Bewusst entscheiden – auch wenn es sich nach „nicht meins“ anfühlt
Es gibt einen Moment, wo du weißt: Das hier bin eigentlich nicht ich.
Und du machst es trotzdem. Nicht weil du musst. Sondern weil du dich dafür entschieden hast.
Genau da fängt echte Freiheit an.
Die Gitarre, die ich nie gelernt habe zu spielen
Es gab Zeiten in meinem Leben, da hatte ich extreme Angst vor Sichtbarkeit. Das ist natürlich richtig blöd, wenn man selbstständig ist. Irgendwann wollte ich einfach meine Ketten sprengen und kaufte mir eine Gitarre. Spoiler: ich kann bis heute nicht spielen.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl — du stehst kurz davor, etwas zu tun, und weißt gleichzeitig, dass es nicht perfekt wird. Dass du dich blamieren könntest. Dass es sich irgendwie falsch anfühlt. Und trotzdem zieht dich was dahin.
Es hat so einen Spaß gemacht mich auszuprobieren — und was habe ich gemacht? Handykamera an und auf Facebook hochgeladen. Ich musste so lachen, wie bescheuert das war. Aber genau diese Leichtigkeit und der Mut haben mir so einen Schub gegeben, dass danach alles möglich war.
Falls du sehen willst, wie das wirklich aussah: → Hier bin ich. Unperfekt. Echt.
Darum geht es heute. Nicht um Perfektion. Nicht um deine Natur. Sondern um das, was passiert, wenn du dich bewusst dafür entscheidest, etwas zu tun — auch wenn es sich nach „eigentlich nicht meins“ anfühlt.
Komfortzone oder Selbstvertrauen — was wächst da wirklich?
Wenn wir immer nur das tun, was wir besonders gut können, pushen wir unseren Selbstwert künstlich. Wir nisten uns tiefer in der Komfortzone ein. Echtes Selbstvertrauen entsteht nicht dort. Es entsteht, wenn du dich ausprobierst. Nicht weil du es irgendwann perfekt kannst — sondern weil du es tust.
Zwei Arten von Müde — kennst du den Unterschied?
Kennst du dieses Müde, wo du weißt, du hast was getan? Das ist ein anderes Müde als das, wo du einfach funktioniert hast. Wenn du funktionierst — vielleicht sogar aus einer Not heraus — kommt diese erschöpfte Dauermüdigkeit, nachts nicht schlafen können, Frustration. Wenn du dich aber bewusst auf etwas einlässt, das dich herausfordert, bist du danach auch müde. Aber du kannst schlafen. Du fühlst dich erholt. Du hast nicht gekämpft. Du hast entschieden.
Wenn du spürst, dass da noch was dahinter steckt, warum du nicht sagst was du wirklich fühlst: → Warum du nicht sagst, was du wirklich spürst
Was passiert, wenn du aufhörst zu bewerten
Letztendlich geht es immer darum, ob du noch bewertest. Wenn du anfängst neutral hinzusehen — nicht gleichgültig, sondern im Frieden — ist das, was du gegen deine eigentliche Natur tust, kein Drama mehr. Ich z.B. brauche die Extreme. In meiner Welt ist alles still und friedlich. Aber in der anderen Welt kann ich genau so sein wie ich bin, obwohl ich ein komplett anderes Umfeld habe. Keine Masken mehr. Das war ein langer Weg — ich habe ihn nicht immer genossen, dafür jetzt umso mehr.
Sensibel sein ist keine Entschuldigung
Du weißt vielleicht, dass du sensibler bist als andere. Und vielleicht wirst du dafür gehänselt. Aber weißt du, dass es deine Superkraft ist, wenn du gelernt hast sie anzuwenden? Ich habe auch eine Zeitlang entschieden, lieber nichts mehr zu fühlen als so viel. Ich war überfordert und hatte niemanden zum Austauschen. Was hat es mir gebracht? Schmerzen. Körperlich und seelisch. Die Depression. Erst als ich mich zu 100% darauf eingelassen habe, mich selbst kennenzulernen und diese Fähigkeit anzunehmen — konnte auch die Depression gehen.
Das Cape schützt dich nicht. Es hält dich nur da, wo du gerade bist. → Hochsensibel? Das goldene Cape macht dich nicht stark
Das ist meine Geschichte. Meine Entscheidungen, mein Weg, meine Erfahrungen — nichts davon ist eine Anleitung und schon gar kein Versprechen. Wenn du gerade mittendrin bist und professionelle Unterstützung brauchst, hol sie dir. Beides schließt sich nicht aus.
Innere Freiheit gehört dir — nicht deiner Komfortzone
Was du eigentlich suchst, bist du selbst. Dafür ist es nötig, alle deine Teile zu akzeptieren. Du triffst die Entscheidungen, wie sich was in dir entwickelt — und so kommst du zu deiner eigenen Wahrheit, die keine Konditionierungen mehr enthält. Niemand kann dir sagen, was deine Wahrheit ist. Die ist individuell. Du wirst sie spüren.
Innere Freiheit ist das, wo niemand dich beeinflusst, wenn du es nicht willst. Der Moment, wo du dich immer für dich entscheidest. Dein Leben gehört dir. Nur du kannst den Weg für dich wählen.
Und falls du merkst, dass du noch nicht weißt, wer du ohne deine Geschichten bist: → Du bist nicht für Spezialisten gemacht
Wenn du spürst, dass da noch was ist: → Was es mich gekostet hat, nicht zu fühlen → Warum du nicht sagst, was du wirklich spürst → Du bist nicht für Spezialisten gemacht
Oder komm direkt: → Schreib mir









