Meine unfreiwillige Meisterschaft im Eiswasser
Warum ich heute nicht mehr vor der Heizung brüte
Kennst du das Gefühl, wenn das Leben dir genau das vor die Füße wirft, was du am wenigsten gebrauchen kannst? Vor ein paar Tagen fiel ich in einen eiskalten, tiefen Graben. Buchstäblich. Und während die Eisschollen gegen meinen Körper krachten, passierte etwas Unerwartetes: Ich wurde ganz ruhig. Was danach geschah, zeigte mir, wie weit ich auf meiner Reise schon gekommen bin – und dass meine drei Endgegner (Wasser, Kälte und das Meer) vielleicht meine größten Lehrer sind.
Spontan, mutig und… im Eiswasser
Ok, ich halte mich für spontan, bin mutig und probiere sehr gerne Neues aus. Mein Umzug nach WHV war schon mal ein großer Beweis dafür und nicht nur der. Mein ganzes Leben lang eigentlich schon.
Aber zurück zu spontan und gerne Neues ausprobieren…
Heute Nachmittag war ich so richtig fertig. Ich musste mich mit Dingen beschäftigen, die einfach nicht meine Baustelle sind, aber dennoch gemacht werden mussten. Irgendwann war ich aber so erschöpft, dass ich mich zu einer Pause entschlossen hatte.
Mein Blick fiel zum Fenster und ich stellte entzückt fest, dass es wohl schon lange nicht mehr regnete und sogar die Sonne schien. Na besser geht es nicht. Rosi war verpennt, aber dennoch war es allerhöchste Zeit für ihre Gassi-Runde.
Da wir ja immer noch auf der Suche nach dem nächsten Ort mit Meerblick waren, fand ich den Zeitpunkt für ausgesprochen geglückt. Ab ins Auto und 5 Minuten später waren wir schon auf dem Parkplatz.
Von hier aus sollten es nur noch ein paar Meter zum ersehnten Ziel sein. Da ich aber wusste, dass Rosi dringend musste, sah ich ein paar Büsche, die sie dafür bevorzugte.
Eigentlich wollte ich vorgehen und sie ihr dann zeigen.
Noch während ich das dachte, kam ein unfreiwilliges Eisbad auf mich zu.
Der Moment, in dem alles stillsteht
Ja, spontan und mutig musste das wohl so kommen, denn freiwillig käme mir das nicht in den Sinn. Aber so lustig, wie sich das hier anhört, war das gar nicht.
Es war kein kleiner Graben, in den ich gefallen bin. Er war sogar ausgesprochen tief und ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wie ich da hineingeraten bin.
Eisschollen, Panik und… innere Ruhe?
Der Graben war mindestens 1,2m tief und die Eisschollen krachten immer wieder gegen meinen Körper, und so verhinderten sie immer wieder das Herauskrabbeln.
Eine kleine Panikattacke kündigte sich an und in dem Moment wurde ich ganz ruhig.
Meine Klamotten waren bis zu den Schultern im eiskalten Wasser, aber meine durchströmende Ruhe ließ mich Grasbüschel greifen und ganz langsam konnte ich mich zitternd befreien.
Zurück nach Hause – zitternd, geprellt, aber lebendig
Die klatschnassen Sachen klebten an meinem Körper, die Stiefel quietschten und quatschten bei jedem Schritt.
Ich packte Rosi unverrichteter Dinge ins Auto und fuhr schnellstens nach Hause.
Ich zog die nassen Sachen aus und stellte fest, dass ich am ganzen Körper Prellungen hatte und mir alles wehtat. Von der Kälte war ich eine Mischung aus stellenweise rot bis blau.
Aber mir war dennoch nicht wirklich kalt.
Die Entscheidung, die alles verändert
Also legte ich mich trocken und überlegte, wo ich mit Rosi sonst hinfahren könnte.
Als ich angezogen war, wurde es wieder ganz ruhig in mir.
Natürlich fahren wir da hin, wo wir eigentlich laufen wollten…
Früher vs. Heute – Eine radikale Veränderung
Kennst du solche Momente? Wenn etwas Unerwartetes passiert und du merkst: Früher hätte ich jetzt alles anders gemacht?
Es ist noch nicht lange her, da hätte ich um diese Stelle einen riesigen Bogen gemacht. Wahrscheinlich wäre ich nicht mal rausgegangen, hätte mich trocken gelegt und wäre vor der Heizung zitternd in stumpfes Brüten gefallen.
Irgendwann wäre ich vielleicht wieder an einen anderen Ort gefahren, aber der… nee, nie wieder.
Zurück zum Unglücksort – Mit ganz neuen Augen
Wir fuhren also wieder zurück, zum Unglücksort.
Ich schaute mir die Stelle an und ich frage mich immer noch, wie das passieren konnte, und war nur froh, dass Rosi nicht vor mir bei den Büschen ankam.
Wir hatten einen tollen Nachmittag und haben wieder wunderbare Fotos gemacht. Rosi hat noch Schnee gefunden und wieder Rosi-Schneeengel gemacht.
Ich staune immer noch, wie sich meine innere Haltung in den letzten Monaten gewandelt hat.
Was früher fast mein Ende war, ist heute mein Lehrer
Die letzten 2-3 Jahre habe ich meine persönliche Transformation verkörpert und heute durfte ich, wenn auch wieder unfreiwillig, eine weitere Meisterschaft für mich gewinnen.
Aber mich hat die Situation an noch etwas erinnert.
Das Kindheitstrauma, das mich bis heute begleitet
Als kleines Kind wäre ich fast ertrunken, somit hat Wasser für mich eine besondere Faszination, aber niemals würde ich z.B. ins Meer gehen.
Eisbaden ist ja ein regelrechter Hype und bisher habe ich mich immer erfolgreich davor gedrückt – Es ist ja kalt und Kälte ist etwas, das ich gar nicht leiden kann.
Beobachter des eigenen Lebens werden
Aber was noch interessanter war: Ich war wieder Beobachter.
In dem Moment, als sich diese kleine Panikattacke ankündigte und ich innerlich ganz ruhig wurde, stand ich an diesem Graben und etwas half mir, nicht mehr abzurutschen, sondern irgendwie da rauszukommen.
Hooksiel und die drei Endgegner
Rosi und ich hatten gerade einen tollen Ausflug nach Hooksiel. Du weißt inzwischen, dass es drei Endgegner gibt. Wasser, Kälte und das Meer vor der Tür, mit dem ich ein Date machen muss, weil es nicht immer da ist.
Auf der Suche nach dem Strand – Nasse Füße inklusive
So, wir laufen also so rum und suchen den Eingang zum Strand. Hmmm, nix zu sehen, also ab an der Hundewiese vorbei zum gepflasterten Weg, der ja bestimmt irgendwo zum ersehnten Sandstrand führen wird.
Aber der Weg über die Wiese hatte es wieder in sich. Wasser bzw. Pfützen tiefer als erwartet und schnell war klar: beim nächsten Mal Gummistiefel und Schneehose. Aber diesmal eben noch nicht und so gingen wir nassen Fußes weiter.
Rosis Sandstrand-Versprechen einlösen
Irgendwann war es mir egal, schließlich hatte ich Rosi Sandstrand versprochen. Wieder über eine Wiese und da war er. Endlich und Rosi glücklich. Wir führten unseren entspannten Sonntag-Nachmittag-Spaziergang fort und ich hoffte auf schöne Strandfunde, wie ich es von Rügen und Darß kannte. Hmmm, hier jetzt nicht so, aber gut, kommt bestimmt noch.
Wieder diese Panik – Und wieder die Ruhe
Plötzlich blickte ich auf, immer noch am Strand, aber rings herum Gräben und Pfützen, die wirklich riesig waren. Ich wollte eigentlich rüber auf den gepflasterten Weg und langsam Richtung Parkplatz zurück.
Für einen kurzen Moment war wieder diese kleine Panikattacke da. Wasser… Ich liebe es, aber ich habe auch einen riesigen Respekt davor. Ich weiß um die Kraft, die Wasser entwickeln kann und das Erlebnis von letzter Woche war wieder präsent.
Atmen… Carola atme, damit machst du nichts falsch… tief A T M E N… und schon war die tiefe Ruhe wieder da.
Wenn sich Kreise schließen
Ich weiß, dass ich gerade an einem Punkt bin, wo sich erneut Kreise schließen.
Mit Wasser fing es an und jetzt bin ich wieder am Wasser, was mich fasziniert und ängstigt zugleich. Dennoch muss das hier sein, um meine persönliche Heilung endgültig abzuschließen.
Alles Alte muss brechen, damit Neues entstehen kann
Alles macht Sinn und fügt sich. Für einen kompletten Neustart MUSS alles Alte zusammen- und wegbrechen, damit sich Neues entwickeln kann.
Das habe ich selbst manifestiert, obwohl ich was anderes haben wollte. Ich wollte wissen, wer ich ohne meine Vergangenheit bin. Die letzten 7 Jahre habe ich auf das hier unbewusst hingearbeitet. Ich kann nicht mal sagen: „Hätte ich das vorher gewusst, dann…“ Weil ich davon überzeugt bin, dass das mein Seelenweg ist und meine persönliche Heilreise hier ein Ende findet.
Die Seelenaufgabe in neuer Form
Sterbe ich dann? Ich glaube nicht, aber ich werde dann meine Seelenaufgabe wieder aufnehmen können, nur mit anderen Aufgaben wie die Jahre zuvor. Ja, der Kreis schließt sich und langsam blitzt schon das eine oder andere hervor.
Der Frühling einer neuen Ära
Der Frühling einer neuen Ära, wenn du so willst. Die Vorbereitungen laufen und ich bin sehr gespannt, was alles möglich sein wird.
Du kannst nicht am Gras ziehen…
Momentan stecke ich noch im Prozess, obwohl der Durchbruch schon eine Weile hinter mir liegt. Du kennst den Spruch: „Du kannst am Gras ziehen, dennoch wächst es nicht schneller.“ Noch so ein Endgegner: GEDULD MIT MIR UND MEINEM WEG.
Die Geduld, die ich mit anderen habe, wünsche ich mir auch für mich. Ja, ich arbeite dran.
Lass uns in den Austausch gehen
Ich würde mich sehr freuen, wenn du deine Gedanken mit mir teilst:
Welche Erfahrung hast du mit deinen eigenen „Endgegnern“ gemacht? Was hilft dir, wenn die Panik kommt und du trotzdem weitergehen musst?
Schreib mir gerne in die Kommentare, ich bin gespannt auf deine Geschichte und freue mich auf den Austausch mit dir.
Impulsfragen für dich
Vielleicht erkennst du dich in meiner Geschichte wieder? Dann lade ich dich ein, einen Moment innezuhalten:
- Was sind deine persönlichen „Endgegner“, die Dinge, vor denen du am liebsten davonlaufen würdest?
- Gab es Momente in deinem Leben, in denen du zurückgegangen bist, obwohl jede Faser in dir „Flucht!“ geschrien hat?
- Wie gehst du mit dir selbst um, wenn du merkst, dass dein Prozess länger dauert als erhofft?
- Wo wünschst du dir mehr Geduld mit dir selbst?
- Welche innere Ruhe hast du schon in dir entdeckt, von der du vorher nichts wusstest?
Eine kleine Erinnerung: Du bist genau richtig, genau hier, genau jetzt.
Steckst du gerade fest?
Manchmal braucht es einen anderen Blickwinkel, um zu sehen, was wirklich möglich ist.
Wenn du gerade an einem Punkt bist, wo scheinbar gar nichts passt, wo die Endgegner übermächtig erscheinen oder wo du einfach nicht weiterkommst, dann lass uns sprechen.
Ich biete dir ein Impulsgespräch für einen Perspektivenwechsel an. Manchmal reicht schon ein anderer Blickwinkel, eine neue Frage oder ein frischer Impuls, um wieder in deine Energie zu kommen.
Buche dir hier dein persönliches Gespräch:
Denn eins weiß ich sicher: Du bist nicht hier, um klein zu bleiben. Du bist hier, um deine Meisterschaft zu leben, vielleicht manchmal unfreiwillig, aber immer genau richtig.
In Liebe und tiefer Verbundenheit,
SOUL2SOUL – Carola
PS: Rosi lässt ausrichten, dass Schneeengel im Sand genauso schön sind wie im echten Schnee. Und dass Gummistiefel wirklich eine gute Investition sind. 😊



