Erinnere dich – du hast es schon immer gewusst
Warum vertraust du einer Karte mehr als jemandem, der dich einfach fühlt? Warum ist es leichter, Schwächen anzunehmen als Stärken? Und was, wenn das, was du suchst, schon längst da ist — du es nur noch nicht gesehen hast?
Warum du einer Karte mehr vertraust als einem Gefühl
Energiearbeit glauben, wenn man sie nicht anfassen kann — das ist für viele der erste Stolperstein. Und irgendwie verständlich.
Wir Menschen sind so gestrickt, dass wir anderen mehr vertrauen, wenn sie etwas greifbares anbieten. Etwas, das man anfassen und sehen kann. Das gibt uns in gewisser Weise eine vermeintliche Sicherheit. Wir glauben nur das, was wir sehen und ehrlich, Energiearbeit ist immer noch nicht greifbar für viele.
So oft habe ich mit Menschen gearbeitet, die nicht an sowas geglaubt haben und hinterher mehr als überrascht waren, was es an die Oberfläche geholt hat. Nach einer Weile schienen sie es aber wieder vergessen zu haben und ihren Erfolg auf etwas geschoben, dass sie dann doch auf Rezept bekamen.
Früher hat mich das sehr getroffen, weil ich die Veränderung sofort gesehen habe und ihr Feedback hat es ja auch bestätigt. Ich habe mich immer wieder gefragt, warum das so ist und warum Menschen sich dann doch wieder umentscheiden und die herkömmlichen Wege einschlagen.
Viele haben sich schlicht nicht getraut darüber zu sprechen. Wenn sie auf ihre Veränderung angesprochen wurden, wussten sie nicht, was sie antworten sollten. Also haben sie wieder etwas mit einem Etikett aus der Schublade genommen und konnten dem ganzen einen Namen geben.
Stärken zeigen — und dafür vorgeführt werden sollen
Und dann ist da noch diese andere Seite — die Stärken, die wir nie zeigen durften.
Ich glaube, wir werden so erzogen.
Wir machen uns selbst lieber klein als selbstbewusst zu dem zu stehen, was wir gut können. Wenn wir rumlaufen und unsere Talenten stolz präsentieren würden, kämen doch gleich Sprüche wie „eingebildet, arrogant, abgehoben…“ und viele mehr.
Oder wir werden in Situationen gebracht, wo wir dann vorgeführt werden sollen, wie dressierte Affen. Das ist extrem anstrengend.
Ich erinnere, dass ich vor vielen Jahren mal einen Beitrag gesehen habe, wo eine Tierkommunikatorin eingeladen wurde und dann spontan und ohne vorherige Absprachen ein Tiergespräch „vorführen“ sollte. Sie hat es abgelehnt, weil es nicht angemessen war. Weder die Situation hat gestimmt, noch das Umfeld.
Sie wurde daraufhin als Scharlatanin abgestempelt und die Interviewer hatten wieder mal Recht behalten, dass das ganze Spiri Gedöns nur Humbug ist. Dabei hat sie das einzig richtige gewählt. Sie hat sich nicht überfordert in der Situation und auch das Tier nicht missbraucht.
So eine tiefe Arbeit braucht einen intimen Raum und nicht die große Halle, es sei denn man hat sich für die Bühne und Show entschieden. Aber ob das dann alles auch echt ist… darf jeder selbst fühlen.
Kannst du es annehmen, wenn jemand sagt: du kannst das?
Wenn jemand sagt „du kannst das“ — kannst du es einfach annehmen? Oder fängt sofort das Anzweifeln an?
Ja, denn warum sollte ich es anzweifeln. Zum einen steht mir das gar nicht zu, zum anderen ist es nicht meine Aufgabe zu urteilen. ABER, die Frage ist auf welcher Ebene.
Es gibt so viele Stufen und die meisten bleiben an der Oberfläche und glauben alles schon zu wissen. Und ja, das ging mir damals nicht anders. Aber meist ist das noch auf der 3D Ebene.
Kürbisse auf den Augen
Was, wenn das, was du so lange gesucht hast, einfach dein Normal war und du es deshalb nie gesehen hast?
Alles, was ich damals mit meinen Engeln auf Pfötchen lernen wollte, vor allem die Tierkommunikation, die ich traditionell immer noch nicht kann und alles, was mit Energiearbeit zu tun hatte, kam mir immer so umständlich vor.
Nicht, weil ich es besser konnte, sondern weil es mein Normal war. Ich wusste es nur noch nicht.
Unsere ureigenen Talente zu entdecken und anzuerkennen ist eine unserer schwersten Aufgaben, weil wir dafür blinde Flecken haben. Statt Tomaten haben wir ganze Kürbisse auf den Augen und sehen das Offensichtliche nicht.
→ Erinnere dich, wer du wirklich bist → Verborgene Talente – du kannst es schon, du weißt es nur nicht → Blinde Flecke – Gedanken die nicht deine sind
Der Schrank voller Zertifikate
Warum vertrauen wir jemandem mehr, wenn er einen vollen Ordner mitbringt — und weniger, wenn er einfach da ist?
Ich glaube das liegt einfach daran, dass wir Beweise brauchen. Jemand, der den Schrank voll hat mit Zertifikaten und sich gut präsentieren kann ist einfach mal glaubwürdiger als jemand, der es selbst erlebt hat. Der hat ja nur Erfahrungen. Ich habe übrigens beides 😉
Den Ordner mit den Nachweisen meiner Qualifikationen trage ich allerdings nicht mehr mit mir herum, weil es schlichtweg nicht meiner Wahrheit entsprechen würde.
Ja, alles was ich je gemacht habe, jede Ausbildung und davon gab es einige, jedes Seminar, jeder Vortrag und jeder Kurs hat natürlich etwas hinterlassen. Aber nicht soviel, dass ich das als Einheit anbieten würde.
Für mich war der ganzheitliche Ansatz schon immer der einzige, den ich vertreten habe. Alles zu seiner Zeit, wenn es angebracht war aber nie nach Anleitung.
→ Mein Bauchladen und die Suche nach der inneren Wahrheit → Was andere sagen
WEIL ICH MICH SO ENTSCHIEDEN HABE
Irgendwann kommt die Frage: Wann hörst du auf zu suchen? Und die Antwort ist so banal, dass sie fast wehtut.
Ich wurde ständig gefragt, wie ich es geschafft habe und hatte keine Antwort. Das hat mich fast verrückt gemacht. Ich erwartete eine spektakuläre Antwort und dabei war es so einfach.
WEIL ICH MICH SO ENTSCHIEDEN HABE.
Das klingt so banal, wie es ist. Wir haben immer die Wahl. Nicht mehr und nicht weniger. Ob du dich entscheidest oder anderen die Entscheidung überlässt, ist deine Entscheidung. Bewusst oder nicht, spielt dabei gar keine Rolle.
→ Wie ich es geschafft habe — gar nicht, ich habe mich entschieden
Was erwartest du, wenn du zu mir kommst?
Eine Frage, die ich oft höre. Und die eine ehrliche Antwort verdient.
Erwartungen machen Druck. Auf beiden Seiten. Meine Empfehlung ist ganz klar, bleib neutral. Erwarte nichts und sei einfach offen.
Vielleicht kommen Wunder, vielleicht nicht. Vielleicht später oder vielleicht werden einfach nur Türen geöffnet. Was auch immer. Energiearbeit ist kein Wunschkonzert und ist immer für Überraschungen gut.
Der heilige Gral ist eine Erinnerung
Was, wenn du gar nichts entdecken musst — weil du es schon bist?
Letztendlich ist es eine Erinnerung an deine eigene Wahrheit, deine Version, die du im Grunde schon immer warst. Nicht die, zu der du gemacht wurdest.
→ Erinnere dich – wenn der Seelenweg dich nicht loslässt
Wenn du spürst, dass da etwas in dir antwortet — dann weißt du es schon.









