich wollte ich nur Bewegung.

Stattdessen bin ich mitten in meine eigene Radiosendung reingeradelt.

Gegenwind, Sackgassen, ein Navi, dem ich lieber nicht hätte vertrauen sollen. 

Der Start – warum ich heimlich auf Regen gehofft habe

Gestern war der 18.07. und ich hatte meine erste eigene Sendung bei Jade Radio. Es ging darum, dass wir mit der Strömung fließen sollten, die Wellen reiten, und dass wir manches einfach nicht kontrollieren können und auch nicht sollten.

Lustigerweise hatte ich heute einen unheimlichen Drang, eine Fahrradtour zu unternehmen, um die letzte anstrengende Woche körperlich abzuarbeiten.

Ich hatte, obwohl der Drang da war, immer noch gehofft, dass es regnet und ich nicht raus muss.

Meine Hündin Rosi ist vor vier Wochen gestorben. Ein freies Leben, wo ich den Tag nach mir einrichten kann, ist immer noch nicht selbstverständlich und fühlt sich noch fremd an.

Also, es regnete nicht, und die Wetter-App versprach, dass ich bis 18 Uhr Zeit hätte, um wieder anzukommen, wo ich losgefahren bin.

Ich habe mir mein neues altes Dreigangfahrrad geschnappt und los ging’s. Nach wenigen Metern musste ich so lachen, weil ich irgendwie spürte, dass ich das, was ich gestern in der Sendung live sagte, heute wohl live erleben sollte.

Ja, der Regen blieb aus, aber es gab einige Strecken, die gesperrt waren, und ich hatte durchgehend Gegenwind.

So ist das im wirklichen Leben doch auch, oder? Überall mal Gegenwind, eine ganze Weile lang, und man muss damit zurechtkommen. Ja, es ist ungemütlich, anstrengend, aber irgendwie kommen wir damit klar.

Die ersten Kilometer – Wasser in Sicht 

Nach ca. drei Kilometern die erste „Wassersichtung“. Nein, nicht das Meer, sondern meine eigene Wasserflasche.

Ich trinke chronisch immer zu wenig, war aber heilfroh, dass ich daran gedacht hatte, weil ich mich bessern wollte. Diese paar Meter haben meine Rotbäckchen zum Glühen gebracht.

Es fühlte sich schon wie eine Ewigkeit an, dabei waren’s erst mal drei Kilometer. Hügel, Gegenwind.

Ok, Flüssigkeit zugeführt, weitergefahren. Wild entschlossen, das Meer heute noch zu sehen.

Deichschafe und Erziehungsfragen

Nach weiteren anderthalb Kilometern die große Hoffnung und die erste Sichtung von „Einheimischen“: die Deichschafe. Endlich Leben in der Einöde.

Ich gönnte mir eine kleine Pause und beobachtete sie. Die Kleinen waren gar nicht mehr so klein, und wenn sie auf Mama zugestürmt kamen, weil es Zeit für Mittagessen war, waren sie nicht zimperlich. Aber Mama Schaf blieb unendlich geduldig.

Wir sollten uns ein Beispiel nehmen. Die Natur zeigt, wie es geht.

Ein anderes Schafkind hatte auch Hunger, aber wohl keine eigene Mama, sondern eine Amme. Die wollte nicht aufstehen für den hungrigen Nachwuchs. Dann kam ein anderes Schaf und drängte die liegende Futterquelle zum Aufstehen.

So spannend. Ein Stück weiter war ein Muttertier dabei, ihrem Nachwuchs Grenzen zu setzen. Das Kleine hatte ein Ziel. Mama war not amused und stellte sich einfach immer wieder in den Weg. Ruhig, aber bestimmt. Das Kind hat gelernt und zwar ohne Vertrauensverlust.

Der erzwungene Umweg

Eigentlich wollte ich die ganze Strecke am Deich entlangfahren, aber aufgrund der Umleitung wegen Bauarbeiten war das nicht möglich. Statt mich zu ärgern, hatte ich diese tollen Beobachtungen mit den Schafen.

Ich fuhr also auf die Straße und gab die Hoffnung nicht auf, doch noch unten am Deich fahren zu können, um vielleicht geschützter vorm Wind an meinem Zielort anzukommen.

Nach ungefähr eineinhalb Kilometern konnte ich dann runter zum Deich. Leider war es genauso windig wie oben. Nichts gewonnen, außer eine schöne Aussicht und die Schaf-Beobachtungen.

Endlich echtes Wasser im Visier. Gleiche Richtung wie die Straße, parallel, nur einseitig durch den Deich gepuffert, aber den Wind hat das nicht beeindruckt. Er machte mir die Strecke weiterhin zu einer echten Herausforderung.

Glühwürmchentag auf drei Gängen

Obwohl es nicht warm war, konnte ich diesen Ausflug für mich als „Glühwürmchentag“ abstempeln, inklusive roter Wangen.

Ich kämpfte gegen den Gegenwind, während die E-Bikes fröhlich an mir vorbeigeschippert sind.

Hin und wieder spielte ich mit dem Gedanken, den nächsten Fahrer von seinem Fahrrad zu schubsen, aber dann erinnerte ich mich daran, dass ich mir ja vornehmen könnte, wieder Komfort in mein Leben zu ziehen.

Ich genoss meinen Ausflug mit allem, wie es halt war, machte Fotos und fühlte mich einfach gut und dankbar. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Blick übers Meer

Zwischendurch habe ich immer wieder angehalten, habe geguckt, beobachtet, wahrgenommen und schließlich festgestellt: ich bin nicht Nordsee-wildromantisch-verstrahlt, wo überall verirrte Wale oder verspielte Seehunde gesehen werden, die sagen „guck mal, ich bin ein Geschenk“.

Stattdessen: ein Autoreifen. Und in der Ferne eine Boje, die zum Fantasieren eingeladen hat. Sie wippte auf und ab und hätte durchaus auch was anderes sein können.

Es war wieder alles gleichzeitig: die Realität erkennen UND Fantasie haben. Es ist alles, wie es ist. Nichts ist wertvoller als das andere, und der Moment unbezahlbar. Das ist Erfüllung und Fülle pur.

Buhnen mit Wiedererkennungswert

Dann bin ich weitergefahren und kam in Hooksiel an. Da waren sie, diese Buhnen (Pfähle) im Meer, auch die gehören lustigerweise zu einem Bild, das ich vor fast zehn Jahren gemalt habe. Das war schon wieder ein Wow-Moment.

Seit ich hier bin, in Wilhelmshaven, gab es einen Wow-Moment nach dem anderen.

Weiter ging es an der Strandpromenade entlang, wunderschön und immer noch windig. Dann nahm alles eine eigene Wendung und verselbstständigte sich immer mehr.

Bis zum Zeltplatz war ich vorgedrungen und habe dann gemerkt: upsi, zu weit weg. Also bin ich ein Stück zurückgefahren.

Ab hier ist mir etwas bewusst geworden: Auch wenn wir ein Ziel haben, ist es manchmal besser, einen anderen Weg zu wählen.

Dann bin ich durch den Ort gefahren und habe mir gedacht, es ist ja noch früh, kannst noch eine kleine Extra-Tour machen. Also ging es um die Einkaufsmeile herum, und dann kam ich irgendwann am alten Hafen an.

Mein Navi und ich

Am Hafen beschloss ich, das Navi einzuschalten. Eigentlich hielt ich das für zuverlässiger, als mich auf meinen Instinkt zu verlassen.

Und in dem Moment kam der nächste Aha-Moment: Das Navi wie die Coaching-Bubble. Man vertraut, weil man denkt, die weiß Bescheid, macht einen souveränen Eindruck, und die Fototapete verspricht Erfolg über Nacht ohne große Mühe.

Stattdessen hat sie mich in mehrere Sackgassen geschickt, wo ich entgegen meiner Natur umdrehen musste. Zurückfahren ist eigentlich nicht mein Ding, normalerweise suche ich lieber Alternativen, aber hier ging’s nicht anders.

Es gab nur den Weg zurück, was mir einige Zusatzkilometer einbrachte. Aber mal ehrlich, ich habe mich nicht verfahren, sondern die Gegend erkundet.

Es gibt halt Dinge, die wir nicht kontrollieren können. Da hilft nur, unsere Einstellung anzupassen und flexibel zu reagieren. 

Wo die Sache kippte

Irgendwann habe ich beschlossen: auf die hör ich jetzt gar nicht mehr. Und bin der Nase nachgefahren, habe unbekannte Ortschaften erkundet und bin einfach davon ausgegangen, dass meine Intuition mich nach Hause bringen würde.

Nach etlichen Kilometern habe ich dann einen echten Menschen, einen Einheimischen, getroffen und beschlossen, ihn nach dem Weg zu fragen, jemanden der wirklich da zuhause ist, wo ich hinwill.

Und auch hier schließt sich wieder ein Kreis: manchmal ist es nötig, sich helfen zu lassen. Das bedeutet aber nicht nur, jemanden zu fragen, der aus Büchern gelernt hat und eine schöne Fototapete aufgebaut hat, sondern jemanden, der wirklich aus der Region kommt, der da war oder ist, wo man hinwill.

Nicht die Ausbildung zählt, sondern die gelebte Erfahrung, wie es sich anfühlt, im Kreis zu fahren, festzustecken, loszulassen und dem Vertrauen in sich und der eigenen Intuition wieder mehr Gewicht zu geben.

37 Kilometer später

Weiter ging es dann brav nach der Anleitung des Einheimischen, und ich fühlte mich sicherer, obwohl ich immer noch durch unbekanntere Ortschaften fuhr.

Irgendwann kam ich in bekannte Gefilde, und Zuhause angekommen sagte die Navi-Frau: Herzlich Willkommen Zuhause.

Ehrlich, das war nicht ihr Verdienst, dass ich 37 Kilometer später tatsächlich ankam.

Wann hast du das letzte Mal einer fremden Stimme mehr vertraut als deiner eigenen? Im Impulsgespräch schauen wir gemeinsam, wo dein eigenes Navi längst wartet, gehört zu werden und dich daran erinnert, wer du wirklich bist.

Die Checkliste der spirituellen Verdächtigen

Die Checkliste der spirituellen Verdächtigen

Die Checkliste der spirituellen Verdächtigen, die man befragt, bevor man sich die langweiligen Fakten anschaut, kann durchaus sehr lang sein.

Was glaubst du dir immer noch nicht, obwohl du es inzwischen besser weißt?

Oh man, nicht schon wieder

Du manifestierst wie ein Weltmeister und hast alles an Glaubenssätzen aufgelöst und deine Schatten integriert. 

Jetzt sitzt du da, verstehst die Welt nicht mehr. 

Zum Kuckuck noch eins.

Du hast deine Checkliste mit den ganzen spirituellen Verdächtigen überprüft und überall brav deine Häkchen dahinter platziert. 

Nichts vergessen und was bleibt ist die quälende Frage: Was stimmt nicht mit mir?

Schnall dich an, weil jetzt kommt`s… Spoiler Alarm.

Mit dir stimmt alles!

Und wenn du auf deinen langen Weg zurückblickst, weipt du das auch längst.

Aber vielleicht gibt es das eine oder andere, das du dir immer noch nicht glaubst.

Mag sein, dass dir nur die Bestätigung im Außen fehlt. Oder vielleicht kannst du einfach noch nicht akzeptieren, dass du nicht so „funktionierst“ wie alle anderen, und genau deshalb schleichen sich immer wieder Zweifel ein.

Aber ist es nicht diese Besonderheit, die dich ausmacht? Oder willst du von der Stange sein?

Kleine Story am Rand: 

Als Kind wollte ich einfach dazugehören.

Ich hatte tatsächlich Angst aufzufallen, weil ich ja eh schon irgendwie anders war. 

Ich wollte wenigstens von Außen sein wie alle anderen.

Spezielle außergewöhnliche Schuhe, Klamotten oder do?

Bloß nicht. Immer schön unsichtbar bleiben war meine Devise.

Fällt dir gerade etwas ein, das du früher nicht wolltest, obwohl es dich einzigartig gemacht hat?

Die Verhörreihe beginnt mit dir selbst

du bist immer noch davon überzeugt, dass der Fehler irgendwo in deiner DNA stecken muss. Vielleicht ein Erbfehler? Deine Eltern haben dich vielleicht vertauscht?

Oha – Kopf Kino vom Feinsten.

Also ran ans Eingemachte. Die Spiribubble gibt dir alles von der HumanDesign-Analyse über Face Reading bis zur Akasha-Chronik. Da muss doch was zu finden sein. Alles durchleuchtet und immer noch kein Ergebnis in Sicht.

Oh man. Frustrierend ist charmant ausgedrückt. Selbst die Erleuchteten legen sich bei dir die Karten. Keine Schublade in Sicht, wo du reinpasst. Das kann und darf doch nicht sein.

Du bist durch mit deinem Latein. Schlägst die Hände über dem Kopf zusammen und steckst den Kopf in den Sand. 

Und jetzt, genau jetzt, macht es Klick und du siehst glasklar, wo du vorher fette Fleischtomaten auf den Augen hattest. Du kannst es nicht glauben, weil es so einfach ist, dass du betriebsblind warst.

Lehn dich genüsslich zurück, Atme und genieße den Moment.

Jetzt kommt der große Augenblick

Tässchen Kaffee? Kuchen? Irgendwas anderes, was dein Belohnungssystem verlangt?

…die komplette Lösung ist so banal, dass es fast zum Heulen ist. 

Bist du jetzt traurig? Erleichtert? Entsetzt?

Stell dir vor, die Wahrheit, deine eigene, nicht die, die man dir Jahre lang erzählt hat, liegt plötzlich klar vor dir. 

Alles, was bei anderen so mühelos zu klappen scheint, nur für dich nicht, ganz ohne Einhornstaub: du bist vollkommen normal und dennoch einzigartig. 

Du nimmst anders wahr, oder verarbeitest anders. Aber auch das ist für dich längst kein Geheimnis mehr. 

Glaub es dir endlich und sei stolz auf dich!

Es ist, wie es ist, und das ist einfach so. Mehr nicht. 

Stell dir nur mal vor, was für dich alles möglich ist, wenn dir die Meinung anderer nichts mehr ausmacht und du dadurch frei wirst.

Hast du dir nicht Freiheit gewünscht? Oder einfach bei dir ankommen und dir selbst vertrauen? Dich auf deine Intuition verlassen können und ihr einfach folgen?

Wo ist dann der Reiz?

Eine berechtigte Frage oder? 

Stell dir nur mal vor, du musst dich nicht mehr beschäftigen… Es gibt nichts mehr im Innen aufzuräumen, zu heilen oder sonstwas zu tun. Was machst du jetzt mir der ganzen Zeit?

Ist es nicht so, dass du dich über die vielen Jahre daran gewöhnt hast?

Hmmm, das, wonach du gesucht hast, liegt schon die ganze Zeit wie ein offenes Buch vor dir. Und obwohl es sich doch leichter und befreiter anfühlen sollte, macht es das nicht.

Letzte gefürchtete Frage: Warum fühlt es sich nicht vollständig und richtig an?

Schreib es gern in die Kommentare. Ich freue mich, von dir zu lesen. 

Und weißt du was? Genau dafür habe ich den Seelenkompass intuitiv bekommen.

Die Fragen sind auf jeder Ebene die gleichen. Die Antworten verändern sich, weil du dich veränderst. Immer.

Gibt es einen Seelenweg?

Gibt es einen Seelenweg?

Neulich stolperte ich über einen Post, der behauptet, es gibt keinen Seelenplan.

Das hat mich zum Reflektieren gebracht, über Plan, Weg und Aufgabe, und über das, was ich selbst erlebt habe.

Vielleicht kennst du das: du suchst etwas, weißt aber nicht was. Du möchtest irgendwo dazugehören, hast aber auch keinen Bock mehr, so zu tun, als wäre das noch deine Wahrheit.

Das ist kein Widerspruch in sich, sondern ein sicheres Zeichen dafür, dass du dich, vielleicht noch unbewusst, entschieden hast, einen anderen Weg zu gehen.

Du hast dich schon in eine andere Richtung entwickelt als deine Mitmenschen und fühlst dich vielleicht noch nicht sicher genug, das auch öffentlich und laut zu äußern.

Der Post, der mich hat innehalten lassen

Die Überschrift und die Aussage haben mich dazu angehalten, reinzufühlen. In meinem Leben habe ich zu viel erlebt und deshalb bin ich 100% überzeugt, dass es einen Seelenweg gibt.

Vielleicht nicht für jeden, denn nicht jeder hat die Ambitionen, sich auf die Suche nach seiner Wahrheit zu machen.

Aber die, die sich immer wieder fragen „wer bin ich überhaupt und warum“, der sollte sich mal in Ruhe darüber Gedanken machen und reflektieren, wie sein Leben sich entwickelt hat.

Neulich stolperte ich über einen FB-Post, in dem eine Frau behauptet, es gibt keinen Seelenplan.

Vielleicht ist der Begriff an sich nur eine Schublade. Aber nach zwei Sätzen war klar: das war auch nur eine Marketingstrategie.

Ich empfand die Aussage als arrogant, denn damit wurden wieder alle über einen Kamm geschoren. Der eigentliche Widerspruch kam am Ende: „hör auf niemanden“ ,gefolgt von „folge mir, der Erfinderin“.

Plan oder Weg

Ein Seelenplan klingt wie eine Anweisung und engt ein. Er bietet keinen Raum zum Experimentieren.

Das würde auch unseren freien Willen ausschließen, und die Entscheidungen, die wir treffen, könnten dann kein Learning für unseren Seelenweg sein. Ein Plan ist etwas, das vorliegt und systematisch abgearbeitet werden kann.

Einen Seelenweg hingegen geht man, direkt oder nicht. Man erkennt die Zusammenhänge erst im Nachhinein, sodass sich die Puzzleteile sortieren können und nachträglich das gesamte Bild ergeben.

Der Seelenweg macht für mich deshalb Sinn, weil er nachträglich Sinn ergibt. Wenn du auf dein Leben zurückblickst und erkennst, wozu alles, was du erlebt hast, wichtig war.

Natürlich hast du es in dem Moment nicht so erlebt. Ich kenne das nur allzu gut. Aber rückwirkend betrachtet hat alles zu etwas Rundem geführt.

Wie eine Seelenaufgabe entsteht

Die Seelenaufgabe kann ich dir anhand meines Beispiels erklären: Mein erster Stadthund sollte in die Welpenschule, weil ich selbst noch zu unsicher und mit wenig Selbstvertrauen ausgestattet war.

Ja, ich bin zwar mit Hunden aufgewachsen, aber das war auf dem Land. Ein Berliner Stadthund hatte andere Ansprüche. Später sollte ich herausfinden, dass damals eine meiner Seelenaufgaben geboren wurde.

Da bei uns alles Herkömmliche versagte, war ich gezwungen, aus der Not heraus selbst ganzheitliche Hundetrainerin zu werden. Ich wollte anderen ersparen, was ich mit meinem Hund erlebt habe.

Wie ich es erlebt und beobachtet habe, entwickeln sich Seelenaufgaben mit der eigenen Persönlichkeit auf dem Weg zu sich selbst.

Warum ich nicht kommentiert habe

Ich hatte mich bewusst entschieden, auf diesen Post nicht zu kommentieren, denn es hätte eine endlose Diskussion nach sich gezogen und würde keinen Sinn ergeben. Weil ich darauf keine Energie und Aufmerksamkeit verschwenden wollte.

Ich muss mich nicht beweisen oder anlegen und kann meiner Wahrheit dafür die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient. So bleibe ich bei mir und nicht im Außen.

Ich muss keine Meinung widerlegen, die mir nicht passt. Für mich ist das lediglich etwas, womit ich meine Empfindungen reflektiere.

Ich nutze solche Gelegenheiten zum Reflektieren oder einen blinden Fleck zu erkennen. Ich muss auch nicht recht haben, weil es zu viele Wahrheiten gibt. Jeder muss selbst wissen, was für ihn stimmig ist.

Meine Empfehlung an dich: spür immer in dich hinein. Fühlt es sich richtig an? Wie reagiert dein Körper, wenn du dieses oder das liest? Wenn du an die Dinge, die dir begegnen, so rangehst, erkennst du schnell, ob es für dich ist oder dich vielleicht nur beschäftigt hält.

Meine aktuelle Seelenaufgabe

Ich hatte lange geglaubt, meine Seelenaufgabe zu kennen, bis zur Diagnose und der tiefen Schattenarbeit. Das hat alles verändert. Das habe ich nicht sofort verstanden. Das hat sich alles entwickelt und erst in der Reflexion gezeigt.

Gespürt habe ich es über Jahre, dass das nicht mehr passte. Aber ich wollte und konnte noch nicht loslassen. Das ist halt ein Prozess.

Ich glaube nicht, dass wir von Anfang an genau wissen müssen, was die Seelenaufgabe wirklich vollständig ist. Sie darf sich entwickeln, verändern oder eine vollkommen andere Richtung einschlagen, wenn sich das besser und richtiger anfühlt.

Wissen wir vorher, wohin das führt? Nein. Ist das wichtig? Auch nein. Sonst wären wir alle Propheten, und das Leben hätte keine Überraschungen mehr für uns.

Nichts war Zufall

Im Laufe meines Lebens und der Reflexion aller Stationen wurde mir klar: nichts war Zufall, nichts ist einfach so passiert.

Die Entscheidungen, die ich getroffen habe, haben alle Sinn ergeben, auch wenn ich es damals nicht so verstanden habe.

Wer will schon gefühlt freiwillig in der Dunkelheit umherwandeln.

Ergebnis wollen, ohne den eigenen Anteil

Mit manchen Menschen konnte und wollte ich nicht mehr ehrlich weiterarbeiten.

Meine eigene Entwicklung hat das nicht mehr zugelassen, weil meine Wahrnehmung so fein wurde, dass es mich geschmerzt hat, es nicht mehr auszuhalten.

Ich habe oft erlebt, dass der Wunsch nach Veränderung sich nach außen richtet, der Hund soll anders werden, das Kind, der Partner. Aber das Ergebnis soll kommen, ohne dass man selbst etwas verändert. Sie wollten das Ergebnis, sofort. Aber nichts dafür tun.

Im Umgang mit Menschen und ihren Hunden habe ich immer wieder erlebt, dass am Hund erzogen wurde, der Partner sich ändern sollte, am liebsten alles andere sich ändern sollte.

So funktioniert das nicht. Es gibt einen Grund, warum das Außen so reagiert. Warum der Hund jeden ankläfft, der sich auf 10 Meter nähert, warum der Partner nicht im Haushalt hilft.

Du solltest immer zuerst fragen, was du eigentlich ausstrahlst. Dann kannst du die Sache umkehren und beobachten, was sich entwickelt.

Andere Ergebnisse brauchen andere Handlungen. Die richtigen Menschen setzen dich nie unter Druck, egal wie du dich entscheidest.

Zum Staatsfeind werden

Den Weg durch die eigenen Schatten zu gehen, sie anzunehmen und zu integrieren, ist ein großer Prozess, der zu einem vollkommen neuen inneren Leben führt. Für das Umfeld kann das beängstigend sein.

Du wirkst auf einmal selbstsicherer, traust dich, nein zu sagen, und meinst es auch so. Vielleicht wirkst du kalt und egoistisch, weil du nicht mehr permanent zur Verfügung stehst.

Die Entscheidung, die ich getroffen habe, ist, mich selbst ernst zu nehmen. Mehr nicht. Zu sich selbst zu stehen und für sich gut zu sorgen ist eigentlich die größte Aufgabe, der wir uns stellen dürfen.

Und wenn wir nicht mehr funktionieren wie bisher, werden wir zum Staatsfeind Nr. 1 gekürt, und manche Freundschaften brechen weg. Aber waren die wirklich echt, wenn sie nur funktionierten, weil du funktioniertest?

Manche haben mich damals ausgegrenzt, weil sie noch nicht bereit waren, jemanden anders leben zu sehen. Ich bin quasi zum Staatsfeind geworden, nur weil ich meinen eigenen Weg gegangen bin.

Rosi als Spiegel

Meine Engel auf Pfötchen haben mir am Anfang meiner bewussten Reise geholfen, auf den Seelenweg zu kommen. Sie hatten ihre Aufgaben mitgebracht, und ich war quasi ihre Seelenaufgabe.

Rosi, meine letzte Hündin, war anders als ihre Vorgänger, ihre Aufgabe war nicht mehr, mich zu lehren, sondern mich zu spiegeln. Mir zu zeigen, dass auch ich gute Eigenschaften habe. Das anzunehmen war das Schwerste, was ich je lernen musste.

An einen Moment erinnere ich mich, als ich fast zu spät zur Therapie kam. Ich komme nie zu spät. Also kam ich angehechelt und sagte, dass ich Rosi vor einem Höllenhund beschützen musste und mich todesmutig dazwischen geschmissen habe, weil er sich über sie hermachen wollte.

Meine Therapeutin fragte, warum sie das nicht selbst erledigt. Meine Antwort: „Rosi ist viel zu sensibel. Sie hat mich, um sie zu beschützen. Sie muss das nicht selbst machen.“

Rosi mochte keinen Streit oder wenn jemand laut wurde, und zog sich lieber zurück, wenn jemand anderes das Spielzeug oder Futter für sich beansprucht hat. Das war mein erster Spiegel, und meine blinden Flecken sind sichtbar geworden.

Als Suchende Wanderbaustelle auf dem Seelenweg

Bis ich zu meinem Seelenweg gefunden habe, war ich Suchende. Ständig krank, nicht ernst genommen, weil es keine eindeutige Diagnose gab. Die Symptome wechselten ständig, ich war eine Wanderbaustelle.

Auch das konnte mir niemand von außen abnehmen oder erklären, das war mein eigener Weg.

Niemand von außen kann dir sagen, wer du bist oder was dein Weg ist. Das findest du nur bei dir selbst.

Manchmal ist es einfach nur wichtig, zu beobachten, sich selbst, das Außen, die Mitmenschen. Ein Moment der Ruhe und sich auf sich selbst einlassen, ohne manipuliert zu werden. Ein Augenblick für die Sinne, die sich öffnen, und die Seele, die wieder gespürt werden kann.

Genau dafür habe ich das Retreat entwickelt.

Diese Trauer ist anders

Diese Trauer ist anders

Was nach Schicksalsschlägen kommt, sind Phasen, in denen wirklich alles auf seine Sinnhaftigkeit hin infrage gestellt wird. 

Nichts ist wie vorher und jetzt zeigt sich, wer du wirklich bist, ohne das, was dir vorher Halt gegeben hat.

Warum diese Trauer sich anders anfühlt als die vorherigen, erfährst du in diesem Blog.

Was bleibt, wenn ein Lebensinhalt wegfällt

Ist ja auch irgendwie klar, wenn man jetzt ein komplett neues Leben führen muss, darf, soll. Hier zeigt sich aber, wie gut du vorher für dich gesorgt hast, wie viel Resilienz du aufgebaut hast, wie viele Altlasten du losgelassen hast oder ob du dir sogar schon ein stabiles Fundament gebaut hast.

Dass der Boden dennoch zwischendurch bebt, ist völlig in Ordnung, schließlich stehst du jetzt auch an einem Punkt, an dem sich Wege kreuzen. Vielleicht stehen große Entscheidungen an. Vielleicht ist es einfach ein Gefühl von verlassen sein, das dich gerade trifft.

Ich hatte viele Impulsgespräche, Menschen haben ihr Leben um einen Partner herum aufgebaut, und es ist egal, ob der 2 oder 4 Beine hatte. Seit 25 Jahren hatte ich immer Hunde an meiner Seite, und ja, mein Tagesablauf hat sich an ihnen orientiert, das ist jetzt weg. Eine Gewohnheit, ein Lebensinhalt, eine besondere Aufgabe.

Ich bekomme meine Botschaften immer durch Musik, und gerade läuft „With or Without You“. Könnte es wieder treffender sein?

Wie sich die Trauer – Wochen unterscheiden

Mit Rosi an meiner Seite habe ich meine tiefste innere Arbeit gemeistert und deshalb kann ich heute erzählen, wie sich für mich Trauer anfühlt, wenn man multidimensional lebt? Die Phasen der Trauer sind nach wie vor da und müssen durchlebt werden. Der Unterschied ist lediglich die Intensität und Dauer. Dadurch, dass alles quasi gleichzeitig oder leicht zeitversetzt stattfindet, ist anstrengend, wenn es sich nicht so anfühlt, wie Anstrengung früher.

In der 1. Woche nach Rosis Tod hatte ich noch mit Schock zu tun. Die Erfahrungen waren komplett anders als bisher und ja, ein geliebtes Wesen gehen zu lassen ist nie leicht, aber diesmal wurde ich wirklich nochmal ganz anders auf die Probe gestellt. Der Unterschied zu früher war, dass ich nicht im Funktionieren-Modus war, sondern klar und handlungsfähig trotz allem.

In der 2. Woche war ich unfassbar müde. Mein Körper und Geist brauchten Schlaf, Ruhe, und ich habe es als tiefe Verarbeitungsphase wahrgenommen. Die Trauer habe ich bewusster wahrgenommen und gleichzeitig wurden die Dankbarkeit und Liebe noch intensiver. Dennoch ist die Trauer öfter aufgetaucht als in der 1. Woche.

Die Gefühle sind intensiv und da, aber fließend. Es haftet nichts an. Der größte Unterschied ist aber, dass ich das, was ich wahrnehme ich selbst bin. Früher habe ich den ganzen Schmerz, Wut, Enttäuschung, Traurigkeit und unverarbeitetes anderer mitgetragen und konnte sie nicht von meinen eigenen Empfindungen trennen.

Ich glaube, das ist der größte Unterschied, wenn man seine Schatten integriert hat und eingeschlossene Emotionen befreit wurden. Der große, lange Zeitraum im Schmerz ist weg. Und man spürt das, was wirklich zählt. Welche Erfahrungen hast du gemacht? Ich freue mich deine Erfahrungen zu lesen, schreib sie gerne in die Kommentare.

Die eine Passage, die ich ausschneiden musste

Meine Rosi ist 11 Jahre und 11 Tage alt geworden, und in einem Video, das ich erstellt hatte, habe ich über die letzte Nacht mit ihr gesprochen und etwas gesagt, das einfach nur meine Empfindung war, aber rechtlich ein Genickbruch hätte sein können.

Also habe ich diese kurze Passage ausschneiden müssen, was ich noch nie gemacht habe. Ich schneide nichts, und es wird nicht hübsch geredet. Es kommt raus, was gerade dran ist.

Als ich fertig war und das Video hochgeladen wurde, fühlte ich mich unruhig. Normalerweise schaue ich mir meine Videos gar nicht an, aber da, bei 11 Minuten … dieser eine Satz … ich musste ihn wirklich entfernen.

Aus diesem Video ist dieser Blog entstanden. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass du Botschaften für dich entdeckst, dass du dich gesehen fühlst und du ein stabiles Fundament hast, wenn du gerade etwas für dich verarbeiten musst.

Die Seelengespräche mit Rosi bereichern mich und sie erklärt so schön, wieso, weshalb und warum es so sein musste und nicht anders. Die Trauer darf sein, aber sie fließt.

Rosis Erbe

Rosi ist am 22.6.2026 über die Regenbogenbrücke gegangen. Ich lernte sie kennen, da war sie 2,5 Wochen alt und so groß wie ein Meerschweinchen.

Dass sie von all ihren Vorgängern die schwerste Aufgabe hatte, war mir schon sehr früh klar. Aber alles habe ich gar nicht erkannt, weil sie so ein entspannter Hund war. Sie war die meiste Zeit Beobachterin. Vermeintlich pflegeleicht und einfach da.

Aber nur dadurch konnte, ich mit ihr an meiner Seite, diese tiefe Schattenarbeit machen und mich auf mich selbst fokussieren. Sie hat die Umbrüche miterlebt, Umzüge weggesteckt und hat mich dazu gezwungen, auch die Naturzeit mit ihr zu genießen.

In diesen Zeiten hat sie mir Halt gegeben, und ich konnte, mit jeder Ebene näher zu mir selbst finden, ein Fundament aufbauen, das jetzt standhält.

Kleine Momente, die bleiben

Auch wenn ich manchmal von Verlust spreche, empfinde ich das gar nicht mehr so. Ich sehe die ganz vielen Geschenke, die ich bekommen habe. Jeder meiner tierischen Begleiter hat etwas besonderes und nachhaltiges für mich dagelassen, was ich nach und nach erkennen durfte.

Klar, es gibt Momente im Alltag, die mich an unsere gemeinsame Zeit erinnern: Etwas fällt runter, und ich erwische mich dabei, dass ich um die Ecke schaue und mich vergewissere, hat sie sich gerade erschreckt? Ist sie aufgestanden, hat sich ein ruhigeres Plätzchen gesucht? Vielleicht war sie energetisch da. Ich weiß es nicht.

Wenn ich hier sitze und schreibe, fühle ich sie neben mir liegen und höre sie atmen. Gehe ich in die Küche, warte ich drauf, dass sie im Türrahmen erscheint und mich daran erinnert, dass sie Käse wirklich gerne mag.

Rosi hat mit mir alles geübt, mich auf Tag X vorbereitet. Dadurch, dass sie mir vorab schon Botschaften schickte, war ich vorbereitet. Aber mal ehrlich, wer versucht es nicht zu verdrängen, was offensichtlich ist. Dennoch hätte ich ihr ein anderes Ende gewünscht.

Mit ihr an meiner Seite konnte ich die tiefen Phasen meiner Schattenarbeit halten und konnte meine eingeschlossenen Emotionen befreien. Ich habe so vieles nachempfinden dürfen, was ich früher nicht konnte. Wenn Fühlen alles ist – manchmal brauchst du keine Worte mehr.

Dankbarkeit statt Schmerz

Was jetzt neben der Trauer da ist, ist eine unendliche Dankbarkeit, eine ganz tiefe Liebe. Cecilia hat mir schon gezeigt, was bedingungslose Liebe bedeutet, und durch Rosi wurde das jetzt noch mal verstärkt. Alles ist gleichzeitig da. Tief ist vielleicht auch nicht treffend, vielleicht eher weit. Aber auch das trifft es nicht zu 100 %, denn es ist um mich herum.

Ha, begleitet wird es mit „Love Is All Around“. Ist das nicht schön? Einfach wunderbar. Wieder eine musikalische Botschaft.

Lenke doch deine Achtsamkeit mal auf Botschaften, die dich finden wollen. Vielleicht ist dir das noch gar nicht bewusst, aber sie sind überall, wenn wir achtsam werden. Atme und wenn du magst schließe deine Augen einen Moment. Spür hin, was empfindest du? Was entdeckst du?

Das Bild, das alles vorwegnahm

Als ich den Impuls bekam, dass wir nach WHV ziehen, ahnte ich noch nicht, was ich entdecken würde. Ende 2016 bekam ich endlich eine Diagnose und fing ich an zu malen. Die Depression, die mich über Jahrzehnte mal mehr, mal weniger begleitete hatte endlich einen Namen, konnte somit angenommen und losgelassen werden. Erst hier in WHV, erkannte ich, dass alles vorbestimmt war, in meinen Bildern prophezeit.

Meine Bilder haben jetzt ihren Platz auf meiner Website gefunden, die sich auch ganz anders als zuvor zeigt. Alles fühlt sich stimmig an. Und dass ich das loslassen muss, was mir am meisten bedeutet, stand schon fest. Rosi hat mir immer wieder kleine Hinweise gegeben.

Aber wer will das schon so klar sehen? Wir Menschen sind doch Meister im Verdrängen, oder? Trotzdem müssen wir uns früher oder später den Tatsachen stellen, und genau dann zeigt sich, wie wir mit den Schicksalsschlägen umgehen und wie gut wir uns dann selbst tragen können.

Die letzte Prüfung

Eine von Rosis Aufgaben war, das Fundament mit mir zu bauen, das jetzt meine Seelenaufgabe trägt und die grausame Prüfung war diese letzte Nacht, sie bis zum letzten Herzschlag zu begleiten, sie zu halten und zu versuchen, ihr die Angst zu nehmen.

Zehn Jahre Schattenarbeit waren kein Spaziergang, und Spaß sieht definitiv anders aus. Aber das Ergebnis zählt: was ich jetzt wahrnehme, was jetzt da ist. So wie Übergänge sich anfühlen, fließend, nicht wie Stillstand, sondern wie Steigen.

Was von damals bis heute trägt

Die Blogbeiträge, die ich damals anfing zu schreiben, begleiten auch dich, weil ich weiß, dass du dich schon auf dem Weg zu deiner Wahrheit befindest. Botschaften habe ich nicht nur für mich dort hinterlassen, die ich erst später erkennen sollte, sondern auch Impulse für dich.

Die letzten Jahre waren nicht mehr die Arbeit in der Tiefe. Wenn du ein Steinchen ins Wasser wirfst, geht es irgendwann nicht mehr in die Tiefe, sondern nur noch in die Weite. Ich hatte kein Wort dafür und hab dann Pfannkuchen dafür als Impuls bekommen.

Weißt du, auf welcher Ebene du dich befindest? In welcher Phase du dich gerade mit dir auseinandersetzt? Als ich nach WHV kam, hatte ich den Impuls, den Seelenkompass ins Leben zu rufen. Die Fragen scheinen dir banal. Du bekommst keine vorgefertigten Antworten, sondern einen Begleiter, der dich genau da unterstützt, wo du gerade stehst. Das ist für mich Energiearbeit. Arbeiten und wirken auf allen Ebenen.

Ein letztes, offenes Versprechen

Rosi war meine Lehrerin und eine besondere Herzöffnerin für fast jeden, der sie kennenlernte, auf ihre eigene Art. Die große Anteilnahme hat mir erst gezeigt, was wahre Fülle und erfüllt sein ist.

Ein Versprechen, das ich ihr gab, ist noch offen geblieben. Die Fahrradtour, die ich ihr zum Geburtstag versprochen habe. Ich wollte eine Fahrrad mieten, mit einer integrierten Box für sie. Es sollte anders kommen…

Aber das Versprechen werde ich einlösen, ein „richtiges“ Fahrrad kaufen und wir werden zum Strand fahren. Rosi hat mir schon die grobe Richtung vorgegeben, wo ich langfahren soll, genaues aber noch nicht verraten. Ich werde sie dalassen, da, wo sie sich am wohlsten gefühlt hat. Erst dann ist der Prozess für mich rund und ein Lebensabschnitt wird vollendet.

Und ja, ich habe sie noch in derselben Nacht losgelassen. Vielleicht konnte sie sich deshalb schon am nächsten Tag im Seelengespräch bei mir melden und Botschaften schicken.

Wenn du gerade selbst in einem Übergang steckst, nicht weißt, was als Nächstes kommt, und dir gerade Klarheit fehlt: Genau dafür sind Trauerbegleitung und Retreat der das Impulsgespräch da.

Ich bin für dich da, denn ich weiß, wie es sich anfühlt – aber auch, wie es anders gehen kann.

Hochsensibel — warum Selbstannahme stärker macht als jeder Schutz

Hochsensibel — warum Selbstannahme stärker macht als jeder Schutz

Dieser unerwartete Blog ist eine Ergänzug über das Fühlen. Der Impuls dafür kam über „Hochsensibel und in Trauer“.

Heute gehen wir gemeinsam einen Schritt tiefer, hinein in die Frage, warum uns permanente Schutzmauern oft mehr nehmen, als sie uns geben.

Du bist hochsensibe und erlebst Verluste vermutlich noch intensiver als viele Menschen in deiner Umgebung.

Und vielleicht nimmst du in solchen Zeiten deine eigene Verletzlichkeit besonders wahr und fragst dich, waurm du so viel fühlst.

Wie gehst du in diesen herausfordernden Zeiten mit dir und deiner Sensibilität um?

Versuchst du dich vor der Welt noch mehr zu verschließen, oder bist du bereit dich ganz anzunehmen und die Situation als Chance zu nutzen?

Jede Trauer fühlt sich anders an

Das ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Natürlich spielt die eigene Befindlichkeit dabei ebenfalls eine große Rolle. In meinem Leben musste ich mit vielen unterschiedlichen Verlusten zurechtkommen.

Was mir besonders aufgefallen ist, war mein inneres Annehmen, Verarbeiten, Loslassen. Welche Gefühle und Emotionen haben sich wann und wie gezeigt. Besonders der Bereich, der mit Fremdenergien zu tun hatte, ist mir aufgefallen.

 

Sensibilität und der Mythos vom „Schützen“

Immer wieder liest und hört man, dass man sich als hochsensibler Mensch schützen soll. Dazu habe ich in anderen Blog-Beiträgen bereits geschrieben und stehe nach wie vor dazu, dass ein Schützen gelegentlich hilfreich sein kann, aber nicht normal werden sollte.

Aus eigener Erfahrung und auch dem Begleiten meiner Soulis kann ich nur immer wieder empfehlen, sich mit seiner Sensibilität auseinanderzusetzen und stolz darauf zu sein. Denn erst dann, wenn man sich mit all seinen Teilen annimmt, kann sich etwas Wundervolles ENTwickeln.

 

Der Schritt in die Eigenverantwortung

Dir wird es am Anfang nicht so leicht fallen, dich bewusst dafür zu entscheiden, dich triggern zu lassen. Aber damit bist du einen großen Schritt in die Eigenverantwortung gegangen und übernimmst selbst die Führung.

Du lernst dich auf eine ganz neue Art und Weise kennen und wirst feststellen, dass du viel weniger anfällig und angreifbar bist als angenommen.

Früher habe ich mir ein dickes Fell gewünscht. Heute weiß ich, dass das nur daran lag, dass man mir immer sagte, ich sei zu sensibel, zu empfindlich, eine Mimose und nehme alles viel zu persönlich.

Statt einem dicken Fell habe ich ordentlich an Gewicht zugelegt und die Depression damals ordentlich gefüttert, weil ich mir immer mehr Schuhe angezogen habe, die mir gar nicht gepasst haben.

 

Der Weg der inneren Arbeit

Seit der Diagnose vor 2016 habe ich den Kampf gegen mich selbst eingestellt. Ich war bereit, die innere Arbeit zu machen, mich triggern zu lassen und alle alten Wunden, Verletzungen, Narben neu zu versorgen.

  • War das ein leichter Weg? – Nein.

  • War das ein schneller Weg? – Auch Nein.

Die innere Arbeit ist ein Prozess und das kostet Zeit. Alles darf sich neu justieren, Emotionen dürfen sich befreien und wollen gefühlt werden.

Alles, was bisher abgelehnt wurde, aus welchen Gründen auch immer, hat endlich die Möglichkeit, sich zu zeigen und angenommen zu werden.

 

Die eigenen Schatten lieben lernen

Das Annehmen der Teile, die man an sich nicht schätzt, nicht mag und trotzdem erstmal akzeptiert und dann im Lauf des Prozesses lernt zu lieben, weil auch diese Eigenschaften wichtig sind.

Wenn wir uns vollständig annehmen, auch unsere Schatten, erst dann haben wir es nicht mehr nötig, uns abzuschirmen und permanent zu schützen. Auch dann, wenn wir noch nicht geheilt sind.

Hier findest du mich und meine Angebote:

Carola Baum Aufgeben ist keine Option

Rechtlicher Hinweis / Disclaimer: Dieser Beitrag basiert ausschließlich auf meinen persönlichen Erfahrungen auf meinem eigenen Lebensweg sowie meinen Erfahrungswerten aus der Begleitung von Klienten (Soulis) im Rahmen des Coachings und der spirituellen Beratung.

Meine Impulse dienen der Aktivierung der Selbstheilungskräfte und der Selbsterkenntnis. Sie stellen keine medizinische, psychotherapeutische oder heilpraktische Behandlung oder Diagnose dar und ersetzen keine professionelle medizinische oder psychologische Betreuung.