Das andere Ende der Leine

Dein Hund - deine Verantwortung

Das andere Ende der Leine ist oft Auslöser für unerwünschtes Verhalten des Hundes. Das ist ja schon lange bekannt und zu dem Titel gibt es auch ein tolles Buch. Aber es wird nur eine Seite betrachtet. Nämlich nur der Umgang bzw. das Herumerziehen am Hund.

Da höre ich immer wieder „ja, ich mache so viele Fehler“ oder „das Timing beim Belohnen ist nicht richtig“ oder „mein Hund ist stur“. Der Hund wird ständig korrigiert, es wird trainiert bis zum Umfallen und werden Kurse besucht bis zum Geht nicht mehr. Bei manchen mag es auch funktionieren aber viele kommen da schnell an ihre Grenzen.

Mit den genannten Aussagen kann man sich dann zufrieden geben und nur noch nachts, wenn niemand mehr unterwegs ist mit seinem Hund raus gehen. Aber war das so geplant? Kann das die Lösung sein? Schließlich soll einen der 4 Beiner doch begleiten und sein Leben mit uns teilen…

Was, wenn dein Hund dir etwas mitteilen will

In den letzten Jahren ist mir immer öfter aufgefallen, dass unsere Hunde auch hochsensibler und feinfühliger werden. Das liegt einfach daran, dass es heutzutage auffällt, weil wir viel enger mit unseren Fell tragenden Mitbewohnern zusammen leben als noch vor 20 oder 30 Jahren.

Heute nehmen unsere Haustiere uns einfach vieles ab. Ob nun auf seelischer oder gesundheitlicher Ebene. Das heißt, der eigene Hund kann ein Teil unserer Stressbelastungen mittragen. Teilweise gehört es zu seiner Lebensaufgabe, ein anderer Teil wird ihm sozusagen unbewusst übergestülpt. Das macht Stress im Tierkörper und zeigt sich dann im unerwünschten Verhalten und / oder gesundheitlichen Symptomen.

Ich höre auf meine Hunde
Bei mir war es so, dass jeder meiner Stadthunde mich auf seine Weise in meiner Persönlichkeitsentwicklung unterstützt hat und mich beruflich auch jeweils in eine andere bzw. Weiterentwicklung gebracht hat. Auch den Weg zu mir, in meine Mitte, in die Ruhe zu kommen.

Meine Hunde haben mich sozusagen dazu „gezwungen“ entspannt zu werden. Lucy und Cecilia waren krank. Ich konnte mit ihnen gar nicht so unterwegs sein wie ich es wollte. Und Cecilia hat mich auch an die Energie Arbeit gebracht. Jeder meiner Hunde hatte eine bestimmte Richtung in die er mich gebracht hat und an der ich wachsen konnte.

Unerwünschtes Hundeverhalten sind nur Symptome

Bei meinen Klienten habe ich oft ähnliches beobachtet. Die Hunde zeigten Symptome wie Nervosität, bellen, Leine zerren, anspringen und vieles mehr. Bei den Erstgesprächen zeigte sich das Thema der 2 Beiner. Sie selbst mussten / sollten / wollten sich ändern. Und schon lösten sich auch die unerwünschten Verhaltensweisen der Hunde oder zumindest wurden sie deutlich schwächer.

Natürlich kann es lange bestehende Muster nicht löschen, nur weil man weiß was es ist. Aber ein verändertes Verhalten des Hundehalters, eine andere Leine und ein entsprechendes Handling, eine angepasste Gangart oder die Atmung beeinflussen den Hund ungemein. Wie schnell sich dann die Erfolge zeigen ist natürlich abhängig vom Hundehalter. Man kann es sich so vorstellen, wir alle haben ja alte Glaubenssätze, die uns über Generationen hinweg begleiten.

Für manche ist die Zeit gekommen sie loszulassen, an anderen hängen wir noch fest. Für sie ist es noch nicht soweit. Und so ist es dann auch mit unseren Hunden. Wenn wir noch nicht bereit sind uns zu verändern, können wir unserem Hund nicht helfen. Würden wir gleich die neuen Bewegungsabläufe und Verhaltensänderungen umsetzen können, würden wir schneller am Ziel sein.

Dein Hund zeigt dir was du gerade brauchst
Zum Stolperstein „noch nicht soweit sein“. Manchmal, wenn wir noch gar nicht so weit sind, höre ich auch oft „ach ja, mein kleiner Chaot“. Oder der Hund wird vorgeschoben um irgendetwas nicht zu tun oder lassen zu können. Das ist vollkommen in Ordnung, wenn man sich bewusst dazu entscheidet. Dann ist man ja schon auf dem Weg aber in seinem Tempo. Dann kommen die Themen beim nächsten Hund eben nochmal hoch. Vielleicht auch in anderer Form.

Hundehaltern, die schon jahrelang Hunde hatten brauchen plötzlich Unterstützung, weil sie mit diesen einen so gar nicht zurechtkommen, der sie immer wieder auf neue Herausforderungen und ans Ende der Nerven bringt. Vielleicht wurde bei den Vorgängern ja gar nicht auf sich geachtet, oder das Thema war noch nicht an der Reihe. Fakt ist: Unsere Hunde sind unsere Spiegel.

Das Ziel soll ein harmonisches Leben miteinander sein

Es ist so wunderbar zu erleben, wie die Harmonie in kurzer Zeit zwischen Hund und Halter wächst, wenn man bereit ist seine Themen eigenverantwortlich zu verarbeiten.

Ich wünsche jedem, der das liest, alles erdenklich Gute für eure gemeinsame Zeit. Wachst zusammen und lernt euch zu genießen. Das Leben ist zu kurz um sich und seinen Hund gefangen zu halten in alten Muster, die gar nicht die eigenen sind.

Brich aus und lebe dein eigenes Leben. Lerne Achtsam mit dir zu sein. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Du wirst sehen, dass es dir und deinem Hund bald deutlich besser geht, wenn du diesen Mut aufbringst.

Selbstverständlich stehe ich dir gern bei, wenn du bereit bist für deine individuelle Reise. Ruf an und wir vereinbaren einen Termin für ein erstes Anamnese Gespräch. Ich freue mich sehr dich und deinen Hund kennen zu lernen.

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