Wie halte ich meine Energie hoch?
Diese Frage hast du dir vielleicht auch schon oft gestellt. In verschiedenen Variationen. Mit verschiedenen Antworten. Keine hat wirklich geholfen oder nur Ansatzweise.
Weil es die falsche Frage war…
Was dein Spiegel dir schon längst sagt
Wir alle haben einen Spiegel. Manche haben einen Hund. Manche einen Partner. Manche einen Körper der nicht mehr mitmacht. Manche ein Business das nicht fließt.
Der Spiegel wechselt. Die Botschaft bleibt dieselbe.
Er zeigt dir was du verdrängt hast. Was du noch trägst. Was du noch nicht losgelassen hast.
Ich habe das mit Lucy gelernt. Meine Schäferhündin hat nicht auf meine Worte reagiert. Auf meine inneren Zustände. Meine Unsicherheit. Meine Verstellung. Sobald ich aufgehört habe mich zu verstellen, hat sie sich entspannt.
Sind wir gehetzt zeigen sie es uns. Sind wir angespannt auch. Erst wenn wir selbst innehalten kann auch der Spiegel zur Ruhe kommen.
Das ist kein Training. Das ist Bewusstsein.
Weniger ist mehr. Wirklich.
Es geht nicht darum was du tust. Sondern wie du mit dir im Einklang bist.
Weniger Kämpfen. Weniger Pushen. Weniger Energie hochhalten. Mehr echte Verbindung, mit dir selbst.
Wenn dein Spiegel dir gerade zeigt dass etwas nicht stimmt, dann frag dich nicht was er braucht. Frag dich wie du drauf bist. Was du mit dir trägst. Was du noch nicht losgelassen hast.
Er zeigt es dir. Immer.
Die Frage hinter der Frage
Wenn du dich fragst wie du deine Energie hochhältst, dann frag dich auch: warum ist sie unten?
Was zeigt dir dein Spiegel gerade? Was siehst du noch nicht?
Ich war über 20 Jahre in der Arbeit mit Menschen und ihren Tieren. Und was ich immer wieder gesehen habe: Das Tier hat nicht das Problem. Das Tier zeigt das Problem.
Und wenn kein Tier da ist, zeigt es der Körper. Die Erschöpfung. Die Beziehung. Das was nicht fließt.
Solange wir kämpfen gegen die Erschöpfung — pushen, affirmieren, Energie hochhalten — solange kämpfen wir gegen den Spiegel.
Irgendwann habe ich aufgehört zu kämpfen.
Nicht weil ich aufgegeben habe. Sondern weil ich angekommen bin.
In dem Moment brauchte ich keine Energie mehr hochzuhalten. Sie war einfach da.
Was das mit Loslassen zu tun hat
Genau das ist der Punkt wo Loslassen und Energie zusammenkommen.
Solange du kämpfst, gegen deine Themen, gegen deine Erschöpfung, gegen deinen Spiegel, kostet alles Kraft.
Wenn du loslässt — nicht als Trick, nicht als Formel, sondern wirklich — dann hört der Kampf auf. Dann fließt Energie statt zu versickern.
Das härteste Loslassen war nicht die Website. Nicht der Job. Nicht das Auto.
Es war die Depression.
Ich habe oft gesagt: meine Depression. Obwohl ich gefühlt habe dass ich sie gar nicht mehr brauchte, konnte sie nicht gehen. Weil ich sie dadurch an mich gebunden hatte.
Besitzanzeigend. Als wäre sie ein Teil von mir.
Erst als ich aufgehört habe sie zu besitzen, durfte sie gehen.
Und ich glaube das ist für die meisten Menschen die größte Herausforderung überhaupt. Nicht das Thema loszulassen. Sondern die Identität die damit gewachsen ist.
Meine Krankheit. Meine Angst. Mein Trauma. Mein Problem.
Solange es deins ist, bleibt es.
Rosi braucht heute keinen Spiegel mehr. Sie ist einfach da. Wir genießen.
Das ist kein Konzept. Das ist gelebter Zustand.
Und wenn du noch kämpfst?
Dann bist du genau richtig.
Nicht weil mit dir etwas nicht stimmt. Sondern weil dein Spiegel dich schon längst eingeladen hat hinzuschauen.
Ein Satz von dir reicht. Was gerade drückt.
