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Spirituelle Sprüche: Was die Bubble sagt und was ich erlebt habe

Spirituelle Sprüche: Was die Bubble sagt und was ich erlebt habe

Spirituelle Sprüche klingen nach Befreiung. Bunt, mit Sonnenuntergang dahinter.

Ich habe lange gedacht, ich mache alles falsch.

Heute weiß ich: Wenn ich im Vertrauen bin und die Kontrolle abgebe, muss ich mich gar nicht mit solchen Sprüchen abgeben.

In diesem Blog zeige ich dir, was sie mit mir gemacht haben und was auf meinem Seelenweg stattdessen passiert ist.

Alles nur Sprüche? Was die Bubble sagt und was es mit mir gemacht hat

Spirituelle Sprüche, Kalendersprüche und Co. gibt es auf bunten Bildern zuhauf. Für viele sind sie nett. Für mich waren sie das nicht. Mein Unterbewusstsein hat sie anders verarbeitet, und ich habe „das Dahinter” als Manifestation erlebt.

Mir wurde immer wieder eingeredet, ich sei noch nicht so weit. Heute weiß ich: Das hat rein gar nichts damit zu tun, wie weit man ist. Ich bin davon überzeugt, dass jede Seele mit einem Köfferchen in ihren geliehenen Körper einzieht und nach und nach ihre To-do-Liste abarbeitet.

Ich zeige dir, was gesagt wird, was dahintersteckt und was ich erlebt habe. Es geht nicht darum, was wahr ist, sondern um Wahrnehmung auf deinem persönlichen Weg.

Für mich ist es ein Unterschied, ob jemand einem Seelenweg folgt oder ein bisschen Selbstoptimierung betreibt. Weder das Universum noch das Schicksal bestimmen dein Leben. Du tust es.

Der Weg liegt vielleicht schon da, aber gehen musst du ihn selbst.

Sei einfach positiv.

Damals hatte ich noch mit Depressionen zu tun. Affirmationen und Co. wurden meine Begleiter. Ich habe versucht, mir die Dunkelheit etwas heller zu gestalten und alles positiv zu beschreiben. Ja, ich konnte mir alles wunderschön zurechtreden, und das ging eine gewisse Zeit auch gut. Ich habe es als Werkzeug benutzt, um überhaupt aus den Gedankenschleifen zu kommen.

Der Dampfkochtopf

Aber nur dabei zu bleiben und die innere Arbeit nicht zu machen, verläuft im Sande. Trauer, Wut und Erschöpfung sollen weg, also versteckt man sie. Stell dir einen Dampfkochtopf vor. Was passiert, wenn der nicht entlüftet wird?

Und wenn das System im Inneren hört „Verarsch dich weiter selbst“, fällt das Kartenhaus irgendwann in sich zusammen.

Was die Bubble dazu sagt

Die Bubble vermittelt, dass sogenannte dunkle Gefühle unerwünscht sind. Du bist noch nicht so weit, wenn du nicht die ganze Zeit High Vibes versprühst und dich permanent zum Löffel machst. Nur so bist du immer gut drauf und dir ist es egal, was andere von dir denken.

Eins vorweg: Eine positive Grundeinstellung ist natürlich immer ein wichtiger Baustein für das Gelingen. Aber diese Emotionen werden eingekapselt und permanent unterdrückt. Dann kommt zum Schmerz noch das Gefühl dazu, man fühlt das Falsche und unterdrückt immer mehr.

Annehmen und Beobachterrolle

Ich selbst habe früh gelernt: Echte Emotionen sind unerwünscht. Geholfen hat mir das Annehmen und der Wechsel in die Beobachterrolle. Mich ein Stück rausnehmen, neben mich stellen und sagen: „Okay, lass uns mal gemeinsam draufgucken, was da jetzt wirklich los ist.“ Ich musste nichts positiv einfärben, sondern konnte es einfach lassen, wie es war. Den Fokus und die Perspektive zu wechseln hat mich aus diesem Schmerz geholt.

Du musst nur loslassen, dann kommt das Richtige zu dir.

Loslassen wird wie eine Technik hingestellt, und es wirkt, als müsste man etwas aktiv tun. Was aber, wenn dahinter noch weitere Learnings stecken und es deshalb noch gar nicht an der Zeit ist loszulassen? Was dann passiert? Wenn das Richtige nicht kommt, bleibt der Gedanke: Dann habe ich wohl wieder etwas nicht richtig gemacht. Es geht einem noch schlechter. Wir fühlen uns als Versager. Dabei bist du NUR auf deinem Weg und der ist ein Prozess.

Annehmen statt Loslassen

Ja, wie soll ich denn loslassen? „Lass los“, na klar. Für mich war damals das Annehmen viel wichtiger, vor allem in den Phasen der Schattenarbeit. Es ging nie ums Loslassen, sondern um die Auseinandersetzung mit dem, was wahr ist, und darum, damit in Frieden zu gehen.

Ich habe die Situationen so genommen, wie sie waren, und nicht mehr bewertet. Nicht verdrehen, nicht hochspulen. Angucken, bedanken, sagen: „Ich nehme dich wahr. Du kannst bleiben, wenn du willst, aber wenn nicht, dann geh halt.“ Ich halte nicht daran fest, ich lasse es fließen. Das ist für mich der erste Schritt ins Hier und Jetzt.

Sei einfach im Hier und Jetzt.

Als wäre es ein Schalter, den man einfach umlegt. Auch hier kommt es darauf an, auf welcher Ebene du dich befindest. Denke dran: Es geht nicht darum, weiter zu sein als andere, sondern darum, welchen Weg du eingeschlagen hast.

Wer noch Sorgen um Miete oder Zukunft hat, hört: Deine Sorgen sind falsch. Du musst nur richtig manifestieren und die Vergangenheit loslassen. Du schaffst es nicht, also fühlst du dich wieder falsch.

Für mich fühlt es sich so an, diese spirituelle Maschinerie doch nur darauf ausgelegt, dich lang genug unsicher zu halten oder? Sobald du diesen Braten nicht nur gerochen hast, sondern dein eigenes Rezept kennst, sind diese Sprüche schlicht unnötig, weil du keine Kontrolle mehr brauchst, wenn du im Vertrauen bist. 

Ein Archiv, in das man mal reinguckt

Im Hier und Jetzt zu sein ist ein Prozess. Wenn die Vergangenheit nur noch eine Erinnerung ist und keinen Schmerz mehr verursacht, ist es normal. Das Leben findet jetzt statt. Aber auch dazu muss man die Stufen vorher genommen haben. Ohne Schattenarbeit wird das schwer, denn die Vergangenheit triggert und will gesehen werden.

Ich nehme das so wahr, dass das die Learnings sind, die unser Seelchen im Gepäck hat. Wenn wir durch die Schatten durch sind, ist die Vergangenheit einfach eine Erinnerung. Ein Archiv, in das man mal reinguckt.

Alles passiert genau zum richtigen Zeitpunkt.

Meist ist es ein Trostpflaster, wenn jemand am Boden liegt. Wenn es dir gerade schlecht geht, nimmt der Satz den Schmerz nicht ernst. Er klingt wie: Stell dich nicht so an.

Wenn die Zahnräder ineinandergreifen

Der Satz stimmt tatsächlich irgendwann wieder, für Menschen, die auf dem Seelenweg sind und die Schattenarbeit gemacht haben. Aber ich spreche hier nur aus meiner Erfahrung.

Ich habe mein ganzes Leben reflektiert, die Bausteine aneinandergereiht und die Puzzleteile an die richtigen Stellen eingefügt. Wenn ich zurückschaue und sehe, wie die Zahnräder ineinandergegriffen haben, ist es keine Floskel mehr.

Spirale und Welle

Es fühlt sich an, als würden wir feststecken und nicht weiterkommen. Aber eine Lernkurve ist keine Linie, sondern folgt dem Gesetz einer Spirale. Je weiter du in deinen ENTwicklungsstufen kommst, desto mehr gleichen diese dann einer Welle.

Diesen Spruch kennst du: „Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber lernen zu surfen.“ Die Fragen sehen gleich aus, aber die Antworten fallen unterschiedlich aus, weil wir sie auf einer anderen Ebene wahrnehmen.

Verlasse deine Komfortzone.

Du musst dich ständig überfordern, sonst passiert nichts. Man kommt nie an. Man hat das Gefühl, immer zu wenig getan zu haben, vor allem, wenn die sichtbaren Erfolge im Außen noch nicht angekommen sind. Einfach mal einen Gang zurückschalten und beobachten ist verpönt.

Nicht den Planeten sprengen

Ich finde den Ansatz wirklich gut, aber die Komfortzone sollte am Anfang sanft gestretcht werden. Wenn man sich immer nur darin wohlfühlt, passiert auch nichts. Die Bereitschaft, Grenzen zu überschreiten und Neues auszuprobieren, ist ganz wichtig.

Nur nicht nach dem Motto „Ich sprenge jetzt mal den Planeten und gucke, wo ich lande“.

Hier das Tempo für echtes Wachstum zu entwickeln ist eine kleine Herausforderung, weil es in unterschiedlichen Phasen auch unterschiedlich stark werden darf.

Und unter uns… ich habe so einige Grenzen gesprengt, die ich mir nie zugetraut hätte. Allerdings hatte ich auch für ein starkes Fundament gesort und es zuvor aufgebaut. Ich liebte es und kann nur davor warnen: Es könnte süchtig machen 😉 

Spirituelle Sprüche oder Seelenweg: Wo ist der Unterschied?

Viele Wege führen nach Rom. Der Spruch ist so alt, aber auf dem Seelenweg ist er der Wahrhaftigste überhaupt. Bei mir waren so viele Wege schon vorgegeben, dass ich strampeln konnte, wie ich wollte. Wenn ich meinem Seelenweg nicht folgte, driftete ich tiefer rein und bekam so lange Lektionen, bis ich es gelernt hatte.

Viele Menschen setzen sich unter Druck, weil sie denken, sie machen alles falsch. Ich nehme mich, beziehungsweise meine früheren Versionen, da nicht aus. 

Ich bin so müde von dem ganzen Druck, der einem eingeredet wird. Deshalb dieser Blog.

Welcher dieser Sätze hat dich schon mal müde gemacht? Schreib es gerne in die Kommentare. Ich freue mich von dir zu lesen.

Sicherer Hafen Seelenweg – Ein Samstag im April

Sicherer Hafen Seelenweg – Ein Samstag im April

Manchmal ist ein ganz normaler Samstag der beste Beweis dafür, dass der Seelenweg kein Konzept ist, sondern gelebter Alltag.

Sicherer Hafen bedeutet für mich nicht Stillstand. Es bedeutet ankommen.

Jogginghose, Tai Chi, Rosi und ein langer Nachmittag mit meinem eigenen Kram und plötzlich war da alles was ich schon längst wusste.

Ein Samstag im April

Ich liebe es immer wieder etwas Neues auszuprobieren.

Heute war ich zu einem Schnupperkurs Tai Chi angemeldet. Da ich mich immer wieder überwinden muss freiwillig meine heiligen Räume zu verlassen, ist mir aufgefallen, dass ich heute morgen Ausreden gesucht habe, doch nicht hinzugehen.

So richtig hat es aber nicht geklappt.

Also ab in die Jogginghose — ich wollte zumindest schon mal sportlich aussehen — und ab zum Bus.

Schublade auf. Carola mit Jogginghose rein.

Erstaunlich wie Menschen auf Äußerlichkeiten reagieren.

Im Bus selbst haben die Menschen mich gesehen, haben gegrüßt und freundlich gelächelt. Die an der Bushaltestelle und die auf dem Weg zur Tai Chi Veranstaltung haben mein Outfit gesehen — nicht mich als Person.

Ich spüre ihre Gedanken und normalerweise nehme ich das gar nicht mehr bewusst wahr.

Aber heute war ein besonderer Tag und er zeigte mir, dass ich immer noch richtig liege und meiner Wahrnehmung trauen kann.

Menschen sortieren. Meistens schnell. Meistens nach außen.

Man hat gar nicht die Chance sich einander bekannt zu machen, weil wenn die Schublade erst mal zu ist, kommt man auch nicht mehr raus — selbst wenn man sich eigentlich sympathisch finden würde, wenn man sich auf einem anderen Weg kennenlernen würde.

Vier Frauen, neu in der Stadt

Tai Chi selbst war dann wirklich gut.

Kalt — aber nach einer Weile waren wir durch die Übungen auf Betriebstemperatur.

Das Schöne: keiner hat schief geschaut auf meine Jogginghose, denn in diesem Kreis war es normal, obwohl die meisten in Jeans vor Ort waren.

Ganz witzig war, dass ich noch drei weitere Frauen sah, die alleine da standen, während andere Grüppchen bildeten. Wir kamen ins Gespräch und siehe da — alle waren frisch zugezogene Wilhelmshavenerinnen.

Vier Frauen, neu in der Stadt und tolle Gespräche.

Rosi gibt das Tempo vor

Auf dem Heimweg bin ich am Rüstringer Hafen vorbeigekommen.

Der Vorteil wenn man mit dem Bus unterwegs ist — man hat Zeit für Sightseeing.

Also dachte ich, wir könnten ja mal versuchen mit dem Fahrrad dorthin zu kommen. Kein Muss dahinter, sondern ein: wir schauen mal ob es klappt — und wenn nicht, auch gut.

Es war einfach wunderbar.

Insgesamt waren wir über 8 km unterwegs. Rosi hatte Spaß und natürlich hat sie das Tempo vorgegeben — und auch wann es Zeit für eine Pause war.

Wir haben eine gute Entscheidung getroffen und fühlen uns rundherum wohl in WHV.

Ein sicherer Hafen – von innen betrachtet

Dazwischen ein langer Nachmittag in dem ich mir SOUL2SOUL angeschaut habe — nicht als Projekt, sondern als das was es geworden ist.

Ein sicherer Hafen. Für die die kommen. Und für mich selbst.

Meine Blogs, meine Videos, mein Malbuch, das Edelstein-Booklet. Cecilia. Der Karneol. Der Hirsch aus dem Harz.

Die Geschichten meines Lebens die ich aufgeschrieben habe bevor ich wusste warum.

Ich lese meine Blogs nicht und schaue meine Videos nicht an. Nicht weil ich gleichgültig bin — sondern weil ich weiß dass sie sich zeigen wenn es soweit ist.

Wenn ich mal wieder Tomaten auf den Augen habe und das Offensichtliche nicht sehe.

Heute habe ich gehört und gelesen was ich damals gesagt und geschrieben habe. Und wieder erkannt: ich wusste es schon. Lange bevor es passiert ist.

Das ist vielleicht das Einzige was zählt. Dass es noch stimmt.

Da es nur darum geht zu vertrauen und nichts mehr zu kontrollieren. Loszulassen, damit sich alles von selbst entwickeln kann — so wie es vorbestimmt ist.

Wie war dein Samstag?

Was hast du wahrgenommen — unterwegs, im Bus, beim Einkaufen, mit deinem Tier?

Ich bin neugierig. Schreib mir einfach in die Kommentare. Ein Satz reicht. Manchmal steckt da mehr drin als wir denken.