Autopilot ist nicht das Gegenteil von Vertrauen. Es ist Kontrolle, die sich als Leben verkleidet. Was es mich gekostet hat, das zu verstehen und was mich heute morgen sprachlos gemacht hat.

Kannst du wirklich glauben, dass du dein Leben selbst gewählt hast?

Ich habe jahrelang gedacht, ich tue das. Ich habe gearbeitet, geheilt, Schicht für Schicht abgetragen. Und irgendwann merkte ich: das meiste davon war kein Wählen. Das war Reagieren auf Konditionierungen die ich nie hinterfragt hatte. Auf Erwartungen die nicht mal meine waren.

Der echte Wendepunkt kam nicht als ich endlich die richtige Entscheidung traf.

Er kam als ich aufhörte zu kontrollieren.

Als ich anfing zu antworten auf das was sich zeigt — statt zu planen, zu optimieren, zu wollen. Ich wollte an die Ostsee. Gelandet bin ich an der Nordsee. Und rückblickend war kein einziger „Umweg“ ein Fehler.

Das ist kein Kontrollverlust. Das ist der Unterschied zwischen Autopilot und Vertrauen.

Wo stehst du gerade — noch im Wählen oder schon im Antworten?

Die falschen Entscheidungen, die keine waren

Früher hatte ich das Gefühl, immer die falschen Entscheidungen getroffen zu haben. Heute weiß ich, dass alles einen tiefen Sinn hatte. Es war wichtig auf meinem Weg alles auf tiefster Ebene zu integrieren und zu erfahren. Solange ich noch kontrollieren wollte, musste ich die Lektionen weiter lernen.

Als ich anfing zu vertrauen, wurde es deutlich leichter. Nur verstand ich es oft noch nicht. Die Zweifel waren immer noch da. Dieses WARUM, schon wieder. Aber die Abstände zum Erkennen wurden kürzer. Irgendwann war kein Widerstand mehr da — sondern ein Annehmen dessen was ist.

Und dann war auf einmal diese innere Klarheit da: Ich darf einfach nur noch vertrauen. Egal wie das Außen gerade ist.

Autopilot — das Unsichtbare das dich aufhält

Früher fühlte sich der Autopilot nicht mal falsch an. Das waren einfach Gewohnheiten. Weil ich es immer so gemacht hatte. Weil ich mit dem Strom schwimmen wollte. Vielleicht auch ein bisschen Angst davor, anders zu sein.

Ich war anders. Konnte es aber nicht annehmen.

Das war ein Prozess der nebenbei ablief. Durch meine Engel auf Pfötchen habe ich erst lernen dürfen zu mir zu stehen — für sie. Für mich hätte ich wahrscheinlich noch viel länger gebraucht.

Fang schon mal an zu packen

Ich wusste schon 2022 dass ich umziehen sollte, damit sich mein nächster Schritt entwickeln konnte. Dennoch entschied ich mich zu bleiben. Heute weiß ich: Es war wichtig für meine eigene Stabilität. Um das, was mich jetzt erwartet, ein entsprechendes Fundament zu haben.

Anfang 2025 kam der Impuls: „Fang schon mal an zu packen und trenn dich von allem, was nicht mehr zu dir gehört.“

Das tat ich ohne zu fragen wieso, weshalb, warum und wohin.

Ich saß ein halbes Jahr auf Kisten und Kartons. Ließ alles los, was sich nicht mehr stimmig anfühlte. Das war gar nicht leicht. Seine Vergangenheit gnadenlos hinter sich zu lassen, ohne zu wissen wohin die Reise geht — das ist Vertrauen. Das hat nichts mehr mit Autopilot zu tun.

Dann kam der nächste Impuls: Schau dich um. Aber wo? Egal.

Ich schaute auf Immobilienportalen. Vielleicht der Harz, dachte ich. Die Wohnungen hätten gepasst aber an den Orten sah ich mich nicht. Meine Seele kicherte.

Dann kam eine E-Mail. Eine Einladung zur Wohnungsbesichtigung. Ich hatte aber gar nichts Konkretes gesucht oder eingegeben. Ich rief an. „Morgen um 10 Uhr?“ Im Dienstplan stand frei. Also fuhr ich um 5 Uhr morgens los.

Nach Wilhelmshaven.

Äh, Moment. Ich wollte doch an die Ostsee.

Mein Seelchen hatte Spaß: „Vergiss es. Vor 3 Jahren hätte es noch gepasst. Jetzt ist sie zu soft. Du brauchst was mit Wumms.“

Alles klar.

Mehr dazu wie sich dieser Portalwechsel angefühlt hat, findest du hier.

Die Prophezeiungen — gemalt bevor ich es wusste

Als ich Heiligabend in WHV landete, fielen mir in den Wochen danach meine Bilder in die Hände. Gemalt 2016/2017, noch in der Depression.

Ich traute meinen Augen nicht.

Eine ganze Reihe Prophezeiungen. Die Bilder zeigten meine aktuelle Situation. Wilhelmshaven. Den Leuchtturm. Den Landeplatz. Alles schon da — Jahre bevor ich es wusste.

Und heute morgen. Ich finde ein Foto das ich vor ein paar Wochen gemacht hatte. Einfach so, bei einem Spaziergang mit Rosi. Die Masten, das Wasser, das Licht das durchbricht.

Dasselbe Bild. Zehn Jahre später. Fotografiert ohne zu wissen warum.

(Das Bild und das Foto — siehst du es?)

Ich habe es nicht gesucht. Ich war einfach da.

Wilhelmshaven und mein Seelenweg
Prophezeiung auf meinem Seelenweg. Wilhelmshaven
Wilhelmshaven Landeplatz

Was Autopilot wirklich kostet

Autopilot ist kontrollieren wollen, was nicht kontrollierbar ist. Es kostet Kraft. Unendlich Energie.

Vertrauen ist annehmen was ist — egal wie, egal was — und beobachten was sich entwickelt. Es gibt Kraft zurück. Es fühlt sich an wie Surfen. Ich war noch nie surfen. Aber dieses Sich-dem-Fluss-Hingeben, das kenne ich. Aus luziden Träumen. Aus Wellenbädern. Und aus jedem Moment, in dem ich aufgehört habe zu fragen warum — und einfach mitgegangen bin.

Das gilt nicht nur für mich

Vielleicht steckst du gerade in einer Übergangsphase die dich zum Wanken bringt. Vielleicht weißt du längst dass der nächste Schritt wartet — aber du weißt noch nicht wohin.

Vielleicht packst du schon innerlich auf Kisten, ohne es so zu nennen.

Das ist kein Kontrollverlust. Das ist der Anfang von Vertrauen.

Wenn du spürst dass da was ist — lies hier weiter: Mach die Augen auf 

Dann wählst du.

Nicht weil du Hilfe brauchst. Sondern weil du weißt dass es schneller geht wenn jemand neben dir steht der dich fühlt bevor du den Mund aufmachst.

→ Zu den Impulsgesprächen