Irgendwann hast du entschieden: lieber gar nichts mehr fühlen als zu viel. Du hast dabei nicht nur den Schmerz abgestellt. Du hast alles abgestellt. Auch die Liebe. Und sie wartet noch. Auf der anderen Seite vom Schmerz.
Liebe ist alles was zählt und warum wir sie so lange nicht spüren können
Irgendwann hast du entschieden: lieber gar nichts mehr fühlen als zu viel.
Kein bewusster Entschluss. Es ist einfach passiert. Schleichend. Und du hast dabei nicht nur den Schmerz abgestellt.
Du hast alles abgestellt.
Auch die Liebe.
Mir ist das genauso gegangen. Und meine Depression hat das sehr gerne genommen und ist ordentlich expandiert.
Heute Morgen kam eine Erinnerung zurück. Aus einer Nacht in Berlin. Ein Unfall vor unserem Fenster. Eine junge Frau die ich nicht kannte – und trotzdem gespürt habe. Ich war mental bei ihr. Habe ihre Hand genommen. Bin geblieben bis es ruhig wurde.
Was in diesem Moment da war – unter dem Schmerz, unter der Trauer – das war eine Liebe die ich so vorher nicht kannte. Weit. Still. Ohne Bedingung.
Damals konnte ich das nicht so nennen. Heute kann ich es.
Ich habe mal versucht Tierkommunikation zu lernen.
Ich saß also vor Lucy. Mit einer Liste. Lucy lächelte – so ein Lächeln das sagt: du armes Ding. Ich versuchte irgendwie eine Verbindung herzustellen während sie demonstrativ wegschaute. Wahrscheinlich damit ich nicht sehe dass sie mich auslacht.
„Auf welcher Decke liegst du am liebsten?“
Gelangweilter Seitenblick.
„Was frisst du gerne?“
Nichts.
„Wie geht es dir gerade?“
Sie stand auf und ging.
Ich heulte. Weil ich dachte: ich kann es einfach nicht.
Sie schlenderte an mir vorbei, grinste: „Na, fertig mit dem Quatsch?“
Den nächsten Kurs habe ich mit Cecilia besucht. Ich kann es immer noch nicht. 😄
Was ich damals nicht verstanden habe:
Ich konnte keine Tierkommunikation weil ich sie nicht brauchte. Die Verbindung war schon da. Sie war immer da. Zu Lucy. Zu Cecilia. Zu allen die kamen.
Genauso wie die Liebe.
Nie weg. Ich hatte nur keinen Zugang mehr zu ihr.
Vielleicht kennst du das. Dieses Gefühl dass da etwas sein müsste – aber du kommst nicht ran. Dass du weißt dass Liebe existiert, aber sie irgendwie nicht landen kann. Weder die die du gibst noch die die du bekommst.
Das ist kein Fehler in dir. Das ist das was passiert wenn wir als hochsensible Menschen gelernt haben uns zu schützen. Unsichtbare Mäntel. Goldene Glocken. Alles damit nichts mehr so wehtut.
Aber es kommt auch nichts mehr rein.
Erlaube dir zu fühlen – Alles
Der Weg zurück zur Liebe führt nicht um den Schmerz herum. Er führt durch ihn hindurch. Nicht festhalten. Durchfließen lassen.
Das klingt einfach. Es ist es nicht. Aber auf der anderen Seite wartet das was wirklich ist.
Und das ist Liebe. Nicht die Version die uns verkauft wird. Sondern die die da war als niemand geschaut hat. Die die Tiere uns zeigen. Die die bleibt wenn alles andere geht.
Sie war immer da.
Auch bei dir.
EINLADUNG
Im Video erzähle ich mehr davon. Von dieser Erinnerung aus Berlin, von Hochsensibilität, von dem was passiert wenn wir aufhören uns zu schützen und einfach fühlen.
Und wenn du merkst dass du auf diesem Weg nicht alleine sein willst – ich bin da. Ein Impuls per E-Mail reicht manchmal. Manchmal braucht es mehr. Das finden wir gemeinsam heraus.
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Wichtiger Hinweis: Ich spreche hier aus meiner persönlichen Erfahrung. Wenn du unter Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen leidest, ersetzen meine Inhalte keine professionelle Behandlung. Bitte such dir therapeutische oder ärztliche Unterstützung. Das eine schließt das andere nicht aus.