Wann nimmst du dein inneres Kind endlich in den Arm?
Vielleicht erinnerst du dich an einen Film oder Song der dich tief berührt hat und du hast gar nicht verstanden warum. Das liegt nicht daran dass es fremd ist. Dein Körper erinnert sich.
Vielleicht erinnerst du dich an einen Film, einen Song oder etwas das dich tief berührt hat und wo du deine Tränen einfach nicht zurückhalten konntest. Du hast gar nicht verstanden was gerade passiert und warum dich dieser Moment so mitnimmt. Und obwohl es dich gerade noch ein bisschen mit Fragezeichen zurücklässt, kommt es dir dennoch vertraut vor.
So vertraut, dass du deinen Körper spürst während du schaust oder hörst. Vielleicht macht es dich unsicher — und das liegt nicht daran dass es fremd ist. Das liegt daran dass sich dein Körper erinnert. Du erinnerst dich an die Zeit als du diese Anteile noch in dir hattest, noch bevor du beschlossen hast dass es für dich sicherer ist mit dem Strom zu schwimmen und in der Masse unterzugehen.
Aber dafür bist du nicht hier. Nicht auf diesem Planeten. Deine Seele wird sich freuen dass du jetzt für dich einstehst und bereit bist.
Der Satz der mich umgehauen hat
Mir ist das neulich passiert — und zwar so unerwartet dass ich es einfach teilen musste.
Ich habe Rocketman geschaut — nicht zum ersten Mal — aber diesmal hat er mich anders getroffen.
Elton John sitzt seinem inneren Kind gegenüber. Und das Kind fragt ihn:
„Wann nimmst du mich denn endlich in den Arm?“
Ich saß da und die Tränen liefen einfach. Nicht weil es traurig war. Sondern weil ich diesen Satz kannte. Von innen.
Und ich weiß — du kennst ihn auch.
Du hast dich vielleicht zu lange geschämt dafür
Dafür dass du nicht dazugehört hast. Dass du zu viel gefühlt hast. Dass du einfach nicht die Erwartungen anderer erfüllt hast.
Auch ich habe es viel zu lange abgelehnt. Mich auch geschämt anders zu sein und in keine Schublade zu passen.
Heute bin ich dankbar dafür. Und ja, es war ein langer Weg von der Scham zur Dankbarkeit. Wir kommen aber nur dahin wenn wir bereit sind wirklich hinzuschauen. Alle Teile zu finden und anzunehmen die wir irgendwann weggesperrt haben.
Schäm dich nicht für deine Tränen
Vielleicht schämst du dich sogar noch für deine Tränen. Das erlebe ich in meiner Arbeit mit Soulis immer wieder. Sie entschuldigen sich dafür dass die Tränen kommen und laufen.
Bitte schäm dich nicht dafür. Denn das was gerade passiert ist Heilung. Ganz tief in dir ist etwas berührt worden und ist endlich bereit gesehen zu werden.
Tränen sind der Beweis dass du dir selbst wichtig genug bist dich anzuerkennen. Niemals ein Versagen oder Schwäche. Ich feiere dich dafür.
Vergebung — nicht nur für den anderen. Für dich.
Ich glaube dass Vergebung immer so runtergespielt wird als wäre es mit einer Formel getan. Aber das ist es nicht.
Vielleicht kennst du den Film „Die Hütte“ — da wird sehr ausführlich über Vergebung gesprochen. Das bedeutet nicht dass das was passiert ist okay war. Das bedeutet dass du es nicht mehr dein Leben bestimmen lässt.
Auch das ist ein Prozess der halt seine Zeit dauert. Erlaube dir selbst dein Leben zurückzuerobern.
Du musst deinem inneren Kind keine 30 Liebesbriefe schreiben
Ich liebe mein inneres Kind — aber auch alle anderen Versionen meines Selbst.
Es genügt wenn du dich an es erinnerst, es in den Arm nimmst und sagst:
„Hey Kleines. Ich hab dich so lieb. Du bist einfach wundervoll.“
Das ist die Art Heilung und Zuwendung die es braucht. Meine Mini-Me-Version hat ein paar Anläufe gebraucht bis sie mir vertraut hat — also sei nicht ungeduldig mit dir wenn die Kleine noch nicht in den Arm genommen werden will.
Wenn du spürst dass da gerade etwas in dir wartet — → hier bin ich
Und wenn du tiefer einsteigen möchtest: Rocketman – Wie tiefe Gefühle unsere Sicht auf das Leben verändern
Carola