Ein viraler Post. Zig Likes.

Und eine Frage die niemand stellt:

Was wenn die eine Person die du glücklich machen solltest — du selbst bist?

Wer macht dich eigentlich glücklich? Die Wahrheit die niemand liken will

Neulich habe ich einen Post gelesen: „Wenn jeder Mensch nur einen anderen glücklich machen würde, was wäre das für eine bessere Welt…“ Das klingt toll oder?

Und genau da sind auch zig andere Leser von überzeugt gewesen und haben fleißig kommentiert und geliked was das Zeug hält.

Normalerweise denken wir sofort daran jemand anderes glücklich zu machen. Aber was, wenn du nur eine Person glücklich machen müsstest und das wärst du selbst?

Als ich zum Staatsfeind wurde

Als ich beschlossen hatte mir selbst näher zu kommen, gab es einige Menschen in meinem Umfeld, die noch nicht bereit waren, diesen Schritt sich selbst zuzugestehen. Für diese Menschen wurde ich zum Staatsfeind Nr. 1 auserkoren.

Obwohl sie meinen Weg kannten, wurde ich ausgegrenzt, weil ich mich entschieden habe anders zu leben und glücklich zu werden. Was steckte dahinter?

Ich bin sicher sie haben nicht bewusst gewählt in ihrem Drama zu bleiben. Ich habe sie erinnert, wie es sein könnte, mutig andere Wege zu gehen und Entscheidungen zu treffen, die nicht kontrollierbar waren.

Letztendlich habe ich sie mit ihren Schatten unbewusst konfrontiert und das war für sie alles andere als angenehm.

Aber wir haben dieses Leben und bestimmt ist es nicht gedacht uns für andere aufzuopfern und uns selbst zu vergessen und immer wieder zu vertrösten.

→ Autopilot oder Vertrauen — was dich wirklich Kraft kostet

Wenn ein Spruch gut klingt — aber nicht gut ist

Ist es nicht so, dass dieser Spruch auf den ersten Blick wirklich gut klingt aber in Wirklichkeit gar nicht ist. Ist es nicht so, dass dahinter eine Abhängigkeit, Kontrolle und sogar Bedürftigkeit stecken? Was, wenn du jemanden einen Gefallen tust, einfach weil du gebraucht werden willst?

Wenn Helfen eine Strategie ist

Wie oft funktionieren wir genau nach diesem Plan oder? Wir wollen gemocht und akzeptiert werden und passen uns an. Wir wollen andere glücklich machen und nehmen uns selbst dabei vollkommen raus.

Stell dir nur mal vor, du hast jemanden, den du wirklich sehr gerne magst, vielleicht sogar vermeintlich liebst. Du nimmst dir vor, diese Person wird jetzt zu deiner Herausforderung und soll glücklich gemacht werden. Diese Person ist aber noch gar nicht bereit dazu.

Stopp. Ja, das gibt es wirklich. Und ja, ich kenne so unfassbar viele, dass ich fast schon behaupten würde, dass es in unserer Gesellschaft normal ist unglücklich zu sein.

Vielleicht nicht bewusst. Aber andere Entscheidungen zu treffen, die aus dem unglücklich Sein rausführen, werden nicht gegangen.

Vielleicht aus Gewohnheit, vielleicht weil das unglücklich sein so vertraut ist und sogar einen Nutzen hat.

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Was wenn das was wir Liebe nennen in Wahrheit Angst ist

Stell dir nur mal vor, wie es wäre, wenn du dich selbst glücklich machen würdest, ohne etwas oder jemanden von Außen dazu zu gebrauchen. Was müsstest du dafür ändern?

Vielleicht ist das, was wir als Liebe benennen, in Wahrheit Angst. Angst vor dem Alleine sein, keine Ablenkung mehr zu haben, uns selbst zu begegnen…

In der zweiten Reihe ist es bequemer

Wenn wir uns auf andere fokussieren, können wir uns in die 2. Reihe stellen und müssten nicht an unsere Schatten gehen oder unsere Masken ablegen. Andere glücklich zu machen, scheint da einfacher zu sein.

→ Wenn Fühlen alles ist — Trigger, Worte und dein Seelenweg

Dein inneres Kind braucht keine 30 Liebesbriefe

Was, wenn hinter dieser ganzen Kontrolle und Abhängigkeit dein inneres Kind sitzt und endlich gesehen und gefühlt werden will? Ich bin sicher, dass du die Klassiker kennst und auch schon 30 Liebesbriefe an dein inneres Kind geschrieben hast. Keine Frage, diese Ansätze sind gut und hilfreich ABER, haben sie dich zum Glück geführt?

→ Wann nimmst du dein inneres Kind endlich in den Arm?

→ Dein inneres Kind — warum klassische Arbeit oft scheitert

Auf meinem Weg habe ich festgestellt, dass die Fragen die gleichen bleiben aber auf unterschiedlichen Ebenen eine andere Antwort an die Oberfläche kommt. Dann brauchst du auch nicht jahrelang an deinem inneren Kind zu arbeiten, sondern ihm einmal zeigen, dass du die Verantwortung jetzt für dich übernimmst und gut.

Wenn der innere Teenager auftaucht

Vielleicht schaut dann irgendwann auch dein innerer Teenager vorbei und macht sich bemerkbar. In einer Phase, wo du gegen alles im Widerstand bist, könnte es sein, dass er dich erinnert, wie lange du schon im System festhängst. Deine Chance endlich Klarheit für dich zu schaffen.

Erlaube dir dich aus den Abhängigkeiten zu lösen und für dich selbst einzustehen. Du wirst es erleben, wie frei dich das macht und das sich dein glücklich Sein fast von selbst einstellt.

Werden das alle gut finden? Bestimmt nicht. Aber es wird dir leichter fallen, die Entscheidungen für dich zu treffen und damit ziehst du Menschen an, die du wählst und sie dich und nicht aus einer Bedürftigkeit heraus.

Eine Entscheidung. Deine.

Eigentlich ist alles immer nur eine Frage der Entscheidungen. Nur ein Schritt und den dann auch halten können. Was wäre, wenn du dieser einen Person die Entscheidung schenkst und sagst: „ich wähle mich um glücklich zu sein und damit ein wichtiger Teil der Gesellschaft zu sein, weil mein glücklich Sein ansteckend ist.“

Wenn du vertraust, was soll dann schief gehen? Wenn etwas schief geht, willst du den Prozess kontrollieren und bist alles andere als im Vertrauen. Es kann anders sein, als du es dir vorstellst — aber das ist noch lange kein schief gehen.

→ Impulsgespräch