Du machst die Arbeit. Du gehst durch den Schmerz. Und dann fragst du dich: für wen eigentlich? Dieser Blogbeitrag ist für den Moment wo die Antwort ausbleibt und du trotzdem weitermachst.
Es gibt Tage wo ich weine. Nicht weil ich verletzt wurde.
Sondern weil ich sehe was die meisten Menschen wirklich wollen – und was sie sich einreden zu wollen.
Die 30-Jährige mit Kind und Job als Ausrede. Die 50-Jährige mit Klangschalen die sich gut anfühlen aber nichts auflösen. Die 80-Jährige die weint weil sie nie wusste wer sie ist – weil sie ihr Leben lang für andere da war und jetzt alleine sitzt und fragt: wer bin ich eigentlich?
Und mittendrin diese Frage die ich mir selbst stelle:
Für wen bin ich diesen Weg gegangen?
Ich weiß nicht wohin. Und gehe trotzdem.
Das ist das Ehrlichste was ich dir sagen kann.
Ich habe kein Ziel mehr. Keinen 5-Jahres-Plan. Keine Antwort auf „und was kommt als nächstes?“
Früher hat mich das verrückt gemacht. Heute ist es das Einzige was sich wahr anfühlt.
Weil ich gemerkt habe: jedes Mal wenn ich dachte ich weiß wo es hingeht – war ich auf dem Weg dorthin schon wieder jemand anderes. Der Plan hat nie gepasst. Nicht weil ich falsch lag. Sondern weil ich mich weiterentwickelt habe während ich gegangen bin.
Das kann dir kein Kurs beibringen. Das passiert einfach.
Was Veränderung wirklich bedeutet
Veränderung ist kein Wochenend-Seminar.
Nicht weil Seminare schlecht sind. Sondern weil echte Veränderung in Schichten passiert. Du löst eine – und denkst: geschafft. Und dann kommt die nächste. Tiefer. Älter. Hartnäckiger.
Das ist nicht Rückschritt.
Das ist wie Zwiebeln schälen. Du kannst nicht zwei Schichten gleichzeitig abhaben. Du kannst den Prozess nicht beschleunigen. Du kannst nur da sein – und durchgehen.
Tut das weh? Ja. Absolut.
Lohnt es sich? Jede einzelne Träne.
Auch die von gestern. Auch die von heute.
Was sich wirklich verändert
Ich habe mich verändert. Öffentlich. In Echtzeit.
Was ich vor ein paar Wochen gesagt habe klingt heute manchmal anders. Nicht weil es vorher falsch war. Sondern weil sich mein Bewusstsein erweitert hat. Weil ich keine Tomaten mehr auf den Augen habe die ich letzte Woche noch hatte.
Das werde ich nicht entschuldigen. Das werde ich nicht glätten.
Wer mich eine Weile begleitet merkt: die entwickelt sich wirklich. Die erzählt nicht seit Jahren dieselbe Geschichte.
Das ist kein Versprechen an dich. Das ist einfach was passiert wenn du aufhörst so zu tun als hättest du alles im Griff.
Für dich – wenn du gerade mittendrin bist
Wenn du gerade nicht weißt ob du weitermachen sollst.
Wenn die Arbeit die du tust sich nicht auszahlt. Wenn du erschöpft bist nicht vom Tun sondern vom Fühlen. Wenn du dich fragst ob all das einen Sinn hat.
Dann bist du nicht falsch. Du bist mittendrin.
Das was du gerade durchlebst ist nicht das Problem. Es ist der Prozess. Und der sieht für jeden anders aus. Kein Plan passt. Kein Schritt ist für alle gleich.
Du musst nicht wissen wohin. Du musst nur gehen.
Wenn du spürst dass du gerade jemanden brauchst der den Raum hält ohne dir zu sagen wie es geht –
→ Deine Möglichkeiten mit SOUL2SOUL
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Wichtiger Hinweis: Ich spreche hier aus meiner persönlichen Erfahrung. Wenn du unter Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen leidest, ersetzen meine Inhalte keine professionelle Behandlung. Bitte such dir therapeutische oder ärztliche Unterstützung. Das eine schließt das andere nicht aus.