Was wäre, wenn dein Hund kein Trainingsproblem ist, sondern eine Einladung, dir selbst wieder zu vertrauen?
Viele Hunde brauchen kein weiteres Training.
Sie brauchen Menschen, die wieder bei sich selbst ankommen.
Ein Text über Zweifel, Naturzeit und ehrliche Verbindung.
Warum eine Fehlersuche der falsche Weg ist
Meiner Erfahrung nach ist es unser größter Fehler, direkt am Problem zu arbeiten, um es beheben zu wollen. Nehmen wir an, du möchtest endlich telepathisch mit deinem Hund verbunden sein. Du bist sensibel und gibst dir die größte Mühe. Vielleicht besuchst du Tierkommunikationskurse und ja, vielleicht klappt es das eine oder andere Mal. Aber schnell sind die Zweifel wieder da: „Funktioniert das wirklich?“ „Was, wenn die Stimmen nur in meinem Kopf stattfinden?“
Glaube mir, ich kenne das nur zu gut. Meine Cecilia hat mehr als 1x genervt mit den Augen gerollt und sie war extrem geduldig.
Die Verbindung zu dir selbst als Schlüssel
Weißt du, was eine elegantere und ganzheitlichere Lösung wäre? Sich mit dir selbst zu verbinden.
Denn in den meisten Fällen ist das eigentliche Problem nicht der Hund, sondern wir selbst. Wir vertrauen uns nicht genug und sind oft von unserer Intuition abgetrennt.
So oft habe ich Kunden sagen hören: „Ich bin ein Kopfmensch. Bei mir geht das nicht.“
Doch es dauerte gar nicht lange, und sie haben sich ganz anders wahrgenommen – und nicht nur sich selbst.
Viele denken, das Problem zu eliminieren sei der kürzeste Weg. Doch es ist nur ein Symptom. Man kann es überkleben, aber es verschwindet nicht wirklich. Es taucht in anderer Form wieder auf. Probleme sind Geschenke, die uns zeigen, wo wir hinsehen dürfen.
Wenn Verhalten nur ein Zeichen ist
Stell dir vor, dein Hund reagiert aggressiv auf andere Hunde. Dir ist gar nicht bewusst, dass sein Verhalten (das Symptom) durch deine eigene Angst oder Unsicherheit ausgelöst wird.
Du rennst von Trainer zu Trainer, damit das Verhalten aufhört. Vielleicht funktioniert es nach außen, aber innerlich bleibt etwas unberührt. Dein Hund wollte eigentlich ein sensibles Signal geben, dich warnen oder unterstützen.
Wir müssen achtsam werden für unsere ENGEL AUF PFÖTCHEN.
Wenn Zweifel lauter sind als die eigene Wahrnehmung
Mein größter Zweifel damals: nicht gut genug zu sein. Ich konnte telepathisch nicht „so wie alle anderen“ kommunizieren.
Ich erinnere mich an einen Tierkommunikations – Kurs mit Cecilia. Ein anderer Hund brachte viel Unruhe. Cecilia schaute mich an: „Mach mal was.“ Ich sagte: „Wir sind hier Gast. Die Leiterin wird sich kümmern.“ Ich hatte es gar nicht bewusst wahrgenommen, für mich war es normal.
Nach einer Stunde bat ich darum, den Hund anzuleinen, damit er Ruhe bekommt. Und siehe da: alles entspannte sich. Cecilia schaute mich an: „…und? War das jetzt so schwer?“
Wenn fremde Wahrheiten das Vertrauen zerstören
Ein Guru sagte mir damals, Lucy und ich hätten keine soziale Bindung. Es war ein schmerzvoller Moment, der mein Selbstvertrauen erschütterte. Fachärzte stellten später fest, dass Lucy nicht taub war, sondern ein Trommelfellproblem hatte.
Durch diese Erfahrung habe ich Selbstvertrauen aufgebaut. Mein Hund orientiert sich heute an mir, ihre Aggressionen gegenüber Artgenossen ließen nach.
Warum wir verlernt haben, uns selbst zu vertrauen
Selbstvertrauen ist ein Geschenk an uns selbst. Ich hatte eine massive Rückenverkrümmung und frühe Depressionen. Es hieß, ich würde mit 40 einen Buckel haben. Heute bin ich aufrechter als je zuvor, physisch und seelisch.
Selbstvertrauen zeigt sich im Alltag: wir stehen zu uns, übernehmen Verantwortung, sehen uns nicht als Opfer. Im Kontakt zu unseren Tieren entsteht eine natürliche Führqualität. Hunde spüren das und können entspannen, ohne dass wir trainieren müssen.
Naturzeit: Der Weg zurück zu dir
Naturzeit funktioniert überall – zu Hause, unterwegs, in der Natur. Sie bedeutet nicht stundenlang im Wald zu sein, Mandalas zu basteln oder zu chanten.
Es geht darum, den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen, die Gedanken loszulassen und einfach zu sein. Selbst ein kurzer Atemmoment wirkt Wunder. Die Natur verstärkt nur, was wir bereits gelernt haben.
Naturzeit im Alltag
Achtsamkeit ist der Schlüssel. Einfache Übungen wie STOPP sagen:
-
Nimm wahr, was du gerade machst
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Beobachte einen Gegenstand, rieche, fühle, sieh ihn bewusst
Solche Mini-Momente über den Tag verteilt bringen Ruhe. Dein Ausdruck, deine Haltung, deine Stimme verändern sich. Dein Tier spürt es, reagiert anders und vertraut mehr.
Der ehrlichste Weg
Der Weg ist ehrlich, nicht bequem. Du brauchst keine Tools oder Anleitungen von außen. Wenn du lernst, auf deine ureigene Wahrheit zu hören, entstehen Klarheit und Sicherheit.
Wenn jemand sagt: „Ich bilde mir das nur ein“, sage ich: „Vielleicht. Aber nur, wenn du um die Impulse herum andere Geschichten erzählst. Meist stammen diese aus dem Kopf.“
Unsere sensiblen Engel auf Pfötchen
Unsere Tiere sind Lehrer, keine Projekte. Wenn wir ihnen erlauben, ihre Aufgaben zu leben, unterstützen sie uns. Cecilia würde sagen:
„Danke, dass du auf uns gehört hast. Du lebst deine Mission und hilfst Menschen, ihre eigene Wahrheit zu erkennen.“
Ich wünsche mir, dass Leser:innen Probleme nicht mehr wegmachen, sondern ihnen zuhören und erfahren, was sie wirklich mitteilen wollen.
Probleme sind nicht gegen uns.
Sie sind für uns.
Unsere sensiblen Engel auf Pfötchen kommen nicht, um angepasst zu werden,
sondern um uns zu erinnern.
Eine Einladung
Wenn dich dieser Text berührt hat, wenn du beim Lesen gespürt hast, dass dein Hund dich vielleicht schon länger auf etwas aufmerksam machen möchte, dann darfst du diesem Impuls Raum geben.
Manchmal reicht ein Reading oder ein Impulsgespräch, um wieder klarer zu sehen, zu fühlen und dir selbst zu vertrauen.
Nicht, um etwas an deinem Hund zu reparieren.
Sondern um dir selbst wieder näherzukommen und deinem Tier zu erlauben, seine Aufgabe zu leben.
Wenn es sich stimmig anfühlt, findest du mich.
Und wenn nicht, ist auch das genau richtig. 🌿