Wenn du plötzlich ein Muster siehst
Ich saß da und schaute zurück. Nicht geplant.
Es kam einfach dieser Moment, in dem ich es sah.
Das Muster: Aufgebaut. Verloren. Neu angefangen. Immer wieder. Ist das Selbstsabotage? Oder dein Seelenweg? Warum nicht alles in die Coach-Schubladen passt und wie du erkennst, was wirklich für dich stimmt.
Wenn sich ein Muster zeigt, das du nicht mehr ignorieren kannst
Manchmal kommt ein Moment, in dem du dich erinnerst. Nicht bewusst, nicht geplant. Du schaust zurück und siehst plötzlich ein Muster, das sich durch dein ganzes Leben zieht. Aufgebaut. Verloren. Neu angefangen. Wieder aufgebaut. Wieder verloren. Und immer ging es irgendwie weiter.
Ich habe mir mein Leben angeschaut. Die Stationen. Die Umzüge. Die Neuanfänge.
Als Kind schon unterwegs. Als Jugendliche weiter. Als junge Erwachsene durch verschiedene Städte. Immer wieder habe ich etwas aufgebaut. Perfekt gemacht. Und dann musste ich gehen. Alles verloren. Improvisation war angesagt. Und trotzdem wurde es jedes Mal irgendwie gemütlich.
Ab einem bestimmten Punkt kam Vertrauensmissbrauch dazu. Das Thema Geld wurde zur echten Herausforderung. Auf dem Weg zu meinem aktuellen Ort ist alles zusammengebrochen. Komplett.
Und jetzt? Neuanfang. Mission noch unsichtbar, aber ich weiß warum.
Die Frage, die sich mir stellte: Ist das ein Selbstsabotagemuster? Oder ist das mein Seelenweg?
Die Schubladen der Coach-Bubble
Überall liest man von Selbstsabotagemustern. Die Coaches haben ihre Tools, ihre Tipps, ihre Schablonen. „Du sabotierst dich selbst.“ „Du hältst dich klein.“ „Du musst deine Blockaden lösen.“
Alles wird in Schubladen gepackt. Ordentlich beschriftet. Erklärt. Gelöst.
Und wenn es nicht funktioniert? Dann hast du nicht richtig mitgemacht. Dann hast du noch eine Blockade. Dann brauchst du noch ein Tool.
Ich bin genervt von diesen Schubladen. Alles wird ordentlich beschriftet. Erklärt. Gelöst. Und wenn es nicht funktioniert? Dann hast du nicht richtig mitgemacht. Dann brauchst du noch ein Tool. Warum wir das tun und warum das oft zu kurz greift, habe ich hier beschrieben.
Was, wenn es gar keine Selbstsabotage ist? Was, wenn du einfach auf deinem Weg bist und dieser Weg anders aussieht als das, was in den Schubladen steht?
Der Moment, in dem ich es verstand
Ich erinnere mich an einen Moment. Ich stand in meiner Wohnung, hatte gerade wieder alles perfekt für mich eingerichtet. Alles lief. Und dann kam dieser Impuls. Nicht laut, nicht dramatisch. Einfach nur: „Du musst hier weg.“
Damals dachte ich: „Schon wieder. Ich mache schon wieder alles kaputt.“
Heute weiß ich: Das war kein Kaputt-Machen. Das war mein Seelenweg, der mich weiter gezogen hat.
Nicht jedes Muster ist Selbstsabotage. Manchmal ist es Transformation.
Wer auf seinem Seelenweg ist, MUSS seine Wahrheit finden. Und dazu gehören auch die vermeintlichen Selbstsabotagemuster.
Meine Geschichte zeigt kein Versagen. Sie zeigt einen Weg. Einen Weg, der mich immer wieder rauskatapultiert hat, damit ich weiterkomme. Damit ich ankomme. Bei mir. Bei meiner Wahrheit. Bei meiner Mission.
Die Improvisation? Die war notwendig, damit ich lerne, flexibel zu bleiben. Präsent zu sein. Im Moment zu leben.
Der Verlust? Der war der Preis dafür, nicht stehenzubleiben. Nicht bequem zu werden. Nicht in Mustern zu erstarren, die nicht mehr passen.
Manchmal kann man das nicht erklären. Manchmal muss man einfach vertrauen und zulassen.
Wie du den Unterschied erkennst
Es gibt Momente, da sitzt du da und fragst dich: Sabotiere ich mich gerade? Oder ist das mein Weg?
Ich kann dir keine Checkliste geben. Aber ich kann dir sagen, wie es sich für MICH angefühlt hat.
Selbstsabotage fühlte sich an wie Kampf. Wie „Ich weiß es besser und tue es trotzdem nicht.“ Wie ein innerer Widerstand gegen etwas, das klar ist.
Seelenweg fühlte sich an wie… ein inneres Wissen. Auch wenn ich es nicht verstanden habe. Auch wenn alle um mich herum gesagt haben „Was machst du denn da?“ Es fühlte sich richtig an. Tief drin.
Bei Selbstsabotage wiederholst du dasselbe Muster und es macht dich klein.
Beim Seelenweg durchlebst du verschiedene Phasen. Jede verändert dich. Jede bringt dich näher zu dir selbst. Auch wenn es von außen aussieht wie Scheitern.
Ich erinnere mich an die Zeit, als das Geldthema richtig hart wurde. Als der Vertrauensmissbrauch kam. Damals dachte ich: „Das kann doch nicht sein. Ich mache doch alles richtig.“
Heute weiß ich: Genau das musste passieren. Damit ich lerne, mir selbst zu vertrauen. Damit ich lerne, was wirklich zählt.
Die Coaches hätten gesagt: „Du musst an deinen Blockaden arbeiten.“
Ich sage: Manchmal brauchst du keine Tools. Manchmal brauchst du Mut. Den Mut, deinem eigenen Weg zu vertrauen, auch wenn er nicht in die Schublade passt.
Wenn dein Weg anders aussieht
Vor sechs Wochen bin ich an meinem jetzigen Ort angekommen. Heilig Abend. Alles war zusammengebrochen. Wirklich alles.
Und zwei Tage später, am 26.12., hatte ich einen Durchbruch. Von der Verkörperung in eine neue Bewustseinsstufe. Keine Erklärung dafür. Einfach nur dieses tiefe Wissen: Jetzt fängt es an. Jetzt bin ich da.
Meine Mission war noch unsichtbar. Aber ich weiß, warum und inzwischen ist sie klar. Es geht inzwischen so schnell. Was früher Monate gedauert hat, ist jetzt in Stunden sichtbar.
Nicht jeder Weg ist gleich. Nicht jedes Leben folgt den Regeln, die in den Ratgebern stehen. Nicht jedes Muster ist eine Blockade.
Manchmal ist es einfach dein Weg.
Dein Seelenweg.
Der Weg, auf dem du deine Wahrheit findest.
Und wenn dich das nächste Mal jemand fragt, warum du nicht endlich ankommst, warum du nicht endlich stabil wirst, warum du nicht endlich erfolgreich bist nach den üblichen Maßstäben, dann darfst du sagen:
„Weil mein Weg anders aussieht. Und das ist gut so.“
Wenn du spürst, dass auch dein Weg nicht in die üblichen Schubladen passt, wenn du dich fragst, ob das wirklich Selbstsabotage ist oder vielleicht dein Seelenweg, dann lass uns sprechen.
Ich höre zu. Ohne Schubladen. Ohne vorgefertigte Tools. Mit der Bereitschaft, deinen Weg zu sehen, wie er ist.
Im Februar gibt’s zu jedem Impulsgespräch ein Reading als Geschenk dazu. Einfach weil ich Bock drauf habe.
IMPULSFRAGEN
- Welches Muster zieht sich durch dein Leben, das du bisher als „Problem“ gesehen hast?
- Fühlt es sich an wie Kampf gegen dich selbst oder wie ein Fluss, dem du folgst?
- Was würde sich ändern, wenn du es nicht als Scheitern, sondern als Teil deines Weges siehst?
- Wo passt dein Leben nicht in die üblichen Schubladen?